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Ladendiebstahl bei Teenager

Ich habe als Kind/Teenager viel geklaut und bin auch ein paar Mal erwischt worden. Hausverbot auszusprechen ist dann auch total üblich. In meinem Fall kann ich mich nicht mehr genau erinnern, ob ich damals auch das Urteil "lebenslang" und "alle Läden der gesamten Kette" bekommen haben.

Meine Erfahrung: wenn ihr nicht gerade aufm Dorf wohnt, wo sich alle kennen, seit 1986 die selben Mitarbeiter*innen dort arbeiten und dein Bruder täglich sein Pausenbrot dort kauft, kräht nach einer Weile kein Hahn mehr danach, nicht mal in dem Laden, in dem sich das alles abgespielt hat. (Sofern sich dein Bruder natürlich unauffällig verhält und seine Einkäufe bezahlt.)
In anderen Filialen schon gar nicht. Es gibt keine Gesichtsscanner, die mit den Fotos von Ladendieb*innen gefüttert werden und die jedes Mal, wenn einer davon den Supermarkt betritt, Alarm schlagen. Auch die Mitarbeiter*innen haben weiß Gott anderes zu tun, als sich jede einzelne Person einzuprägen, die irgendwann mal irgendetwas klauen wollte. Abgesehen davon ist das einfach nicht machbar, Ladendiebstahl kommt ständig und immer wieder vor.

Das lebenslange Hausverbot für alle Filialen ist übertrieben, unrealistisch und utopisch. Das Hausverbot für den Supermarkt, in dem dein Bruder geklaut hat, würde ich an seiner Stelle erstmal respektieren. Aber der Junge ist 14. In ein paar Jahren spielt die Geschichte keine Rolle mehr und er kann bestimmt auch wieder in diesen Supermarkt gehen, ohne, dass er direkt von nem Ladendetektiv angesprungen und in Handschellen gelegt wird.
Wer mehrfach klaut, hat auf jeden Fall eine kriminelle Energie, keine Hemmschwelle und keinen Respekt vor fremden Eigentum- oft der Startschuss in eine kriminelle Karriere. Herzlichen Glückwunsch wer so etwas noch verharmlost und als Kavaliersdelikt hinstellt. Solche Wiederholungstäter bekommen dann auch zurecht lebenslanges Hausverbot, da die sich in der Regel auch nicht mehr ändern...

Die Kunden müssen für solche Diebstähle durch höhere Preise mitbezahlen, die Mitarbeiter werden zur Mitverantwortung gezogen, wenn die Inventuren durch Diebstähle schlecht sind, die Inhaber müssen mehr Personal einstellen bzw müssen sich die Mitarbeiter mit diesem Pack herumschlagen, sich von Ladendieben beschimpfen, bespucken, treten und schlagen lassen, haben Angst zur Arbeit zu gehen...

Und es wird stetig schlimmer und brutaler!
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum ist das übertrieben. Die wollen kein Gesindel im Laden haben, fertig. Man kann alternativ ein Entschuldigungsschreiben anfertigen und höflichst drum bitten, wieder dort einkaufen zu dürfen und von einer lebenslangen Abweisung abzusehen. 20 Euro in bar rein, mit der Begründung, daß man eingesehen habe, daß sich das Fehlverhalten nicht lohne und eine Sünde sei.

Meine Güte, ein 14-Jähriger hat vermutlich an der Kasse einen überteuerten Protein-Riegel geklaut.
Kommt das ungefähr hin, @asyf220098?

Da muss man jetzt kein Pack oder Gesindel draus machen. Das geht echt zu weit.

In meiner Clique haben wir auch mal mit 15 eine kurze Phase lang geklaut wie die Raben; war hauptsächlich Mutprobe. Und niemand von uns kam aus asozialen Verhältnissen, wir fanden es einfach spannend.

Klar, moralisch verwerflich, aber als Teenager macht man vieles, über das man Jahre später nur den Kopf schütteln kann.

