Erna3:
Du hast mir das Wichtigste nochmal bewusst gemacht, ich kann einfach nur ich selbst sein. Und genau diese Person fand er ja auch attraktiv! Blöderweise habe ich früher alle Versuche seinerseits, etwas privater zu werden, immer abgeblockt. Und jetzt würde ich das soz. wieder gerne "zurücknehmen".
Ich denke, du siehst deine Situation sehr realistisch und so sachlich, wie es eben geht. Ich denke auch, was du gemacht hast war nicht zu viel und nicht zu wenig. Er muss ja da etwas gemerkt haben und ich denke, wenn er denn will, dann wird er schon irgendwie darauf eingehen.
Das mit deinem Mann tut mir leid.
TA2:
Bei mir ist es so, dass ich Körperkontakt mit Fremden generell nicht so mag. Manchmal habe ich bei ihm einfach weggezuckt, weil ich so überrascht war und Angst bekommen habe, einfach weil ich es nicht erwartet hatte.
Ihn zufällig zu treffen wäre für mich ideal, aber die Praxis ist in einer anderen Stadt.
Ich kenne ihn privat nicht sehr gut, weil ich nie nachfrage, wenn er etwas von sich sagt. Irgendwie werde ich immer nervös und gehe nicht darauf ein, obwohl er schon oft angefangen hat zu erzählen. Das ist ja mein Problem mit dem "abblocken". Also, ein bisschen kenne ich ihn schon, zumindest seine Interessen, würde ich sagen. Ich bin auch schon seit Jahren bei ihm in Behandlung und wie gesagt, am Anfang war da von mir aus wirklich nichts. Ich kann gar nicht verstehen, wie es mich jetzt so stark erwischen konnte.
Gast bez. Status:
Ich denke, Leute, denen es um Status geht oder um das Abhängigkeitsverhältnis, wiederholen immer das gleiche Muster. Also sie verlieben sich immer wieder in Ärzte/übergeordnete Personen/Personen, die berufliche "Helfer" sind oder beruflich Zuwendung geben.
In meinem Fall - und so erscheint mir das auch bei den anderen in diesem Thread zu sein - ist es so, dass ich leider in der Vergangenheit nur zu oft in Krankenhäusern war und mit Ärzten zu tun hatte. Verliebt habe ich mich nie. Auch nicht früher zu Schulzeiten in einen Lehrer oder so.
Ich denke, es gibt sicher Formen der Übertragung, aber es gibt auch etwas ganz normales, menschliches, nämlich, dass ein Mensch sich zu einem anderen hingezogen fühlt, einfach so, wegen dem gesamten Wesen, Mimik, Gestik, das Lachen, die Art zu Reden, die Stimme.
Problematisch ist hier, abzuschätzen, was berufsbedingte und was darüber hinausgehende Nähe ist.
Junesun:
Diese "Schreckstarre" habe ich auch! Und die hatte ich auch mehrmals bei dem Arzt und irgendwann danach ist er dann zurückhaltender geworden.
Tut mir leid, was dir passiert ist.
Maria:
Ja, du hast wohl leider recht. Trotzdem denke ich mal bis Dienstag über so ein Zeichen nach. Oder vielleicht drücke ich ja seine Hand doch etwas länger, falls ich mich spontan traue. So etwas muss dann wirklich spontan sein, da werde ich nichts planen.
Ich kann dich leider so gut verstehen! Die Situation mit dem Halsabtasten hatte ich auch schon... Ich kann ihm auch nicht mehr in de Augen schauen und schaue verlegen weg. Das Schlimmste sind immer seine Blicke. Als ob er ständig versucht herauszufinden, ob ich nur Angst habe oder ob ich verlegen bin. Ich habe das Gefühl wir bewegen uns ständig hin und her.
Eins weiß ich: so wie er schaut, ist er anders an mir interessiert, als nur als Patientin. Aber das muss ja nicht wirklich etwas heißen. Man kann ja auch jemanden nur attraktiv finden.
Ich bin ja am Dienstag da und das ist dann auch mein letzter Termin, der nächste wäre in zwei Monaten. Allerdings ist ein Ende der Behandlung nicht vorgesehen. Das wäre dann auch ein Problem, dass ich dann einen neuen Arzt finden müsste, falls er mich auf einen Kaffee oder so einladen würde.
Wenn ich das so schreibe, denke ich mir, er steht einfach nicht auf mich. Denn sonst hätte er doch einen Weg gefunden, mich mal zu fragen. Aber da ist eben mein Abblocken und sein Status, der in diesem Fall ja sogar stört und deshalb bin ich mir nicht sicher.
Am schlimmsten finde ich, dass ich jeden Tag an ihn denke und er wird nicht besser. Ich glaube, wenn er am Dienstag nichts macht, dann werde ich versuchen, das irgendwie zu vergessen. Ich will ja auch einen Mann, der mutig genug ist, mich zu fragen.