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Lebensunfähig und meine Eltern wollen mich nicht

Atlas02

Mitglied
Hi... ich würde mich freuen wenn das hier jemand lesen würde weil ich darüber sprechen muss aber niemanden habe mit dem ich reden kann.

Mein Problem ist ganz simpel gesagt:
Mein Vater hasst mich und meiner Mutter bin ich egal.

Mit meinem Vater habe ich immer Probleme gehabt weil er nie mit meiner Art klarkam und es deshalb immer Stress gab. Schon als ich klein war gab es immer Missverständnisse und er hat mir Dinge unterstellt und mich bestraft ohne dass ich wusste wofür. Ich weiß nicht ob ich wirklich frech oder vorlaut oder was auch immer war oder ob mein Vater einfach Kinder nicht versteht. Ich kann mich nicht an ein einziges Mal erinnern wo ich bestraft wurde und es nachvollziehen konnte. Eine meiner ersten Erinnerungen ist als ich drei war und wir bei der Post waren und ich wohl irgendwas gesagt haben muss denn als mein Vater mich danach im Auto angeschnallt hat sagte er ich solle ihn mal anschauen und als ich ohne böse Erwartung zu ihm aufgesehen habe hat er mich geohrfeigt. Ich weiß bis heute nicht warum aber ich weiß dass ich es auch damals schon nicht wusste. Es kam andauernd vor dass ich eigentlich der Meinung war alles sei normal und dann plötzlich bestraft wurde und nicht wusste wofür. Wenn ich gefragt habe wurde mein Vater erst recht wütend weil er dachte ich würde mich absichtlich dumm stellen.
Er hat mir immer böse Absichten unterstellt, schon als ich ganz klein war. Wenn ich aus Versehen etwas kaputt gemacht habe zum Beispiel oder wenn ich etwas in seinen Augen offensichtliches nicht wusste.
Als ich schwimmen lernen sollte hat er mich absichtlich in den tieferen Bereich des Beckens geschoben wo ich nicht mehr stehen konnte und hat unbeeindruckt zugesehen wie ich panisch versucht habe wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Und einmal im Sommerurlaub als ich acht war hat er sich bei einer Radtour mit mir darüber aufgeregt dass meine Orientierung so schlecht ist und hat mir gesagt ich solle den Weg zurück alleine finden und hat mich in einem fremden Ort ohne Handy einfach stehen lassen und ist weggefahren und ich musste ewig heulend durch die Gegend fahren bis ich den Weg zurück zum Campingplatz gefunden habe.
Er hatte nie das geringste Verständnis dafür dass ich in vielen Dingen einfach nicht gut bin und hat mir immer unterstellt ich würde ihn absichtlich ärgern wollen und mich dumm stellen.

Mit meiner Mutter bin ich dafür immer sehr gut ausgekommen und als ich klein war hat sie sich auch immer gut um mich gekümmert. Bis meine Eltern sich dann getrennt haben und sie mir versprochen hat sie würde mich zu sich nehmen wenn sie eine größere Wohnung und eine Arbeit gefunden hat und dieses Versprechen dann einfach mit der Zeit vergessen hat und mich bei meinem Vater gelassen hat. Dann wurde meine Halbschwester geboren und ich war komplett abgeschrieben.

Die ganze Situation zuhause war einfach über Jahre hinweg scheiße aber ich bin damit klargekommen indem ich möglichst wenig Zeit zuhause verbracht habe um dem Stress so aus dem Weg zu gehen. Das hat mit Corona aufgehört zu funktionieren weil ich dann nicht mehr weg konnte und dann auch mit der Schule fertig war. Die Zeit zwischen Abi und Studienbeginn war am schlimmsten.
Dann bin ich endlich weg in eine WG aber das hat nicht funktioniert weil wir zu verschieden waren und man mir nach zwei Monaten zu verstehen gegeben hat ich solle doch besser wieder ausziehen. Zum Glück habe ich zu der Zeit dann einen Platz im Wohnheim gefunden und konnte auch ausziehen. Weil ich niemanden hatte den ich um Hilfe beim Umzug bitten konnte habe ich alle meine Besitztümer die ich nicht selbst im Bus transportieren konnte weggeworfen oder verkauft und bin dann weg.
Jetzt habe ich wenigstens meine Ruhe aber auch das halte ich kaum aus. Ich überstehe die Abende nicht ohne Alk und Tabletten und denke mir oft dass es egal wäre ich irgendwann einfach nicht mehr aufwachen würde. Für die Menschen die sich eigentlich für mich interessieren sollten bin ich nur eine Belastung und ein wertloses Stück Scheiße das die einfachsten Sachen nicht hinbekommt. Egal wie viel Mühe ich mir gebe, ich mache immer alles falsch und mache es mit meinen Versuchen es besser zu machen am Ende nur noch schlimmer. Meine Freunde von früher sind alle mit ihren eigenen Problemen beschäftigt oder haben keinen Bock mehr auf mich.
Ich weiß einfach nicht wie das irgendwann nochmal besser werden soll weil ich nicht ändern kann wie ich bin und weitere Abweisung einfach nicht mehr aushalte.
 

