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Leitbilder

  • Starter*in Starter*in fritzie
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Da lass ich mal meine Gedanken einfach fließen ohne etwas sagen zu wollen!😉

Leitsätze/Glaubenssätze... ich denke meine sind da sehr versteckt. Besonders die, die ich mal als gut bezeichne. Denn die laufen ja permanent auf Automatik im Hintergrund. Um sie ganz bewusst herauszuarbeiten, bräuchte ich sicherlich viel Feedback über mich. Das bekomme ich bspw. ja von meiner Theratante. 😉 Aber auch das ist mir ab und an in gewisser Weise etwas einseitig. Mehr gibt es von meinen Freunden.

Mein schwerster ehemaligen Leitsätze:
1. „ich bin das was man aus mir gemacht hat“
2. „ich muß für Harmonie sorgen“
3. „ich darf mir nichts leisten, dass ist egoistisch“
4. „ich bin nicht gut/nichts wert“
5. „ich muß perfekt sein, damit ich gut bin um angenommen zu werden“

Da braucht man nicht viel drüber nachdenken was das für einen roten Faden zur Folge hatte.
Ein Leben im ständigen Zweifel über Schuld oder nicht Schuld. Ich kannte das Gefühl der Unschuld nicht. Wie auch? Irgendwann Anfang 2004, als ich 41 wurde, tauchte die Frage auf: A) Wie viel schlechtes muß man erlebt haben, um ein schlechter Mensch zu werden? Wodurch dann sich die Frage B auftat: Wie viel schlechtes mus man erleben, um ein guter Mensch zu werden.?
Durch Leitsatz 5 habe ich versucht gnadenlos Antwort darauf zu find. Ich bekam sie nicht durch mich, sondern durch das Feedback meiner damaligen Ehefrau. Allerdings sehr ungewollt und auf eine ungewollte wirkungsvolle Weise, in dem sie mich was fragte. Was ich hier lieber nicht schreiben will. Hm... Wieso eigentlich nicht? Na vielleicht später. Hab da wohl moralisches im Wege.


Apropos Moral!


Das sind doch gelebte Leitsätze. Lol... da muß ich sofort an EuFranke denken. *lautkicher* Schon wegen Punkt 2 hätte und würde ich auch zukünftig nicht meine ach-so-gute Moral jemanden aufsetzen Wollen. Bzw. vorhalten usw. Ob ich das wirklich kann, weiß ich nicht. Ich glaube eh, dass man seine eigene Moral intuitiv ständig überprüft und „nachbessert“/nach-reift. Lol... wer hier gesperrt wird, muß also nachreifen.
Wie wichtig Feedback für den Menschen ist, sieht man ja hier Forum nun wirklich sehr deutlich. Ohne geht’s es nicht. Der Mensch braucht sowas! Andernfalls würde sich die Identität verlieren bzw. nicht (weiter) ent-wickeln können. Wie auch. Das wäre ja so, als würde ich immer nur ein –Ja- als Antwort bekommen.

Die Religion/der Glaube gehört auch zu meinem Leben, wenn auch auf eine andere Weise als bei Gläubigen. Doch das wird gerne übersehen. Ein Religion leben, ist für mich nix weiter als eine Strategie von vielen. Für mich, ein ungeeignetes Leitbild. Ob sich diese gut oder schlecht anfühlt, kann ich nicht wissen. Ich sehe was ich sehe, dass reicht mir um Atheist zu bleiben.

Ich könnte also durchaus sagen; wer stets Moral predigt, sucht Seine bestätigt. Bestätigt im/durch Feedback. Was mir die Frage auf-kommen lässt; ob Jener unzufrieden ist mit seiner eigenen Deckung´s – Gleichheit, zu den eigenen Leitsätzen. Demzufolge hat er/sie (theoretisch!) ein aktuelles Problem aus einem Mangel heraus.

Also die Moral geht mir grad nicht aus dem Kopf. Die kann man sich ja nicht durch lesen oder Hören aneignen. Da die Moral ja eine Haltung ist, die man sich täglich erwirbt. Ist also eine praktische Art und Weise im Umgang mit Menschen. Demzufolge ist Moral etwas, was von selbst kommt. Während das Gerede über die Moral, eine feindlich Einstellung in den Menschen erzeugt. Ungewollt! Das ist für mich genau das - was man hier im Forum sieht. Hab da oft das Gefühl, da war und ist eine Art Überdosis Moral im Spiel. Heißt ja nicht umsonst Moralapostel.
Na da kann ich mich zwar mit abfinden, aber Lust auf abschleifen hab ich da nicht wirklich. Iss ja nicht meine Über-Dosis. 😉

Ohjeee... was für Gedanken....

