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Männer Rolle, traurig aber wahr

  • Starter*in Starter*in Gast: frusti
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    traurig
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ist mein Gegenüber ein Mann, was sowieso schon problematisch genug ist, wirds eine kurze, einseitige Unterhaltung, bei der ich das Gefühl bekomme, es sei doch nicht so schlimm. Ist mein Gegenüber eine Frau, kommt als erstes Verwunderung darüber, dass ich überhaupt darüber reden kann, dann eine schönes Gespräch zustande.
Warum ist das so unterschiedlich? Dank der Medien? Der Politik? Liegt es an mir? Oder einfach nur die Tatsache, dass Täter zu meist ein Mann ist, also Scham vorm eigenem Geschlecht?

Lieben Gruß
Knut

Ich denke es liegt an der Gesellschaft und das ganze drum herum, Mensch wird einfach oberflächlich.
der Che.G
 
Ich denke es liegt an der Gesellschaft und das ganze drum herum, Mensch wird einfach oberflächlich.
der Che.G

Hallo Che.G 🙂

wohl wahr..

Der Trend hin zur Gleigültigkeit nimmt zu. Gerrechtigkeit nur wenns ums eigene geht.
Ich denke, um so mehr man Emotional ist, um so mehr kann einem sowas frustrieren. Denn am Ende, da geht ein ganzes Stück an Lebensquallität verloren. Für uns alle.
Und wenn ich sehe, wie viel für den Schutz und zur Vorbeuge der Krötenwanderung unternommen wird, dann möchte ich Frosch sein, ohne wach geküsst zu werden.
Die Globale Achtsamkeit aufeinander nimmt ab, geht den Bach runter, aber ohne die Kröten...
Ach was rege ich mich auf, ich muß verlangt stark sein, das wird erwartet. Auch wenn mich das nicht mehr interessiert. Aber die kommenden männlichen Opfer, die werden es spüren müsssen was es heißt ein Tabu im Tabu zu sein. So sieht sie nun mal aus, die Realität. Was nicht heißen soll das es jedem so ergehen kann/muß.

Ehrlich gesagt, dieses Thema fällt mir sehr schwer. Meine allgemeine Mauer Männern gegenüber ist sehr hoch. Bedenklich hoch wie ich finde.


Lieben Gruß
Knut
 
Das ist so eine Ding mit den Männern, bin ja auch einer, aber sehr viele kann man vergessen!
Aber es gibt auch Frauen, um die man getrost einen Bogen machen sollte.
Damit sind wir wieder bei der Gesellschaft, was heute zählt ist Geld und Optik, es wird nicht mehr auf Charaktereigenschaften geguckt.
Die meisten Menschen wollen nur besitzen und es sollte immer mehr werden.
der Che.G, der nun nicht frustriert durch die Gegend rennt, aber mit wachen Kopf😎
 
Wer verlangt das?
Was passiert, wenn du es nicht bist?


Ich glaube, du hast dich da in etwas verrannt.
Darkside

Lieber verenne ich mich, als mich in Gleichgültigkeit wohl zu fühlen oder keine Meinung zu haben.

Du weißt ganz genau wer verlangt das Mann stark sein soll.
Du weißt auch was passiert wenn Mann es nicht ist.

Der Thread ist eh zerissen, dass hatten wir alles schon.

Geschlossen
 
AW: Männer Rolle, traurig aber wahr (endet hier für mich)

Im Gegensatz zu Dir Dark_Side, lebe ich. Deine bisherigen Aussagen, lassen zu 100% darauf schließen, dass Du eine Frau bist. Tyra hat einmal geschrieben; keiner aus dem Forum weiß wer ich bin. Das stimmt nur zum Teil. Dieser Thread, er hätte genau das ändern können. Deine, als auch Tyras Anmasungen, haben das verhindert. Nicht zuletzt - weil ich aus dem Zusamenhang Zitiert werde.

