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Leben um zu arbeiten, oder arbeiten um zu leben?

Ceri,

setz nicht zu niedrig an. Trau Dir was zu!

Eine Teilzeitbeschäftigung heißt nicht 450 €job. Und muß auch nicht Hatz IV-Niveau bedeuten.

Und nur weil Du etwas menschenscheu bist, mußt Du nicht in einer Fabrik arbeiten.

Wenn Du schreiben kannst, dann mach das. Ich habe viele Bekannte, die arbeiten Teilzeit für ihren Lebensunterhalt und gehen nach Feierabend ihrer kreativen Tätigkeit als Nebenjob nach. Und schaffen sich so ein zweites Standbein. Ein Bekannter von mir hat jahrelang auf dem Bau gearbeitet, dort auch gutes Geld verdient, dann reduziert und nebenbei geschauspielert. Inzwischen kann er überwiegend als Schauspieler leben und arbeitet nur noch monatsweise mal auf dem Bau. Aber er hat hart und ausdauernd an sich und seinem Talent gearbeitet.

Das geht alles. Aber nur, wenn man hartnäckig dran bleibt und nicht in Passivität verfällt.

Mach was aus Deinem Leben. Laß es nicht ängstlich verstreichen.
 
Eins sollte du aber wissen, auch in Teilzeit kann es sein das du mal 10 Stunden arbeiten musst. Das heißt ja nicht das du am Tag nur 4 Stunden arbeiten brauchst. Außerdem kannst du dich auch auf unvergütete Mehrstunden einstellen, die werden meistens Teilzeitleuten aufgebrummt. Ich komme aus dem Einzelhandel und da läufts oft so ab.
 
Bei mir läufts derzeit auch nicht so gut als Arbeitgeber. 🙄🙂

Drum habe ich mich mal bemüht um ne nette, gut bezahlte Arbeitsstelle, bei der mein Allgemeinwissen und meine juristischen Kenntnisse zu schätzen gewusst werden.

Was ich dann antraf, waren allesamt Sadisten im rechtsfreien Raum, die sich mittlerweile alles erlauben können.

Z. B. acht Stunden ohne Pause, noch relativ harmlos.

Den Arbeitsvertrag habe ich zerrissen.

Da pfeif ich lieber laut im Wald. 🙂

Und guck mal, wie man da quertreiben kann.

"Arbeiten um zu leben", natürlich.
 
Das Problem ist mit einem Mini-Job z.Bsp. kommst Du nicht vom JC weg, da sitzen sie Dir im Nacken und wollen dich in VZ bringen, weiter in Maßnahmen stecken, etc.
Wenn man komplett weg dort möchte, dann ist ein Vollzeitjob fast unumgänglich und selbst da sind heutzutage manchmal noch Zuschüsse vom Amt nötig.
Du könntest Dir auch einen Job suchen, bei dem Du in Teilzeit (also z.Bsp. 20 Std./Woche) gut genug verdienst um absolut unabhängig zu sein. So einen Job wirst Du ungelernt aber wahrscheinlich nicht unbedingt bekommen.

Bleibst Du abhängig, wird man auch alles dran setzen, dass Du dies eben nicht auf Dauer bleibst. Irgendwie auch logisch. Wundert mich gerade sowieso etwas, dass das JC so lange die Füße still hält und Dich nicht in eine Ausbildung o.Ä. bringen möchte.

Da würde ich mir lieber aus Eigeninitative etwas suchen, das mir gefällt, als auf die Angebote vom JC zu warten, die mir am Ende 0 liegen.
 
Entschuldige bitte, aber meinst du das ist richtig ?
Wie planst du denn deine Zukunft ? Oder ist die das alles egal...

Ehrlich gesagt plane ich weder meine Zukunft noch mein Leben im allgemeinen. Klar, auf kurze Dauer plane ich schon..bspw mein Wochenende oder so. Aber längerfristig? Nein da plane ich tatsächlich nicht..eben auch weil ich keinen Plan habe und es auch nicht wirklich was zu planen gibt.

Von der Rente einmal abgesehen:
Wie kann man es sich mit den paar Mark denn gut gehen lassen ?
Kannst du mal in den Urlaub fahren oder dir mal etwas leisten wie ein Auto oder kannst du auch mal mit Freundin oder Freund gut essen gehen ?

Ein Auto kann ich mir leisten. Ansonsten lass ich es mir schon gut gehen. Ab und zu ne Pizza oder ein Rinderfilet mit Freunden im Restaurant kann ich mir auch leisten. Ich denke schon dass ich es mir gut gehen lasse.. nur was bedeutet "es sich gut gehen lassen" denn überhaupt für dich? Einkaufen und konsumieren?

