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mein Papa ist gestern gestorben

  • Starter*in Starter*in Zeitstehtstill
  • Datum Start Datum Start
Hallo meine Vater ist vor 3 Monaten auch gestorben.Es tut mit sehr leid für Dich.Den Schmerz wird Dir wohl keiner nehmen können.Ich habe eine kleine Geschichte für Dich...die Dir vielleicht etwas Trost bringen wird!!!!

Der Frühling war vorbei...ebenso der Sommer.Freddie das Blatt war groß geworden.Sein Mittelteil war breit und stark...seine Adern waren fest und gerade.Im Frühling war er als kleiner Spross auf einem ziemlich großen Ast nahe am Gipfel eines hohen Baumes zu Leben erwacht
Freddie war von Hunderten anderern Blättern umgeben..die..so schien es..wie er waren.Bald endeckte er jedoch..das sich keine zwei Blätter glichen...obwohl sie auf dem gleichen Baum waren.Alfred war das Blatt neben ihm.Benjamin war das Blatt zu seiner Rechten und Sebastian war das wundervolle Blatt über ihm.Sie alle waren zusammen aufgewachsen.Sie hatten gelernt in den Frühlingswinden zu tanzen...faul in der Sommersonne zu liegen und vom Regen gewaschen zu werden.Daniel war Freddies bester Freund.Er war das grösste Blatt auf dem Ast und er schien vor allen anderern dagewesen zu sein.Es kam Freddie so vor...als sei Daniel der Klügste von Ihnen.Es war Daniel..der ihnen erzählte..daß sie Teil eines Baumes waren und in einem öffentlichen Park wuchsen.Er erzählte ihnen..das der Baum starke Wurzeln hat...die im Boden verborgen sind.Er berichtete von den Vögeln..die kamen..um auf den Ästen zu sitzen und Morgenlieder zu singen.Er erzählte von der Sonne..dem Mond und den Jahreszeiten.

Freddie liebte es ein Blatt zu sein.Er liebte seinen Ast..seine blättrigen Freunde..seinen Platz hoch oben im Himmel..den Wind der ihn herumwirbelte..die Sonnenstrahlen..die ihn wärmten..und den Mond..der ihn mit seinem weichen und weißen Schatten bedeckte.Der Sommer war besonders schön und lang gewesen.Die langen heißen Tage fühlten sich gut an..und die warmen Nächte waren friedlich und träumerisch.Es waren in diesem Sommer viele Menschen im Park gewesen.Sie kamen oft..um unter Freddies Baum zu sitzen.Daniel erzählte den anderen Blättern..daß das Schattenspenden ein Teil ihrer Bestimmung war.
Was ist eine Bestimmung?hatte Freddie gefragt.Ein Grund für unser Leben..hatte Daniel geantwortet.Anderen das Leben schöner zu machen..ist ein Grund für unser Dasein.Allen Menschen..die in den Park kommen..um der Hitze ihrer Wohnungen zu entfliehen..Schatten zu spenden ist ein Grund für unser Dasein.Kindern einen kühlen Platz zum spielen zu geben..Menschen..die auf bunten Tüchern Picknick machen..mit unseren Blättern Kühle zu fächeln..all dies sind Gründe für unser Dasein!Freddie mochte besonders die alten Menschen.Sie saßen so friedlich auf dem kühlen Gras und bewegten sich kaum.Flüsternd sprachen sie von vergangenen Zeiten.Die Kinder waren auch lustig..obwohl sie manchmal Löcher in die Rinde des baumes bohrten oder ihre Namen hineinritzten.Es machte Spaß ihnen zuzusehen ..wie sie sich so schnell bewegten und so viel lachten.

