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Vielleicht bringst Du mal ein Beispiel, wo sich soziale Unterstützung negativ auswirkt?

Wenn du erlaubst, springe ich hier schnell mal ein:

Co-Abhängigkeit bei Alkoholkranken... Sicherlich gut gemeint von Angehörigen / Freunden /Arbeitskollegen den Suchtkranken zu decken und zu unterstützen... doch fatal für alle Beteiligten... Und auch wieder ein gutes Beispiel wie ein Problem wächst, wenn es nicht direkt angegangen wird.
 
Vielleicht bringst Du mal ein Beispiel, wo sich soziale Unterstützung negativ auswirkt?

Soziale Unterstützung kann dich bestärken in der Hinsicht, dass du dich hinsichtlich entsprechender sozialer Beziehungen und des Wissens, dass du dich auf diese verlassen kannst, nicht alleine bist.
Deshalb geht damit auch meist mehr Wohlbefinden einher. Stress oder allgemein einschlagen Lebensereignisse lassen sich so besser bewältigen.
Ja, Co Abhängigkeit kann so ein Beispiel sein. Oder wenn die Qualität deiner sozialen Beziehungen nicht die ist, die dich auffängt, sondern mit übertriebener Sorge reagiert, dich diskriminiert, nicht ernst nimmt oder gar abwertet. Oder auch wenn dich sogenannte Freunde beim Aufsuchen von Hilfe beispielsweise emotional erpressen und damit deine Hilflosigkeit ausnutzen usw.
 
Manchmal liegt man halt mit der "Hilfe" auch komplett daneben, auch wenn man denkt, was man schreibt muss doch super hilfreich sein. Dann muss man das eben akzeptieren, dass derjenige die HIlfe nicht annehmen will oder kann und sich etwas zurück nehmen.

Das ist für mich einer der wichtigsten Aussagen in diesen Thread. Wenn man merkt, dass man den TE nicht erreicht, dann soll man es einfach lassen.

Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Man kann eine Erkenntnis auch nicht in den anderen "reinprügeln".
Und doch sehe ich immer wieder, dass genau das in diesem Forum versucht wird. Im Endeffekt entsteht nur Streit und böses Blut.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Styx.85

Ich sag´s gern noch mal: Es ging mir um das Wie. Wie teilt man die "harte Wahrheit" mit? Versuche ich es mit Schock oder eher auf die nette Art. Und auch generell darum abzuwägen ob es denn überhaupt angebracht ist, die "harte Wahrheit" zu verkünden oder eben nicht.

Im Raucherbeispiel ging es auch eher um das wie als um das ob.

Du schreibst: "Man kann jedoch von keinem User erwarten, dass er über den Bildschirm erkennt, dass sein Diskussionspartner eventuell ein psychisches Problem hat" Mag sein, wenn ich jetzt vielleicht im Farmerama-Forum wäre, aber hier finde ich den Gedankensprung jetzt nicht so krass. Speziell ging es um Traumata, womit rechnest du denn da bitte?

Ja, das Engagement in Gruppen wurde angesprochen, das stimmt. Und es nicht geeignet für jemanden, der hier ganz neu reinkommt, keinen kennt und sich hier etwas geschützter mitteilen möchte.

Generell habe ich den Eindruck, dass hier so die Message mitklingt: "Na dann haben die stilleren Menschen eben Pech. Sie können ja gehen (in Gruppen) wenn es ihnen nicht passt. Und überhaupt, das hier soll und kann ja auch keine Therapie ersetzen."

Das find ich grad in diesem Forum umso unpassender. Eigentlich finde ich es nur selbstsüchtig sich hier rumzutreiben, wenn man selbst keinerlei Probleme hat und nicht die Absicht irgendwem zu helfen. Ich mein, still mitlesen ist ja das Eine, aber dabei bleibt ja eben nicht.

Und am Ende steht, ja Pech, ist halt das Internet, was erwartest du?

Erwarten ist vielleicht falsch. Ich erwarte hier keinen spezielleren oder geschützteren Umgang. Ich hoffte, dass es hier vielleicht so ist. Und ein wenig ist es das auch.

Es geht mir um die lauten Stimmen, die einfach keine Rücksicht nehmen möchten.
 
Ja, Co Abhängigkeit kann so ein Beispiel sein. Oder wenn die Qualität deiner sozialen Beziehungen nicht die ist, die dich auffängt, sondern mit übertriebener Sorge reagiert, dich diskriminiert, nicht ernst nimmt oder gar abwertet. Oder auch wenn dich sogenannte Freunde beim Aufsuchen von Hilfe beispielsweise emotional erpressen und damit deine Hilflosigkeit ausnutzen usw.
Ehrlich gesagt würde ich dann nicht mehr von "Unterstützung" sprechen. Das ist eher Feindlichkeit im sozialen Kontext ;-).
 
