Vielen Dank für die Antwort. Daran habe ich auch schon gedacht, das alles einmal aufzuführen, aber es kam mir irgendwie ja, wie Du schreibst zu buchhalterisch vor. Letztlich investiert er i.S. Aufmerksamkeit, Dasein etc. mehr als ich in die Beziehung. Er ist ein unheimlich aufmerksamer und fürsorglicher Mann (ohne zu bemuttern). Da habe ich ganz schön das Gefühl mal hinterherzuhinken.
Wir führen ein relativ ähnliches Leben, das stimmt. Aber ich habe knapp 80.000 € Rücklagen, mit denen ich zZt. natürlich gar nichts mache, die will ich gar nicht in mein tägliches Vermögen mit einrechnen. Er hat nach eigener Aussage null Rücklagen. Ansonsten leiste ich mir schon eher mal was schönes zum Anziehen, bin halt auch eine Frau ^^ Aber alles im Rahmen.
Er sagt z.B. auch mal Wochenenden mit Freunden ab, weil er sich das nicht so gut leisten kann.
Ich zahle nichts von seinen eigenen Ausgaben für sich, das ist noch nie ansatzweise angesprochen worden. Es geht immer nur um unsere gemeinsamen Ausgaben.
Aber ich werde es ihm mal vorschlagen, dass wir das doch mal detailliert aufführen. Ich komme mir dabei nur soooo doof vor irgendwie. 😉
P.S. wir sind seit 5 MONATEN zusammen.
Entschuldigung, ich bin irgendwie auf 5 Jahre gekommen.
Ich bin mal ganz ehrlich mit dir. Ich hatte eine sehr ähnliche Situation mit meiner Frau damals. Ich war Drogenabhängig, hatte sehr wenig Geld und keinen wirklichen Beruf. Ich hatte immer gedacht, ich habe Geld und kann mir alles leisten, ohne an morgen zu denken.
Meine Frau war damals an dem Punkt, dass sie sagte es geht so nicht weiter. Entweder ich bekomme die Kurve, oder sie ist weg. Da waren wir ähnlich nur ein paar Monate zusammen.
Sie hatte ähnlich viel Rücklagen gehabt damals, ich halt gar keine. Irgendwann hat meine Frau gesagt "So, offene Bücher, nackte Zahlen: Wieviel hast du, wo geht's hin und wieso!"
Haushaltsbuch geführt, alles aufgeschrieben. Das hat mir erstmal die Augen geöffnet, was das Leben eigentlich kostet und für was für einen Schwachsinn ich Geld rausschmiss. Nicht dass dein Freund das machen würde, aber du weißt was ich meine. Das hat mir unglaublich geholfen einfach mal dargestellt zu bekommen, was wofür weg geht.
Als wir geheiratet haben, haben wir uns beide für einen Ehevertrag entschieden. Ich wollte nicht von ihrer Kohle, ich wollte ihre Liebe. Und ich finde es auch überhaupt nicht schlimm. Was ihres ist, ist ihres. So wie meins, meins ist.
Wenn wir jetzt gemeinsam in unserem Haus leben, haben wir die Kosten auch klar aufgeteilt, auch abhängig vom Einkommen und wer was investiert hat. Niemand hat einen Nachteil, beide sind fair belastet, geteiltes Leid, hehe.
Sprich die Idee ruhig mal an. Lass dein Geld bei dir, das geht ihn halt auch einfach noch nichts an. Diese Unterschiede sind halt da, eure Liebe zueinander entscheidet, ob ihr das bewältigen könnt.