Teil-Zitat von Wildwasser:
Wir brauchen eine Veränderung der zweigeschlechtlichen Rollenzuweisung. Solange Jungen mit solchen Männlichkeitskonstruktionen aufwachsen, wie sie zur Zeit hegemonial sind, sind ihre Chancen zeitnah konstruktive Bewältigungsstrategien zu entwickeln einfach schlecht. Solche Veränderungen beginnen im kleinen, im ganz konkreten Umgang mit Jungen und im Hinterfragen der eigenen Vorstellungen. Es wäre durchaus ein Fortschritt, wenn Jungen lernen würden, dass mann im Widerspruch mit gesellschaftlichen Normen leben kann, auch wenn das oftmals schwer genug ist.

Zitat Ende.(Bitte vollständig nach lesen!!)
Quelle:
http://www.tauwetter.de/infobera/artikel/frauen.htm#Ausgangspunkt%2014

Es ist völlig egal was ich schreibe, es sei denn, ich wäre Anonym geblieben. Diesen Fehler habe ich begangen: Ich hab mich geoutet. Da ich aus dieser, Eurer Schublade, nicht mehr raus komme, werde ich hier nichts mehr reinschreiben.


Mit folgenden Satz,, begebe ich mich in die Opferrolle, in der ich mich so suhlen soll.
Behalte im Hinterkopf!, wenn Ihr/Du bei Tauwetter ließt, dass ich von einem Mann und von einer Frau, über 5 Jahre hinweg vergewaltigt wurde, fast täglich.

Gleichgultigkeit, die werde ich mir nicht aneignen, keinesfalls. Das ist nicht mein Stiel, ich will leben.

!!!Für mich ist dieser Thread geschloßen!!! Was ich sehr bedauere.

Weiterhin viel Spas beim Analysieren meiner Person.

Knut
 
Hallo Ruheloser,

diesem Wildwasser-Zitat stimme ich voll zu. So ähnlich habe ich es mannigfach an der Uni in der Geschlechterforschung gelesen und geschrieben. Hinzuzufügen ist: Veränderung beginnt dort, wo man selber damit beginnt. Ich z.B. habe einfach auf die klassische Frauenrolle gepfiffen und bin geworden was ich sein wollte und fertig, hab Menschen um mich die gut damit klar kommen...an sich war das kein großes Problem. Zum Problem wird es erst wenn man abwartet bis sich die Welt verändert, diese Erwartungshaltung wird immer wieder nur zur Enttäuschung führen..man kann nicht die Welt oder Menschen zur Änderung zwingen, aber oft findet man seine Lücken und seinen Bereich in dem man so sein kann wie man will und um sich herum die Welt ein klein wenig zu seinen Gunsten beeinflussen..das ist bereits ne Menge wert.

Du klingst sehr verbittert, zornig und wütest gg. Menschen, die dich wenig kennen und an sich Hilfestellung geben wollten...(z.B mit Analyse..aber du siehst sie ja als Feind...schade!) das ist das was sich aus diesem thread, deinen Beiträgen sehr klar herauslesen läßt. Du hast da die Ambivalenz (= Mehrdeutigkeit u.- wertigkeit) der Dinge noch irgendwo nicht begriffen, aber ich hoffe du wirst das eines Tages..denn nichts ist nur schlecht oder nur gut...man muss nur genau hinschauen und seine Chancen nutzen, seinen Platz finden im Leben und sich diesen Platz manchmal erkämpfen.
Ich hab dich in keine Schublade gepackt..hätte ich das, hätte ich nicht geschrieben, dass ich dich nicht kenne. Ich hatte ja geschrieben das zum RICHTIGEN Kennenlernen ein Forum recht ineffektiv ist. Dort kann man nur Aspekte erfassen..im Leben von face to face auch nur Aspekte, aber viel mehr als über Internet...jedes Medium hat halt seine Grenzen. Und ich denke du brauchst halt Menschen um dich die dich richtig kennen und akzeptieren so wie du bist. Das ist jetzt keine Knut-Analyse sondern einfach ein logischer Rückschluss über die allgemeine Natur des Menschen...Mensch = soziales Wesen, braucht Anerkennung und Rückhalt anderer Menschen. Knut = Mensch, also braucht er das auch..ganz simpler Syllogismus. Aber auch das wird dir wahrscheinlich wieder nicht behagen, denn du siehst wohl Analyse als deinen Feind an und das ist ein rieeesiger Nachteil für dich..meiner Meinung nach läuft ohne Analyse, offener Selbstkritik gar nix im Leben. Man muss seine guten und schlechten Seiten kennen um sie händeln zu können. Und an sich ist nix spannender als die analytische Reise ins ICH. Wovor fürchtest du dich also? = Rhetorische Frage, die du für dich selbst beantworten solltest.