@Styx.85

Ich sag´s gern noch mal: Es ging mir um das Wie. Wie teilt man die "harte Wahrheit" mit? Versuche ich es mit Schock oder eher auf die nette Art. Und auch generell darum abzuwägen ob es denn überhaupt angebracht ist, die "harte Wahrheit" zu verkünden oder eben nicht.

Im Raucherbeispiel ging es auch eher um das wie als um das ob.

Du schreibst: "Man kann jedoch von keinem User erwarten, dass er über den Bildschirm erkennt, dass sein Diskussionspartner eventuell ein psychisches Problem hat" Mag sein, wenn ich jetzt vielleicht im Farmerama-Forum wäre, aber hier finde ich den Gedankensprung jetzt nicht so krass. Speziell ging es um Traumata, womit rechnest du denn da bitte?

Ja, das Engagement in Gruppen wurde angesprochen, das stimmt. Und es nicht geeignet für jemanden, der hier ganz neu reinkommt, keinen kennt und sich hier etwas geschützter mitteilen möchte.

Generell habe ich den Eindruck, dass hier so die Message mitklingt: "Na dann haben die stilleren Menschen eben Pech. Sie können ja gehen (in Gruppen) wenn es ihnen nicht passt. Und überhaupt, das hier soll und kann ja auch keine Therapie ersetzen."

Das find ich grad in diesem Forum umso unpassender. Eigentlich finde ich es nur selbstsüchtig sich hier rumzutreiben, wenn man selbst keinerlei Probleme hat und nicht die Absicht irgendwem zu helfen. Ich mein, still mitlesen ist ja das Eine, aber dabei bleibt ja eben nicht.

Und am Ende steht, ja Pech, ist halt das Internet, was erwartest du?

Erwarten ist vielleicht falsch. Ich erwarte hier keinen spezielleren oder geschützteren Umgang. Ich hoffte, dass es hier vielleicht so ist. Und ein wenig ist es das auch.

Es geht mir um die lauten Stimmen, die einfach keine Rücksicht nehmen möchten.

Die Art wie man etwas aufnimmt hängt mitunter auch mit deiner jeweiligen Grundstimmung zusammen.
So sagt man, wer ohnehin schon negativ gestimmt ist oder beispielsweise misstrauisch wird andere Personen sowie ihr Handeln und ihre Aussagen such kritischer bzw. negativer gewichten und interpretieren, als jemand, der positiv und gelassen gestimmt ist. Ein solcher wird in der Einschätzung und Kritik seines Umfeldes wohlwollender und damit positiver sein.
Ein Beispiel dafür wäre zum Beispiel wenn dich ein Kollege nicht leiden kann. Einfach so. Du kannst noch so nett sein, noch so sehr dich bemühen, derjenige wird dich standardmäßig negativ bewerten.
Auf diese Weise können auch Ungerechtigkeiten entstehen.

Man sagt zwar der Ton macht die Musik. Doch zwei Personen können denselben Inhalt unterschiedlich interpretieren.
Was für den einen zu hart klingt, ist in den Augen eines anderen normal sachlich.

Also Kommunikation ist stets eine Wechselbeziehung zwischen Sender und Empfänger.

Über das Internet kannst du nicht sehen wie dein Gegenüber gestimmt ist. Es fällt uch jegliche Modulation der Stimme, Gestik und Mimik weg. Hier steht nur das geschriebene Wort. Und auch das kann fehlinterpretiert werden.
 
@Styx.85

Ich sag´s gern noch mal: Es ging mir um das Wie. Wie teilt man die "harte Wahrheit" mit? Versuche ich es mit Schock oder eher auf die nette Art. Und auch generell darum abzuwägen ob es denn überhaupt angebracht ist, die "harte Wahrheit" zu verkünden oder eben nicht.

Im Raucherbeispiel ging es auch eher um das wie als um das ob.

Du schreibst: "Man kann jedoch von keinem User erwarten, dass er über den Bildschirm erkennt, dass sein Diskussionspartner eventuell ein psychisches Problem hat" Mag sein, wenn ich jetzt vielleicht im Farmerama-Forum wäre, aber hier finde ich den Gedankensprung jetzt nicht so krass. Speziell ging es um Traumata, womit rechnest du denn da bitte?

Ja, das Engagement in Gruppen wurde angesprochen, das stimmt. Und es nicht geeignet für jemanden, der hier ganz neu reinkommt, keinen kennt und sich hier etwas geschützter mitteilen möchte.

