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mein Kind hat ADHS

  • Starter*in Starter*in sterni1974
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    kind
Hallo
ich kenne das Problem. Bei meinem sohn wurde im gleichen alter ADHS festegestellt und die noten besonders Deutsch liesen zu wünschen übrig. Wenn es dir hilft beschreibe ich dir wie bei uns alles war und was ich alles bis heute unternommen habe:

Zu erst habe ich ihn der klasse gelassen und parallel bei LOS auf lernschwäche testen lassen (das ist Kostenlos) Es stellte sich herraus das er LRS hat da er aber zuviel lernstoff von vornherrein verloren hatte habe ich mitte der 3ten klasse beschlossen in zurück zu setzten in die 2 klasse . Er viel mehr selbstvertrauen bekommen und bessere noten besonders in Mathe da macht ihm keiner was vor. Dazu muß ich sagen er bekommt Concerta 54mg seit dem Zappelt er auch nicht mehr so rum und die Konzentration ist auch besser.
Mitte der 3 Klasse kam das Deutsch problem dann wieder in Mathe schribe er immer 1 und 2. Da wir wußten das wir zu den großen Ferien umziehen werden in ein anderes Bundesland haben wir vorerst nicht unternommen. erst hier wollten wollten wir einen neuen Test machen lassen. Doch es kam anders als wir dachten In Niedersachsen gibt es die auflage die kinder vor dem Test Augen und ohren mäßig untersuchen zu lassen. es stellte sich herraus das mein sohn leicht schwerhörig ist.
Jetzt trägt er ein hörgerät. Von der schule haben wir eine gutschein für die Schülerhilfe bekommen wo er jetzt 6 Monate in Deutsch nachhilfe bekommt. wenn er dann immer noch die probleme hat werde ich ihn noch mal testen lassen

so das ist die geschichte meines sohnes wenn du fragen hast kannst du dich melden übrigen jetzt ist er 11 Jahre alt und geht in die 4 klasse
 
Hallo

Nun melde ich mal zurück,ich war ganz erstaunt als es Zeugnisse gab,mein Sohn hatte in Englisch eine 1-Mathe eine 4-in Deutsch eine 4-5 in Sport eine 2.
Ich bin voll und ganz zufrieden mit den Noten.
In Mathe ist mein Sohn eigentlich sehr gut,nur er schreibt das ergebniss schnell auf ohne nochmal nach zu rechenen,dann passieren die fehler.
In der Schrift hat er sich auch gebessert.
Das einzige Mango was er noch hat,er schreibt nicht ständig seine Hausaufgaben auf,so das ich nicht weiss ob er was auf hat oder nicht.
Mit seinem Lehrer hatte ich schon ein Gespräch gehabt,wir haben vereinbart das sie ständig alles im hausaufgabenheft nach kontrollieren und ihre Unterschrift drunter setzten.
Aber leider klappt es nicht richtig.

Am 4 März haben wir einen Termin bei einer neuen Pyschlogin die speziell für Kinder ist.
Dann schauen wir mal da nach auf was für ein Ergebniss sie kommt.?
Die Blut werte und der Rest von der Untersuchung ist sehr gut ausgefallen.
Da bin ich sehr beruhigt darüber.

lg sterni
 
Hallo

Nun will ich euch etwas schreiben was meinen 8 jährigen Sohn betrifft:
Bei ihm wurde ADHS festgestellt,er ist Hyperative und hat eine Schreiblern schwäche.
Stellt sich bei ihm fest als er getestet würde.In Mathe ist er sehr gut.
Nur das Abschreiben oder das schreiben fällt ihm schwer,in der Klasse bei ihm sind noch weitere 4 ADHS Kinder.

Mein Sohn geht in die 2 Klasse,nach den ferien kommt er in die 3 vielleicht,seine Lehrerin schrieb uns einen Brief da drinnen stand versetzung gefährtet,ich war stock sauer da sie den befund kannte von meinen Sohn.
Ich habe auch mit der ehemalige Lehrerin gesprochen und sie sagte mir wenn er keine 5 oder 6 im zeugniss hätte,könnte sie ihn nicht sitzen lassen,dann nur mit zustimmung von mir.
Aber die gebe ich ihr nicht.
Den er ist sonst ein sehr guter schüler.