Freddies Sommer war jedoch bald vorbei.In einer Oktobernacht ging er vorbei.Freddie war es noch nie so kalt gewesen.Alle Blätter zitterten vor Kälte.Sie waren mit einer weißen Schicht eingekleidet..die rasch schmolz..und sie durchnässte und glänzend in der Morgensonne zurückließ.Wieder war es Daniel..der ihnen erzählte..daß sie ihren ersten Frost erlebt hatten.Ein Zeichen..das es Herbst war und der Winter bald kommen würde.Beinahe über Nacht verwandelte sich der Baum..ja der ganze Park..in ein Farbenmeer.Kaum ein Blatt war übriggeblieben.Alfred war dunkelgelb geworden.Benjamin war hellorange.Sebastian war leuchtendrot.Daniel war tiefblaurot und Freddie war rot..golden und blau.Wie schön sie alle aussahen.Freddie und seine Freunde hatten den Baum in einen Regenbogen verwandelt.
Warum haben wir verschiedene Farben..wo wir doch alle auf dem selben Baum wachsen?fragte Freddie.Jeder von uns ist verschieden.Wir haben verschiedene Erfahrungen gemacht.Wir waren unterschiedlich der Sonne ausgesetzt.Wir haben unterschiedlich Schatten gespendet.Warum sollten wir nicht auch verschiedene Farben haben?sagte Daniel mit einem Ton der Selbsverständlichkeit.Daniel erzählte Freddie..das diese wundervolle Jahreszeit Herbst genannt wurde.

Eines Tages ereignete sich etwas Seltsames.Derselbe Wind..der sie in der Vergangenheit hatte tanzen lassen..zerrte und zog nun an ihnen als ob er ärgerlich wäre.Dies führte dazu..daß einige Blätter von ihren Ästen gerissen wurden..vom Wind weggetragen und herumgewirbelt wurden..um sanft auf den Boden zu fallen.Allen Blättern wurde Angst und Bange.*Was ist los?*fragten sie im Flüsterton.Das passiert im Herbst erzählte Daniel.Für die Blätter ist es Zeit ihr Zuhause zu wechseln.Einige Menschen nennen das *STERBEN*!Müssen wir alle sterben fragte Freddie.Ja antwortete Daniel.ALLES stirbt..gleichgültig wie groß..klein..stark oder schwach es ist.Wir erleben erst unsere Aufgabe.Wir erleben die Sonne..den Wind und den Regen.Wir lernen zu tanzen und zu lachen und dann sterben wir.*ICH WILL NICHT STERBEN*sagte Freddie mit fester Stimme.Willst du sterben...Daniel?Ja wenn meine Zeit gekommen ist..antwortete Daniel.Was ist das?..fragte Freddie.*NIEMAND WEIß DAS MIT SICHERHEIT*..anwortete Daniel

Freddie bemerkte..daß weitere Blätter vom Baum fielen.Er dachte*Ihre Zeit muß gekommen sein*.Er sah daß einige Blätter hochgewirbelt wurden..ehe sie herabfielen..während andere losließen und friedlich hinunter schwebten.Bald war der Baum fast ganz kahl.*ICH HABE ANGST ZU STERBEN!*..sagte Freddie zu Daniel.Ich weiß nicht..wie es da unten ist.WIR ALLE FÜRCHTEN DAS..WAS WIR NICHT KENNEN.Das ist normal..Freddie versicherte Daniel.Du hattest auch keine Angst..als der Frühling zum Sommer wurde.Du hattest keine Angst als der Sommer zum Herbst wurde.Das waren normale Veränderungen.Warum solltest du vor der Jahreszeit Angst haben..in der du stirbst?Stirbt der Baum auch..fragte Freddie.Eines Tages.Aber es gibt etwas stärkeres als den Baum 😀AS LEBEN.Das währt immer und wir sind ein Teil des Lebens.Wohin gehen wir..wenn wir sterben?Niemand weiß das mit Sicherheit.Das ist ein großes Geheimnis.Werden wir im Frühling zurückkehren?WIR NICHT..aber DAS LEBEN!Was hat das denn alles für einen Sinn..fragte Freddie weiter.Warum sind wir überhaupt zum Leben erwacht..wenn wir fallen und sterben müssen?Daniel antwortete auf seine sachliche Art:WEGEN DER SONNE UND DEM MOND.WEGEN DER SCHÖNEN ZEIT..DIE WIR ZUSAMMEN VERBRACHT HABEN.WEGEN DEM SCHATTEN..DEN ALTEN MENSCHEN UND DEN KINDERN.WEGEN DER FARBEN IM HERBST.WEGEN DER JAHRESZEITEN.Ist das nicht genug?