Du bist enttäuscht über das Ergebnis dieses threads, aber irgendwo hast du ein stückweit diese Enttäuschung ein bissel mitforciert??....eine Verhaltensweise, die man manchmal so an sich hat..davon ist niemand so recht frei..oft bestimmt die Eingangserwartung entscheidend das eigene Verhalten mit und darauf aufbauend die Reaktionen von außen. Ein bissken wie Watzlawicks Geschichte vom Mann und dem Hammer. Der Mann wollte sich beim Nachbarn nen Hammer zum Bild aufhängen ausleihen..und anstatt einfach direkt hin und freundlich nachzufragen beginnt er zu spekulieren und zu grübeln und kommt zu dem (Vorurteils-)Schluss, dass der Nachbar ihn nicht mag und ihm dem Hammer nicht geben wird..daraufhin geht der Mann zu seinem Nachbarn, klingelt an und brüllt ihn an: "Dann behalt deinen verdammten Hammer doch, du Idiot!" Also Ergebnis ist das der Nachbar ihn nun tatsächlich nicht mehr mag und der Mann auch sein Bild nicht aufhängen kann. Voller Reinfall, weil der Mann zu viele Vorurteile hatte. Vorurteile kann man nur durch WISSEN(SCHAFT) und Vermittlung von Wissen abbauen..es gab das das Zeitalter der Aufklärung...jeder Mensch vollzieht in seiner Geschichte die allgemeine Historie nach...manche bleiben im unaufgeklärten Mittelalter-Denken (viel Aberglaube, viele Vorurteile etc.) stehen und das in einem Zeitalter wo die Wissenschaft...über den Menschen! boomt....kopfschüttel.
Übersetzt auf deine Situation ist die Ausgangslage wohl die, dass du von vornherein nicht an deinen Erfolg glaubst und daran glaubst das du Dinge verändern kannst, und das immer wieder dasselbe passiert, das Menschen dich in ne Schublade stecken und nie so wahrnehmen wie du es dir wünscht. Das ist ein Vorurteil, dass dich blockiert und Erfolge verhindert..ne Denkhaltung die einer "Anleitung zum Unglücklichsein" (= Buchtitel v. Watzlawick, der mir damals ein Augenöffner war) gleicht.
Ohne ein gewisses Grundvertrauen und auch Offenheit ggü anderen Meinungen, Interesse an der Welt, viel Geduld und Mitteilungslust und nicht nur zu starker Ichbezogenheit und Fixiertheit auf die eigenen Probleme macht man es sich im Leben oft sehr schwer. Glaube an dich und ein bisschen mehr an die Menschen, dann klappt das schon! Wenn man an den Erfolg einer Sache glaubt bleibt man offen genug um dem Erfolg auch Einlass zu gewähren...glaubt man jedoch nicht daran, haut man sich ne Tür vor der Nase zu. Mag sein, dass man immer wieder auf Menschen trifft, die einem ne Tür vor der Nase zuknallen und keinen Bock auf einen haben..dann geht man halt weiter und guckt wo man "ankommt". Anstatt ausschliesslich in Foren nach Freunden oder Gesprächspartnern zu suchen versuch es auf jeden Fall auch im realen Leben, unternimm etwas um unter die Menschen zu kommen, dich dort auszutauschen. Isolation..auch hinterm PC führt oft in Weltfremdheit. Ein einigermaßen realitätsangepasstes Denken braucht die REibung mit der Welt. Waren ja irgendwo deine eigenen an mich gerichteten Worte. Aber wenn dann so jemand wie ich mal Reibung reinbringt zuckst du zurück und schlägst um dich warum? = ebenfalls rhetorischen Frage.
Richtiges Verstehen braucht halt seine Zeit und den richtigen Ort...wirf da also nicht gleich die Flinte ins Korn, sondern bleib dran, erkläre dich der Welt, formulier dich aus..was Männern ja oft schwerer fällt, da ihnen ab Kindheit beigebracht wurde direkt und praktisch zu denken, nicht darüber nachzudenken wie man seine Emotionen ausformuliert..was ja eher klassische Frauensparte ist...aber dieses Modell ist ja bereits seit Golemans: Emotionale Intelligenz, dieser EQ Sache überholt.

