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Mein neuer Partner wurde vergewaltigt, es trifft mich sehr

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Ich würde da nicht jedes Wort als wahre Münze nehmen.
Sie steht außerdem doch noch recht Stabil und Schlagfertig im Leben oder?

Von einem Leiden ihrerseits konnte ich gar nix lesen,ausser die kurze Aussage Sie wäre angeblich Suizidal gewesen, hat es wohl keinerlei weiteren Auswirkungen gehabt.
Ich finde das alles sehr sehr suspekt geschildert.
Ist alles nicht Koscher meiner Meinung nach.
Du solltest mehr auf dich acht geben,ich denke die Frau ist mit größter Vorsicht zu genießen, am besten laufe laufe..weit weg.

Sie hatte beim Sex schon öfter Panikattacken und Tage, an denen sie antriebslos im Bett liegt. Dazu ritzt sie sich auch
 
das passiert leider sehr häufig, aus unwissenheit gibt man opfer die schuld oder wenigstens eine teilschuld. tatsache ist, niemand möchte vergewaltigt werden. und da gibt es kein "ein bisschen vergewaltigt". es ist eine schlimme art der gewalt, die einem da angetan wird und danach ist nichts mehr wie davor.

ich finde es toll, dass du versuchst sie zu verstehen und nach antworten suchst. nicht alle tun das.



es ist ein manipulativer, sadistischer täter. da geht es um macht. auch darum einen menschen von sich abhängig zu machen, ihn immer wieder zu quälen. gut erkannt, er wollte sich ergötzen.



warum nicht? solange du über dich sprichst und nicht ihr verhalten damals verurteilst. es ist schwer nachzuvollziehen. und mit deinen fragen musst du dich nicht verstecken. ich traue dir zu, dass du sie wertschätzend und liebevoll stellen kannst, ohne ihre geschichte in frage zu stellen.

ich kann natürlich nicht für deine partnerin sprechen, ich kann dir nur meine erfahrung mitteilen.

man merkt es eh, wenn das gegenüber irritiert ist, es nicht begreifen kann und das ist hilfreich, wenn dann jemand das auch offen so formuliert und man merkt, es hat nichts mit mir zu tun und der andere glaubt mir. das ist wirklich das wichtige, dass einem geglaubt wird.




menschen sind nicht entweder schwarz oder weiß. manche monster sind nach außen super nett und sozial. und manchmal hängt man sich an diesen teil, weil man sonst zugeben muss, dass einem etwas sehr schlimmes passiert ist. man sucht lieber die schuld bei sich. so reguliert sich die psyche.



ich versuche dir nicht das verhalten deiner partnerin zu erklären. das kann ich nicht. ich kann dir nur hinweise geben, welche gründe es geben KÖNNTE, dass sie so reagiert.

die psyche ist in der lage, den übergriff abzuspalten. sie kann sogar so weit gehen und abspalten, dass es sich um ein und die selbe person handelt. das wäre jetzt in diesem fall etwas ungewöhnlich. ich will dir nur erklären, welche starken mechanismen in der psyche wirken.

wenn hier also so leichtfertig von lügen und täuschung gesprochen wird, ich würde mich nicht trauen das verhalten aus der ferne aufgrund von zwei sätzen zu be- und verurteilen. da weiß niemand, was in dieser frau vor sich geht. das kannst du nur mit ihr zusammen klären.




kann ich gut verstehen, es ist schwer das von außen zu verstehen. toll, dass du trotzdem fragst und versuchst es zu verstehen und sie nicht einfach stehen lässt.

ich bin auch über jahre hinweg zurück zu meinen tätern gegangen. aus zwei gründen.

zum einen war es selbstbestrafung. "habe ich stück dreck ja so verdient".

und gleichzeitig - was auch irgendwie absurd ist - es hat mir auch das gefühl gegeben, es war alles nicht so schlimm. ich wollte es ja selbst, ich habe es ja machen lassen, also kann auch der missbrauch früher nicht so schlimm gewesen sein. es hat mir das gefühl von normalität gegeben.

es hat lange gedauert, bis ich die täter auch als solche bezeichnen konnte.

das sind unbewusste dinge ,die ablaufen. wenn ich wieder zuhause war, hatte ich den zusammenbruch und mich vor mir selbst geekelt. es ist wie wenn die psyche ihren halt verliert. sich nicht mehr verorten kann. mal hier hin schwingt, dann da hin. und nach einem festen untergrund sucht.



jemand sagte schon vor mir, wichtig ist, dass du dir hilfe suchst. als angehöriger trägst du eine schwere last und es ist wichtig, dass du deine grenzen einhältst und auf dich schaust. vielleicht magst du dich ans hilfetelefon wenden. dort sind dann auch leute, die mehr ahnung haben und dir das besser erklären können.




