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Mich wundert sehr, dass noch niemandem aufgefallen ist, dass hier von einem Psychologiestudium die Rede ist. Niemand weiß, welcher Studiengang genau noch welches Semester noch welche Expertise dort entsteht.

Den Studiengang Psychotherapie gibt es erst seit diesem Semester. Alle anderen Psychologiestudierenden studieren wissenschaftlich mit entweder geisteswissenschaftlichem oder naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, je nach Uni. Keiner von denen erwirbt therapeutische Kenntnisse.

Sie können und müssen nicht wissen, wie man mit Menschen umgeht oder was bei welchen Störungen hilfreich ist oder wie man sich professionell verhält, wenn sie diese Sachen nicht anderswo gelernt haben. Sie werden Wissenschaftler, keine Therapeuten.
 
Mich wundert sehr, dass noch niemandem aufgefallen ist, dass hier von einem Psychologiestudium die Rede ist. Niemand weiß, welcher Studiengang genau noch welches Semester noch welche Expertise dort entsteht.

Den Studiengang Psychotherapie gibt es erst seit diesem Semester. Alle anderen Psychologiestudierenden studieren wissenschaftlich mit entweder geisteswissenschaftlichem oder naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, je nach Uni. Keiner von denen erwirbt therapeutische Kenntnisse.

Sie können und müssen nicht wissen, wie man mit Menschen umgeht oder was bei welchen Störungen hilfreich ist oder wie man sich professionell verhält, wenn sie diese Sachen nicht anderswo gelernt haben. Sie werden Wissenschaftler, keine Therapeuten.

Ja, es muss eine anschließende Ausbildung zum Therapeuten absolviert werden.
 
Letztendich ist die Diskussion bereits dahingehend absurd, weil alles hier im Forum anonym geschieht und niemand wirklich nachvollziehen kann, welche wirklichen Qualifikationen User YXZ tatsächlich mitbringt oder ob sie reine Behauptungen sind.

Daher würde ich im Zweifelsfall jeden hier als Laien bzw. Privatperson betrachten und die Ratschläge entsprechend gewichten.

Nun mal zurück zu der eigentlich sehr interessanten Fragestellung bezüglich der Nützlichkeit eines solchen Forums:

1. Ich finde es sehr interessant eine breit gefächerte Auswahl an Meinungen, speziell wenn sich nicht mit mir konform gehen, zu lesen und zu diskutiern. Aus der Diskussion selbst erwachsen oft neue Einsichten und Impulse.

2. Ich persönlich schätze es, wenn jemand anderes offen mit mir umgeht und die "harte Wahrheit" aus seiner Sicht (!) ausspricht. Ich selbst halte es genauso, ich denke wer einige meiner Threads kennt, weiß das.

3. Das Forum sollte man keineswegs mit einer Selbsthilfegruppe verwechseln. Ein klares Charakteristikum einer Selbsthilfegruppe ist, dass alle an dem gleichen (oder ähnlichen) Problem leiden. Hier im Forum kann man getrost davon ausgehend, dass vielfach Input von Leuten kommt, die wenig Kontakt mit der eigentlichen Problematik haben. Dies kann jedoch ebenfalls wertvoll sein, da es andere Sichtweisen eröffnet.

4. Nochmal zum Thema Wahrheit... Ich glaube es war der User @grisou , welcher das Beispiel mit einem Raucher brachte, den man oft vergebens auf die Gefahren seiner Sucht hinweisst. Grisou hat Recht, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass er trotz des Hinweises das Rauchen nicht bleiben lassen wird. Doch was ist nun, wenn der Raucher bereits an seiner Gewohnheit zweifelt, sprich Hilfe sucht? Wenn er dann "gebauchpinselt" wird alla "ist ja nicht so schlimm" und "mein Opa hat auch geraucht und ist 100 geworden", kann es schnell passieren, dass er das anfängliche Problemgewusstsein wieder verliert. In diesem Fall wäre ein "Hör auf, sonst stirbst du eventuell später an Krebs!" durchaus angebracht.
Ich fände es wichtig, User die berechtigt Hilfe suchen auch darin zu bestärken, dass sie Hilfe brauchen indem man Ross und Reiter benennt. Kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber ich denke es gibt für beide Lager genügend Vertreter hier im Forum.

5. Bedenkt bitte auch, dass ein Großteil der Probleme hier im Forum nicht unbedingt mit psychischen Erkrankungen zusammenhängt. Es gibt viele auch alltäglich Sachen, die besprochen werden und in denen Durchaus wertvolle Tipps kommen. Ich finde hier ist das Forum in jedem Fall hilfreich, weil es Zugang zur Erfahrung vieler User bietet. Mit etwas gesunder Intuition ist dann meistens ein adaptierbarer Vorschlag dabei.

Just my two Cents... und nochmal THX für den interessanten Thread...
 
Ich glaube hier wird wieder mal manches vermengt.
Nur weil jemand psychisch krank ist, bedeutet das nicht, dass man denjenigen bloß nicht auf Fehlverhalten hinweisen darf.
Therapeuten arbeiten auch damit Patienten abzuleiten einen Perspektivwechsel einzunehmen. Oder auch das Ptoblemverhalten zu reflektieren und sich anderweitige Strategien zu überlegen wie dieses nicht mehr vorkommt.

