Hallo,
auch ohne das ich jetzt jeden Beitrag hier gelesen hätte bin ich doch der Ansicht das Deutschland bezüglich der Fremdbetreuung auf einem falschen Weg ist!
Man muß einfach Wege finden die wieder die Familie an erster Stelle sieht und eben nicht einen Arbeitsplatz.
Zum einen muß sich dafür Arbeit wieder lohnen, es kann nicht sein dass viele Eltern selbst mit Arbeit nicht über die Runden kommen (Aufstocker z.B), genausowenig wie es sein darf das Alleinerziehende oftmals keine andere Wahl bleibt ihre Kinder in fremde Hände "abzuschieben"!
Zum anderen muß sich aber meiner Ansicht nach auch das Denken innerhalb der gesamten Gesellschaft wieder zugunsten der Familien entwickeln. Es darf nicht sein dass Eltern als asozial beschimpft werden nur weil sie Prioritäten anders setzen und ein Kindeswohl über das Wohl der Wirtschaft stellen!
Ich selber bin auch alleinerziehend, ich hatte zu Zeiten als es nötig war lediglich den Luxus das ich zur Betreuung Verwandte hinzuziehen konnte. Ohne diesen Luxus wäre ich allerdings damals auch nicht in dem Umfange arbeiten gegangen wie ich es getan habe! Ganz klar, meine Priorität sind meine Kinder, und ich bin der Ansicht dass es jedem Elternteil möglich sein sollte dies genauso festlegen zu können, und zwar auch ausdrücklich ohne deshalb schlechter gestellt zu sein. Weder finanziell noch gesellschaftlich!
Man muß wieder dahin kommen dass sich die Wirtschaft (AG) nach den Familien richtet, und nicht, dass sich Familien nach der Wirtschaft, dem Arbeitgeber richten müssen.
Dazu müßte eben geschaut werden wie man es den Eltern ermöglichen kann so viel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen, und nicht wie es ist, das geschaut wird welche Möglichkeiten es gibt oder geben könnte um Elternteile in Vollzeit plus Wochendarbeit plus Überstunden zu halten!
Ich bin selber auch Arbeitgeber, zwar habe ich keine Angestellten welche durch Arbeit und Familie auf Kita angewiesen sind, doch hätte ich sie dann würde ich auch mit "Fehlzeiten" zurechtkommen welche sich durch ein Dasein als Elternteil ergeben! Wenn man als AG Bescheid weiß kann man auch ein fehlen einkalkulieren. Nichts anderes ist es würde ein Arbeitnehmer langfristig erkranken. Man kalkuliert schlichtweg anders, ich würde 1-2 Minijobber oder 1 Teilzeitkraft einstellen und das "Problem" wäre für mich gelöst, völlig im Einklang mit dem Arbeitnehmer der wegen seinen Kindern zuhause bleiben möchte.
Dazu kann mir auch sonstjemand erzählen das sowas ja nur im Einzelfall oder im Kleinen möglich ist, ich aber sage oder behaupte dass sowas überall möglich wäre, was einzig fehlt ist ein Wille als auch eine gesetzliche Vorgabe, ein Rahmen. Zugegeben, möglicherweise würden sich dadurch Kosten erhöhen welche dann letztlich durch Konsum auch auf jeden einzelnen Arbeitnehmer zurückfallen würden. Doch um solche Mehrbelastungen abzufangen wäre es an der Politik, z.B durch Senkung der Mehrwertsteuer einen angemessenen Ausgleich zu schaffen, es ist nur eine Frage des politischen Willens...
LG
WestMann