@tonytomate, so unterwürfig kennt man dich sonst ja gar nicht.
 
Ich habe ein lupenreines Führungszeugnis und bisher nur Parkverstöße auf dem Kerbholz. Aber ich hatte als 13-jähriger auch mal eine gewisse "Klauphase". Mutprobe bzw. zu wenig Taschengeld in unserer Clique damals waren der Grund. Es waren allerdings niemals mehr als Kaugummi oder Schokolriegel.
Lebenslanges Hausverbot für einen 2-Euro-Artikel ist absolut lächerlich. Dein Bruder zeigt Reue und die Peinlichkeit und der Ärger von den Eltern ist ihm wahrscheinlich Strafe genug.

Ich möchte mal wissen, warum besonders bei Jugendlichen immer drakonische Höchststrafen gefordert werden?
Damit möchte ich aber nicht sagen, dass es richtig ist.
 
Der Junge hat nicht mit vorgehaltener Waffe den Laden ausgeraubt.
Man kann die Kirche auch mal im Dorf lassen.
Wer hat in seiner Jugend nicht schon mal Mist gebaut.
Es wird ihm eine Lehre gewesen sein.
Ich hab als Kind auch schon mal geklaut.
Deshalb hab ich aber später keine kriminelle Laufbahn eingeschlagen.
Die wird ihm hier ja prognostiziert.
 
Wer mehrfach klaut, hat auf jeden Fall eine kriminelle Energie, keine Hemmschwelle und keinen Respekt vor fremden Eigentum- oft der Startschuss in eine kriminelle Karriere. Herzlichen Glückwunsch wer so etwas noch verharmlost und als Kavaliersdelikt hinstellt. Solche Wiederholungstäter bekommen dann auch zurecht lebenslanges Hausverbot, da die sich in der Regel auch nicht mehr ändern...
Ach nö, ich war hungrig und hatte hungernde Geschwister und es gab niemanden, der für uns gesorgt und sicher gestellt hat, dass wir etwas zu essen haben. Insofern war es in meinem Fall weder fehlender Respekt, noch kriminelle Energie, sondern schlicht große Not und der Mangel an alternativen, besseren Auswegen aus dieser Lage.

Weder verharmlose ich das oder finde es toll, aber auch wenn ich heute, 25 Jahre später, darüber nachdenke, wüsste ich nicht, was ich anders machen hätte sollen. Es gab schlicht niemanden, der geholfen hätte, weshalb ich mich nicht dafür schäme das 89c-Toastbroat bei Multi-Milliarden-Aldi geklaut zu haben, um alle paar Tage etwas im Magen zu haben. Ich war ein Kind und es war nicht meine Schuld, dass mich das Leben und das System im Stich gelassen hat. Irgendwie mussten wir uns helfen.

Und wie einiger User*innen nach mir schrieben: es spricht für sich und ist absolut lächerlich wie hier ein Vierzehnjähriger kriminalisiert und diffamiert wird ("Pack", "Gesinde"), der nen popeligen Schokoriegel (- oder ähnliches) geklaut hat. Klar, das war ein Fehler und ist nicht in Ordnung. Er wurde erwischt, hat Anschiss und Konsequenzen bekommen und wird daraus lernen, fertig. Aber ganz ehrlich: mir persönlich sind Menschen lieber, die aus jugendlichem Leichtsinn irgendwelchen Scheiß bauen und mal die Regeln brechen, als armselige Figuren, die so hart und abwertend über andere urteilen, die mal Mistgebaut haben, wie es hier einige User*innen tun. Pfui, wirklich.
 