Die Haltung wenn man psychisch krank ist, hat man einen Freifahrtschein alles als Angriff zu sehen, Vorwürfe zu machen und dann beleidigt von dannen zu ziehen wie Nachgefragt es hier gemacht hat, halte ich entschieden für falsch.

Denn auch jemand mit einer psychischen Erkrankunge ist durchaus in der Lage Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Nennt sich Krankheitsverantwortung. Andernfalls müsste man demjenigen, wenn das nicht der Fall ist, jegliche Müdigkeit absprechen.
 
Wenn ein psychisch Kranker stolz sagt er macht keine Therapie mehr, und nimmt keine Medikamente, er lebt ein glückliches Leben, ja, dann sollte die Person auch mit Kritik umgehen können wie jeder andere auch.
 
1. Der Ton macht die Musik

2. So wie ich das in Erinnerung habe, hat der angesprochene User doch gar nicht nach einer Lösung hier im Forum gesucht und auch nicht um Tipps gebeten.

Es war einfach eine Erfahrung, die hier mitgeteilt wurde, mit der Absicht (meiner Meinung nach) jemandem etwas Hoffnung zu machen, der sich in einer ähnlichen Lage befindet.

Es wurde nicht geschrieben, dass der Weg der einzige ist und dass es nur so geht. Das lese
ich eher bei einigen anderen Meinungen. Sinngemäß: Das ist doch nicht gesund, so geht das doch
nicht, du hast ein Problem, du hast nichts verarbeitet. Na und? Es kann so für einige Menschen
für eine Weile eine Lösung sein. Welche Lösung ist bitte permanent?

3. Es ist in sofern schade, dass einige hier gar nicht schreiben werden, nachdem sie
gesehen haben was hier teilweise für ein Umgang miteinander herrscht.

4. Es gab hier den Hinweis auf Gruppen, wenn man einen geschützteren Raum sucht. Ich stell mir grad
vor, ich hab ein akutes Problem, suche irgendwo einen Raum mich mitzuteilen und finde dann das
Forum hier. Lese vielleicht sogar noch ein bisschen was hier so abgeht und dann überleg ich es mir
vielleicht 2x bevor ich hier etwas schreibe. Ich persönlich werd hier sicher nicht über Tiefergehendes schreiben.

Ich werd dann auch keine Gruppe eröffnen. Und wenn doch, wen lad ich denn ein? Wenn ich hier grad neu bin und ein Problem habe, ist das also keine Lösung.
Wenn es mir grad schlecht geht, brauch ich sicher niemanden, der mir erzählt, dass ich im Prinzip
selbst an allem Schuld bin und mich gar nicht zu wundern brauche, da ich mir ja nicht von
der harten Wahrheit hier im Forum helfen lassen möchte. So nach dem Motto: Wirst schon sehn,
es geht nur so wie ich es meine.

Zum Raucherbeispiel: Wenn der Opa bereits an seiner Gewohnheit zweifelt kann man ihn auch
auf nette Art und Weise unterstützen. Man könnte ihn auf die Vorteile hinweisen, die ihn erwarten
und ihm vielleicht nicht den sicheren Tod. Das würde ihn stressen und er würde vermutlich
noch mehr rauchen.
Sicher kann das auch bei einigen Menschen zum Erfolg führen, dieses Panikmachen, aber ich halte das
für keine gute Lösung. Aber dieses Panikmachen scheint ja auch bei vielen anderen Dingen
sehr beliebt zu sein.

Wie auch immer, wenn ich mir unsicher bin wie mein Gegenüber so drauf ist, dann fang ich doch nicht damit an zu schreiben, du hast gar nichts verarbeitet, du läufst nur weg, du hast ein Problem, früher oder später wird dich das einholen, du wirst schon sehen.. Was meine ich denn damit zu erreichen?
Vielleicht nimmt sich der User das echt zu Herzen und macht in einer unüberlegten Handlung dadurch irgendwelchen Mist.. was auch immer.

Die "harte Wahrheit" finde ich passend für irgendwelche Bootcamps oder Leute, die drauf stehen, runtergemacht zu werden.

Ich denke, man kann das alles auch etwas netter rüberbringen und das heisst nicht, dass man damit den Leuten nach dem Munde reden soll.
 
1. Der Ton macht die Musik

2. So wie ich das in Erinnerung habe, hat der angesprochene User doch gar nicht nach einer Lösung hier im Forum gesucht und auch nicht um Tipps gebeten.

Es war einfach eine Erfahrung, die hier mitgeteilt wurde, mit der Absicht (meiner Meinung nach) jemandem etwas Hoffnung zu machen, der sich in einer ähnlichen Lage befindet.

Es wurde nicht geschrieben, dass der Weg der einzige ist und dass es nur so geht. Das lese
ich eher bei einigen anderen Meinungen. Sinngemäß: Das ist doch nicht gesund, so geht das doch
nicht, du hast ein Problem, du hast nichts verarbeitet. Na und? Es kann so für einige Menschen
für eine Weile eine Lösung sein. Welche Lösung ist bitte permanent?

