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Leidiges Thema Finanzen

Er sieht es tatsächlich nicht so, dass ein Ungleichgewicht da ist, will es aber klären.
Natürlich sieht ER das nicht so.
Er möchte nicht, dass ich ihn und die Kinder durchbringe.
Wäre ja auch der Hammer.
Wir müssen jetzt halt beide etwas sparsamer leben.
DU musst nicht sparsamer leben. Du hast Geld und kannst es nach Lust und Laune für dich ausgeben.
Ich sagte ihm noch, sollte er mal in den Dispo kommen, soll er mir wirklich Bescheid geben. Der Bank muss er wirklich nicht noch Zinsen zahlen. Das wird er tun, will es aber dennoch vermeiden.
Du bist sehr großzügig. Ihr kennt euch noch kein halbes Jahr und du bietest ihm einen zinsfreien Kredit an. Finde ich nobel.
Ich bin an sich überhaupt nicht geizig und möchte keinesfalls so wirken.
Du wirkst nicht geizig.
 
Natürlich sieht ER das nicht so.

Wäre ja auch der Hammer.

DU musst nicht sparsamer leben. Du hast Geld und kannst es nach Lust und Laune für dich ausgeben.

Du bist sehr großzügig. Ihr kennt euch noch kein halbes Jahr und du bietest ihm einen zinsfreien Kredit an. Finde ich nobel.

Du wirkst nicht geizig.

Aber ER hat es angesprochen, auch dass er kein Geld mehr für den Urlaub möchte. Ich sagte daraufhin, dass wir das dann einmal klären sollten und wir haben uns geeinigt, dass wir es aufschreiben.

Die Dispo-Sache habe ich von mir aus angesprochen. Würdest Du Deinem Partner Zinsen berechnen, wenn Du ihm Geld leihst? Das würde ich auch bei Freunden etc nicht tun. Ich möchte mich nicht bereichern, wenn es jemandem finanziell mal nicht so gut geht. Ich glaube, wenn mein Partner so etwas andersrum bei mir tun würde, würde ich ganz schön schlucken und überlegen, ob er wirklich der Richtige ist. Zurückzahlen ja, aber ohne Zinsen.
 
Ich finde ebenfalls, dass hier zu hart über den Kerl geurteilt wird. Ich sehe nicht, dass er dich absichtlich ausnutzt oder gar auf ein Erbe schielt. Höchstens, dass er dich unabsichtlich mehr zahlen lässt, weil er vielleicht fälschlicherweise annahm, dass dir das nichts ausmache, nachdem du einst ja freiwillig immer mehr Posten übernommen hattest. Ich denke auch nicht, dass er dir die Aufmerksamkeiten aus Berechnung schenkt, eher vielleicht aus Dankbarkeit, dass du ihm finanziell den Rücken doch etwas freihälst.

Ein gemeinsames Konto würde ich vorerst nicht machen. Ihr seid noch frisch zusammen und falls es zu einer Trennung kommt, habt ihr die Mühe, das wieder aufzulösen. Das ist eher was für Langzeitbeziehungen oder wenn man schon zusammen wohnt. Da fände ich es sinnvoller, wenn ihr eine gemeinsame App nehmt, in der jeder Posten eingetragen wird, der für gemeinsame Dinge (Essen, Hotel, Ausflüge) ausgegeben wurde und wer ihn vorerst bezahlt hat. Am Monatsende könnt ihr dann Kassensturz machen und wenn einer signifikant mehr bezahlt hat (man muss keinen Aufstand wegen 20€ machen), dann überweist der Wenigerzahler einen entsprechenden Anteil. Dann wäre es egal, wer erstmal was bezahlt, weil es am Monatsende wieder ausgeglichen wird.

Was einen Dispo betrifft: ich rette meine beste Freundin regelmäßig vorm Dispo und käme nie auf die Idee, ihr dafür Zinsen abzuzweigen, würde das auch bei einem Partner nie machen. Höchstens, wenn ich Geld ausleihe und die Rückzahlung auf sich warten lässt, während ich gleichzeitig sehe, wie die Person fleißig shoppen geht. Da würde ich dann tatsächlich Verzugszinsen verlangen, denn das Geld kann ich in der Zeit nicht selbst investieren und ich würde es nicht einsehen, dass ich ohne berechtigten Grund länger auf mein Geld warte als abgemacht (wenn man echt gute Gründe hat, warum es länger dauert, kann man mir das schließlich sagen).
 
Sooo, ich war gestern bei ihm. Und: er hat es von sich aus angesprochen. Er hat nach meinen Kommentaren bemerkt, dass mich das belastet. Wir haben sehr gut gesprochen.

Er sieht es tatsächlich nicht so, dass ein Ungleichgewicht da ist, will es aber klären. Wir werden uns hinsetzen und die Kosten des Urlaubs aufschreiben. Das andere können wir wohl nicht alles klären, machen hier einen Cut, bis auf den Urlaub, der sich nocht recht leicht nachvollziehen lässt.

Er möchte nicht, dass ich ihn und die Kinder durchbringe. Wir müssen jetzt halt beide etwas sparsamer leben. Wir fangen an, ein Haushaltsbuch zu schreiben (obwohl wir beide da sicher nicht allzu gut im Durchziehen sind) und wir machen zwei Geldtöpfe. Einen in seiner Wohnung, einen in meiner. Ich sagte ihm noch, sollte er mal in den Dispo kommen, soll er mir wirklich Bescheid geben. Der Bank muss er wirklich nicht noch Zinsen zahlen. Das wird er tun, will es aber dennoch vermeiden.

Und ja, auch wenn es sicher gut mit mir gemeint war, finde ich auch, dass hier teilweise zu hart über ihn geurteilt wurde. Mein Hauptanliegen war eigentlich meine Unsicherheit und wie ich es ansprechen soll. Ich bin an sich überhaupt nicht geizig und möchte keinesfalls so wirken.
Schön dass ihr dieses Gespräch offen und scheinbar positiv führen könnt! Und dass er auf dich zukam, zeigt ja nochmal, dass er ganz offen auf dieses Problem eingehen möchte. Super!

Haushaltsbuch - Super. Durchziehen müsst ihr es natürlich schon, aber einen Monat lang ist ja schon mal sicherlich möglich, dann kann man gut was hochrechnen beziehungsweise sieht den Trend und kann was nachvollziehen.

Ihr macht das zusammen, und das ist super 🙂
 
Aber ER hat es angesprochen, auch dass er kein Geld mehr für den Urlaub möchte. Ich sagte daraufhin, dass wir das dann einmal klären sollten und wir haben uns geeinigt, dass wir es aufschreiben.

Die Dispo-Sache habe ich von mir aus angesprochen. Würdest Du Deinem Partner Zinsen berechnen, wenn Du ihm Geld leihst? Das würde ich auch bei Freunden etc nicht tun. Ich möchte mich nicht bereichern, wenn es jemandem finanziell mal nicht so gut geht. Ich glaube, wenn mein Partner so etwas andersrum bei mir tun würde, würde ich ganz schön schlucken und überlegen, ob er wirklich der Richtige ist. Zurückzahlen ja, aber ohne Zinsen.
Liebe @Alex81: Bei den Antworten, die du hier bekommst, solltest du im Hinterkopf halten, dass es doch einige Menschen gibt, die bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben, teilweise auch von ihrer Gundhaltung sehr negativ unterwegs sind und daher sehr schnell oder auch hart sind mit ihrem Urteil, so dass es auf deine Situation eigentlich gar nicht passt. Lass dich von solchen Antworten nicht in eine Rechtfertigungsecke drängen.

Ich habe z. B. den Eindruck, dass du das alles mit einem gesunden Augenmaß wahrnimmst. Ich finde es auch sehr positiv, dass du erst einmal sehr wohlwollend in die Partnerschaft gehst. Oft ist es ein Geben und Nehmen und es gibt eben auch Momente, wo mal der eine mehr beiträgt, dann aber auch der andere - manchmal geht das auch über längere Phasen und fühlt sich erst einmal einseitig an. In Summe sollte es von allen Beteiligten fair empfunden werden. Für mich klingt sehr gut, was du dauch über euer Gespräch geschrieben hast.

Ob eine Beziehung Bestand hat, gerade wenn sie sich anfangs sehr gut anfühlt, weiß man eben nicht. Natürlich kann es passieren, dass es beim Scheitern eine negative Bilanz für eine Seite gibt, einer deutlich mehr investiert hat als der andere. Die Frage ist, ob man deshalb nur mit angezogener Handbremse fährt oder eben doch ein Stückweit Risiko eingehen möchte und einen Vertrauensvorschuss gibt. Atmosphärisch halte ich persönlich das (überschaubare) Risiko für konstruktiver, da es auch immer noch die Option der Haltelinie gibt. Mehr geben als vorhanden ist sollte man allerdings nicht; Rücklagen für die Altersvorsorge grundsätzlich nicht antasten, auch würde ich keine Kredite für den anderen aufnehmen oder gar Bürgschaften eingehen.

