Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mein neuer Therapeut gibt KEINE Tipps

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Dabei versuche ich herauszufinden, was mein Anteil daran ist und wie ich mir dabei besser helfen kann 🙂

Und manche Menschen gehen doch in Therapie, um genau DAS zu lernen. Und dann erwarte ich das auch nicht von ihnen in der ersten Stunde.



Da hast du evtl. die falschen Vorstellungen von einer Therapie.

Sie schreibt doch aber, sie hatte bereits Therapeuten, bei denen sie sich sicher gefühlt hat und die ihr genau das gegeben haben, was sie bei diesem Therapeuten vermisst. Und diese Erfahrung würde sie gerne wiederholen.



Natürlich kann man davon ausgehen, dass diese Therapeuten ihren Job nicht richtig gemacht haben. ich persönlich finde das allerdings ein wenig weit hergeholt.



Wenn ich gar bnicht weiter weiß, frage ich den Therapeuten schonmal nach seiner Meinung.

Meistens bekomme ich allerdings keine Antwort 👍

Ehrlich gesagt, wenn ich eine Frage stelle, erwarte ICH auch eine Antwort. Vielleicht ist es auch wichtig, erst mal hinzuschauen, was habe ich denn für Erwartungen und Bedürfnisse.



Nein.

Das ist nicht seine Aufgabe.

Für mich gehört es essentiell zu seiner Aufgabe, erst mal hinzuschauen, was die Patientin braucht, bevor er zwischenmenschliche Kommunikationstechniken völlig ausschließt.



Er soll die helfen das Vergangene zu analysieren, was es in dir auslöst und was du auf deinem weiteren Weg anders machen könntest.

Und was, wenn es mir leicht fällt, meine Vergangenheit zu analysieren, indem ich mir die Meinung anderer Leute anhöre und höre, wie sie mit einer Situation umgehen würden oder was sie mir raten würden?



Ich rede in der Therapie nicht über die Vergangenheit. Ich rede über die Gegenwart. Meine Theapeutin weiß nicht so viel mehr über mich, als sie in den letzten vier Jahren selbst mitbekommen hat. Ich rede nicht über die Vergangenheit, weil das alles mit Trauma besetzt ist und ich nicht ins Trauma einsteigen will. Darüber hat sie sich nie beschwert.



Das heißt, meine Therapie sieht sicherlich anders aus als Deine. Heißt das, dass ich deshalb falsche Vorstellungen habe? Oder eben einfach nur meine eigenen Vorstellungen?



Meine Therapeutin bittet mich ganz häufig um einen Rat im Bezug auf ihre Klienten (anoynm natürlich). Würde die niemals mit jemand anderen machen. Aber sie weiß mittlerweile, ich schaue dann am genausten bei mir hin, wenn ich andere analysiere.



Soll er auch nicht, er soll dir perspektiven/Möglichkeiten zeigen.

Und vielleicht meint Anja genau das mit "Hinweisen/Tipps"?



Damit er mich an die Hand nimmt, ohne das ich es merke 😉🙂

Na ja, ich zum Beispiel merke das verdammt schnell und für mich ist das böse Manipulation. Ich verliere dann viel an Vertrauen. Das ist tatsächlich sogar retraumatisiserend für mich.



ich kann viel besser mit offener "Manipulation" Meinungsansage umgehen.





"Drängen sie mit allen Mitteln, den Bruder zur Trennung" ?

Er könnte sagen, mein erster Impuls wäre es, den Bruder zur Trennung zu drängen. Was ist denn ihr erster Impuls?"



würdest du das machen und vor allem...

wärst du mit dem Vorgehen/dem Ergebnis wirklich glücklich ?

Nur weil jemand mir einen Ratschlag gibt, muss ich das doch nicht umsetzen. Von was für einer Annahme geht ihr denn aus? Wieso gibt sie die Eigenverantwortung ab, wenn sie nach der Meinung des Therapeuten fragt?



Ich bin mal grundsätzlich misstrauisch und frage mich, warum würde sie das so machen. Hat sie damit Erfahrungen? Mir hilft es viel, wenn ich über die Entscheidungen anderer nachdenke.



