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Lehrer am Rande des Nervenzusammenbruchs

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"Keinen regulären Unterrichtsstoff!" ist ein unmöglicher Ratschlag.
Wenn er so durch den Schulalltag kommen will, tanzt er schnell beim Schulamt vor.
 
@patch, mariol: sry, aber was ihr schreibt, ist einfach Schwachsinn! Vllt denkt ihr nochmal nach, bevor ihr das nächste Mal postet. Leider ist es so, dass jungen Lehrern gesagt wird, sie seien nur mehr Schauspieler, die ganze Ausbildung zielt letztlich darauf an: es ginge angeblich um Bühnenpräsenz, die Stimme muss tragen, der Unterrichtsaufbau sei szenisch und dergleichen mehr. Die Vermittlung erfolgt dann spielerisch und die Welt ist rosarot. Die Realität wird universitär ignoriert, im Schnitt sind pro Unterrichtsstunde 13 Konflikte zu bewältigen. Und das kann man lernen. Aber nicht in dem man das Handtuch wirft, weil einem Leute, die nichts lernen wollen, wie ihr, das Hinschmeißen als Generallösung predigen.
 
Marut, ich mache das jetzt seit 23 Jahren. Und habe genug Refis erlebt, die es hassten. Und es jetzt noch viel mehr hassen....Darunter leidet ihre Gesundheit und auch die Lernfreude der Schüler.
Man kann ganz viel lernen, aber die Grundhaltung meiner Klientel gegenüber muss klar sein. Ich muss glaubwürdig sein. Wohlwollen und Respekt zugleich vermitteln.
Diese Grundausstattung muss da sein, bevor man sich Kniffe aneignet.
 
@ Patch: Ich habe Respekt vor Schülern im Allgemeinen, aber ich respektiere diejenigen, die sich einen Spass daraus machen, mich zu ärgern und zu quälen, nicht mehr. Punkt. Warum sollte ich? Die Basis für Respekt ist Gegenseitigkeit. Das kann ich auch von einem Jugendlichen erwarten. Ein Minimum an Anstand sollte sein. Einen heiseren Lehrer niederzubrüllen ist doch einfach eine Unverschämtheit. Ich finde nicht, dass ich das positiv sehen sollte oder respektlos bin, wenn ich mich drüber aufrege.

Wie gesagt, ich wollte hier meinen Frust loswerden. Dass ich dann morgen wieder in die Schule gehe und den Tag wieder rumkriege und wieder funktioniere, so wie immer, steht auf nem anderen Blatt. Erzähl mir nicht, dass du immer glücklich bist mit deinem Beruf und solche Gefühle dir ganz fremd sind.
 
Wenn Lernstoffe nicht vermittelt werden, geht es unter Umständen auch zum Schulamt.
Und das ist auch gut so.
Dafür werden Lehrer nämlich bezahlt. Für die Vermittlung von Wissen.
Sie können als Erziehungsmittel nicht Lehrpläne ignorieren.

Dein Ton missfällt mir.
 
Hallo,

ich würde euch bitten, eure Diskussion über das Für und Wider von Unterrichtsmaßnahmen in einen anderen Thread zu verlegen.

Danke!
 
Hallo,

vielleicht sollte ich erwähnen, dass es auch Klassen gibt, in denen ich die Probleme nicht habe. Ich glaube, ich bin einfach nicht der richtige Lehrer für die Unterstufe. Mich nerven die Kinder, die riesigen Klassen. Werde mich nach dem Referendariat nach einem Job in der Erwachsenenbildung umsehen. Mit älteren Schülern komme ich nämlich gut zurecht. Da hab ich bisher selten Probleme gehabt.
Leider kann ich in der Schule nicht auf mein Problem aufmerksam machen, denn es hängt viel davon ab, dass keiner merkt, wie sehr ich darunter leide. Die Einstellungszahlen sind momentan so schlecht, dass nur Absolventen mit Bestnote eingestellt werden. Und wenn der Direktor mir ins Gutachten schreibt, dass ich überfordert bin, finde ich keinen Job mehr, krieg kein Bein auf den Boden.
Es ist ungerecht, dass sie einem Menschen, der ein halbes Jahr Berufserfahrung hat, eine solche KLasse aufdrücken. Aber auch erfahrene Lehrer sind überfordert. Nur - die meisten haben diese Klasse nicht 2 oder 3 Stunden pro Tag.
Ich glaube, der Frust musste einfach mal raus. Unter Kollegen machen auch alle gute Miene zum bösen Spiel. Selten, dass mal einer zugibt, wie es wirklich aussieht. Viele Schüler sind unerzogen und spielen regelrecht Katz und Maus mit jüngeren, unerfahrenen Lehrern. Die wissen, dass wir uns nicht wehren können, weil wir selbst in einer permanenten Prüfungssituation stehen.

Mein Plan sieht so aus: 1. Referendariat überstehen. 2. Stelle an BOS, FOS oder Abendgymnasium suchen 3. Währenddessen vor allem Einzel- und Stillarbeit veranstalten 4. Mich so gut wie möglich beim Sport abreagieren 5. Konsequenter sanktionieren. Ab sofort kriegen die unverschämten Schüler Strafarbeiten und Nacharbeit. Ich mag mich nimmer verarschen lassen! War einfach immer viel zu nett und rücksichtsvoll und hab an das Gute in ihnen geglaubt.

Entschuldige bitte, aber ich meine, du machst es dir ein wenig zu einfach. Hinterfrage doch mal, warum deine Schüler so sind? Was haben sie vorher bei anderen Lehrern erlebt? Könnte es sein, dass auch die Schüler schlechte Erfahrungen mit Lehrern gemacht haben? Man hört da ja wirklich schlimme Sachen, wie z.B. wenn der Lehrer seine Lieblingsschüler hat, und die anderen sich zurückgesetzt fühlen. Ich kenne auch eine Lehrerin, von der alle wissen, dass die keine Jungs mag. Naja, selbst wenn sie das nicht offiziell zugibt, merken es doch die Kinder.

Ich meine, du solltest dir mal überlegen, mit welchen Tricks du die Kinder auf deine Seite ziehen kannst und dir aber auch gleichzeitig Respekt verschafften kannst. Da gibt es doch sicherlich Bücher, wo man so etwas nachlesen kann.

Gib auf keinen Fall den Kindern die Schuld, sondern suche die Fehler bei dir, dann wirst du auch bald in der Klasse klar kommen.

lg
Kalo
 
@ Patch: ... und wieder funktioniere, so wie immer, steht auf nem anderen Blatt. Erzähl mir nicht, dass du immer glücklich bist mit deinem Beruf und solche Gefühle dir ganz fremd sind.

Tja, und mit "nur funktionieren" wollen schaffst du es auf keinen Fall. Der Spass und die Freude am unterrichten müssen da sein und aus tiefsten Herzen kommen. Dann klappts auch mit den Schülern.
 
Wenn ich diese Tipps nicht schon befolgt und diese Versuche nicht schon gemacht hätte, wäre ich nicht so verzweifelt.

Sag mir, wo soll ich Begeisterung hernehmen? Ich bin 30 Jahre alt und habe seit 10 Jahren nicht in meinem Ausbildungsberuf gearbeitet. Habe das Abi nachgemacht, um Lehrer werden zu können. Und jetzt soll ich also ungeeignet sein, weil mir die Begeisterung verloren gegangen ist?
 

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