Jetzt soll ich meinen Sohn nochmal testen lassen in der Kinder-Jugendpsychiatrie wären geschuld mit solchen sachen.
Ich will ja nur das beste für meinen Sohn,er muss auch jeden tag eine Tablette Medikent nehmen,da wird er ruhiger.

Hat jemand auch ein ADHS Kind?
Und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Oder was habt ihr alles unternommen?

LG michi



Mein Sohn ist 8 Jahre alt und hat ADHS ..
Am Anfang wusste ich garnicht was das bedeutet , ich habe mich auch mit Händen und Füssen dagegen gewehrt das er dieses Medikament bekommt da ich grundsätzlich gegen chemische Medikamente bin...
Als er in die erste Klasse kam, hatten wir schon die ersten Probleme , sprich er hat masivste Konzentrationsschwäche gehabt, war immer sehr unruhig.., störte die Klassengemeinschaft, schlief unterm Unterricht ein., 😱
meldete sich ohne gefragt zu werden-- ganz einfach gesagt : eine Katastrophe...!!
Bevor er dann in die 2 Klasse kam , wurde mir von den Lehrkräften ans Herz gelegt im Medikamenttös einstellen zu lassen.. !
Habe mich im Internet informiert, wie dieses Med. wirkt, was es für Nebenwirkungen hat usw.
Seit 2 Jahre gehe ich regelmässig mit im in die Ergotherapie.., habe versucht im in eine Förderschule zu geben, keine Chance.. Plätze waren keine frei.. und irgendwie kam es mir so vor das sie einfach uns diese Chance nicht geben wollten..
Bin damals Persönlich in die Förderschule gefahren um mit dem Rektor persönlich zu sprechen... na er meinte: Wir hätten noch nicht alles ausgeschöpft, sprich wir müssen den letzten Schritt tun,,im Medikamenttös einstellen lassen... ja - Eltern haben keine Rechte- so sieht es aus...!
Ich kam mir sehr schwach vor.. ich willigte ein . Vor einen Jahr haben wir mit der Medikamenttösen Einstellung begonnen , zuerst 5mg - letztendlich 20mg .. die er am Anfang der Einsellung aus meiner Sicht nicht gut aufgenommen hat...sprich : Er hat viel geweint, er war sehr aggresiv, sein Verhalten war absolut Nervenraubend... , schlug um sich ,nicht nur seine Schwester sondern auch mich...das er eigendlich nie zuvor gemacht hat...
Als sie dann mit der Einstellung eine Stufe höher gingen , änderte es sich schlagartig.. er konnte sich plötzlich konzentrieren, seine Leistung in der Schule steigerte sich von Tag zu Tag... er bekommt jetzt nur noch eine Tablette früh 20mg die reicht für 8 Stunden.., sprich ab 17.00 Uhr ist er wieder der alte Zappelphilipp..
Schulisch gesehen ist es jedem zu empfehlen , da ich selbst aus eigener Erfahrung jetzt sagen kann er hat sich masivst gebessert..
Er tut sich nicht nur beim Lernen leichter, er hat auch Freunde gefunden..

Ich zu meinen Teil habe daraus gelernt , das ich es schon viel früher im geben hätte lassen sollen...! Aber durch den geteilten Meinungen war ich mir unsicher...
Natürlich ist es für Menschen die keine ADHS kinder haben unverständlich .. sie wissen einfach nicht was das für die ganze Familie bedeutet, ein Kind mit ADHS zu haben. Es ist teilweise sehr anstrengend und man muss auch diese Down Momente tolerrieren..aber jetzt kann ich als Mutter damit besser zurecht kommen...wenn ich weis das er einfach nichts dafür kann wenn er manchmal einfach nicht so ist wie gesunde Kinder..
Wünsche dir noch alles gute mit deinem Sohn.. LG leni🙂
 
Man vergleiche auch hier:

Wer mehr zu diesem Thema wissen will, dem empfehle ich ein
ADSH-Forum, z.B. adhs-anderswelt.de ( Admin war Waldorfschüler
und die Moderatorin Claudia ist Waldorflehrerin )
oder vielmehr hier:
ADS-Familie Symposium 2005
Das dort genannte Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke arbeitet
mit der dortigen Universität WH 1) zusammen.