Egal wie besch**deine Vergangenheit war, geniesse dein Leben..du hast es dir wie alle anderen Menschen auf diesem Planeten (außer den "Bösen") total verdient..aber wenn du selber dir das nicht gönnst, zu sehr der Vergangeheit verhaftet bist kann dir niemand helfen. Du musst es kompromisslos WOLLEN und dann ab durch die Mitte gehen. Du hast mein vollstes Mitgefühl für deine traumatischen Erlebnisse, sieh zu, dass du sie so schnell wie möglich verarbeitest...und mach nicht den Fehler den Rest des Lebens deine zwischenmenschlichen Beziehungen auf Mitleidsbasis aufzubauen. Du wurdest wortwörtlich in den AR*** gef***aber das ist NUN VORBEI! Du solltest aufstehen und zusehen dein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Und nicht den Fehler machen weil du den eigentlichen Feind = den oder die Täter in den Hintern treten konntes woanders um dich zu schlagen..In Gewaltopfern steckt ne Menge Wut und Aggression...das weiss ich aus eigener Erfahrung..damit richtig umzugehen will auch erstmal gelernt sein. Die Erinnerung an das Trauma bleibt, aber du bestimmst wie sehr sie dich prägen und dein Leben beeinflussen darf.

Che meckert über Oberflächlichkeit, ihm passt es aber auch nicht, wenn jemand wie ich in die Tiefe geht und analysiert..lieber Che du solltest dich da entscheiden..was soll es denn nun sein? Beides, Oberflächlichkeit und auch Tiefsinn hat seine Vor- und Nachteile. Der Nachteil bei Tiefsinn ist der das man auch mit unliebsamen Wahrheiten über sich selber und die Welt konfrontiert wird...manche haben halt Schiss davor und keinen Bock drauf...es ist ja oft auch leichter einfach zu meckern und dem Leiden verhaftet zu sein als sich gelegentlich mal in den Hintern zu treten oder Angreifern in den Hintern zu treten, zu lernen zu kämpfen und etwas zu ändern.. Eigenverantwortung, Veränderung kostet Mut und auch Energie....aber ich finde es lohnt sich. Für mich ist ein Leben nur mit Analyse=Tiefgang, mit Leidenschaft, Loyalität (v.a. auch sich selber ggü), Eigenverantwortung und noch einigen anderen Grundtugenden lebenswert..ich hab mir bereits seit meiner Kindheit nen Kopp drüber gemacht...wollte immer hinter die Dinge sehen...und dieses Nachdenken über die Dinge wird auch nie aufhören..finde ich wichtig, da ich mich weiterentwickeln möchte.

Gleichgültigkeit ist ein Fremdwort für mich...siehe dieser erneute Beitrag an DICH. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe du kannst eines Tages die Mauer, die du um dich errichtet zu haben scheinst ein wenig abbauen. Ich würds nochmal mit systemischer Verhaltenstherapie versuchen.

Das war mein Wort zum Sonntag und Abschied für dich, da du diesen thread ja nun geschlossen hast.