Falls du mal heiraten willst.. wie würde dann die Hochzeit aussehen mit dem Budget ?
3 Gäste, Standesamt, Brautkleid aus dem Secondhand Markt.. Käsekuchen als Hochzeitstorte und anstatt Sekt gibts dann Aldi Bier und auf den Fotograf sei sowieso gepfiffen.. daran will sich niemand erinnern.

Das Thema Frauen habe ich abgehakt..bin seit über 10 Jahren Single und da läuft eh nie was. Damit hab ich mich abgefunden.

Entschuldige bitte meine recht harten Worte, aber das empfinde ich einfach nur als absolut unbedacht und auch sehr fahrlässig gegenüber seinem eigenen Leben.

Mag zwar genug geben die mit praktisch "nichts" schon zufrieden sind, jedoch haben die meisten Menschen Ansprüche und auch Wünsche die sie sich gelegntlich einmal erfüllen möchten.
Ich bezweifel das so etwas mit ALG II realisierbar ist.

Was kann man sich denn später mit seinem eigenen Leben kaufen? Was ist der Unterschied ob ich später als reicher Geschäftsmann sterbe, oder als jemand der ALGII bezieht? Kaufen kann ich mir weder mit dem einen noch mit dem anderen was. Und es ist ja nicht so als würde später abgerechnet werden ob ich ein "gutes" oder "erfolgreiches" Leben geführt habe, oder eben nicht. Tot ist tot, es ist ja nicht so als müsste ich später die Konsequenzen dafür tragen ob ich ein "erfolgreiches" Leben geführt habe oder nicht. Wobei ich mich dann wieder mal frage wann man denn üBerhaupt "erfolgreich" ist? Je mehr Geld man ansammelt und verdient umso erfolgreicher ist man und um so mehr kann man davon reden dass ich ein "erfolgreiches tolles gutes Leben" geführt habe? Wer legt das denn überhaupt fest? Ich denke mal das System in dem wir leben legt das fest. Wer Kohle hat und viel konsumieren kann ist ein toller erfolgreicher interessanter Mensch, alle anderen sind Versager.


Ich finde es relativ sinnbefreit seine kostbare Lebenszeit mit einer Arbeit zu verbingen, der man nur nachgeht um konsumieren zu können. Denn das ist die Ideologie der heute viele Menschen hinterherhecheln: ständiger Konsum und Karriere. Ein eigenes Haus, einen PKW (am besten Pro Person einen), regelmäßig Urlaub im Ausland - am besten Flugreisen, ständig draußen Geld ausgeben, ständig neue Klamotten kaufen usw. Schneller, höher, weiter. Immer mehr haben und erreichen wollen. Unendliches Wachstum - auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen. Dem habe ich mich schon direkt nach der Schule entzogen. Das Abi wollte ich dann später zwar nachholen, habe aber für mich persönlich keinen Sinn darin gesehen (außer dass man in der Abendschule super gut flirten konnte bzw. man angeflirtet wurde).

Ganz genau! Und solche Menschen werden dann als "interessante" "erfolgreiche" Menschen betrachtet. So als hätte man nur dann etwas erreicht.

Ich lebe ähnlich wie der nette Kerl hier (allerdings bin ich lebhafter 🙂):

https://www.youtube.com/watch?v=kazLxiXE3zw

Hab ich auch gesehen.. echt ne Schlafpille der Typ 😀
 
Ich finde es relativ sinnbefreit seine kostbare Lebenszeit mit einer Arbeit zu verbingen, der man nur nachgeht um konsumieren zu können. Denn das ist die Ideologie der heute viele Menschen hinterherhecheln: ständiger Konsum und Karriere.
[...]
Dem habe ich mich schon direkt nach der Schule entzogen. Das Abi wollte ich dann später zwar nachholen, habe aber für mich persönlich keinen Sinn darin gesehen (außer dass man in der Abendschule super gut flirten konnte bzw. man angeflirtet wurde).
Warum verbindest du Arbeit gleichzeitig mit einer "sinnfreien" Tätigkeit und Konsum?

Ich würde behaupten, du kennst deine Fähigkeiten und Interessen gar nicht. Oft entwickeln oder ändern sich diese erst durch Herausforderungen. Manche Menschen schalten dann ab und sind geben sich mit einem geregelten Arbeitsleben zufrieden, wieder andere nutzen die Chance und erkunden ihre neuen entdeckten Fähigkeiten.
 