Aber nach wie vor bin ich der Meinung, dass man Kindern die zehn Steintafel-Gebote nicht einmeißeln sollte, nur weil man selber meint, es werden mithin besser Menschen werden. Das ist gegen die Natur. Die hat mehr als zehn auf der „Pfanne“. Ich finde das sehr Verhängnisvoll. Da muß man sich doch vorkommen wie ein heimlicher Verbrecher, wenn man ein Gebot aus Urzeiten nicht einhalten kann. Wen wundert´s, dass dann nach neuen Glaubenssätzen gesucht wird bzw. aktuelle überprüft werden (müssen).

Was würde denn passieren, wenn wir all das Gerede über die Moral einstellen würden? Währe es nicht ruhiger? Harmonischer?



fritzie:
Ich denke da gerade an Internetseite wo Du so aktiv bist, wo wir hier doch bei den Leitsätzen sind! Warum? Ich weiß es nicht.

Mein aktueller Leitsatz besteht aus 2 Worten: Ich bin.

Ich halte Dich für einen sehr wertvollen, liebevollen und sehr erfahrenen Menschen. In all dem was Du hier schreibst, steckt ein sehr großer Teil von Dir! Ich sage Dir das, weil mir gerade durch den Kopf ging, warum Du nach Deinen Leitsätzen ausschau halten könntest. Dabei tauchte die Frage auf, ob Du Deinen Wert kennst. bzw. selbigen klar genug realisieren kannst.

sorry... das war echt viel.😕
LG...
abendtau
 

Hallo °°°abendtau°°°,

schau mal hier: Leitbilder. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Bei mir wandelten die Leitbilder im Laufe des Lebens - z.B. Melanie die Sängerin - war in meiner Pubertät ein Leidbild - inhaltlich Frieden und Nächstenlieben (nichts mit Gott zu tun, sondern mit unmenschliche Kriege, wie Vietnam), dann gab es politische Leitbilder, wie Willy Brandt mit dem Kniefall und mein Onkel, der sehr ruhig mir das 3. Reich erklärte, auch wenn er mehrmals von der Gestapo eingesperrt wurde.

Dann Familie und Kinder - gehörte ganz sicher zu meinem Leitbild dazu - mit Liebe und Zuneigung meine Kinder erziehen, sie fördern und anleiten.
Hier hatte ich dann verschiedene Leitbilder, wie eben ohne Klaps und Schläge meine Kinder zu erziehen, was mir auch gelang.

In den Anfängen meines Berufes hatte ich eine Kolleging, 20 Jahre älter, die für mich zu einer Leitfigur wurde - ich fand sie einfach klasse - und sie wurde mein Vorbild.

Es gibt ein Leitbild, das man sicherlich von Personen auch abhängig macht, die im Leben auftauchen - ein Teil des Weges gemeinsamen gehen und einen auf diesem Weg vieles vermitteln, was an Weiterentwicklung möglich ist.
derzeit z.B. zwei Frauen, die bei mir um die Ecke Seminare geben - 68 und 74 Jahre alt. Zwei wahnsinnstolle Frauen, die so viel Mut für das Alter als Frau machen, dass sie mit ihren Vorstellungen für mich eine Art Leitbild sind.

Inhaltlich kann ich es recht kurz fassen, ich möchte mir mit meinen Werten jeden Morgen in den Spiegel sehen können und lächeln - ich möchte mit mir stimmig sein und mich nicht verbiegen müssen oder wollen. Ich möchte einfach eine umfassende Liebe für das Leben und die Menschen (mit Ausnahmen) mir bewahren und mit meinem Mann gemeinsam alt werden.

und dass ich das meinen Kindern mitgeben kann.


Dr.Rock, was ist das denn für ein Satz "niemand will mich"?
ich will dich !!! also bitte streichen.


Will Dr. Rock Dich? *schmunzel*

Weiss was Du meinst: es reicht nicht zu wollen oder gewollt zu werden, oder gemocht.
Das wäre ja eine Einbahnstrasse, ne?