Könntest du mit dem "Selbstvorwurf" > mein Bruder ist jetzt noch unglücklicher < leben ?

Angenommen sie will überhaupt, dass jemand anderer die Entscheidung trifft, und der verweigert sich, also trifft sie die Entscheidung und kann sie dann besser damit leben? Oder würde dazu dann nciht auch die Wut kommen, dass der Therapeut sie im Stich gelassen hat? Ich finde, es ist ein zweischneidiges Schwert. Man kann nicht sagen, triff die Entscheidung lieber selbst, dann kannst Du anschließend besser damit leben.


ich würde eher mit einem Klienten daran arbeiten, wie man mit Entscheidungen umgeht, wenn sie schief gehen und ihr die Angst vor Entscheidungen nehmen.
 
IST DAS DER RICHTIGE WEG UND THERAPEUT FÜR MICH ???
Ich denke, er ist nicht nur nicht der richtige Therapeut für dich, sondern er ist überhaupt kein guter Therapeut. Zu diesem Schluss komme ich in erster Linie durch das hier...
Ich fragte ihn, wie ich in dieser Sache weiter verfahren könne. Da meinte er nur, er und auch die dort weiter ansässigen Kolleginnen und Kollegen gäben hier keine Tipps, Denkanstöße und Beratungen.
Ich müsse selbst Entscheidungen treffen.
Dazu könne er nichts sagen.
Ich mag es prinzipiell nicht, wenn sich jemand hinter allgemeinen Gepflogenheiten, Regeln oder hinter dem Verhalten seiner Berufskollegen versteckt, auch wenn diese (wie in deinem Fall) noch so wahr sind. Es ist der Wortlaut, der mir gegen den Strich geht, das "Nee, das macht man in unserer Berufssparte nicht so", das zwischen den Zeilen "Streng deinen Kopf selber an, du Depp". Aber das schlimmste ist "Nein, ich sag nix dazu", womit er dich nicht nur hängen, sondern sogar abblitzen lässt, denn genau hier müsste er m.E. einhaken, das ist sein Beruf. Dieser Therapeut scheint rhetorisch nicht gerade sehr begabt zu sein. Das wäre für mich ein Ausschlussgrund.

Tatsächlich sind Therapeuten nicht dazu da um Tipps zu geben oder zu beraten und schon gar nicht, um mit dem Klienten zusammen eine Entscheidung auszuarbeiten. Aber Denkanstösse geben, das ist doch gerade der Sinn ihrer Tätigkeit, oder etwa nicht? Denkanstösse mit Hilfe von Gegenfragen stellen, dem Klienten helfen sein Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten, ihm zu zeigen wie man anders an ein Problem herangehen kann. Nicht: "Da vorne ist eine Weggabelung. Ich würde nach links gehen", sondern "Was für Wege siehst du? Welchen davon würdest du gehen und warum?", die Wege durchkauen und mit geschickten Fragen den Klienten dazu bringen, selber nachzudenken um auf eine Lösung zu kommen.

Vor zig Jahren gab es mal die Fernsehsendung "Lämmle live". Brigitte Lämmle war eine Therapeutin und hat mit den Anrufern genau das gemacht: Sie hat gefragt und geredet und die Anrufer zum Denken angeregt. Ich hab mir immer gesagt: Wenn ich mal zu einer Therapeutin gehe, will ich genau so eine haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anja,

also ich meine, das ist erstmal "normal", dass Coaches oder Therapeuten keine expliziten Tipps geben können. Die versuchen, Dich erstmal in "eine richtige, stimmige Richtung für Dich" zu lotsen.
Tipps "dürfen" die nicht wirklich geben, da jeder Klient/Coachee "auf seine eigene individuelle Art" handelt..

Deshalb "warten" die Therapeuten etc. erstmal ab, "wie Du tickst" etc., um Dir dann die Lösungswege zu ermöglichen, auf die Du dann durch die Therapie draufkommst ..