Herzlichst
Germ

________________
1) http://www.youtube.com/v/s7LHx9RI4yc
(Witten/Herdecke University - Short Introduction)
 
Hallo,zu den Post...zumal dein kind erst 8 ist....adhs kann schon im säuglingsalter auftreten..schreibaby,lässt sich nicht beschäftigen und meidet körperkontakt.....ganz schlimm bzw auffällig wird es so ab 6jahren wenn sie in die schule kommen...dann fällt es eben besser auf das sie sich nicht so gut konzentrieren können,halten nicht still schliessen nicht so schnell freundschaften da sie durch ihr "komisches" verhalten von gleichaltrigen ausgeschlossen werden!Haltet euch nur immer vor augen das euer kind nicht,nicht will sondern wirklich nicht kann....dann wirds für alle leichter .MFG
 
Hallo

Nun will ich euch etwas schreiben was meinen 8 jährigen Sohn betrifft:
Bei ihm wurde ADHS festgestellt,er ist Hyperative und hat eine Schreiblern schwäche.
Stellt sich bei ihm fest als er getestet würde.In Mathe ist er sehr gut.
Nur das Abschreiben oder das schreiben fällt ihm schwer,in der Klasse bei ihm sind noch weitere 4 ADHS Kinder.

Mein Sohn geht in die 2 Klasse,nach den ferien kommt er in die 3 vielleicht,seine Lehrerin schrieb uns einen Brief da drinnen stand versetzung gefährtet,ich war stock sauer da sie den befund kannte von meinen Sohn.
Ich habe auch mit der ehemalige Lehrerin gesprochen und sie sagte mir wenn er keine 5 oder 6 im zeugniss hätte,könnte sie ihn nicht sitzen lassen,dann nur mit zustimmung von mir.
Aber die gebe ich ihr nicht.
Den er ist sonst ein sehr guter schüler.

Jetzt soll ich meinen Sohn nochmal testen lassen in der Kinder-Jugendpsychiatrie wären geschuld mit solchen sachen.
Ich will ja nur das beste für meinen Sohn,er muss auch jeden tag eine Tablette Medikent nehmen,da wird er ruhiger.

Hat jemand auch ein ADHS Kind?
Und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Oder was habt ihr alles unternommen?

LG michi

Mein Sohn ist inzwischen 16 und hat eine starke Hyperaktivität...
Jedes Attest ist "goldwert", die Probleme werden eventuell zunehmen die Abstände im Lernen vielleicht ebenfalls, wenn man Atteste hat und den Verlauf immer sehen kann, kann das nützlich und zeitsparend sein, wenn es um Förderbedarf und Umschulung vielleicht einmal geht... Ich habe auch einen Behinderten-Ausweis, der vielfältig nützt...
Wünsche erstmal alles Gute
 
Hallo,
ich habe am am Freitag erfahren das mein sechsjähriger Sohn adhs und Wahrnehmungsstörungen hat.
Als er in diesem Jahr in die 1. Klasse kam fingen die Probleme an. Er kann sich nicht konzentrieren, er stört den Unterricht, er ist aggresiv gegenüber Lehrern und Schülern. Das resultat kam nach 3Wochen:der 1. Schulverweis und die 1. Klassenkonferenz. Wir haben ihn dann zurückgeschult in die Vorschule. Alles prima dachten wir, aber es dauerte nicht lange und auch dort begangen die Probleme.
Das schlimmste sind die immer wieder unkontrollierbaren Extrem Aggresiven Momente. Dann schlägt er um sich ohne Rücksicht auf irgendwas oder irgendwen.
Ich weiss nicht mehr was ich noch machen soll.
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?? Bin für jede Hilfe dankbar.

Bisdahin Lg Crazyworld
 
hallo,
wenn ich lese/höre kinder ---> adhs----> medikamente
...dann dreht sich mir der magen um! ..und ich könnte platzen

