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Leitbilder

  • Starter*in Starter*in fritzie
  • Datum Start Datum Start
Jeder -ismus hat sein Dogma. Das hat mich auch immer gestört. Man darf nie die Dogmen infrage stellen. Da reagieren die jeweiligen Anhänger äußerst empfindlich. Da wird man dann leicht zum Verräter und Nestbeschmutzer, zum Psychopathen und Feind abgestempelt.
Für mich sieht das dann so aus, als ob sie die Dinge nicht zuende denken wollen oder können.
Na ja, dann könnten ihnen die Dogmen ja auch möglicherweise abhanden kommen.
Die spirituelle Lücke...
Das kann ich gut verstehen. Bei mir ist es mittlerweile so, daß ich von unendlichem Erstaunen und Achtung erfüllt bin, wenn ich versuche, die "Schöpfung" ( irgendwie ein fragwürdiges Wort, weil es so religiös klingt) vom pulsierenden Weltall bis hin zum kleinsten Microorganismus zu erfassen. Was immer die letztendliche Ursache für all dieses sein mag (vielleicht sind es ja tatsächlich nur Wasserstoffexplosionen)...
Eine Lebensspanne in all dem zu haben, finde ich grandios genug und damit muß, kann und werde ich mich zufrieden geben.
Diese Lebenseinstellung wurde mir nicht in die Wiege gelegt, dafür mußte ich hart arbeiten.
( Sie erzeugt ein tief verwurzeltes Glück in mir. Wenn ich heute am Tag sterben muß, kann ich sagen, es ist gut. Keine Ahnung, ob mich da jemand versteht.)
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Wapiti,

schau mal hier: Leitbilder. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Er erkannte wohl meine eigentliche Motivation und hat mich auf seine freundich-humorvolle Art davon überzeugt, daß das nicht der richtige Weg für mich wäre (seine Worte waren: "Du kannst auch als Atheist oder Buddhist ein geliebtes Kind Gottes sein, wenn du dabei nur ehrlich bist").

Guten Morgen liebe fritzie,

Das ist wirklich sehr schön und treffend.
Wenn ich hier meine ehrlichen Worte einen Christen gebe, werden ich als feindlich angesehen. DAS, obwohl ich mich ihren Glauben bzw. dieser Religion zuwende. Sage ich das wir alle Kinder Gottes sind, wird es sofort differenziert.😕

Wende ich mich der Frage zu, warum es eine Hölle gibt, brauch ich garnicht weiter denken, da ja schon im Ansatz etwas geteilt wird. Nicht das Gotteskind, sondern seine Meinung. Damit die Sache auch rund wird, weil ja Fehler menschlich sind, auch bei Christen, erfindet man mal eben den Beichtstuhl. 😀 Sagste dann als Atheist das wäre Doppelmoral oder Scheinheiligkeit, biste der *rsch vorm Herrn.😀 zumal ja die Beichtväter schweigen müssen. Klar.... soll ja keiner wissen. Außer Ihm. Natürlich.😉😀

Aber seis drum, diese Bild liefert sich hier. Ich erlebe das draußen echt selten! Fanatan gibts immer. Sowohl als auch. Das sind halt ganz persönliche Gottheiten die Gott benutzen oder eben verachten. Die haben ihr Ideal/Leitbild so verzerrt, bis es passt. Vielfalt ausgeschlossen. 🙄
Es gbt nur Einen, jeder kann ihn nennen wir er/sie will und gut.

Würde dieser Satz...
"Du kannst auch als Atheist oder Buddhist ein geliebtes Kind Gottes sein, wenn du dabei nur ehrlich bist"
... auf jeder "Fahne" stehen, dann hätten wir ein prima Klima auf jeder erdenklichen Meinungsinsel. Oder? 😉

Durch meinen Job als Schreiner, war ich ja sehr verbunden mit der Kirche. (Hab da innen sehr viel restauriert.) Da kommt man schon mal ins Gespräch mit Pfarren oder höher. Die haben sich gefreut, wenn ich der "Sache" gegenüber kritsch war. Sie haben meine ehrliche Meinung bekommen. Genau dafür, waren sie dankbar! Das war in der Schweiz nicht anders wie hier auch. In Östereich war ich leider zur kurz, um das ich da einen Vergleich hätte.

Ich bin schon der Meinung, dass sich jeder Atheist mit Religion beschäftigt hat. Einfach weils zum Leben gehört.
Tja... der Unterschied macht das Leben! Die Natur macht es uns in jeder Sekunde vor. und wenn ich nicht den Augenblick für mich nutze, sondern nur meinem Glauben oder Unglauben nachgehe, dann entgeht mir was, wenn ich die Vielfalt mit meiner lupenhaften Sichtweise beschneide. Welche Sichtweise auch immer in Fanatismus endet, beschneidet sich selbst.

Mein Leitsatz: "Ich bin!" Kommt ja nun auch nicht von ungefähr.
Ich bin... ein Unikat. 😀 Böse Zunge eines anderen Unikat´s sagt zu sowas wie mich: SchadUser. 😀 Aber ich hab auch mein Gutes!😛

Mein Leitsatz Nr. 2 wäre: "Jedes Schlechte hat etwas Gutes!"

