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Mein Freund ist gestorben

Liebe Claudi,

du weisst ich stehe zu 100% hinter deiner Einstellung...kann ich Dich doch so gut verstehen.

Auch ich hatte eine Vergangenheit vor dem Leben mit mein Partner. Nur ich habe mich eigentlich nie angekommen gefühlt...erst als ich Ihn sah, kennenlernte und liebte. Man wird geprägt und diese Situation macht es für einen (mich) unmöglich zurückzugehen.

Ich denke viel an Dich!
Ich gebe Dir meine Schulter zum anlehnen bzw. nehme Dich mal ganz sanft in den Arm.

Nur das Beste
Jette
 
Auch ich hatte eine Vergangenheit vor dem Leben mit mein Partner. Nur ich habe mich eigentlich nie angekommen gefühlt...erst als ich Ihn sah, kennenlernte und liebte. Man wird geprägt und diese Situation macht es für einen (mich) unmöglich zurückzugehen.

Hallo liebe Jette.

Du hast das ziemlich genau so ausgedrückt, wie ich eigentlich Günter antworten wollte.😱

Nein,
an die Vergangenheit anknüpfen kann man leider nicht.

Auch Ablenken.. Wie, wenn man die Gedanken und die Sehnsucht nicht aus dem Kopf bekommt,
wenn es Tag und Nacht weiterquält..

Jette, du weißt ja, ich war immer diejenige, die sich nicht damit abfinden wollte,
daß diese Trauer nicht weg geht,

aber je mehr Zeit verstreicht, desto mutloser werde ich auch.

Man wacht auf und denkt sich, was soll der ganze Scheiß noch, wozu überhaupt..

Meine liebe Jette,
ich drück dich auch ganz liebevoll und mit dir mitfühlend,
Claudia
 
Ich hoffe, es klingt nicht lächerlich jetzt, denn bei euch geht es um Partner, die ihr verloren habt. Aber dennoch - irgendwie da tief drinnen, da tut etwas ganz doll weh seit einiger Zeit. Nur handelt es sich um meine Mutter.....
Ich möchte damit euer Leid nicht mindern - verzeiht, sollte es so rüber kommen.
Abe seit ich älter werde, seit ich mich akut dem Alter näher, in dem meine Mama schon starb, seitdem ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich manchmal haltlos weine vor Sehnsucht nach ihr, die schon 25 Jahr nun tot ist....
Und dann denke ich an euch, die ihr die Menschen so früh und überraschend hergeben musstet, die euer Lebensinhalt waren....
Und ich verstehe (hoffe ich) ein Stück mehr......
Bei mir ist es "nur" die Mutter, die etwas zu früh ging, aber bei euch....
Seid umarmt....

Christa
 
Ich hoffe, es klingt nicht lächerlich jetzt, denn bei euch geht es um Partner, die ihr verloren habt. Aber dennoch - irgendwie da tief drinnen, da tut etwas ganz doll weh seit einiger Zeit. Nur handelt es sich um meine Mutter.....
Ich möchte damit euer Leid nicht mindern - verzeiht, sollte es so rüber kommen.
Abe seit ich älter werde, seit ich mich akut dem Alter näher, in dem meine Mama schon starb, seitdem ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich manchmal haltlos weine vor Sehnsucht nach ihr, die schon 25 Jahr nun tot ist....
Und dann denke ich an euch, die ihr die Menschen so früh und überraschend hergeben musstet, die euer Lebensinhalt waren....
Und ich verstehe (hoffe ich) ein Stück mehr......
Bei mir ist es "nur" die Mutter, die etwas zu früh ging, aber bei euch....
Seid umarmt....

Christa

Liebe Christa,

WAS heisst "nur"?! Einen Menschen zu verlieren, egal ob Partner, Eltern, Geschwister oder Freunde ist gleich schlimm...man kann dies nicht abwärtend auf Stufen setzen.
Weisst Christa, auch deine Situation...mit deiner Mutti...kann ich doch so gut nachvollziehen. Meine "Mausi" (so habe ich meine immer genannt) starb schon mit 53 Jahren. Auch wenn die jetzige Lebenssituation durch mein Partner massiv in Vordergrund geraten ist, vergesse auch ich den Tod und schmerzlichen Verlust meiner Eltern nicht....Ich weiss manchmal gar nicht wohin mit den Schmerz...nur beide Seiten unterscheiden sich dennoch.

Ich drück Dich ganz doll und irgenwie merke oder hoffe ich zumindestens, das unsere Lieben irgendwo da draussen sind. Nicht in der Form wie wir Sie kennen, aber da.

Nur das Beste
Jette
 
Liebe Claudia,

danke, dass Du wieder geschrieben hast.

