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Mein Freund weigert sich immer mit mir zu schlafen:(

Sexualität ist ein unbewusster Bereich...es ist schwer darüber zu reden..
Oft wissen die Leute selber nicht warum sie keine Lust mehr haben.

Es gibt viele langjährige Beziehungen ohne Sex, weil die sex. Anziehung verloren geht.

Vielleicht hat er auch eine schwierige Mutterbeziehung und mag deshalb nicht so den Sex..
Oder es stört ihn irgendetwas an dir.

An deiner Stelle würde ich mir vermutlich einen Liebhaber suchen.
 
Ich denke auch, dass er selbst nicht weiß, warum er keine Lust hat. Er weiß nur dass er keine Lust hat.

Wenn man nach der Arbeit total fertig und lethargisch ist, stimmt was mit der Lebenssituation nicht. Das hat logischer Weise Ursachen. Diese müssen aber erstmal als solche erkannt werden.

Vielleicht wären ein paar Sitzungen beim Psychologen ne Idee oder irgendeinem anderen Therapeuten. Ich persönlich würde aber zunächst zum allgemeinen Psychologen raten. Wenn man gleich zu einem Sexual- oder Paartherapeuten rennt, könnte an der eigentlichen Ursache "vorbeitherapiert" werden.

Ich verstehe schon das Dilemma dabei. Man will ja nicht ständig fragen und drauf rumhacken, aber so weitergehen kann es ja auch wieder nicht. Das muss man schon durch ein vernünftiges Gespräch diskutieren, möglichst druck- und vorwurfsfrei. Geht ja nicht nur um Sex, sondern auch um die Gesundheit der Partnerschaft und um seine Gesundheit.

Voraussetzung für die Suche nach der Ursache ist allerdings die Erkenntnis, dass es da ein Problem gibt. Wie schon geschrieben ... Kommunikation ist der Schlüssel ... vorzugsweise reizwäschefrei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kannst du aber halt auch alles exakt 1 zu 1 umdrehen, dann besagt es das Gegenteil dessen aus, was du eigentlich sagen wolltest.."

Sie hat lediglich auf Burbachers Weisheiten reagiert. Dann können seine ebenfalls umgedreht werden.

In meinen Augen geht es in einer Partnerschaft darum, zu harmonieren. Und wo das nicht möglich ist, muss man Kompromisse schließen, mit denen beide leben können. Da ist es relativ egal, worum es geht. Nur dass es eben Dinge gibt, die der eine stärker gewichtet als der andere.

Ein Kompromiss wenn es um die sexuelle Lust geht? Das möchte ich sehen.
Muss ich mir das vorstellen wie "ein bißchen schwanger"?

Und vor allem ist es wichtig, in einer Partnerschaft zu kommunizieren. Aber das sehe ich seitens des Partners der TE nicht. Der spricht zwar, aber das was rauskommt, sind keine Ideen, wie man die Situation verbessenr könnte, oder GRÜNDE, sondern es sind Ausreden. Klingt zumindest auch für mich danach.

Für mich nicht. Was wäre denn eine Lösung? Die Potenz künstlich ansteigen lassen oder gar zu einem Psychologen zu gehen, um das Problem mit Hammer und Meißel zu lösen?

Man kann nicht einfach ein wichtiges Element der Beziehung verändern, ohne das mit dem Partner zu besprechen.

Sexuelle Lust kann wohl kaum als manifestiertes Element bezeichnet werden. Im übrigen haben sich die Menschen mittlerweile weiterentwickelt. Wir sind vom Grunzen zum Sprechen gekommen. Und der Mann, für den Fall das dir das nicht klar ist, ist auch längst keine plumpe Erektionsmaschine mehr - der Spalier steht sobald sich bei anderen der Östrogenspiegel verändert.


Beide müssen da Verständnis für ihren Partner aufbringen, und das sehe ich bei ihr deutlich mehr als bei ihm, denn sie möchte darüber reden. Er nicht.

Nein, sie möchte Sex. Geredet haben beide bereits.
 
