Gast8, dass du auch geschrieben hattest, habe ich erst heute gesehen. Das tut mir leid, wir müssen uns wohl überschnitten haben. (Ich brauchte ewig, um meinen ersten Beitrag zu verfassen....)
Danke! Du hast recht, es kann ewig so weiter gehen.
Ich hatte das mit dem Rezept auch aufgeschoben und bin erst hin, als ich es wirklich haben musste. Ich wollte ihn so sehr nicht sehen. Und als das dann geklappt hat, war ich aber enttäuscht.... und dann habe ich mich selbst nicht verstanden.
Lisa: ohje, da steckst Du aber auch gerade in einer argen Gefuehlskrise. Ich kenne die Situation leider auch zu gut. Auf der einen Seite bedrueckt es mich sehr, wenn ich lange keinen Grund habe ihn zu sehen, auf der anderen Seite schiebe ich Dinge, die gemacht werden muessen auf, weil ich mich danach ja auf keinen Termin mehr freuen kann. Und wenn der Termin auf mich zukommt war ich teilweise vorher nervlich ziemlich unten und haette mir gewuenscht, dass ich ihn nochmals aufschieben kann. Genauso wenn ich was in der Praxis abholen muss. Auf der einen Seite habe ich Angst ihn dort zu treffen, auf der anderen Seite bin ich enttaeuscht wenn ich ihn nicht sehe. Und wenn ich ihn sehe bin ich enttaeuscht, wenn nur ein kurzes "Hallo" kommt, obwohl die Situation mit Sprechstundenhilfen und anderen Kunden drumherum oft halt auch gar nichst anderes zulaesst.
Bei normalen Terminen hat sich das bei mir mittlerweile gluecklicherweise etwas gelegt, aber wenn ausser der Reihe etwas ansteht oder ich ihn um etwas ungewoehnliches bitte (wie beispielsweise um das Treffen) geht es mir noch genauso. Ich versuche mich dann immer damit zu beschwichtigen, dass es nicht verboten ist, sich in jemanden zu verlieben und das er es nicht wert waere dass ich mich verliebe, wenn er es nicht schaffen wuerde mit der Situation angemessen umzugehen, auch wenn die Gefuehle nicht auf Gegenseitigkeit beruhen. In dieser Hinsicht versuche ich mich einfach ihm anzuvertrauen. Und er ist sicher kein Mensch, der in solch einer Situation verletzend reagieren wuerde - zumindest nicht absichtlich. Die Angst vor Zurueckweisung geht davon zwar nicht weg, aber sie ist auch einfach menschlich. Waeren wir in dieser Hinsicht eiskalt und abgebrueht - dann waeren wir im Grunde auch viel weniger liebenswert 🙂
Genau, ich vermisse ihn, wenn ich ihn gar nicht sehen kann und traue mich aber doch nicht hinzugehen. Wenn ich dann hingehe, will ich ihn nicht sehen, bin aber enttäuscht, wenn es so ist und vermisse ihn mehr. Wenn ich ihn nur kurz in der Tür sehe, dann sind natürlich die Angestellten und Kunden überall und dann bin ich enttäuscht, wenn er nur hallo sagt. Aber manchmal kam selbst dann dieser Blick von ihm, der mich fertig macht. Ich hatte schon den Eindruck, dass eine Angestellte etwas mitbekommen haben müsste....
Ich finde die Idee gut, sich vorzusagen, dass es nicht verboten ist, sich zu verlieben und dass, wenn er nicht damit umgehen könnte, selbst wenn es ihm nicht so geht, er dann sowieso nicht der wäre, für den ich ihn halte. Das werde ich mal die nächsten Tage üben.
Bei mir ist es leider so, dass es immer verkrampfter wurde, weil er auch bei normalen Terminen komische Sachen macht oder Andeutungen und ich dann völlig nervös werde. Ich glaube, er interpretiert immer meine Angst als Ablehnung.