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Youshri

Aktives Mitglied
Lieber TE, es tut mir sehr leid, dass Du solch eine schwierige Beziehung zu Deinem Vater hattest und schliesslich noch von Deiner Mutter verlassen wurdest. Es gibt leider allzuviele Eltern, die einfach unfähig sind, ihre Kinder zu erziehen und dazu noch sehr lieblos sind.

Jetzt, wo Du schon erwachsener bist, solltest Du damit beginnen, Dich langsam aber sicher von ihnen abzunabeln. Das wird für Dich nach soviel Frusterlebnissen, ein langer, schwieriger und wohl auch sehr schmerzhafter Weg werden. Aber da musst Du durch! und danach geht es Dir dann besser. Auch Deine Beziehung zu ihnen wird sich dann verbessern, weil Du dann Dein Leben besser im Griff hast. Ich wünsche Dir viel Glück!
 

Mandrayke

Aktives Mitglied
Hast du mal über eine Verhaltenstherapie nachgedacht und psychologische Unterstützung? All das wird in Deutschland von der Krankenkasse bezahlt, da gibt es Länder in denen du noch viel schlimmer dran wärst.

Das alles ist nur ein paar Anrufe oder Emails entfernt. Einfach Ersttermin beim Neurologen vereinbaren, die können dann Medizin verschreiben und auch weitere Adressen nennen, Überweisungen ausstellen etc. Du stehst nicht alleine da, aber von selbst klopft keiner bei dir.

Verhaltenstherapie weil ich es schon auffällig finde dass irgendwie immer nur dein Vater fies war und du nicht weißt warum, dann in der WG genau das gleich nach wenigen Wochen. So kannst du ja dein Leben nicht leben also würde ich mal zuerst gucken, wo bei mir selbst die Probleme liegen...

Das soll nicht heißen, dass deine Eltern dich nicht vernachlässigt haben und auch so würde ich sagen dass sie dich psychisch missbraucht haben. Vor allem der Vater. Aber auch deine Mutter, wenn denn alles so stimmt wie du es sagst wovon ich mal ausgehe.

Was ganz schlecht ist sind Alkohol und Tabletten, eine ganz üble Kombi und in großer Menge schnell tödlich bzw. schwer krank machend. Hör auf damit so schnell es geht, erwähne das auch beim Neurologen! Man kann dir mit all dem helfen aber geh den ersten Schritt!

Immerhin hast du einen sicheren Platz im Wohnheim und du studierst d.h. du hast ein Ziel auf das du hinarbeitest. Das ist schon wirklich viel wert und ich denke aktuell fehlen dir einfach klare Diagnosen und Antworten darauf was da schief läuft. Und obendrein natürlich Traumata durch schlimme Erinnerungen. All das kann in einer Therapie behandelt werden.

Schritt 1: Ärztliche Hilfe in der Umgebung suchen.
Schritt 2: Erstermin vereinbaren.
Schritt 3: Erste Antworten erhalten sowie Überweisungen etc.
Schritt 4: Stück für Stück mit dem Alkohol und den Tabletten aufhören.

Alles andere ist erstmal Nebensache.
 

