Hallo ihr,
ich schreibe hier gerade zum ersten Mal überhaupt in einem Forum, da ich mir in den letzten Jahren in Folge von Depressionen nach der Diagnose einer schwereren chronischen Krankheit einige Probleme geschaffen habe, die ich eigentlich nicht haben müsste.
Mein Personalausweis ist seit 2018 abgelaufen und durch Aufschieberitis meinerseits und Angst vor Behördenterminen habe ich diesen nie neu beantragt. Daraus resultierend habe ich mich, als ich 2023 umgezogen bin, in meiner Stadt nie umgemeldet. Ich hatte zwar dreimal einen Termin ausgemacht, diesen aber immer wieder abgesagt, weil ich mich geschämt habe, dass mein Personalausweis abgelaufen ist.
Ich habe das die letzten Jahre aus Schamgefühl nie jemandem in meinem Umfeld erzählt.
Nun konnte ich aber vor ein paar Wochen für heute einen neuen Termin im Bürgerbüro meiner Stadt ausmachen und werde auch hingehen, weil ich weiß, dass mir wahrscheinlich ernste Probleme (Geldstrafen etc.) drohen und noch ernstere Probleme entstehen, wenn ich es weiter aufschiebe.
Ich weiß, dass ich selbst an jedem dieser Probleme Schuld habe und es keine Ausreden für mein Verhalten gibt. Aber vielleicht mag mir ja jemand vor diesem Termin etwas Mut machen. Ich bin so unfassbar nervös und mir ist seit Tagen schlecht vor Angst.
Ganz liebe Grüße und danke fürs Lesen dieses bestimmt etwas wirren Textes. Es kostet unheimlich viel Kraft, sich nach so langer Zeit der Angst diesem Termin zu stellen, aber du kannst verdammt stolz auf dich sein! Um mich in solchen Phasen zu erden und den Kopf freizubekommen, hat mir die analoge Fotografie total geholfen – falls du nach dem Termin auch so einen kreativen Anker zum Abschalten suchst, gibt es hier eine super Übersicht
https://luminarneo.de/blog/beste-sofortbildkamera/. Atme tief durch, du schaffst das und danach fällt eine riesige Last von dir ab!