ich bin selbst mutter eines 10jährigen asperger autisten.
anfänglich war es natürlich auch adhs. mich wundert auch immer wieder, wer alle so festlegt und weis ,das ist adhs!
meist schon im kindergarten geht es los und dann die lehrer...ein graus!
ich habe meinem sohn nie diese medikamente gegeben und werde auch nie einwilligen. warum?
das lesen des beipackzettels löst schon ein gruseln aus.
meist werden eltern auch gar nicht erst umfangreich über all die nebenwirkungen informiert. seit 1992 beobachte ich den markt um diese für mich fragwürdigen medikamente.(siehe sammelklage gegen novartis)
für lehrer ist solch ein medikament natürlich sehr hilfreich! Wieso?
weil diese kinder dann endlich ruhe geben und sie pädgogisch nichts mehr mit damit zu tun haben. sedierte kinder die nicht fragen...-das ist oft schon störend....diese kinder hinterfragen oft alles und jeden-...sind für lehrer die einfachsten,weil sie sich selbst und ihre arbeit dann nicht hinterfragen müssen.bei meinem sohn ist so manches schief gelaufen,aber ich habe mich für mein kind stark gemacht.wenn ich könnte würde ich alle kinder mit der diagnose adhs nach hamburg in das ike schicken!
muss man das kind ruhig stellen? hilft es dem kind?
nein, nur seiner umwelt....die haben dann die ersehnte ruhe.
die ursache der störung ist wichtig zu finden.
bei meinem war es unter anderem mangelnde förderung/unterfordert. er hat einen sehr hohen iq.
glaubt ihr es war/ist einfach für seine lehrer,für mich,seine geschwister? er war/ist seinen gleichaltrigen immer voraus und wiederlegt oft das gesagte der lehrer.mathe ist unter anderem sein spezialgebiet. er entwickelt vereinfachte,eigene rechenoperationen und konfrontiert lehrer damit.ich habe viele lehrer kennen gelernt,die damit nicht umgehen können und es auch noch als respektlosigkeit auslegten.mein sohn wurde vorzeitig eingeschult,weil er schon lesen,schreiben und rechnen konnte.er war vom unterricht gelangweilt.der lehrplan und lehrer sind nicht oft flexibel genug diese kinder zu fördern.ich sage, sie sind unsere zukunft! (aber vielleicht ist ja ja billiger aus indien arbeitskräfte einzukaufen,als unser kapital an kindern zu fördern und auszubilden?)

glaubt hier jemand das diese kreativität unserer kinder mit diesen hammermedikamenten möglich ist?
ich nicht!...warum gehört dieses medikament in den drogenschrank?
überschnellen diagnosen wie adhs. warum?
diese kinder passen nicht in schubladen,die einfacher für unsere marode gesellschaft sind.es ist halt einfacher mit einem zugedröhntem kind unterricht abzuhalten,als einem was wissen möchte....zum beispiel.
ich verstehe auch den druck und die hilflosigkeit der eltern dem sie ausgesetzt sind.....nur es gibt andere wege....sie sind schwer und bedürfen kraft,das kann ich aus eigener erfahrung sagen....aber es lohnt sich.manchmal sind es nur kleinigkeiten die schon zu einem enormen positiven ergebnis führen.
ich könnte romane über mein erlebtes und die erfahrungen schreiben....


eine erneute diagnose lohnt immer!
ich würde aber dann nicht die gleichen ärzte oder kjp empfehlen.
mich hat ein sehr guter ergotherapeut darauf gebracht wo die körperlichen defizite liegen....und das waren nicht wenige und werden oft übersehen,oder gar nicht erst danach geschaut!
die bin ich angegangen...und siehe da...er ist viel ausgeglichener.
er wird natürlich nie so sein wie ein (verwende ich sehr ungern diese bezeichnung) normales kind. (was ist schon normal?)
aber jetzt ist ein arbeiten mit ihm viel besser möglich



mein kind ist anders.na und?
ich liebe es
trotz seiner schwierigkeiten!
ich nehme mein kind so an wie es ist
und helfe ihm auf seinem weg,
wo ich nur kann!