Atlas02

Mitglied
Therapie, ja wäre wahrscheinlich sinnvoll. Weiß ich. Aber bisher konnte ich mich nicht dazu überwinden. Medikamente habe ich versucht, das heißt Antidepressiva. Die habe ich nicht vertragen deshalb wieder aufgehört. Nur Bedarfmedikation damit ich schlafen kann. Nur habe ich fast jeden Abend Bedarf die zu nehmen. In der Dosis die ich eigentlich nehmen soll wirken die bei mir auch nicht weshalb ich mehr nehme plus Alk damit ich überhaupt schlafen kann. Ich weiß dass das nicht gut ist aber besser als das so auszuhalten.

Wegen der WG... da ist jetzt nicht direkt konkret etwas vorgefallen, Streit oder so. Ich hatte beim Kennenlernen damals gesagt dass ich eher ruhig bin und Zeit für mich brauche. Ja ist kein Problem wir sind ja auch eher ruhig :) Stimmte aber nicht. Da war permanent Lärm, lautes Reden, Kreischen, Lachen, ständig bei mir an die Tür klopfen. Ich habe mich nie darüber beschwert weil ich für Konfrontation viel zu harmoniebedürftig bin und außerdem dachte die haben vor mir da gewohnt also muss ich das akzeptieren. Durch den Dauerlärm war bei mir dauerhafte Reizüberflutung weshalb ich mich noch mehr zurückgezogen habe. Ich wollte nicht mit Leuten zusammenwohnen die sich nicht in normaler Lautstärke unterhalten können und die wollten nicht mit jemandem zusammenwohnen der nur auf seinem Zimmer hängt. Ich habe in der Zeit auch relativ regelmäßig getrunken was die eine Mitbewohnerin getriggert hat wie mir die andere ausrichtete. Aber dass mich das ständige Geschrei und an die Tür hämmern triggert war halt egal. Ok ich hab auch nichts gesagt also kann ich ihr das wohl kaum vorwerfen. Jedenfalls sind das die Gründe warum es nicht funktioniert hat.
 

Mandrayke

Aktives Mitglied
Therapie, ja wäre wahrscheinlich sinnvoll. Weiß ich. Aber bisher konnte ich mich nicht dazu überwinden.
Tu es. Es ist keine Schande, ganz im Gegenteil.

Medikamente habe ich versucht, das heißt Antidepressiva. Die habe ich nicht vertragen deshalb wieder aufgehört.
Schlecht. Lass dir neue verschreiben. Ich hab von meinen ersten tierische Krämpfe und Überlkeit bekommen. Die zweiten waren besser. Auch für dich gibt es das richtige. Nicht alle ADs sind die gleichen.

Nur Bedarfmedikation damit ich schlafen kann. Nur habe ich fast jeden Abend Bedarf die zu nehmen.
Klingt eher wie eine psychologische Baustelle, wo du denkst du kommst ohne die nicht zur Ruhe. Alles Dinge, die man alleine nicht fixen kann, aber ärztlicher Hilfe schon.

In der Dosis die ich eigentlich nehmen soll wirken die bei mir auch nicht weshalb ich mehr nehme plus Alk damit ich überhaupt schlafen kann.
Klingt mittlerweile ziemlich nach einer gewissen Alkoholabhängigkeit. Und auch mit Schlafmitteln solltest du nicht experimentieren und selber nach Laune dosieren. Für all das gibt es Hilfe! Raff dich endlich auf!

Ich weiß dass das nicht gut ist aber besser als das so auszuhalten.
Ne, du verstehst die Situation gerade völlig rückwärts. Du hast noch keine Ahnung, wie schlecht das, was du dir da selber antust, wirklich ist. An all dem gibt es überhaupt nichts gutes. Dass du davon jetzt alleine nicht weg kommst, ist verständlich. Aber das ist weder eine Entschuldigung noch das Endziel.

Bitte gehe endlich den ersten Schritt und bestehe darauf durchzuhalten. Kommuniziere mit Experten statt dich jede Nacht zu betäuben. Wenn dir die Nase von einem nicht passt, such dir einen anderen, genau wie bei Medizin usw.

Mach es!
 

Mondsonne

Aktives Mitglied
Ich weiß einfach nicht wie das irgendwann nochmal besser werden soll weil ich nicht ändern kann wie ich bin und weitere Abweisung einfach nicht mehr aushalte.
Hallo Atlas02,
es tut mir echt leid, was du alles erlebt hast. Einfach schrecklich, aber klar ist auch, dass es auf keinen Fall an dir gelegen hat und du sollst dich auch nicht ändern! Deinen Vater halte ich für sadistisch und schwer gestört. Wie kann man ein kleines Kind ins Gesicht schlagen (ich denke nicht, dass er je einen Grund dazu hatte) oder dich als Nichtschwimmer ins tiefe Wasser scheuchen...