Wie Christa auch schon schrieb, sieht es bei Dir wirklich nach einer schweren Depression aus.

Willst Du Dir nicht mal, in einem ersten Schritt, Antidepressiva verschreiben lassen, wenigstens, damit Du Dich ein bisschen besser fühlst und dann die Kraft hast, einen Job zu suchen?

Geh doch nochmal zu den Ärzten, bei denen Du warst (heute ist Dienstag!) und sprich mit ihnen über diese Möglichkeit.

Sei fürsorglich zu dem Kind in Dir, lass es nicht verkommen. Es hat es nicht verdient. Kümmere Dich um Dein Kind.

Ich drücke Dich fest und Euch alle, die traurig sind, auch.

Natascha
 
@ natascha: das hast du wunderschön geschrieben, und vor allem ist es wahr, was du schriebst. antidepressiva würden dich, liebe claudia61 wieder ein wenig aufrichten. es ist keine schande, diese medis zu nehmen...
ich drück dich, christa, claudia, natascha
 
Christa, Du brauchst Dich nicht zurück zu stellen.

Claudia, und auch Jette, ich wollte auf Folgendes hinaus: Trennungen, Verluste bringen jeden Menschen aus dem Gleichgewicht.

Bei mir war das immer ein ganzes Stück mehr, als bei den Menschen in meiner Umgebung. Während ich mich gefragt habe, wie sie in der Lage dazu sein konnten, sich schon auf einen neuen Menschen einzulassen, wunderten Sie sich vermutlich bei mir, warum ich mich ganz vom Leben zurückgezogen hatte.

Ich für mich habe verstanden, dass es bei mir nicht um diese Trennung ging, nicht konkret um diesen einen Menschen. Irgendwann in den Monaten der Trennung ging es mehr und mehr darum, dass ein Mensch mich ganz tief berührt hat, und darum, wie ich mich davor wieder verschließen könnte.

Während ich vorher im Leben irgendwie herumhampelt hatte, nicht mehr daran geglaubt hatte, dass die Nähe, nach der ich suchte, realistisch sein könnte, hatte ein Mensch Zugang zu meinem tiefsten Inneren gefunden.

Der Verlust eines solchen Menschen war für mich geradezu traumatisch. Das, wonach ich mich insgeheim immer gesehnt hatte, woran ich nicht mehr geglaubt hatte, wurde für kurze Zeit Wirklichkeit. Der Weg zurück war für mich verwirrend, er führte in eine Welt, die ich als chaotisch empfand, eine Welt, in die ich, nachdem ich einmal erlebt hatte, wie es anders sein konnte, nicht mehr zurück wollte.

Ich lebe bis heute in dieser chaotischen Welt, und sehne mich manchmal in die vergangene Zeit zurück. Ich lebe nur teilweise in dieser Welt, bin nie richtig angekommen. Es ist schon komisch, denn niemand bemerkt es. Nächste Woche gebe ich Nachhilfe, und hoffe, dass ich die Jungs gut durchbringe. Ich bin zum Geburtstag eingeladen, in zwei Wochen kommt ein Treffen mit einer Firma, davor noch ein Besuch bei Bekannten. Irgendwie manage ich das, es ist eine Welt, aber ob sie für immer meine Realität bleiben wird, weiß ich noch nicht. Es scheint, als sollte ich mich mit ihr arrangieren.

In dieser Welt sehe ich das Leben als Single. Manchmal komme ich einem Menschen noch nahe, schrecke aber schnell davor zurück. Doch, auch wenn mir diese Welt fremd erscheinen mag, versuche ich, mich mit ihr einzurichten.

Günter
 
..es gibt trauergruppen. wo sich leute treffen, die in einer ähnlichen situation sind. in hamburg zum beispiel beim institut für trauerarbeit. auch eine therapie ist ein gutes ventil, die gefühle zu ertragen und zu verarbeiten.
und aus erfahrung kann ich sagen: das einzige was hilft, ist sehr viel zeit.
 
Günter,

ich weiß, was du sagen willst.

Ja,
auf der einen Seite geht das Leben natütlivh weiter,

rein äußeröich, was man dazu beitrgen muß wie Strom, Nietze, etc..

Aber wenn nichts sonst als Verpflivhtungen da sind,
keime Freude mehram Äeben,

aber gäeichzeitig lebt man auch mir einem größten Schamgefühl seinen Kindern gegenüver.

Mein Reden für andere war immer,

man kann nichtd vergessen machen,

man kann nur vorleben,
beweisen, daß man jetzt alles besser macht,

oder sich aufgeben und sterben.

Ich würde herne endlich sterben,
aber ivh habe meine Kinder, meine Mutter,

und da gibt es nur eine Entscheidung.

Weiterleben und mich anstrengen,
das mitzumachen
 

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