liebe grüße


mein mann und ich versuchen der medikation aus dem weg zu gehen weil mein mann und auch ich nicht davon überzeugt sind, wir haben uns die gleiche frage schon gestellt wieso diese medis auf normalem rezept nicht zu erhalten sind.... ausserdem wurden diese medikamente in abgewandelter form im krieg dem fliegern gegeben! damit sie länger durchhalten. Uns schaudert es auch und ich versuche alternativ was zu unternemen nur wird uns nun durch das JA ein strich durch die rechnung gemacht die hat uns sogar vor gericht gezerrt...... uns vorgeworfen das wir unsere kinder misshandeln was wir dann in der klinik von einem arzt ausschliessen liesen, dann war das entkräftet dann warf sie uns vor wir würden das kindeswohl ausser acht lassen und verlangte ein gutachten durch einen psychologen ich depp bin dann auch noch zu dem von ihr vorgeschlagegenen psychologen gegangen, allerdings hat er dann zwar erkärt das keine kindeswohl gefährdung festgestellt werden konnte, aber das er das nicht 100%ig ausschliessen könne da mein mann und ich uns nicht in die karten schauen lassen würden ( so ein blödsinn ich dachte es geht um die kinder und deren testung und nicht um meine er war ja auch ein kinder und jugendpsychologe, muß man den immer gleich einen seelen striptease hinlegen????) und seit vorgestern weiß ich jetzt das die vom JA immer noch keine ruhe gibt und nun von mir und meinem mann ein erziehungsfähigkeits gutachten haben will, ich bin immer noch geschockt und weiß garnicht was ich tun soll ich bin so fassungslos weil sie uns auch noch unkooperativität nachsagen haben wir den nicht mitgemacht???? ich will das nicht mit meinem gewissen verantworten und meinen kindern medikamente geben, nur damit es die lehrer in der schule einfacher haben das sehe ich genauso. Es muß doch noch andere möglichkeiten geben....... bei einem schnupfen nimmt man doch auch nicht gleich antibiotika....... ausserdem kann man mit einname der medikamente diese "modekrankheit" nicht heilen.
 
[FONT=&quot]Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder... im Unterricht [/FONT]