Schönen Tag allen!
abendtau
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde dieser Satz...
"Du kannst auch als Atheist oder Buddhist ein geliebtes Kind Gottes sein, wenn du dabei nur ehrlich bist"
... auf jeder "Fahne" stehen, dann hätten wir ein prima Klima auf jeder erdenklichen Meinungsinsel. Oder? 😉


Das bezweifle ich 🙂

Ehrlichkeit setzt vor allen Dingen Ehrlichkeit sich selbst gegenüber voraus. Und das ist eine der schwierigsten Übungen, finde ich. Es ist nicht einfach, sich selbst bis auf den Grund der eigenen Seele zu schauen und zu erkennen, daß neben einem Opfer-Ich gleichermaßen ein Täter-Ich sitzt. Es ist schmerzhaft zu erkennen, daß mit dem Zulassen von Verständnis für einen "Gegner" - vielleicht sogar für jemanden, der einen über Jahre Schmerz, Kummer und Gewalt zugefügt hat, auch eigene Gewaltpotentiale, Aggressionen, Empfänglichkeit für anderer Menschen Schwachstellen einhergehen.

Im Osho-Thread ging es kürzlich um Nächstenliebe, Liebe zu Feinden. Tuesday hat dort sehr eindrücklich ähnliches beschrieben, wie ich es erlebe - für mich gilt das zwar nicht für verschiedene Leben, sondern als Möglichkeit, in diesem Leben zu einer Haltung zu finden, die - na, ich weiß nicht, ob "Liebe" dafür das richtige Wort ist, das wird sowieso viel zu oft mißbräuchlich verwendet - eben Verständnis und ein gewisses Mitgefühl auch für Feinde, für Täter und für die Menschen beinhalten, die uns bedrohen und verletzt haben.

Mir persönlich ist die esoterische Schiene nüscht, trotzdem bin ich in den unterschiedlichsten Lehren immer wieder über diesen Punkt gestolpert. Anfangs konnte mich das zum Schäumen bringen, ich bin nicht grad als Friedenstäubchen in diese Welt geboren worden. Verzeihen, Verständnis entwickeln usw. hörte sich für mich immer an wie: Ungerechtigkeit, Täter- statt Opferschutz usw.

Weil ich mich aber als egoistischen Menschen sehe, der nichts tun würde, was ihm nicht früher oder später nützt (Belohnungen im Jenseits scheinen mir da nicht besonders vielversprechend), weil ich außerdem inzwischen tatsächlich schon die Erfahrung gemacht habe, daß ein "Verzeihen" (na, von dem Wort halte ich nun auch nicht so viel, umfassendes, fühlendes Verständnis trifft's eher) tatsächlich Voraussetzung ist, in sich selbst zur Ruhe zu kommen und Ängste und Unsicherheiten damit auch loslassen zu können, stellt sich mir mehr und mehr die Frage, ob solche "Weisheiten" überhaupt vermittelbar sind. Sei's in Form von persönlichem Weitergeben oder in Form religiöser Richtlinien.

Menschen scheinen bereit, Idealen hinterherzulaufen, ohne sich ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen - scheint so eine Art "Fan-Modus" zu sein. Hab ich verschiedentlich schon am eigenen Leib zu spüren bekommen, wenn sich mir Leute an die Hacken geheftet haben, die mich in irgendeiner Form als Leithammel (oder Leitziege? 😀) deklarieren wollten, weil sie ein oder zwei Sachen an mir gut und stark fanden. Da geht schnell viel Idealisierung mit einher, und Gnade einem Gott oder einer solchen Leitziege, wenn sie die Erwartungen von solchen 'Anhängern' nicht erfüllen oder zeigen, daß sie keineswegs in allem, was sie leben, so sicher sind, wie man's ihnen andichtet. Ideale werden gern und schnell auf Sockel gestellt - und mit weitaus größerem Elan werden solche Sockel dann auch gerne wieder zertrümmert und das Idol am besten gleich mit, sobald es Schwächen zeigt. Gilt für Götter (jedenfalls, so lange die sich nicht äußern - ersatzweise müssen dann eben Konkurrenz"götter" dran glauben), gilt für Politiker und im Kleinen gilt das auch für "perfekte Partner".

Schon wieder unsortiert hingeschrieben...

mir fällt auf, daß sich meine Gedanken wie feststehende "Erkenntnisse" lesen. Sind sie aber nicht (sonst würde ich sie nicht aufschreiben) - für Gegenargumente, Gedanken aus völlig anderen Blickwinkeln usw. bin ich wirklich dankbar. Hilft mir sozusagen bei meinem alle 8 - 10 Jahre stattfindenden inneren Großputz. 😀
 
Ich versuch's mal so rum:


Fazit für mich: Ideologien ziehen einfach zu viele Idioten an.

vielleicht, auch wenn der wortstamm eindeutig ein anderer sein mag, könnte man es neologismisch (hehe) auch so formulieren:

Ideologien ziehen einfach zu viele Ideoten an.
getarnt als flachschreibung... öhm...ja....

frei nach dem motto, das ganse leben ist ein krampf
ideoten beim kämpfen Video - sohn-goku95 - MyVideoideoten_beim_kaempfe

damit möchte ich niemals das thema hier in die witzschiene ziehen, bitte nicht flach verstehen..

eine sinnsuche ist eine sinnsuche ist eine sinnsuche...
und die möglichkeit, sich an erlerntem verhalten zu orientieren, beinhaltet meist auch das reflektieren.

es gibt verschiedene optionen, dinge so zu entschärfen, zu relativieren, daß ein umgang damit leichter wird, erlebtes einen stellenwert mit entsprechendem abstand erreicht.
 

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