In der Regel klappt das auch weil Detektive sich Gesichter merken müssen und können, das ergibt sich schon aus der Erfahrung im Job und der Umgang mit den Ladendieben.
Nur, dass die allerwenigsten Supermärkte (-ich behaupte mal: so gut wie keine) einen Stammdetektiv im Haus haben, der täglich von Ladenöffnung bis Ladenschluss vor Ort ist. Meist sind das große Security-Firmen, die entsprechendes Personal stellen und das wechselt meist mehrmals täglich den Ort(- also ne Stunde in Supermarkt 1 verbringt, dann zu Supermarkt 2 wechselt, dann Supermarkt 3 anfährt, dann weiter zu Supermarkt 4, usw.).
Je nach Schichtplan, Personalsituation und Aufgabengebiet liegen oft Wochen dazwischen, bis sich ein Standort mal wiederholt. Dementsprechend sind es eher die Supermarktmitarbeiter*innen, die sich Gesichter merken und jemanden, der schon mal durch nen Diebstahl aufgefallen ist, wieder erkennen.

Es mag sicher Läden und vielleicht sogar Supermärkte geben, die eine*n Hausdetektiv*in beschäftigen, der (die) immer vor Ort ist, die Regel ist es aber definitiv nicht.
Meistens sind das externe Personen, die aber ein sehr breites Aufgabengebiet haben und dementsprechend nicht einfach an einem festen Ort abgestellt werden, um da den ganzen Tag auf Haus-Sheriff zu machen. In vielen Supermärkten ist folglich also nicht rund um die Uhr jemand aus dem Sicherheitsbereich vor Ort. In Brennpunkt-Vierteln oder Läden, in denen tendenziell viel geklaut und randaliert wird (- z.B. in Bahnhöfen) ist das sicher anders, da wird vermutlich zu den Stoßzeiten schon fast immer jemand da sein. Ist also von Standort zu Standort sehr unterschiedlich. Aber das gezeichnete Bild von Detektiv*innen, die den ganzen Tag im Supermarkt anwesend sind, ist schlicht falsch und betrifft, wenn überhaupt, nur den allerkleinsten Teil der Filialen.
 
In der Filiale kann sich keiner die ganzen Gesichter merken, die Hausverbot haben. In den anderen Filialen der Kette schon mal gar nicht. Ich habe auch mal geklaut und hatte bei C&A Hausverbot. In allen Filialen. So ein Quatsch. Bei C&A habe ich es ausprobiert, nichs ist passiert. Zumal auch immer andere Verkäufer in dem Laden sind.
 
Nicht das ich zu etwas illegalem raten möchte, aber es könnte sein, das der Gute in 2 - 4 Jahren kaum noch Ähnlichkeit mit heute hat.
Das trifft auf den Fall zu, dass er zukünftig immer in bar bezahlt.
Was ist, wenn er mit Karte bezahlt?
Ich denke, seine Eltern sollten in der Filiale um ein Treffen bitten. Ich finde die Bestrafung etwas extrem hart. Mir kommt es so vor, als es um mehr als die 2 Euro geht.
Vielleicht hinkt der Vergleich: aber selbst bei wirklich schweren Verbrechen gibt es kein echtes Lebenslänglich.
 
Der Ladeninhaber hat das Hausrecht - okay. Aber er hat weder das Recht, willkürlich zu handeln noch, einen Jugendlichen "einfach so" festzuhalten, seine Sachen zu durchsuchen ohne jeden Grund!!!😡
Mein damals 13jähriger Sohn kam völlig entsetzt nach Hause, nachdem ihm genau obiges passiert ist!

Er hatte nichts gestohlen und der Hausdetektiv NULL Recht, ihn festzuhalten und seine Sachen zu durchsuchen! Was sich dann auch rasch herausstellte.
Beschwerde beim Ladeninhaber - Fehlanzeige. Niemand reagierte.....

Ich schäme mich heute noch, dass ich damals nicht Anzeige erstattet habe gegen die Vorgehensweise des Ladensdetektives/-inhabers! Und der auf mein Beschwerdeschreiben nicht einmal reagiert hat....
Heute würde ich ganz anders (re)agieren!👎
 

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