ich hoffe, ihr bekommt irgendwann ein gespräch hin, wo sie dir das erklären kann. dazu braucht es auf ihrer seite das vertrauen, dass du versuchst zu verstehen und sie nicht verurteilst.

im außen kann es niemand erklären, wie gesagt, ich kann dir nur hinweise geben, wie und warum das möglich ist.

es muss nicht unbedingt eine lüge gewesen sein, sondern vielleicht hat ihre psyche das wirklich abgespaltet als "ist eine andere person". dann ist dieses wissen zwar im hintergrund, aber man verdrängt es. und zum teil so erfolgreich, dass es gar nicht im bewusstsein ist.

ihre situation ist speziell, weil sie ist mitgegangen in die wohnung, dann später immer wieder zu ihm gegangen, es ist mehrmals passiert. vielleicht hilft es ihr stabil zu bleiben, ihn als den guten samariter zu sehen und das auszublenden, was er ihr angetan hat. und sich nicht bewusst mit ihrer gefühlten schuld auseinander setzen zu müssen. das kann große angst machen und dann kommt man ins vermeiden.

und man darf nicht vergessen, er hat ihr geholfen. und das darf auch seinen raum haben. da geht es dann nur um sie. ich habe das problem, mein adoptiv-vater hat mir schlimmes angetan, mich gleichzeitig vor schlimmeren bewahrt. und das ist so schwer es zu einem bild zusammenzufügen und dann kann es passieren, dass nur das gute übrig bleibt, weil das ist leichter zu ertragen. und ich musste lernen, meine dankbarkeit hat ihren raum. sie ist berechtigt. dafür muss ich aber nicht mich selbst verleugnen und das wegschieben, was er mir angetan hat.

ich würde so aus der ferne mal sagen, sie war allein in dieser zeit, und er war der einzige mensch, an den sie sich binden konnte. da ist etwas an bindung entstanden, was ihr jetzt angst macht zu kappen. weil er lange zeit für sie ein schutz war. das klingt fast ein wenig wie das stockholm syndrom. also ich will nicht sagen, das ist es bei ihr. weiß ich nicht, aber vielleicht hilft es dir, wenn du dich da ein wenig einliest.



gut, dass du für dich diesen weg gefunden hast. und wie gesagt, vielleicht rufst du mal beim hilfetelefon an und schaust, was es für dich noch für möglichkeiten gibt, damit du dich schützen kannst. weil du bist wichtig für sie und eine tolle stütze. das sollte möglichst nicht verloren gehen, weil du irgendwann nicht mehr kannst. achte auf dich!

Vielen Dank für deine aufbauende und ausführliche Antwort. Sie meinte immer wieder, dass sie damals das Gefühl gehabt hat, es verdient zu haben. Das haben ihr der Ex (auch mit dem Verlassen) und der Täter klargemacht. Sie wurde von ihrer ersten grossen Liebe verlassen und sie war wirklich alleine. Zudem hat der Täter sie immer wieder fertiggemacht, indem er sich als Opfer dargestellt hat und sie dann wieder aufgebaut. Auch das Wort Selbstbestrafung hat sie mir gegenüber erwähnt. "Die stärkste Selbstverletzung war diejenige mit der Ursache selbst" waren ihre Worte. Als sie wieder mit ihrem Ex zusammen war, fing Selbstverletzung wie z.B. das Ritzen an. Mir gegenüber hat sie auch gesagt, dass sie ihn gelobt hat, um nicht komplett daran zugrunde zugehen. Weil dann wären es 5 Vergewaltigungen und nicht nur eine gewesen.
Sie hätte die Zeit komplett falsch abgespeichert und ihm damals wirklich geglaubt, dass er ihr helfen will. Ich habe auch einen alten Chatverlauf aus der Zeit gesehen, wo sie ihrer besten Freundin schreibt, dass sie nicht mehr leben will und alles mit Person "X" verdient habe. Das hat mir das Herz gebrochen.

Ich werde später beim Hilfetelefon anrufen, wenn ich mich wieder gesammellt habe. Aktuell sind es leider tägliche Trauerphasen, die komplett neu für mich sind. Sie hat mir gestern gesagt, dass sie bereit wäre, zu einem Therapeuten zu gehen. Werde sie zum Erstgespräch bringen und abholen, möchte sie aber auch zu nichts drängen.
 
Es ist natürlich kaum zu erahnen, wo das alles her kommt.
Ob Panik und ritzen,..erst ab da entstanden sind, usw..
Ich glaube nicht,das du in dieser Problemgröße helfen kannst und solltest.