LG
Landkaffee
 
Ich könnte also durchaus sagen; wer stets Moral predigt, sucht Seine bestätigt. Bestätigt im/durch Feedback. Was mir die Frage auf-kommen lässt; ob Jener unzufrieden ist mit seiner eigenen Deckung´s – Gleichheit, zu den eigenen Leitsätzen. Demzufolge hat er/sie (theoretisch!) ein aktuelles Problem aus einem Mangel heraus.

So sehe ich das auch und hab das in dem einen oder anderem Thema auch schon mal sinngemäß erwähnt. Letztendlich ist Moral etwas subjektives und ergibt sich für einen selbst aus der persönlichen Erfahrung. Mir persönlich sagt meine "Moral" (ich mag dieses Wort nicht besinders, daher die Gänsefüßchen), das ich ein "Danke" unter einen Beitrag setze, in dem ich wohlwollend erwähnt werde. Das ist zwar jetzt zugegebenermaßen banaler Kleinkram, aber irgendwie schon ein passendes Beispiel. Wenn mein Bauch sagt, dort ist (m)eine Verpflichtung, dieses Richtige zu tun, dann tu ich das.

Doofes Beispiel? 😕
Ich weiß. 😀

Will Dr. Rock Dich? *schmunzel*

Hey, jetzt mach Lili doch keine Angst...😉
 
Ja bei dem Wort -Moral- blitzen sofort Fragezeichen auf. Mir kommt da stets das Gefühl auf, ich müsse mich rechtfertigen.
Um das mein Gegenüber mich mit meiner Moral/Haltung versteht, müßte ich meine gesamts Weltbild zeigen.😕 Dann versteht er/sie es ggf. noch immer nicht. 😀
 
@abendtau, über deinen Beitrag muß ich erstmal eine Weile nachdenken.

Ich glaube nicht, daß ich nach "meinen" Leitbildern suche, im Gegenteil, ich strample immer mehr dagegen an, von irgend jemandem, irgend etwas vereinnahmt zu werden. Vielleicht zu viel, Abwehr ist ja oft genug das Gegenteil von dem, was man sucht.

Werd später vielleicht mehr dazu schreiben. Auf welche Internetseite, auf der ich aktiv bin, beziehst du dich?

Sich des eigenen Wertes bewußt sein: kommt darauf an, wie du das meinst. Da ist eine Sehnsucht, für einen Menschen besonders wertvoll zu sein, klar. Aber ich erkenne mehr und mehr, daß der Wunsch danach nichts anderes ist als die Sehnsucht, sich im anderen wiedergespiegelt zu finden. So ähnlich vielleicht, wie Kena es beschreibt.

Letzten Endes fallen Narzisse früher oder später ins Wasser und saufen ab. Da muß noch mehr dahinterstecken, oder?
 
Käffchen, ich bin ein scherzkeks mit ernstem Hinterhgrund. 😉

Ja bei dem Wort -Moral- blitzen sofort Fragezeichen auf. Mir kommt da stets das Gefühl auf, ich müsse mich rechtfertigen.

Könnte es dann, dass wenn bei dir ein Fragezeichen erscheint, sein, dass du selbst ein klein wenig unsicher bist? Tief in dir drin? 😱

Um das mein Gegenüber mich mit meiner Moral/Haltung versteht, müßte ich meine gesamts Weltbild zeigen.😕 Dann versteht er/sie es ggf. noch immer nicht. 😀

Kann er/sie ja auch nie zu 100%, denn niemand steckt in deiner Haut. Und auch wenn du demjenigen dein ganzes Leben erklären und erzählen würdest, wäre es immer noch nur ein Abziehbild, weil du schlicht und ergreifend deine damit zusammenhängenden Emotionen nicht rüberbringen kannst. Das kann niemand. Und Emotionen sind nunmal das Entscheidende.

Jemand, der dein Erlebtes zwar hier nachlesen, aber deine Gefühle nicht nachempfinden kann bzw. diese Gefühle überhaupt nicht kennt, kann auch nicht nachvollziehen, was dich zu dem Mensch gemacht hat, der du bist, mit den Gefühlen und Werten, die du hast.

