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Aber wenn Du schonmal einschränkst, was Du alles nicht willst, ist es durchaus verständlich, dass keiner Dich will.

also so ist es deiner Meinung nach falsch, gewisse Ansprüche an seinen Arbeitsplatz stellen zu wollen...
man hat sich ein Leben lang rein gehangen um einen guten Schulabschluss zu bekommen usw. und du gestehst nicht mal einem Akademiker zu, sich seinen Job nach seinen Vorstellungen und nicht maßlos unterqualifiziert auszusuchen...
und ja, es gibt viele Jobs, aber man sollte auch mal nachsehen, welche. Und das sind garantiert nicht die beliebtesten... Und auch diese müssen gemacht werden, klar, aber dann sollte man sie auch dementsprechend honorieren und nicht nach dem Motto, ach sie drecksarbeit können ja die Arbeitslosen machen...
 
Wenn ich arbeitslos wäre, würde ich meine ansprüche ggfs. runterschrauben.

Ich würde nicht auf dem Bau arbeiten wenn ich studiert hätte!!! Warum dann all die Jahre der Mühe, um mich letztendlich "unter wert zu verkaufen".
Ein wenig stolz sollte jedem Menschen bleiben.
Natürlich gibt es beliebte Jobs, aber das sind leider die wenigsten und die sind dementsprechend begehrt und schnell weg...
 
Ich weiß wirklich nicht wo ihr die ganzen Stellen seht??? Wenn man wirklich jeden Tag, jede Woche usw. in die Zeitung schaut wird jedem auffallen, das es immer die gleichen Angebote sind und auch nichts gescheites dabei ist. Da stehen doch nur Stellen drin, die keiner haben will z.B. Schichtarbeit! Manche sind echt noch nicht aufgewacht und sehen die Realität nicht vor Augen. Wer einen Job hat, der kann leicht daher reden. Mal besser die Augen öffnen!!!

Wenn ich heute morgen auf die Jobbörse der Agentur für Arbeit gehe und in den Sucheinstellungen einfach mal den Begriff "Arbeit" eingebe und als weiter vorkommenden Begriff das Wort "Helfer" angebe und dann, um die Suche einzuschränken, noch meine Postleitzahl eingebe, dann erhalte ich zunächst einmal die erfreuliche Anzahl von 200 Stellenangeboten, von denen scheinbar keine weiter als 35 Km von meiner Postleitzahl entfernt liegt.

Im nächsten Schritt schaue ich mir die Arbeitgeber an. Hier fällt auf, dass von den 200 Stellenangeboten rund 80 Angebote von privaten Arbeitsvermittlern, Zeitarbeitsfirmen und anderen Personaldienstleistern eingestellt wurden.

Im nächsten Schritt schaue ich mir die anderen Angebote an und muss feststellen, dass der Suchbegriff "Helfer" in dieser Suchmaske wohl recht weit gefasst wird, da viele Firmen die hier ihre Angebote hineingestellt haben, eigentlich Fachkräfte suchen, also ausgebildete Einzelhändler, Zimmerer, Elektriker, IT - Kräfte, Klempner, Dachdecker etc. ..... vorzugsweise mit einschlägiger Berufserfahrung.
Dies sind etwa 40 Angebote von Unternehmen die hier im Umkreis namentlich bekannt sind und die Vollzeitstellen anbieten.

Dann verbleiben noch etwa 80 Stellenangebote die tatsächlich Hilfskräfte für Produktion, Lagerarbeiten, Service oder im Einzelhandel suchen ..... überwiegend zwar nicht sozialversicherungspflichtige Jobs, aber immerhin.

Kurz und gut:

Es gibt sie noch, die Erwerbsarbeit.
Da aber die Arbeit in den seltensten Fällen zum Arbeitnehmer kommt, muss der Arbeitnehmer sich der Arbeit zuwenden - also sich regen, sich qualifizieren und sich bewerben und sich anschließend bei der Arbeit bewähren.

Klar ist, dass dabei immer irgendwelche Leute auf der Strecke bleiben müssen, denn das Angebot an lukrativen Erwerbsarbeitsplätzen liegt nach wie vor weit unter der Nachfrage nach solchen Stellen.

Es können sich also hunderte oder auch tausende gut motivierter, gut ausgebildeter, mit hinreichender Berufserfahrung ausgestatteter, kräftiger, gesunder Menschen für die 40 Stellen bei den mittelständischen Betrieben bewerben ..... eingestellt werden mit Sicherheit nur die 40 Menschen, die gerade benötigt werden.

Und es können sich eben so viele dieser Menschen auch über die Zeitarbeitsfirmen oder die privaten Arbeitsvermittler in irgendwelche Stellen verschachern lassen ..... am Ende sind es doch nur 80 Menschen die auf diesem Wege zu einer Arbeit gefunden haben...... mehr geht gerade nicht.

Und es können auch nur die gerade verfügbaren minijobs verteilt werden die gerade verfügbar sind .... und das war es dann aber auch zunächst einmal.

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen - es wird niemals genügend Erwerbsarbeit zur Verfügung stehen, um allen Menschen zu ermöglichen ihr Einkommen selbsttätig zu erwirtschaften.
Und das ist weder die "Schuld" der nicht benötigten Arbeitnehmer, noch die "Schuld" der Arbeitgeber, sondern ganz einfach nur eine Frage der Notwendigkeit.

Um unser gesellschaftliches Miteinander zu organisieren und die Wirtschaft unserer Gemeinschaft am Laufen zu halten, benötigen wir schlicht und einfach nur einen Bruchteil der auf dem Arbeitsmarkt verfügbaren Kräfte.

Hier ist unsere Politik gefordert!