Gruß
Tyra

Nachtrag zu deinem Singatursatz: ich würde umformulieren in: wer die Wahrheit finden will muss ständig in seinem Leben das Gebäude seiner Wirklichkeit verändern....denn dat Leben und die Sache mit der sogenennten Wahrheit ist ne ewige Baustelle...ich glaube nicht an EINE Wahrheit..es gibt viele Wahrheiten von denen wir immer nur Aspekte erfassen können.
 
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eben dark, auf die Sichtweise kommt es halt an..wie man sich selber sieht und sehen will..das bestimmt entscheidend mit wie man von anderen wahrgenommen wird.

Bei dir besteht ja das Problem dass du ne Tendenz zur Täterhaltung zeigst, wurdest deines Täters (noch) nicht habhaft und routierst nun mit deinem gerechten Zorn herum. Aber du tust ja dahingehend auch was dagegen..machst halt Kampfsport und powerst deine Aggressionen aus etc...machst ne Therapie etc..
obwohl...son bissken Macho biste ja drauf...ich ja manchmal auch...🙄 😀 Ist doch an sich voll egal ob Mann oder Frau...hauptsache Mensch.

Ich kenn das mit dem Hinoszillieren zur Täterseite...man muss da echt aufpassen und sich immer wieder sagen, dass man niemals so gewaltbereit sein will wie der Mensch der einem was Arges angetan hat. Hier hat man es wieder mit dem Macht-Gewalt-Komplex zu tun, der einem schon einiges an Ethikarbeit abfordert.
Man muss aufpassen, dass man nicht zu sehr verhärtet und auch nie das immer noch verletzte Kind in sich verleugnet, dass man in einigen Dingen auch mal Hilfe braucht. Stärke bedeutet ja auch Mut zum Unvermögen, zu erkennen wo die eigenen Grenzen liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
nicht einfach, aber auch nicht unmöglich..und darauf kommt es ja an.

Das A******* raushängen lassen zeigt an sich Schwäche...ich kenne diese Tendenz von mir früher..ich hab ja auch meine Macht gespürt jemanden körperlich oder auch verbal verletzen zu können...mich aber dafür nicht besonders gemocht...und ich habe die Furcht vor der Eskalation gespürt...Macht/Gewalt kann berauschend sein...nicht gut für den Charakter..daher sollte man dazu konsequent auf Abstand gehen und in gewissen Bereichen auf Dauerdiät bleiben. Ich denke wenn man Wirklich weiss, dass man stark ist, wenn das Selbstbewusstsein authentisch ist, kann man drauf verzichten anderen unnötig weh zu tun. Du weisst es aber noch nicht wirklich, sondern willst es dir immer noch beweisen...an sich willst du es dem Täter beweisen...nur kommt da die Message nicht an, oder zu wenig an und das frustet dich und Frust schafft neue Aggression etc...Teufelskreis. Dir wurde weh getan...sehr sehr weh und du verspürst den Wunsch jemand anderem weh zu tun, den Schmerz zu bekämpfen indem du Schmerzen zufügst...ist leider der falsche Weg...
Um dich zu schützen ist es wichtig für dich von anderen als stark und unbesiegbar erkannt und anerkannt zu werden...diese Haltung ist mir ziemlich vertraut. Aber ich habe halt auch eingesehen, dass Unbesiegbarkeit ohnehin Illusion ist..und man ruhig auch mal Schwäche zeigen kann...nicht überall rumposen muss, Orte braucht an denen man lockerlassen kann...man wird ruhiger und gelassener mit der Zeit und gewinnt mehr Selbstvertrauen...ich hoffe du kommst da auch noch hin. Sei dir da kein zu gestrenger sensei indem du dir zu viel Härte und ständige Beweise von Stärke abverlangst. In einigen Bereichen weich bleiben, in anderen hart sein..immer schön die Balance halten..Dir in einigen Bereichen mehr abverlangen (Diät in Sachen Metzeldenken) in anderen ruhig mal weniger.

