wenn man es so exzessiv betrieben hat wie ich, wird man vergesslich und man verblödet regelrecht.
da das Spiel nur ein Minimum an Gehirnleistung fordert, stellt sich das Gehirn drauf ein und scheint die unnötigen Gehirnzellen einfach zu deaktivieren.
man wird krass vergesslich. man kann keine Konversation führen, ohne in jedem Satz einfachste Worte und Gedankengänge nicht mehr zu "finden". man stottert ...
Skynd
Omg wie recht du hast! Dachte ich bilde mir das nur ein bzw. ich wäre ein Sonderfall diesbezüglich...
Aber es stimmt. Ich habe auch Jahre lang WoW gezockt und das auch sehr intensiv. Ich habe öfters zwischendurch WoW-Pausen eingelegt, die gingen dann höchstens mal für 4-5 Monate und trotzdem hab ich immer wieder neu angefangen. Es kommt häufig vor, dass ich mir Gedanken darüber mache, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich
nicht durch meinen Bruder auf dieses Spiel gekommen wäre. Im nachhinein ist mir auch bewusst geworden, dass ich damit meine ganze Jugend weggeworfen habe. Ich drücke es mal so aus: die letzten Jahre war ich wie in Trance und auch jetzt noch geht es mir nicht viel anders. Ich habe in der Zeit zwar beruflich nicht viel verpasst (Ausbildung + Fachabi durchgezogen), aber jetzt habe ich wieder ein ganz großes Problem: was nun... .
WoW hat mir meine ganzen Illusionen genommen, habe keine Vorstellungen darüber, was ich in Zukunft machen will.
Die Gedächtnisprobleme kann ich nur bestätigen! Früher konnte ich mir jeden Scheiß merken und nun vergess ich die einfachsten Dinge. Das merk ich schon daran, dass ich das gelernte nur in einem kurzen Zeitraum speichern kann...nach 2 Wochen ist der Großteil dessen was ich gelernt habe, wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden und ich frage mich ganz ehrlich: Wird sich das irgendwann wieder einspielen, wenn man anfängt Jahre lang ohne WoW zu leben oder sind die Gehirnzellen so verkalkt, dass das nichts mehr wird?
Wenn mir jemand was erzählt, dann krieg ich das auch nicht mehr so einfach mit...irgendwie interessiert mich das Ganze auch nicht mehr und die Sache mit dem Sprechen ist ein weiteres Problem. Ich bin nicht mehr in der Lage mich sprachlich normal zu artikulieren. Beim Schreiben geht das wunderbar, damit habe ich überhaupt keine Probleme. Doch wenn ich dann mal etwas sagen will, vergesse ich nach dem zweiten Satz schon wieder meinen Gedanken, worauf ich anfangs noch hinaus wollte...Das hat mir auch jemand bestätigt: Er meinte ich wäre üerhaupt nicht kompetent und ich würde nicht auf den Punkt kommen.
Der TE kann sich glücklich schätzen, dass er noch "reale" Freunde hat. Bei mir ist der Kontakt längst schon verflogen und ich bin irgendwie auch nicht mehr in der Lage neue Freundschaften zu schließen. Denn in den Paar Jahren bin ich ziemlich Depressiv geworden. (sehe alles negativ usw..) und egal wie oft ich versucht habe mit WoW aufzuhören, um mein richtiges Leben wieder einen Sinn zu geben...ich habe versagt und aufgrund der zahlreichen Rückschläge bin ich immer wieder zu dem alten Trott zurückgekehrt und habe wieder angefangen.
Ich kann dir nur raten mach nicht den gleichen Fehler. Fang blos nicht wieder damit an, denn die Sucht ruiniert nicht nur dein Leben, sondern auch dich selbst. Hätte ich die Wahl gehabt würde ich mit jedem anderen Menschen tauschen und je tiefer man in diese Misere reingerät, desto schwieriger bzw. schier unmöglich scheint es, dort wieder herauszukommen.