Ganz genau! Und solche Menschen werden dann als "interessante" "erfolgreiche" Menschen betrachtet. So als hätte man nur dann etwas erreicht.

Es gibt aber auch Menschen, die keine Lust haben, sich den Tag über mit Gedanken rund ums Geld zu beschäftigen und ihre Arbeit gerne machen, weil sie ihrem Interesse und ihren Fähigkeiten entspricht.

Ich finde, beides ist in Ordnung und da gibt es auch viele Zwischentöne. Ich mag auch das Modell von bird on the wire mit der Vollzeitarbeit und dem einen Jahr Freistellung.

Wenn man mit seinem Teilzeitgehalt zufrieden ist, spricht absolut nichts dagegen. Aber ständig auf den Konsum anderer zu schießen zeugt dann doch von leichter innerer Unzufriedenheit.

Bei Aussagen wie "Ich muss mich mit Flugreisen nicht beschäftigen und habe nach einer Woche sowieso alles wieder vergessen" frage ich mich, ob man sie nicht doch machen würde, wenn man das Geld dafür einfach geschenkt bekommen oder eingeladen würde. Oder warum beschäftigt man sich sonst überhaupt mit dieser Frage.
 
Wenn ich einen Mini-Job hätte, kann das JC mich zwingen, diesen Job zu kündigen, um eine von ihnen ausgesuchte Vollzeitstelle anzunehmen, selbst wenn der Mini-Job mir gefällt und der neue Job überhaupt nicht zu mir passt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Die müssten doch froh sein, wenn man etwas hat, und wenn der neue Arbeitgeber dann auch meint, man ist für diesen neuen Job ungeeignet, kann man nicht in den alten zurück und hat dann wieder gar nichts..

Bei Aussagen wie "Ich muss mich mit Flugreisen nicht beschäftigen und habe nach einer Woche sowieso alles wieder vergessen" frage ich mich, ob man sie nicht doch machen würde, wenn man das Geld dafür einfach geschenkt bekommen oder eingeladen würde. Oder warum beschäftigt man sich sonst überhaupt mit dieser Frage.

Wenn die Reise gratis wäre, würde wohl niemand Nein sagen. Aber wenn ich zb. 1000€ gespaart und zur freien Verfügung hätte und dann entscheiden könnte, zwischen einer Reise oder einer neuen Couch, würde ich mich für letzteres entscheiden. Man hat langfristig einfach mehr davon.
 
Wenn ich einen Mini-Job hätte, kann das JC mich zwingen, diesen Job zu kündigen, um eine von ihnen ausgesuchte Vollzeitstelle anzunehmen, selbst wenn der Mini-Job mir gefällt und der neue Job überhaupt nicht zu mir passt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Die müssten doch froh sein, wenn man etwas hat, und wenn der neue Arbeitgeber dann auch meint, man ist für diesen neuen Job ungeeignet, kann man nicht in den alten zurück und hat dann wieder gar nichts..

Ich denke schon, dass die das können. Vorrang hat vermutlich der sozialversicherungspflichtige Job.



Wenn die Reise gratis wäre, würde wohl niemand Nein sagen. Aber wenn ich zb. 1000€ gespaart und zur freien Verfügung hätte und dann entscheiden könnte, zwischen einer Reise oder einer neuen Couch, würde ich mich für letzteres entscheiden. Man hat langfristig einfach mehr davon.

Vielleicht muss man sich aber gar nicht zwischen Reise und Couch entscheiden, sondern kauft die Couch und verreist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke du hast einfach das "pech" in einem Wohlfahrtsstaat geboren zu sein. Dir fehlt die herausforung zu überleben. In deutschland gibt es die einfach nicht, selbst wenn du dich aushungern willst wirst du irgendwann zwangsernährt.

In anderen staaten wüsstest dubdeine couch zu schätzen wie einen gral, denn du hättest wohl viele opfer dafür bringen müssen. Die sinnentleerung deraufopferung für dein eigenes leben ist quasi durch den gedanken gekommen, dass du die wahl hast, dich ohne kosequenzen nicht aufzuopfern.

Vielleicht gibt es einfach Menschen die den Kick des Überlebenskampfes brauchen um auch die motivation und ausdauer zu haben. Ich würde ein auslandsjahr empfehlen. Ds muss nichtmal ein entwicklungsland sein, Griechenland oder slowenien haben ebenfalls keine grundsicherung.
 

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