Ich bin auch so. Hab mit 12 meinen ersten Nebenjob gehabt, ab 16 gearbeitet, immer Vollzeit und immer noch zusätzliche Jobs dazu. Zum einen, weil ich musste, zum anderen, weil ich meine Berufe alle liebe und sie mir auch viel geben.
War aber zu viel. Bin jetzt seit einigen Monaten krank geschrieben und bin immer noch nicht entspannt im Kopf.
Ich würde sagen, seit ca. 3 Wochen ist das etwas besser.
Aber die Krankschreibung sah bislang so aus: Listen erstellen, was ich alles die letzten 20 Jahre nicht geschafft habe, in Päckchen notieren, Monatsthemen und anfangen, das zu machen.
Ich habe also in den letzten Monaten zb meine Steuererklärung gemacht, das ganze Haus ausgemistet und alles bei ebay verkauft. Alles geputzt. Keller und Garage. Alle Arztvorsorgetermine, Recherchen für mein Kind, zukunftspläne ausarbeiten etc.
In ca. 3 Wochen bin ich mit meinen Aufgaben durch und das macht mir Angst, also prokrastiniere ich und hab mir ne neue Aufgabe gesucht: Ende des Monats zieht ein Pflegehund ein, da bin ich dann auch erst mal beschäftigt und hab das Ziel: Schnelle Vermittlung.
Problem ist, dass ich jedes Hobby in einen Beruf verwandel. LEtzten Monat hab ich Hunde ausgeführt und damit gut verdient. Davor den Monat ebay. In der Kunst versuch ich da grad von wegzukommen, da hat der Leistungsgedanke mich im Laufe der Jahre echt belastet, weil das Unbeschwerte, was die Kunst geben soll, verloren habe. Das kommt aber wieder, denke ich, da bin ich auf nem guten Weg.
Ich kann n ichts entspannt angehen und das wird eher schlimmer als besser.
ICh lese viel, weiß auch, dass das vom Mindset abhängt, aber chillen kann ich echt nur im Urlaub.
Das ist auf jeden Fall viel Flucht vor mir selbst, das ist mir bewusst. Ich hab grad zu wenig Netz, um das zuzulassen, deshalb bleibe ich lieber in dem Aufgaben- und ich hab so viel zu tun-Modus.