Für das das ich weder etwas gelesen noch verstanden habe, wurden aber ziemlich viele Passagen von mir in Bezug auf deine Aussagen sauber aufgeteilt und ausführlich beantwortet..

Manchen kann man es einfach nicht Recht machen.😀
 
Ohne in Kulturpessimismus zu machen, denke ich, dass Themen wie dieses, die sich ja häufen und in den verschiedensten Varianten immer wieder auftauchen, zeigen, dass die Beziehungen zwischen den Menschen in Unordnung geraten sind.
Viele sehnen sich nach Freundschaft, Liebe und Sexualität. Es gibt Portale ohne Ende, ungezählte Foren, die davon leben. Es gibt Menschen, die jahrelang suchen, oft sehr genau wissen, was sie suchen und dennoch nicht finden.
Man erlebt einerseits Youngster, die sich kaum, dass sie ihre ersten Regungen verspüren, auf das jeweilige Gegenstück stürzen und bei denen der einzige Maßstab, den sie haben, die sexuelle Erfüllung zu sein scheint.
Etliche von ihnen verkünden nur wenig später Tristesse und Langeweile, weil die ständige Wiederholung nicht erfüllt, sondern abstumpft.
Wie sagte da ein 17jähriger Youngster: Er habe schon so viele Mädchen gehabt, aber kenne man eine, dann kenne man alle. Junge Mädchen äußern sich ähnlich. Das, was meine Generation mal als Sehnsucht erlebte, so scheint mir, wird heute zur Gewohnheit und zum reinen Konsum.
Aber auch wir Erwachsenen stolpern von einem Extrem ins Andere. Da gibt es Diskussionen über extremste Vorstellungen. Im Netz kann ich die abenteuerlichsten, ja die extremsten Neigungen finden. Zugleich berichten andere Zeitgenossen, Männer wie Frauen, von der Flaute im Bett.
Von den Berater/innen kann man nach meiner Erfahrung auch nicht viel erwarten, versuchen sie doch, so habe ich das erlebt, die Beratenen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen. Auch da bleibt immer jemand auf der Strecke.
Frustrierte Enthaltsamkeit hier, zügelloses Ausleben dort. Normalität Fehlanzeige! Und damit bin auch ich wieder in eine Falle gestolpert, denn schon die Vokabel "Normalität" beinhaltet Sprengstoff.
Wir leben in merkwürdigen Zeiten.

Burbacher
 
Mir ist schon klar, dass man in diesem Thread beide Seiten verstehen sollte. Und das gelingt mir grundsätzlich auch. Weshalb auch nicht? Es ist logisch das man von seinem Partner auch die sexuelle Bedürfnisbefriedigung erwartet. Jedoch habe ich die Ideen nicht verstanden, welche sich bislang hier eingefunden haben.

Also mir persönlich widerstrebt es, zum Arzt oder Therapeuten geschliffen zu werden nur weil meine sexuelle Lust eingeschlafen ist. Ich empfinde es nicht als unnormal, ab einem Zeitpunkt kaum noch sexuelle Anziehungskraft mehr gegenüber meiner Partnerin zu verspüren. Denn Sex, so finde ich, lebt auch von Spannung und dem Interesse einen Körper zu erkunden. Was soll ich bei jemandem erkunden mit dem ich seit 7 Jahre zusammen bin?!

Von daher kann ich immer die Leute besser verstehen die Sex innerhalb einer langen Beziehung einschlafen lassen, als diejenigen die sich auch noch ausgehungert gegenüber dem Partner geben. Ausgehungert kann ich verstehen, aber eher in Verbindung mit Neuem. Nicht auf das was man schon hundertfach hatte.^^

Mir ist aber klar das man trotzdem eine Lösung benötigt. Die kann aber dann nur so aussehen, dass der Partner sich anderweitig vergnügen darf. Oder eben eine Trennung in Erwägung zieht. So wie kylar auch schrieb. Eine andere Lösung sehe ich nicht.

Aber einen Gehirnklempner einschalten der nachschaut ob bei mir diesbezüglich alle Schrauben noch fest sitzen, würde ich entschieden ablehnen.
 

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