Und nun zu gestern: ich weiss gar nicht so recht was ich alles erzaehlen soll. Also erstmal vorweg: es gab keine Kuesschen oder Umarmungen. Das haette sich in dem Kontext auch nicht angeboten und ich glaube auch, dass er sich das im Moment niemals trauen wuerde, selbst wenn ihm danach waere. Und ich ja sowieso nicht. Allerdings musste er mir situationsbedingt einmal sehr nahe kommen. In einer voellig normalen Situation. Interessanterweise hat er das aber angekuendigt anstatt es einfach zu machen und ich habe entsprechend nichts unternommen um es zu verhindern. Danach gab es dann eine zufaellige Beruehrung in aehnlichem Kontext wie vor ein paar Monaten schon mal, wo ich weggezogen habe. Nur war ich diesmal darauf gefasst und habe entsprechend auch nicht erschrocken reagiert. Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken (Erna, Du bist nicht die Einzige, die sich ueber alles den Kopf zerbricht 🙂 ) aber ich frage mich jetzt halt wirklich, ob er mein Zurueckzucken damals registriert und auch sehr eindeutig bewertet hat.
Ausserdem habe ich ein wenig ueber seine Ehe erfahren. Er hat sich nicht negativ geaeussert, aber es klang alles ein wenig distanziert. Aber da interpretiert man halt schnell zu viel rein ...
Dann scheint er sich durchaus Gedanken zu machen, wie er auf mich wirkt und wie gewisse Dinge bei mir ankommen. Jedenfalls hat er von etwas erzaehlt, dass ich in dieser Form nie tun wuerde. Er wusste (ohne dass ich es gesagt haette), dass das fuer mich nicht in Frage kaeme und fing dann regelrecht an sich dafuer zu rechtfertigen. Dabei ist es ueberhaupt nichts Schlimmes und in seiner Situation auch voellig verstaendlich, dass er so handelt. Ich mache es halt anderst und Punkt. Irgendwie fand ich das noch putzig zumal die meisten Maenner wohl eher damit angegeben haetten 🙂
Und ich kenne jetzt noch ein Hobby und einige Weltanschauungen die wir teilen. Lustigerweise Duzen wir uns zwar immer noch nicht, dafuer lag das "Wir" sehr dominant in der Luft. Ich gib's zu, wir haben auch ziemlich gelaestert und es war wirklich lustig.
Ich war dann auch so mutig und habe ihn gefragt, ob wir nicht mal was zusammen machen wollen (in Sachen gemeinsames Hobby). Leider habe ich mir da einen glatten Korb eingefangen. Allerdings einen verstaendlichen: er kann es im Moment aus gesundheitlichen Gruenden gar nicht ausueben.
Alles in allem wirkte er aber bei allem was er tat sehr entschlossen. Er sagte mehrfach, dass er einfach das tut, was ihm Spass macht, erwaehnte auch nochmal nebenbei, dass es ein privater Ausflug fuer ihn war und lehnte ganz klar ab, als ich ihm als Gegenleistung eine Kleinigkeit zu essen bezahlen wollte.
Nun ja, mal sehen wie es weitergeht ...
Das kenne ich auch, dass das "wir" so dominant in der Luft liegt.
Ich finde, er war schon sehr deutlich zu dir. Er muss dich schon sehr mögen und die Zeit mir dir genießen.
Auch die Sache, dass es darauf Wert legt, was du zu bestimmten Dingen denkst und sich rechtfertigt, kommt mir bekannt vor.
Also, ich könnte mir schon vorstellen, dass da bei euch mehr ist.
Erna, aber du könntest ihn doch auch privat erreichen mit einem Brief. Allerdings verstehe ich dich. Ich denke ja auch, wenn er etwas will, muss er auf mich zugehen. Ich würde ihm einfach gerne mehr zeigen, wie sehr ich ihn mag und mich nicht immer so erschrecken und abblocken.
Ich hatte ja das Gefühl, dass da wirklich etwas war von ihm und vielleicht hat er mich jetzt schon völlig vergessen nachdem ich so kühl war. Und ich zerbreche mir hier den Kopf (und das Herz).
Ich glaube, die Angst vor Zurückweisung ist nicht halb so groß wie die davor, sich lächerlich zu machen.