Und? Wenn jemand die Meinung hat, dann lasst die Person doch.

Was ich hier sehe ist, dass da praktisch ein User hier in den Thread geht, Anschuldigungen vom Stapel lässt und dann mit der Antwort des TE nicht zufrieden ist und beleidigt was von ignorieren sagt.
Was soll das?
Psychisch krank hin oder her, aber die Person will doch dann hier nur stenkern. Und sieht in allem was die TE sagt einen persönlichen Angriff.
Wenn die Antwort der TE nichts zählt, warum mischt die andere sich dann überhaupt hier ein?
 
Diese andere Userin meinte sie hätte kein Problem mit anderen Meinungen, nimmt dann aber andere Meinungen persönlich und du sagst auch die TE hatte ne andere Meinung.
Ist schon scheinheilig von der vermeintlichen Akzeptanz anderer Ansichten zu sprechen, wenn man das dann zum Anlass nimmt die Äußerungen anderer Ansichten als persönlichen Angriff zu werten.
Meinungsfreiheit und Akzeptanz anderer Ansichten sieht anders aus. Nämlich so, dass jedem seine Ansicht zusteht und man diese auch gelten lassen kann ohne dem anderen den Mund zu verbieten, denjenigen gleich zu blockieren oder was für ein neumodischer Kindergarten sonst noch.
 
Manchmal liegt man halt mit der "Hilfe" auch komplett daneben, auch wenn man denkt, was man schreibt muss doch super hilfreich sein. Dann muss man das eben akzeptieren, dass derjenige die HIlfe nicht annehmen will oder kann und sich etwas zurück nehmen. Auch wenn ich Experte in dem Bereich wäre, nicht immer liegt man mit Hilfestellung richtig.
 
Wie auch immer, wenn ich mir unsicher bin wie mein Gegenüber so drauf ist, dann fang ich doch nicht damit an zu schreiben, du hast gar nichts verarbeitet, du läufst nur weg, du hast ein Problem, früher oder später wird dich das einholen, du wirst schon sehen.. Was meine ich denn damit zu erreichen?
Vielleicht nimmt sich der User das echt zu Herzen und macht in einer unüberlegten Handlung dadurch irgendwelchen Mist.. was auch immer.

Die "harte Wahrheit" finde ich passend für irgendwelche Bootcamps oder Leute, die drauf stehen, runtergemacht zu werden.

Man kann in einem anonymen Forum nie sicher sein, wie der Gegenüber drauf ist. Das was du beschreibst ist sicherlich ein wichtiger Aspekt. Ich dagegen sage:
Hoffentlich nimmt sich der User das Geschriebene zu Herzen und vielleicht zieht er daraus auch die richtigen Schlüsse und leitet die richtigen Handlungen ab? Ist das in deinen Augen so unwahrscheinlich, dass wenn jemand ein Problem vor Augen geführt bekommt, er dann richtig handelt.
Hier wären wir wieder beim Raucherbeispiel... Es ist im Übrigen absolut keine Panikmache, einen Raucher auf sein erhöhtes Krebsrisiko hinzuweisen. Es ist schlicht die harte Wahrheit... Nicht angenehm, doch undiskutierbar zutreffend.

Die "harte Wahrheit" ist der Ausgangspunkt für eine geeignete Lösungsstrategie. Bei Problemen bezüglich Finanzen, Beruf, Studium / Schule, Ausbildung, Liebe (!) etc. sind die Lösungsstrategien am erfolgreichsten welche möglichst genau auf das Problem zugeschnitten sind und möglichst alle Facetten desselbigen abdecken. Will man ein Problem lösen, kommt man um die harte Wahrheit nicht herum. Jedenfalls habe ich noch kein schwerwiegendes Problem gesehen, welches sich durch Verdrängung oder Verharmlosung einfach so selber gelöst hat. Im Gegenteil, in der Regel verliert man Zeit und das Problem wächst.

Das obige bezieht sich aber ausschließlich auf alltägliche, normale Probleme.

Ich bin KEIN PSYCHOLOGE und möchte mich da eigentlich raus halten, wie man am besten mit einem psychisch kranken oder angeschlagenen Menschen kommuniziert. Ist, das muss ich hier mal zugeben, auch nicht unbedingt meine Stärke.

Man kann jedoch von keinem User erwarten, dass er über den Bildschirm erkennt, dass sein Diskussionspartner eventuell ein psychisches Problem hat, außer es wird auch das "hart" angesprochen. Darüber hinaus gibt es für Menschen, die um ihre eigene Empfindlichkeit wissen durchaus technische Möglichkeiten im Forum. Das Engagement in Gruppen sowie die Ignore Funktion wurden ja bereits angesprochen.

Trotzdem finde ich das von @Enjoy97 @Charliesbaby und Jessica223 Gesagte doch ziemlich interessant. Auch in der Fachwelt der Psychologie scheint man hier unterschiedlicher Meinung zu sein...
 
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