An diesem Nachmittag..in dem goldenen Licht der Dämmerung fiel Daniel herab.Er fiel mühelos.Er schien friedlich zu lächeln..während er fiel.AUF WIEDERSEHEN..FREDDIE..sagte er.

Nun war Freddie allein.Er war das einzigste Blatt auf seinem Ast.
Der erste Schnee fiel am nächsten Morgen.Er war weich..weiß und sanft.Er war jedoch bitterkalt.Die Sonne schien kaum an diesem Tag und der Tag war sehr kurz.Freddie bemerkte..wie er seine Farbe verlor und ganz spröde wurde.
Es war den ganzen Tag über kalt und der Schnee lag schwer auf ihm.In der Dämmerung kam ein Wind..der Freddie von seinem Ast wegtrug.Es tat überhaupt nicht weh.Er fühlte..wie er ruhig..sanft und weich auf den Boden schwebte.Während er fiel sah er zum ersten mal den ganzen Baum.Wie stark und fest er doch war.Freddie war ganz sicher..daß der Baum sehr lange Zeit leben würde.Er war ein Teil von ihm gewesen und das machte Freddie stolz.
Freddie landete auf einem Häufchen Schnee.Dieser fühlte sich irgendwie weich ja sogar warm an.In seiner neuen Lage fühlte er sich begaglicher als je zuvor.Er schloß die Augen und schlief ein.....






































Er wusste nicht..daß der Frühling dem Winter folgen und der Schnee schmelzen würde.Er wusste nicht..daß sich SEIN scheinbar nutzloses vertrocknetes Wesen mit dem Wasser verbinden würde und dazu dienen würde..den Baum kräftiger zu machen.Vor allem aber wusste er nicht..das noch schlafend in dem Baum und der Erde bereits Pläne für neue Blätter im Frühling waren!




gez. nach Leo Buscaglia


Vielen DAnk für diese Geschichte..

mein herzlichsten Beileid.. ich weiss auch wie du fühlst..

Alles im Leben hat seinen Sinn.. 🙁

Dankeschön😉
 
Hallo Zeitstehtstill


Das Lied ist wunderschön. Eine Userin hat
es mir mal geschickt.
Ich habe ein schönes Lied gefunden, ich weiss nur nicht
ob es der richtige Zeitpunkt ist...

Möchte keinem weh tun....

Anna


Hallo Anna,

schick mir das Lied, weh tun.. was tut denn mehr weh..als einen geliebten Menschen zu verlieren..hm🙁
 
Keine Ahnung, welche Lieder man
hören sollte, wenn das Herz weint.
Ich bevorzuge traurige, "leise" Lieder.
Vllt. ist das falsch, aber es drückt
meine Gefühle besser aus.
Ich hoffe nur, es denken andere auch so.

Ich nehme Dich ganz fest in den Arm

YouTube - papa ich vermiss dich


ich drück auch lieber durch Lieder meine Gefühle aus..es ist leichter..find ich.. es ist ein Schönes Lied.. jipp.. ich vermiss ihn.. ganz schrecklich.. ich will garnet darüber nachdenken..wie oft das so schrecklich weh tut..
Manchmal schiebe ich diesen Schmerz vor mir her..versuche stark zu sein.. mir nichts anzumerken.. aber in stillen momenten wie jetzt.. kann ich diesen Schmerz fühlen.. 🙁

Sein Platz hier ist leer.. wie soll man denn damit zurechtkommen.. hm..🙄:wein:

tiefdurchatmen.. YouTube - Alles in seiner Hand
 
Der Platz ist leer, aber die Liebe
in Deinem Herzen, die bleibt.
Dort ist jetzt sein Platz.
Es ist verdammt schwer, ohne SIE
zu leben, aber mit der Zeit, wird
dieser stechende Schmerz weniger.
Und dann bleibt nur noch Liebe und
Dankbarkeit in uns.