Wenn ihr aber ein schönes und gefühlvolles (ehrliches?) Miteinander habt, könntest du für die Momente Wunden trösten.
Dennoch scheint Sie ein unbeständiger Mensch zu sein was ihre , ich sag mal ..fragwürdigen Partnerschaften, zeigen.
Ich kann Dir nur Raten ,dich selbst dabei nicht zu Verlieren.
Versuche das mehr aus einer Vogelperspektive zu sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Sache ist mir letztens aufgefallen. Die ursprüngliche Vergewaltigung ist nicht unweit von hier passiert, an einem verlassenen Aussichtspunkt. Das hatte sie mir bereits vor Monaten erzählt. Vor einer Woche wollte sie mit mir zu einem Ort, an dem man einen schönen Ausblick hat. Ich hatte eine Vorahnung und habe sie gefragt, ob es der berüchtige Ort ist. Sie hat es direkt zugeben. Anfangs war ich verletzt und geschockt. Dann hat sie erzählt, dass sie dort vor kurzem schon mit ihrer besten Freundin war. Und sie wollte mit mir dahin, um aus dem Ort etwas positives zu machen. Die schlechten Erinnerungen mit schönen Erinnerungen zu überdecken. Leider habe ich eher enttäuscht und auch verletzend reagiert
 
Ich kann deine Verletzung und Enttäuschung echt Gut verstehen, auch ihre Leichtfertigkeit damit.
Es ist schon etwas schockierend für andere, wie Sie damit umgeht, auch das darf seine Berechtigung haben.

Sie erinnert mich immer mehr an eine Narzissten, die VIEL Aufmerksamkeit braucht.
SORRY, falls es gleich Gegenwind hagelt.. ist nur ein weit entferntes geahntes Gefühl, deiner Schilderungen.
Was natürlich ihre Erlebnisse und Wunden, ihre Wahrnehmungen, kein Abbruch tut, man wird so ja nicht geboren.
Also ohne Garantie meiner Aussage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie erinnert mich immer mehr an eine Narzissten, die VIEL Aufmerksamkeit braucht.
SORRY, falls es gleich Gegenwind hagelt.. ist nur ein weit entferntes geahntes Gefühl, deiner Schilderungen.
Was natürlich ihre Erlebnisse und Wunden,ihrer Wahrnehmung, kein Abbruch tut, man wird so ja nicht geboren.
Also ohne Garantie meiner Aussage.
Kann ich fragen, wo du Narzissmus siehst? Sie hat es extra nicht ihrer Familie erzählt, weil sie keine Last sein will. Dazu möchte sie nicht das arme, misshandelte Mädchen sein. Das war auch ein Grund, warum sie keine Anzeige gestellt hat. Da sie Angst hatte, ihre ganze Familie mitreinzuziehen. Öffentlich vom anderen Anwalt befragt zu werden. Sie schämt sich immer noch.
Sie hat es mir die Vergewaltigung erst erzählt, nachdem sie eine Panikattacke im Bett hatte.
 
Bewerte nicht, sei für sie da, wenn du das willst .
die Therapie gibt ihr vielleicht eine Chance .
hoffentlich ist der / die thera Trauma erfahren .
vielleicht vermeidet ihr erstmal Dinge bei denen sie Panikattacken hat .
 
Das wäre für mich jetzt ehrlich gesagt zu Mühselig, das aufzuklabüstern.
Aber zeigt es z.B das es für eine Antwort, eine immer weitere Antwort gibt,die nicht leichter wiegen und weitere Fragen aufstellen.
Ich sehe das DU- VOLL in ihrer Welt aufgehst und schon ein schlechtes Gewissen hast, für deine Gefühle und Reaktionen,was mir eher Sorgen macht.
Du solltest dich besser nicht so in ihre Welt hinein steigern, da ist viel tief erkrankest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wäre für mich jetzt ehrlich gesagt zu Mühselig, das aufzuklabüstern.
Aber zeigt es z.B das es für eine Antwort, eine immer eine weitere Antwort gibt,die nicht leichter wiegen.
Ich sehe das DU- VOLL in ihrer Welt aufgehst und schon ein schlechtes Gewissen hast, für deine Gefühle und Reaktionen,was mir eher Sorgen macht.
Du solltest dich besser nicht so in ihre Welt hinein steigern, da ist viel tief erkrankest.
Du unterstellst hier pauschal Narzismuss und auch die Suche nach Aufmerksamkeit und willst dann nicht ein einziges Argument liefern. Das finde ich ein wenig schwach.

Und ja, aktuell steiger ich mich schon ins Thema rein. Ich muss selber abwägen, ob ich das alles dauerhaft ertragen kann. Ggfs. auch mit therapeutischer Hilfe
 
Du unterstellst hier pauschal Narzismuss und auch die Suche nach Aufmerksamkeit und willst dann nicht ein einziges Argument liefern. Das finde ich ein wenig schwach.

Und ja, aktuell steiger ich mich schon ins Thema rein. Ich muss selber abwägen, ob ich das alles dauerhaft ertragen kann. Ggfs. auch mit therapeutischer Hilfe

Im zweiten Absatz gebe ich dir vollkommen Recht. Alles andere ist nur ein Gut gemeintes Geschenk an dich, was du nicht annehmen musst.
Ich wünsche euch dann alles Gute.
 

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