„Kinder gerecht zu behandeln heißt, sie ungleich behandeln.“

Nicht jedes hyperaktive Kind muß laufend zappeln, aber alle Kinder fallen aus dem Rahmen sowohl in der Schule, als auch im häuslichen Umfeld.
Das Arbeitsverhalten unterliegt starken Schwankungen. Einmal liefert das Kind eine brauchbare Arbeit und versagt bei einer vergleichbaren Aufgabenstellung beim nächsten Mal. Diese Beobachtungen könnten zu dem falschen Schluß verleiten:“ Er/sie kann doch, wenn er/sie will.“ Besonders schwerwiegend sind Lese-Rechtschreib-Schwäche und Rechenschwäche, insbesondere wenn sie kombiniert auftreten. Eine Stärke dieser Kinder ist oftmals ihre Kreativität und die Fähigkeit, originelle Lösungen zu produzieren. Dies wird aber von Lehrern/Lehrerinnen und Klassenkameraden nicht immer geschätzt, weil sie oft deren Erwartungen und Vorstellungen nicht entsprechen, denn bei diesen Kindern muß immer alles anders, extravagant sein.
Die Spannbreite der Begabungen entspricht der von Kindern ohne Aufmerksamkeitsstörungen. Meistens können sie jedoch wegen der Beeinträchtigungen ihr Leistungspotiential nicht ausschöpfen.
Durch Clownverhalten und fehlender Anpassung werden sie meistens schnell zu Außenseiter. Wenn dann Ablehnung durch Lehrer hinzukommen, finden sie in der Klassengemeinschaft keinen Rückhalt und werden isoliert.
Diese Kinder und Jugendliche sind extrem abhängig von persönlichen Beziehungen und erscheinen dadurch besonders anspruchsvoll und binden viel Aufmerksamkeit und Zeit der Lehrkräfte. Bei Zuneigung und gutem Verhältnis suchen sie immer wieder Nähe, Extragespräche und Zuwendung. Bei Abneigung provozieren und fordern sie ständig heraus, oft gar nicht absichtlich. Die Beziehung ist sowohl im positiven wie auch negativen Sinn immer sehr intensiv und höchst emotional.
Die Ursachen für diese Störungen liegen nicht in der Folge von falscher Erziehung, sondern es handelt sich um eine angeborene, selten erworbene, meist genetisch bedingte Störung der Selbstkontrolle. Es ist keine moderne Zivilisationskrankheit, es ist ein weltweites Problem. 3-10% aller Kinder sind davon betroffen, es gibt kaum eine Schulklasse ohne ein betroffenes Kind.
Hyperaktive Kinder erscheinen durch ihr impulsives Verhalten häufig aggressiv. Oft haben sie Schwierigkeiten Mimik und Gesten von anderen Personen richtig zu interpretieren, sie fühlen sich schnell bedroht und schießen mit ihrer Reaktion über das Ziel hinaus. Aggressive Verhaltensweisen entstehen möglicherweise auch aus den ständigen Frustrationen heraus, die die Kinder in allen möglichen Bereichen erleben.
Nach sorgfältiger Diagnose und genauer Aufklärung ist die medikamentöse Therapie zuverlässig, sicher, sehr wirksam und ungefährlich. Die Nebenwirkungen sind gering und bei der Schwere der Störung zu vernachlässigen. Langzeitnebenwirkungen oder Abhängigkeit sind nicht bekannt. In der Regel ist die therapeutische Behandlung eines Kindes kein öffentliches Thema. Lehrkräfte unterliegen hier der Schweigepflicht und dürfen die Kinder nicht vor anderen bloßstellen.
Kinder mit ADS können jede Schulart wählen, die ihrer Begabung entspricht, die Symptome treten unabhängig von der Schulart auf. Eine Schulart die weniger fordert bringt keine Erleichterung. Wichtig ist viel mehr, daß das Kind und seine Lehrkräfte geeignete Strategien erwerben, um mit der ADS so umzugehen, daß Lernen dennoch möglich wird. Für jede Schulart ist die Anwesenheit dieser Kinder allerdings eine Herausforderung, die pädagogisch bewältigt werden muß. Krowatschek spricht sogar von einer Angst der Lehrer vor dem überaktiven Kind und weist auf die ungenügenden Strategien von Lehrkräften im Umgang mit diesen Kindern hin. (1996) Grundsätzlich können sie später auch jeden Beruf ergreifen, für den sie sich interessieren und für den sie die schulischen Voraussetzungen mitbringen. Voraussetzung ist jedoch auch hier, daß die Ausbildungsstelle bereit ist Hilfen zu gewähren und Geduld und Nachsicht zu üben.
ADS ist nach heutigem Wissen nicht heilbar, das Erscheinungsbild und die Ausprägung ändern sich jedoch im Laufe der Entwicklung.
Es konnte festgestellt werden, daß es weniger Probleme im strukturierten Unterricht, bei der eigenen Lehrerin und im bekannten Klassenraum gibt. Massive Probleme treten häufig bei Fachlehrer auf, die oft nicht so straffe Regeln haben. Außerdem fällt es diesen Kindern schwer sich auf Personen einzustellen, zu denen sie keine intensive emotionale Beziehung haben.
Die Kinder mit ADS nehmen selbst sehr schmerzlich wahr, daß sie anders sind als die anderen. Sie nehmen ihr eigenes aneckendes Verhalten wahr und erleben gleichzeitig eine große Hilflosigkeit.
Das Gefühl exponiert zu sein und kaum Freunde zu haben gehört zu den Erfahrungen dieser Kinder. Als Folge davon haben sie Schuldgefühle und kommen sich als unerwünschte Störenfriede vor. Die ständigen Vorwürfe unterminieren ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl. Wenn ihnen mal etwas gelingt, werden sie selten gelobt, weil dies dann Dinge sind, die von anderen Kindern ganz selbstverständlich erwartet werden. Die Kinder lernen sehr bald nur noch Mißerfolge zu erwarten. Sie trauen sich wenig zu und vermeiden zunehmend Situationen, in denen ernsthaft Leistung von ihnen erwartet wird. Angst und Mißerfolg bestimmen auch die Auswahl ihrer Freunde, häufig scheuen sie den Kontakt zu Gleichaltrigen.