Gib Dir Zeit. (Falls Du Dich bei dem jetzigen Therapeuten "irgendwie unwohl fühlst", kannst Du
ihm das entweder auf konstruktive Weise mitteilen (Denke, er wird dafür Verständnis haben..)
oder
Du "suchst" Dir nebenher noch einen weiteren Therapeuten (Vorgespräche etc.), um vielleicht "vergleichen" zu können.

🙂Drück Dir dafür die Daumen
 
Ich habe in der Therapie auch keine Tipps bekommen und finde es professionell, dies zu so zu handhaben.

In Entscheidungssituationen, auch in einer sehr schweren, hat meine Therapeutin mich gefragt, was ich gerne will und mich dann gefragt, warum ich das so will. Sie hat mir eine Rückmeldung gegeben, ob sie meine Beweggründe nachvollziehen kann und mich unterstützt, eine Entscheidung zu treffen und auch, mit den Konsequenzen umzugehen.

Von ihr selbst kam da kein Input, eigentlich nur Fragen und Unterstützung, einmal auch eine sehr kritische Rückmeldung, über die ich sehr nachdenken musste.

Tipps und Ratschläge hindern daran, einen eigenen Weg zu entwickeln, nachzuspüren, was man selbst eigentlich genau will.
Ich wollte diesen Beitrag noch einmal hervor holen, bevor er ganz in der Versenkung verschwindet. Er deckt sich im Grunde mit dem, was ich in meinem vorigen Beitrag geschrieben habe.

Die Schlagworte sind:
- Fragen stellen
- Unterstützung
- Rückmeldung geben
- kein direkter Input (indirekt eben schon durch Fragen und Rückmeldungen)

Ich [sehe] das sehr kritisch.
Dann brauche ich auch gar nicht erst in eine Therapie zu gehen.
Was genau erhoffst du dir denn von einer Therapie? Oder anders gefragt: Was haben deine beiden früheren Therapeuten gemacht, dass du dich bei ihnen aufgehoben gefühlt hast?
 
(Kennt Ihr den Begriff "Focusing" ..?)
Das ist ungefähr so oder einen Teil davon, wie Therapeuten/Coaches ihre "Schützlinge" subtil delegieren ..

Eine unglaublich interessante Arbeit finde ich - vor allem, was dabei herauskommt. Vielleicht auch einen Teil SELBSTerkenntnis.. und natürlich auch manchmal etwas schmerzhaft (in jeglicher Richtung, da die Dunklen Anteile bzw. die Blind Spots jedes Einzelnen für einen selbst "verborgen" bleiben .. oder hat jemand die 100% Sicht von Sich(?) .. dann müsste man schon fast aus dem eigenen Körper "herausgleiten können" ..). Dennoch HILFT ungemein beim PERSPEKTIVwechsel.
 
Welche Alternativen werden von Euch vorgeschlagen?🤔

Alles schön und gut.

Jeder hier hat seine eigene Meinung. Manche stellen sich auch hinter jene Personen, die immer Gegenargumente haben.

Wir sind doch im Grunde alle hier in diesem Forum, um Hilfe zu bekommen und nicht ständig nur Gegenwind zu spüren.

Geht es Euch wirklich so gut, oder macht es stark, in einer "Gruppe" zu fungieren und andere kleinzumachen?

Warum seid Ihr dann hier? Wenn Eure Therapeuten, die bisher ja nie ihre konkreten Meinungen abgegeben haben, so gut gewesen sind und Euch so "geholfen" haben, dürfte sich von den Personen doch eigentlich keiner hier mehr befinden, oder?

Ich bin dafür, dass wir diese Thematik und Diskussion jetzt hier in dieser Sache beenden, da es sonst noch mehr ausufern würde.

Ich wünsche allen auf Ihrem weiteren Lebensweg viel Glück und alles Gute!😊
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das Gefühl, dass Du nur gerne Meinungen möchtest, die Dir zustimmen und ein ehrliches Feedback bzw. vielleicht etwas kritische Meinungen nicht haben möchtest.

Du erträgst nicht gut Gegenwind, aber das ist manchmal auch hilfreich. Wir alle wollten Dir mit unseren Vorschlägen und Meinungen helfen
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben