Ich verstehe nicht, warum dir vorgeschlagen wird, ein Haushaltsbuch zu führen und dich einzuschränken.
Du kommst doch mit deinem Geld sehr gut aus.
Er hat doch das Geldproblem.
Ihr wohnt nicht zusammen und kennt euch erst 5 Monate.
Du musst doch nicht wegen ihm knausern.
Ich verstehe das gut u kann es nachvollziehen.
Die Beiden haben eben jetzt eine Beziehung u vieles verändert sich. Auch die Haushaltsführung, das Miteinander, dadurch auch Finanzen.
Ich hatte mal ne ähnlice Situation mit meinem langjährigen Ex.
Ähnlich, weil ich da keine Bauchschnerzen hatte.
Er hatte fast das dreifache Nettogehalt von mir, aber wie es manches Mal so kommt.
Die Scheidung wurde eingereicht (nicht wegen mir, die waren schon vorher getrennt) u plopp plopp plopp ging die Kohle flöten.
Kein Fam- u Kinderzuschuss mehr, veränderte Steuerklasse, mächtigen Unterhalt, 10e (Bauförderung) lief aus u dann noch Ausgleich des Zugewinns in nicht unerheblicher Höhe.
Tja, da hatte ich tatsächlich mehr übrig, obwohl ich meine Wohnung nach Zusammenzug noch ca ein Jahr hielt.
Absoluter Kassensturz war angesagt. Zwei nicht so üble Gehälter, aber immense Kosten (waren dann auch beide Pendler u hatten auch je knapp 1000km pro Monat).
Er zahlte das Haus weiter, ich viele Nebenkosten, alle Lebensmittel, Geschenke, vieles für seine Tochter, unsere Ausflüge, mal ne Tankladung etc.
Wir sind beides kühle Rechner, ich hätte ohne ihn (bzw hatte ich) mehr für mich übrig gehabt, aber ich hab mich eben für einen Mann mit Kind u in Scheidung entschieden. Und zu solch einer Entscheidung gehören mE eben auch die "Folgeerscheinungen", wenn man denn iwann zusammen haushaltet.
Ich gebe gern Geld aus, wenn ich es übrig habe, kann mich aber gut zusammen nehmen, wenns nicht geht.
Mein Ex ist ebenso.
Wir haben Jahre echt ganz schön gedarbt, trotz gutem Einkommen.
Wir hatten immer getrennte Konten, aber jederzeit Zugriff auf das andere.
Für Knappheit hab ich ihm das zugesagt, hat er niemals genutzt.
Da er auch niemals gefragt hätte o das voraus gesetzt, habe jch iwann einen Beitrag x Zuhause deponiert; zur freien Verfügung quasi.
Es kommt für mich also entscheidend auf Absprachen u das Gegenüber an.
Fühle ich mich iwie nicht wohl, muss man sprechen. Mir scheint es hier gar nicht nach Abzocke, sondern nach schlechter/noch nicht vorhandener Abstimmung.
Ich würde alles genau so wieder tun.