Ich selber gehörte auch immer zu den Menschen, die nicht groß aufs Geld geschaut haben. Wichtig dabei war allerdings immer, dass ich nicht selber in Schieflage gerate, also nicht mehr gebe, als ich habe. Tatsächlich bin ich auch einmal an jemanden geraten, der meine Großzügigkeit ausgenutzt und mir am Ende sehr geschadet hat. Trotzdem habe ich mich vom Wesen nicht geändert, da es schon ein sehr spezieller Typ war. Ich höre weiterhin auf mein Bauchgefühl, dass durch diese Erfahrung zwar ein bisschen stärker sensibilisiert wurde, dennoch unverändert vertraut, wenn ich es für angebracht halte. Seit deutlich mehr als 20 Jahren fahre ich damit jetzt sehr gut.

Tatsächlich gab es zu unserer Anfangszeit mit meinem jetzigen Mann eine Phase, in der ich einen größeren Betrag verliehen habe. Das haben wir mit einem informellen Vertrag geregelt, so dass ich etwas in der Hand hatte für den Fall einer Trennung. Im Traum wäre mir nicht eingefallen, dafür Zinsen zu nehmen. Gebraucht habe ich ihn nie - für beide Seiten fühlte sich das aber damals richtig an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das würde mich auch interessieren. Ich finde nicht die Frage, ob man seinem Partner Zinsen berechnet oder nicht, relevant.

Die Frage ist, wie kommst Du darauf, es ihm geradezu vorauseilend anzubieten?

Es ist Dir wichtig, nicht geizig zu wirken und daher scheinst Du Dich selbst in Situationen zu bringen (Portemonnaie zücken, Dispoausgleich anbieten), mit denen Du Dich am Ende unwohl fühlst.
Fällt es Dir schwer, nein zu sagen und kannst Du gut mit Konflikten umgehen?
 
Ich finde deine Haltung gar nicht so falsch, auch bezogen auf den Dispo. Aber da lauert eine ganz große Gefahr, dauerhafte Streitigkeiten wegen Geld.

Ich habe mit dem Thema auch so meine Probleme und in einer Beziehung würde ich, immer dazu übergehen getrennt. Hat allerdings auch damit zu tun, nicht das Gefühl zu haben "in der Schuld zu stehen" und zum anderen Unabhängigkeit zu bewahren.

Ich glaube dieses ich und du .. Das bei dir irgendwann dieses Gefühl kam, dass du mehr ausgibst als er, war klar. Es war nichts besprochen, du Holst den Geldbeutel raus und bezahlst. Ich glaube, soll es da nicht zu Konflikten kommen sehe ich keinen Mittelweg.

Vielleicht hat er gemerkt, dass die 200 Euro ihm doch fehlen.

Geld führt so oft zu Konflikten... ich weiß nicht ob die wirkliche Lösung darin liegt alles auf und ab zu rechnen. Ich glaube da musst du aufpassen, doch nicht im Detail zu verlieren.
Auf der andern Seite ist es für ihn auch doof, müsste er bei allem nein sagen, weil das finanziell vielleicht nicht geht...

Ihm jetzt zu unterstellen, er würde dich ausbeuten, finde ich weit hergeholt. Zumal er, wenn ich es richtig verstanden habe weniger gefragt hat, als das du ungefragt bezahlt hast. Hat sich einfach verschoben, dann lief das so und dann war da kein Gleichgewicht mehr....
 
Ich kann nicht zu jedem Abendessen (ca. 4x/Woche) 20,- bezahlen. Dem hat er dann auch zugestimmt.
Meine Frau kocht auch, meist reicht das auch für 2 oder 3 Tage. Sie rechnet mir immer vor, dass das doch gleichzeitig günstig und lecker wäre. Ich glaube, dass meine Frau Deinem Freund mal beibringen muss, dass es beim kochen auch wesentlich günstiger geht.
Mittlerweile bezahle ich fast alles mit EC Karte, damit ich das nochmal nachvollziehen kann, was ich für uns alles ausgebe. Ich glaube, wenn er es ausgeglichen zahlen würde, würde ich viel häufiger sagen, "lass stecken, ich übernehme das", aber irgendwie läuft das automatisch und das ärgert mich.
Dein Freund hat sich schnell daran gewöhnt, dass er bei Dir billig wegkommt. Du solltest mit ihm darüber reden, wie sehr Dich das nervt.
Ich verstehe aber auch nicht, dass Du immer Dein Portemonnaie zückst. Warte nächstes Mal einfach, auch wenn es gefühlt 10 peinliche Minuten dauert.
 

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