Ein Merkmal dieser Kinder ist es sich selbst zu überschätzen. Sie können Möglichkeiten und Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit nicht richtig einschätzen und begeben sich dadurch in gefährliche Situationen.
Gut begabte hyperaktive Kinder sind mit ihren Worten und ihren Taten sehr schnell ( impulsiver Arbeitsstil ) und haben dadurch z.T. eine hohe Trefferquote von richtigen Ergebnissen. Manchmal handelt es sich auch um Zufallsergebnisse, besondere kreative Lösungswege mit richtigem Ergebnis, die von den Kindern aber nicht plausibel dargelegt werden können.
Die Kinder haben Probleme sich eine Vielzahl von Regeln zu merken und diese einzuhalten. Da aber Regeln erforderlich sind, sollten sie auf wenige wichtige beschränkt, diese dann aber konsequent eingehalten werden.
Obwohl sie einsehen und verstehen, helfen Ermahnungen oft nur 5 Minuten. Vereinbarungen sollten daher immer mit Nachdruck wiederholt werden, aber ohne Erregung und ohne Vorwürfe. Jeder Tag, jede Stunde sollte eine Chance zum Neubeginn sein.
Da diese Kinder sich und ihre Aktivitäten nicht genügend steuern können sind sie auf Strukturen angewiesen.
Jedes gewünschte Verhalten muß sofort verstärkt werden, auch nonverbal. Die Kinder sind nicht in der Lage ein am Ende der Stunde erteiltes Lob auf die richtige Situation zu beziehen.
Das Kind kann oft nicht, wenn es will. Es ist nicht in der Lage seine starke intrinsische Motivation willentlich abzurufen und zu kontrollieren. Es ist für sie gerade kennzeichnend, daß ihnen eine Arbeit einmal gelingt und einmal nicht. Mit Leistungsverweigerung hat dies nichts zu tun.
ADS-Kinder brauchen Ermutigung und jemanden, der noch an sie glaubt und ihnen etwas zutraut. Einen Schüler aufzugeben wirkt wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, wenn ein Schüler nicht mehr gefordert wird, wird er auch nichts mehr leisten.
Verantwortung für sich selbst können diese Kinder nicht übernehmen, aber sie übernehmen gern Verantwortung für andere und sind darin außerordentlich zuverlässig.
Durch das Niederschreiben und gelegentliche Nachlesen positiver Verhaltensweisen und Fähigkeiten besteht die Chance auch positive Gefühle für das Kind zu entwickeln. ( Eine Mutter bat um positive Rückmeldung, indem sie sich jeden Freitag im Hausaufgabenheft vermerken ließ, was in der Woche gut geklappt hatte.)
Schuldgefühle wirken sich lähmend auf die Arbeit aus und nützen keinem. Enge Zusammenarbeit ist dagegen unerläßlich.
Bei hyperaktiven Kindern spielt das Prinzip der Aufnahme über mehrere Sinneskanäle eine ganz besondere Rolle. Die gleichzeitige Übermittlung von Information auf mehreren Kanälen entspricht ihren zumeist erhöhten Bedürfnis nach Stimulation. Aber auch wegen der kürzeren Konzentrationsspanne ist eine erhöhte Intensität der Informationsvermittlung wünschenswert. Musik und der Einsatz von farbstarkem Papier, sowie Arbeitsmaterial zum Be-Greifen hat positive Auswirkungen, wie verschiedene Studien zeigten.
Verhaltensregeln sollten immer mit dem Kind gemeinsam festgelegt werden, auch Maßnahmen bei Nichteinhaltung. Das Aufstellen der Regeln sollte positiv formuliert sein, verbotsorientierte Regeln vermitteln dem Kind nicht, was von ihm jetzt erwartet wird.
Es gibt eine ganze Menge von Möglichkeiten dem Bewegungsbedürfnis der Kinder nachzukommen und dies zu kanalisieren. (Botengänge, Sitzposition frei wählen lassen...)
Aufgaben die in kleine Teilschritte unterteilt sind, sind für die Kinder überschaubarer und geben Teilerfolge über die man sich gemeinsam freuen kann. Für Kinder mit ADS ist es wichtig, daß sie möglichst unmittelbar eine Rückmeldung bekommen, sie sind schnell irritiert, wenn unmittelbares Lob ausbleibt.
Das Kind hat Schwierigkeiten seine Arbeiten kontrollierend zu wiederholen, dagegen sind gezielt Anweisungen besser. ( z.B.“ Schau mal in der ersten Zeile nach, da sehe ich einen Fehler.“) Überarbeitungen mit einer anderen Farbe kann neue Motivation bedeuten und kommt dem Stimulationsbedürfnis nach.
Strategien sind richtungsweisend wie:
Was genau ist die Aufgabe? Was brauche ich alles? Warum konnte ich nicht weiter? Was ist der nächste Schritt?
Fehler kann man ausbessern! Kleine Pause, ich kann mir Zeit lassen! Bis jetzt ist alles richtig, das habe ich gut gemacht.
Der Arbeitsberg muß für das Kind überschaubar strukturiert sein.

Quelle und weitere ausführliche Informationen:

Handreichung des Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung München (ISB)
(Zielgruppe :Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten ...)

„Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder und Jugendliche im Unterricht“
Auer Verlag GmbH
ISBN: 3-403-03248-5
24,80 DM
 
hallo wollte ihnen mal sagen
ich habe auch ein adhs und eine lrs und ich wollte nicht mehr
und meine mutti hat gleich gesat nein wir gehen zu artzst so war es auch gleich am nächsten tag also jetze komme ich super damit klar
gehe wider gerne in die schule
 

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