Generell habe ich den Eindruck, dass hier so die Message mitklingt: "Na dann haben die stilleren Menschen eben Pech. Sie können ja gehen (in Gruppen) wenn es ihnen nicht passt. Und überhaupt, das hier soll und kann ja auch keine Therapie ersetzen."

Das find ich grad in diesem Forum umso unpassender. Eigentlich finde ich es nur selbstsüchtig sich hier rumzutreiben, wenn man selbst keinerlei Probleme hat und nicht die Absicht irgendwem zu helfen. Ich mein, still mitlesen ist ja das Eine, aber dabei bleibt ja eben nicht.

Und am Ende steht, ja Pech, ist halt das Internet, was erwartest du?

Erwarten ist vielleicht falsch. Ich erwarte hier keinen spezielleren oder geschützteren Umgang. Ich hoffte, dass es hier vielleicht so ist. Und ein wenig ist es das auch.

Es geht mir um die lauten Stimmen, die einfach keine Rücksicht nehmen möchten.

Das WIE ist eine sehr individuelle Angelegenheit und zwar sowohl auf Sender wie auch auf der Empfänger-Seite. Ich gebe dir dahingehend Recht, dass provozierende Zweizeiler unter ausführlich vorgetragenen Problemen wenig hilfreich sind, auch wenn sie in aller kürze die "harte Wahrheit" enthalten.

Wenn sich jedoch jemand am anderen Ende der Leitung die Mühe gibt und ausführlich sein Problem-Statement begründet, auch wenn es nicht besonders schmeichelnd ist, kann ich nur jedem raten, das Geschriebene ernst zu nehmen. Die wenigsten Trollle und Wichtigtuer verwenden auf ihre Beiträge mehr Zeit als nötig. Es gibt nicht wenige Leute, die sehr wohl am Schicksal ihrer Mitmenschen interessiert sind und wertvolle Tips haben, sich jedoch einfach nicht in jeder Situation optimal angemessen ausdrücken können. Und genau deswegen ist es eben auch ein Laienforum.

Wir sind nicht im Forum für Farmerama, ja richtig, wir sind aber auch nicht im Forum für Psychologische Selbsthilfe. Die Zusammensetzung der User ist so mannigfaltig die die Anzahl an Unterforen und den darin beschriebenen Problemem. Ich verweise nochmal darauf, dass die wenigsten Threads hier tatsächlich von psychischen Störungen handeln. Meist kristallisiert sich das erst viel später oder gar nicht heraus. Noch öfter ist das Problem von nicht psychopathologischer Natur.

Desweiteren erlebt nahezu jeder Mensch in seinem Leben Krisen und macht die damit verbundenen Erfahrungen. Die Tatsache, dass sich hier einige "gesunde" und gegenwärtig (!) problemfreie Menschen tummeln sagt nichts darüber aus, ob dieselben Leute nicht ebenfalls in der Vergangenheit massive Probleme hatten. Und ich finde es umso wichtiger, dass auch Feedback von stabilen Usern kommt, da man eigentlich nur aus innerer Ruhe heraus selbstreflektieren und eigene Erfahrungen so rüberbringen kann, dass es auch verständlich wird.

Ansonsten ist die Anonymität in einem solchen Forum gerade für die stillen Leute doch der beste Schutz, den man sich vorstellen kann. Wir beide hätten heute zusammen an der Ampel stehen können... keiner, inklusive uns selber, wird es jemals erfahren. Umso erstaunlicher finde ich nur immerwieder, dass einige sich hin und wieder mit vollem Namen und Echt-Portrait Foto als Avatar anmelden. Aber gut, auch das ist eine persönliche Entscheidung.
 
Die Psychologie beschränkt sich coolerweise nicht nur auf Störungen; Allgemein lässt sich menschliches Verhalten (und untereinander) beschreiben, vorhersagen etc.
Psychologisches Know-How ist demnach auch für "alltägliche Probleme" durchaus spannend.

Eigene Fehler eingestehen z.B. ist eine ziemlich schwierige Übung. Denn theoretisch ist es nicht mit dem eigenen Selbstwert und Selbstdarstellung vereinbar (simpel ausgedrückt).

Wen der soziale Umgang im Internet interessiert kann ich zudem empfehlen, mal SIDE (Social Identity DeIndividuation) nachzuschlagen. Auch sehr interessant im Zeitalter der digitalen Kommunikation.

Genau so ist es. Es geht mitunter auch darum allgemeine Wirkmechanismen zu erklären, die in einem jeden von uns verankert

Ja, deshalb fällt es vielen von uns ja auch mitunter schwer Kritik als Anreiz zur Verbesserung zu sehen, sondern betrachten es als persönlichen Angriff oder Schmälerung unserer Person. Weil es in dem Moment den eigenen Selbstwert ins Wanken bringt.
 
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