Nur wenn man nicht mehr an der Vergangenheit anhaftet hat man sone Haltung wie ein weiser Kampfmeister, der den ganzen Tag bescheiden lächelnd den Hof fegt und nur wenn er angegriffen wird mit einem Hand- oder Besenschlag ohne viel Getöse oder Gepose seinen Gegner ausknockt...aber niemals selber angreift, sondern lieber Kirschblüten zählt, sich über eine warme Mahlzeit am Tag freut, sich am Sonnenuntergang erfreut... und sone wichtigen Dinge im Leben.😉 🙄 Demut vor dem Geschenk des Lebens zeigt und ne würdige Haltung an den TAg legt...
Wenn man sich zu sehr plustert..ist das oft ein Zeichen für mangelnde Einsicht in das rechte Maß der Dinge...uns fehlt dazu wohl noch ein Stück Erleuchtung und dahingehend ne Menge Übung in Achtsamkeit etc...aber wenn wir dranbleiben klappt es vielleicht noch in diesem Leben?
 
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jo, das Prinzip wu-wei ist mir bekannt sowas wie Nichteingreifen...Intuitiv handeln ohne groß nachzudenken...ohne zu viel EGO...weg vom Dualismus..sondern als Einheit intuitiv handeln...das ist auch Ziel der Zenpraxis.

Bei mir ist Gewalt nicht omnipräsent...ich denke das liegt an deinem mangelhaft verarbeiteten Gewalttrauma. Um Gedanken auf den erlittenen Schmerz zu vermeiden Ablenkung auf Gewaltfantasien..etc...
Ich hätte keinen Bock drauf, dass sowas wie Gewalt so viel Macht über mein Denken hätte...ich brauch meinen Kopp für andere wichtigere Dinge...

Gewalt als Luxusdroge...mal wieder ziemlich ketzerisch...Drogen sind auch nix für mich..hab zwar zu meiner Sturm- und Drangzeit in der Pubertät mal so alles mögliche probiert..aber gemerkt, dass Drogen einem mehr nehmen als geben können..ein idiotisches Tauschgeschäft...
 
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klar kenne ich das Buch, wie auch die anderen Bücher von Taisen Deshimaru...der hat die Richtung des Soto-Zen nach Europa gebracht..u.a. auch nach Deutschland und in Dojos wo diese Zenrichtung ( Zazen, Shikantaza: Einzig richtiges Sitzen..im GGs. zu Rinzai-Zen wo das Rezitieren der Sutren mehr Schwergewicht hat) praktiziert wird, was ich bis vor ein paar Jahren mal gemacht habe. Ich kenne noch einige Leute, ordinierte Mönche und Meisterschüler (nicht von Deshimaru, der schon tot ist, sondern von dem deutschen Meister, der glaube ich Shi Ho von Kodo Sawaki = Lehrmeister von Deshimaru erhielt...)mit denen ich mich hin und wieder treffe.

Gutes Ziel auf Wu-wei zu gehen..Absichtslosigkeit..vielleicht für dich ein guter Weg die Gewaltfantasien loszulassen....so nach harter Übung, großer Konzentration und deiner Erleuchtung mit 87 Jahren 😀 😀 Und immer dran denken: der Weg ist das Ziel!
Auf jeden Fall zeichnet dich aus dich zumindest auf den Weg gemacht zu haben..was manche ja oft erst gar nicht tun, sondern in ihrem Leidenspack hängenbleiben.
Gashu, Verbeugung vor deiner absichtslosen Absicht Absichtslosigkeit zu erreichen....so und diese Paradoxien muss man jetzt mal kreisen lassen in der Birne..apropos paradoxien...Zen arbeitet ja mit Koans..soner Art Fragen mit Lehrabsicht..Fragen die paradox sind und an sich keine (intellektuelle) Antwort haben...und durch diese Paradoxie wird das denkende Hirn verwirrt...Dualismus kommt für einen Moment zum Stillstand und zack...spontan kommt einem manchmal die Eingebung...oder auch nicht....
 
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