Ich war wütend und schrie herum.
Warum? Fühlte nur noch Kälte.
Lief herum wie ein Roboter.
Und heute - mein Herz ist voller
Liebe, wenn ich von ihm rede.
Dankbarkeit und Wärme. Die bleibt -
für immer. Die kann uns niemand
nehmen.

*denkandich*

Anna :blume:
 
weisst du was.. Papa, am 2.07 hat der Freund von deinen Enkel..
Geburtstag gehabt... An deinem Todestag.. 🙁
Sie haben ihn gefeiert.. Vor 6 Jahren ist der Bub genau an diesen Tag auf die Welt gekommen.. Und ich wusste garnet was ich fühlen soll an diesen tAg.. es war als würde es mir die Füsse von Boden wegziehen..


Du fehlst..mir so..


und die Zeit vergeht so... ich komm echt nicht mehr mit.. und der Schmerz wird nicht weniger.. nein ich könnte grad schreien.. warum..
Heute sind soviele Leute glücklich, zufrieden.. und ICH.. trauere um dich.. ich habe dich geliebt.. verdammt.. warum gerade DU.. warum...

Ich fühle garnix.. 🙁

 
Zeitstehtstill

Jeder der einen nahen Angehörigen verliert hadert mit Gott und dem Schicksal *warum ?*
Es ist wirklich sehr sehr schwer hier Tröstende Worte zu finden.

Hab doch selbst in meiner Familie 3 sehr nahe gehende Todesfälle zu beklagen gehabt.
Obwohl unser Vater uns sehr viel geschlagen hatte als er starb war trotz allen diese Leere da.
 
was soll ich tun.. ich liebte ihn doch so sehr.. er fehlt mir soo..
ich hätte ihn noch so gern.. bei mir gehabt.. warum..:wein:

weisst manche menschen sagen garnix.. von denen man vielleicht doch irgendwie es erwartet hätte.. von denen kommt garnix..

vielleicht ist es die Angst..was falsches zu sagen.. aber irgendwas..
wenn einer einen glücklichen tag hat..da kann man sich doch auch dazu äussern..warum nicht wenn es den anderen schlecht geht.. warum nicht.. 🙁

 
Will dir hier eine kleine Geschichte erzählen

Meine Schwester war 6 beziehungsweise 8 Jahre alt als unsere Eltern gestorben sind.
sie kam 50km weiter weg alleine zu Pflegeeltern.
Sie heiratete dann und sie bekamen einen gemeinsamen Sohn.

am 4. Juli 1999
Fuhren die 3 anlässlich zum 14.Geburtstages ihres Sohnes am Attersee.
Mein Schwager war Hobbytaucher und es war geplant das er am späten Nachmittag mit einer dort ansässigen Taucherschule zu zweit einen Tauchgang macht.
Die 3 hatten einen wunderschönen strahlenden sonnigen Familientag.
Dann kam der Abend ca 18 Uhr.
Meine Schwester und der Sohn setzten sich unter einen Baum und sahen zu wie Papa und Mann mit dem Tauchpartner ins Wasser gingen. Ungefähr 40 Minuten später sahen sie die Beiden auftauchen aber einer hielt den anderen sie meinten Papa hat dem anderem geholfen der Sohn schwamm ihnen entgegen
aber es war sein Papa der leblos war.
Sein Papa hatte in 30 Meter Tiefe einen Lungeninfarkt erlitten und war zu diesem Zeitpunkt als sie auftauchten schon Tod.
Herbei geeilte Helfer legten ihn Tod vor ihnen hin.
Stefan war am 05.07.1999 , 14 Jahre alt
Das Begräbnis war am 07.07.1999 an diesem Tag hatte die Pflegmutter meiner Schwester ihren Geburtstag.
Geplant war wie jedes Jahr eine gemeinsame Geburtstagsfeier zu machen.
 

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