Die Politik muss Strukturen schaffen, die eine bessere Verteilung der für die Wirtschaft erforderliche Arbeitskraft ermöglicht und sie muss dafür Sorgen, dass die von der Wirtschaft unseres Landes geschaffenen Werte dem Volk als Ganzes zu Gute kommen und sie muss dafür sorgen, dass die freien Kapazitäten der nicht für die Wirtschaft erforderlichen menschlichen Potentiale derart genutzt werden, dass sie ebenfalls dem Volke als Ganzes zu Gute kommen.
 
Ich würde nicht auf dem Bau arbeiten wenn ich studiert hätte!!! Warum dann all die Jahre der Mühe, um mich letztendlich "unter wert zu verkaufen".
Ein wenig stolz sollte jedem Menschen bleiben.
Natürlich gibt es beliebte Jobs, aber das sind leider die wenigsten und die sind dementsprechend begehrt und schnell weg...

Zur Not würde ich vorübergehend auch im Supermarkt Dosen einräumen, wenn es halbwegs Geld bringt und ich länger arbeitslos wäre.

Es muss ja kein Job fürs Leben sein.

Aber besser so einer , wie keiner.

Und besser aus einem ungekündigten Verhältnis heraus bewerben, als aus der langfristigen Arbeitslosigkeit und abgesehen davon sieht es auch im Lebenslauf besser aus, wenn man sich nicht zu schade dafür war.
 
Ich würde es nicht "unter dem Wert verkaufen" nennen, sondern auch mal in andere Richtungen zu denken und sich nicht auf bestimmte Arbeitsbereiche zu versteifen.

Klar ist es scheiße, etwas anderes zu machen, als man gelernt hat oder will. Aber deswegen muss es nicht schlechter sein. Und solange es den Kühlschschrank füllt und die Miete bezahlt, ist es eine gute Notlösung. Und eine Notlösung muss nicht für die Ewigkeit sein.

Ich würde es auch so sehen: alles bringt dennoch Erfahrungen und die bringen einen weiter. Selbst wenn man schon mehrere Jahrzehnte Berufserfahrung hat, gibt es immer Neues und neue Wege.

Klar MUSS ich nicht jeden Job annehmen. Aber wenn ich z.B über Jahre hinweg nichts bekomme, oder einen Job nach dem anderen ablehne, dann sollte ich mich oder meine Vorstellungen hinterfragen. Fängt für mich persönlich auch schon an, wenn ich über Monate hinweg einen Job nach dem anderen ablehne oder aus der Auswahl rausfallen lasse und am Ende nichts übrig bleibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde nicht auf dem Bau arbeiten wenn ich studiert hätte!!! Warum dann all die Jahre der Mühe, um mich letztendlich "unter wert zu verkaufen".
Ein wenig stolz sollte jedem Menschen bleiben.

Niemand verlangt von Irgendwem sich "unter Wert" zu verkaufen, solange nicht irgendwelche staatlichen Unterstützungen verlangt werden, nur weil der Stolz Jemanden davon abhält für seinen eigenen Lebensunterhalt zu sorgen.
 
(...)
Klar MUSS ich nicht jeden Job annehmen. Aber wenn ich z.B über Jahre hinweg nichts bekomme, oder einen Job nach dem anderen ablehne, dann sollte ich mich oder meine Vorstellungen hinterfragen. Fängt für mich persönlich auch schon an, wenn ich über Monate hinweg einen Job nach dem anderen ablehne oder aus der Auswahl rausfallen lasse und am Ende nichts übrig bleibt.

Wer Leistungen vom Amt bezieht, kann nicht so einfach ablehnen. Auserdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass jemand über Jahre nichts bekommt. Zumindestens gibt es eine oder mehrere Maßnahmen für Menschen mit Leistungsbezug.

Leistungsbezug. Man muss sich also das Ablehnen auch leisten können.
Ein Recht auf die Vermittlung in den erlernten Beruf, das gibt es schon lange nicht mehr.

Und wer keine Leistungen bezieht, sondern z.B. von EhepartnerIn mit unterhalten wird, wird dann gerne schon einmal bei der Vermittlung "vergessen" oder es werden Angebote gemacht, die nahezu absurd sind. Ebenso häufig bei Kranken oder Behinderten, die werden selbst wenn sie in ihrem erlernten Beruf fit sind, häufig nach unten geschoben. Und da ganz unten, da ist viel Platz. So werden berufliche Lebensläufe zerstört.
Findefuchs, es gibt einfach Menschen, die sind sich nicht zu fein für Arbeit, sondern die finden nichts, weil sie nicht mehr am Arbeitsmarkt gewollt sind.

Und sonst gebe ich Dir Recht: Es kann sogar durchaus Sinn machen, einmal in andere Berufe oder Berufsfelder zu schnuppern. Zumindestens kann ein studierter Psychologe ja an der Supermarktkasse seine Feldstudien machen. 😎🙄 Sollte dann aber gegenüber den Kollegen bloss nie sagen, was er gelernt hat. - Ach nee, das passt ja dann hinten und vorne nicht. Oder doch?
Manchmal kann ein Mensch ja aus dem grössten Mist noch lernen.... .
Bloss mit den Jahren reicht das Sammeln ausserberuflicher Erfahrung auch. Sonst ist man nämlich ganz draussen ohne wieder woanders integriert zu sein.
So entstehen Karrieren wie der Taxifahrer mit Doktortitel (was evtl. noch geht) oder wenn es schlimm kommt: der Obdachlose Historiker, der den sozialen Absturz nicht verkraftet hat, weil er sozial einfach entwurzelt ist.

"Nie aufgeben", sage ich dann immer. Bloss irgendwann ist das Akku" leer.


Nachdenkliche Grüsse!
Landkaffee
 

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