Schubladendenken...ist idiotisch...aber erklär das mal einem Moralapostel. 😉😛
 
@abendtau, über deinen Beitrag muß ich erstmal eine Weile nachdenken.
mach das. Eilt nicht! Außerdem sind es nur Gedanken! 😉
Ich glaube nicht, daß ich nach "meinen" Leitbildern suche, im Gegenteil, ich strample immer mehr dagegen an, von irgend jemandem, irgend etwas vereinnahmt zu werden. Vielleicht zu viel, Abwehr ist ja oft genug das Gegenteil von dem, was man sucht.
Dieses Strampeln, bedeutet ja auch suche nach Halt. Oder eben über-Prüfen im Sinne von zuviel. oder "nachrüsten/justieren". Ist schwer das herauszufinden.
Werd später vielleicht mehr dazu schreiben. Auf welche Internetseite, auf der ich aktiv bin, beziehst du dich?
Na die mit dem Kinderheim usw. aus dem anderen Thread von Dir. 😉

Sich des eigenen Wertes bewußt sein: kommt darauf an, wie du das meinst.
Da hab ich keinen bestimten Bzugspunkt gehabt. Mehr so allgemein.

Da ist eine Sehnsucht, für einen Menschen besonders wertvoll zu sein, klar. Aber ich erkenne mehr und mehr, daß der Wunsch danach nichts anderes ist als die Sehnsucht, sich im anderen wiedergespiegelt zu finden. So ähnlich vielleicht, wie Kena es beschreibt.
Sehnsüchte wechseln. Um eine neue/geänderte Sehsucht/Wunsch..., oder was weiß ich, zu bekommen, muß man ja zwangsläufig an den eigenen Präferenzen "schrauben". Also auch an den Leitsätzen, welche man ja selber an der Grundeinstellung/Haltung irgendwo verankert hat. Um daran etwas zu verändern, begradigen zu wollen oder eben zu müssen, braucht es Klarheit über sich selbst. Oder? Was wiederum Feedback von außen braucht.
Ist schwierig. Würdest Du in Deine Uhr hineingehen können um am Rädchen der Zeit zu drehen, könntest Du die Zeiger nicht sehen. Da brauchst also einen der außen steht der Dir die Veränderung mit-teilt. Verstehst? 😉 Nicht´s anderes passiert bei einer Therapie. Der Therapeut sagt nur optional; rechts oder links drehen! (andere Blickrichtung) Während man selber sein System von innen nach-justiert/nachreift.
Letzten Endes fallen Narzisse früher oder später ins Wasser und saufen ab. Da muß noch mehr dahinterstecken, oder?

ich denke mal, dass einige Leitsätze eine Art Verfallsdatum haben müssen. Je nach eigenem Alter.
Bei Narzismus/Ichzentrierungen, bleibt man ja im Prinzip stehen. Somit auch das akuelle "Datum". Deswegen wird die Narzisse (schönes Beispiel) nur ersaufen können, wenn sie eine starken Impuls bekommt. Aus meiner Erfahrung heraus, wird der negativ geladen sein müsseen. Es muß also etwas einknicken, um sich dann (neu) zu defragmentieren/richten zu können. Blickwinkel = Drehung. Systemdrehung. 😉

Ohne diesen genannt Negativschub, wäre ich jetzt nicht hier, sondern in meinem eigenem Ichsystemdrehung kaputtgegengen/durchgedreht. 😉 Das ging nur mit Feedback von außen. In dem Fall, dass meine Theratante in der Klinik. Inert Sekunden hab ich mein System in dem ich lief gerafft, als sie mir das 3 Sätzen darstellte. Folge: Völliger Zusammenbruch. Inkl. 6 Tage geschlossene. Die ersten 4 sind bist heute weg. Damals war ich im wahresten Sinne offline. 😀 Und alles nur wegen meiner falschen Leitsätze, welche mir in meinmer Kindheit regelrecht eingestanzt wurden.:mad:

---

Puuuhh... Das ist sehr viel trockene Theorie. Hab mich sehr lange damit beschäftigt um mich selbst zu verstehen. Ist natürlich kein Garant für allgemeine Richtigkeit!

Fazit:
Leitsätze können sehr blockierend wirken, walten und schalten!😉 Vielleicht sind wir deshalb so gebaut, dass wir sie automatisch überprüfen. Eine "manuelle" überprüfung scheint äußerst schwer zu sein, wenn man keine relative Klarheit hat.
 
Hm. Ich versuche mittlerweile mehr und mehr, mich nicht an "Negativbeispielen" zu messen. In dem Moment, wo ich andere herabsetze, weil sie offenbar nicht mein Verständnis von Dingen habe, zeigt sich für mich ein Defizit in mir selbst.

Und das ist jetzt eines meiner "moralischen Prinzipien", nach denen ich zu leben suche *grins* - de juuute Oskár tät misch füan Antiaskede halde - und Recht hätte er damit sogar. 😀
 

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