Und stolz solltest du auf dich sein, weil du trotz allem dein Abi geschafft hast, ganz alleine den Umzug bewältigt hast und studierst. Das ist toll.
Ich weiß nicht, wie das in Wohnheimen ist, hast du da auch einen Ansprechpartner oder eine Art Betreuer?
Wegen einer Therapie könntest du zu deinem Hausarzt oder einfach zu einem Arzt gehen und dir eine Überweisung geben lassen. Du kannst dir aber auch einfach jemanden suchen und ihn anschreiben/anrufen und fragen, ob er einen Platz frei hat. Dann bekommst du erstmal einige Probesitzungen, das bezahlt alles die Krankenkasse.
Ich wünsche dir, dass du aus allem heraus kommst!
Alles Gute.
 
G

Gelöscht 116802

Gast
Nur habe ich fast jeden Abend Bedarf die zu nehmen. In der Dosis die ich eigentlich nehmen soll wirken die bei mir auch nicht weshalb ich mehr nehme plus Alk damit ich überhaupt schlafen kann.
Klingt merkwürdig, aber Schlafentzug hilft dir, dich schnell besser zu fühlen. Bleibe mal eine ganze Nacht und einen ganzen Tag wach. Danach schläfst du wie ein Stein und fühlst dich wie neu geboren. Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich.
 

Atlas02

Mitglied
Irgendwie bringen alle Argumente bei mir nichts. Weil mir am Ende alles egal ist. Und ich mir nicht mal sicher bin ob ich überhaupt große Lust aufs Leben habe. Ich sehe einfach nichts positives mehr.
Und klar es ist definitiv so dass ich zu sensibel bin. Weil mich alles triggert und mich daran erinnert dass ich unerwünscht bin.
Ich war zum Beispiel nach langer Zeit wieder bei meiner Familie (mein Vater und seine Freundin) zu Besuch. Sie wollten einen Filmabend machen und haben ihre beiden Kinder auch eingeladen. Was schon mal scheiße ist wegen Kontaktbeschränkungen aber das Thema nicht in meiner Familie sowieso keiner ernst und ich habe nichts gesagt weil ich nicht wieder Stress wollte. Das Wohnzimmer sieht so aus dass es ein großes Sofa gibt mit so einer Erweiterung auf beiden Seiten und einen Sessel. Auf das Sofa hätten gut vier Leute Platz gehabt wenn alle sich hingesetzt hätten. Mein Vater und seine Freundin wollten sich aber zum Filmgucken hinlegen und meine Stiefschwester hat die komplette Ottomane für sich beansprucht und mein Stiefbruder hat den Sessel genommen. Zu mir meinte mein Vater ich könne mir ja einen der Esszimnerstühle nehmen. Also darf die komplette Familie es sich bequem machen und sich auf dem Sofa breit machen aber ich soll mich auf einen harten Holzstuhl ohne Polster daneben setzen für drei Stunden weil ich es nicht wert bin dass man zumindest die Beine einzieht damit ich auch aufs Sofa passe.
Das hab ich dann nicht mitgemacht und hab den Film dann halt nicht mit geguckt. Und stand dann wieder da als der der immer Theater macht wegen nix.
Das ist doch nicht normal? Mir kommt das vor wie bewusste Schikane. Es geht mir auch gar nicht um den blöden Stuhl und dass der unbequem ist. Es geht darum dass genug Platz da gewesen wäre und dass alle bewusst mehr Platz beanspruchen als eigentlich nötig und ich es nicht wert bin für mich Platz zu machen. Soll der Dumme doch drei Stunden auf dem unbequemen Stuhl hocken, Hauptsache ich kann mich hier schön bequem hinlegen.
So ist es einfach immer. Mir wird halt deutlich gezeigt dass man mich nicht da haben möchte. Aber Hauptsache man kann später sagen man hätte mir ja angeboten bei der Familienaktivität mitzumachen. Ich hätte halt abgelehnt und da können sie ja nichts für wenn ich immer bockig bin.
 

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