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Kündigen oder nicht?

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G

Gelöscht 29120

Gast
Hallo,
ich arbeite seit Kurzem bei einer Bank. Im EU-Ausland (was die Sache noch verzwickter macht). Ich bereue es zutiefs die Stelle überhaupt angetreten zu haben. Es ist meine erste Stelle nach dem Studium. Momentan befinden wir uns in einer Schulung bevor wir richtig anfangen können zu arbeiten. Diese wird am Donnerstag mit einem Test beendet. Wenn man den 2x versemmelt wird man gefeuert.
Seit ich den Job angetreten habe bereue ich meine Berufswahl. Ich fühle mich nicht wohl und möchte am liebsten weg. Ich hasse mich dafür überhaupt die Stelle angetreten zu haben. Jeden Tag hasse ich mich ein wenig mehr. Mittlerweile schlafe ich kaum und wache jeden Tag irgendwie freiwillig sehr früh auf um mehr vom Tag zu haben, bzw. noch 1-2 länger nicht zur Arbeit gehen zu müssen.
Ich muss auch sagen, dass mich die Materie jetzt schon nicht mehr interessiert. Die Vorsetllungen die ich von der Arbeit hatte, stellen sich als falsch heraus, zumindest was bisher erkenntlich ist.
Der Leiter der Schulung bat mich gestern um ein Gespräch. Er meinte unter anderem, dass ich nicht genug mitwirken würde, kaum Initiative zeige und man sich bei mir fragt, ob ich glücklich mit der Berufswahl bin. Daraufhin habe ich angefangen zu weinen. Er reagierte sehr verständnisvoll und bat mir an mir 2 Stunden am Montag freizugeben, um auf den Test zu lernen.
Der Punkt ist: er hat recht. Ich fühle mich nicht wohl noch bin ich glücklich. Ich weine eigentlich jeden Tag. Wenn ich einen anderen Job hätte würde ich kündigen, aber dem ist nicht so. Noch dazu befinde ich mich im Ausland. Auf meine Wohnung hier bestehe eine 3-Monatige Kündigungsfrist und ich weiß nicht wie ich das mit der Krankenkasse hier regeln soll. Man hat mir zwar gesagt, dass wenn ich wieder das Land verlasse ich einfach kündigen kann, aber genau weiß ich das nicht. Vor allem würde ich mir aber einreden mir meine berufliche Zukunft versaut zu haben und dass man mich nicht mehr gebrauchen kann auf dem Arbeitsmarkt, dass ich wertlos bin.
Ich habe versagt und die falsche Entscheidung getroffen was die Arbeit betrifft. Ich hasse mich dafür und kann nicht mehr mit mir umgehen.
So wie es jetzt aussieht kann ich auch nicht lernen. Ich kann mich nicht konzentrieren. Alles geht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Ich kann nicht mehr, ich bin fertig.
Das Studium habe ich im September abgeschlossen. Nun habe ich eine Lücke und möglicherweise auch eine Stelle abgebrochen nach einem Monat. Ich glaube ich habe mir alles ruiniert, ich bin Schuld... Das sind meine Gedanken, tagein, tagaus.

Ich weiß nicht mehr wie ich so weitermachen kann.
Was meint ihr? Abbrechen oder weiterleiden?
 
Vor allem würde ich mir aber einreden mir meine berufliche Zukunft versaut zu haben und dass man mich nicht mehr gebrauchen kann auf dem Arbeitsmarkt, dass ich wertlos bin.
Ich habe versagt und die falsche Entscheidung getroffen was die Arbeit betrifft. Ich hasse mich dafür und kann nicht mehr mit mir umgehen.
So wie es jetzt aussieht kann ich auch nicht lernen. Ich kann mich nicht konzentrieren. Alles geht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Ich kann nicht mehr, ich bin fertig.
Das Studium habe ich im September abgeschlossen. Nun habe ich eine Lücke und möglicherweise auch eine Stelle abgebrochen nach einem Monat. Ich glaube ich habe mir alles ruiniert, ich bin Schuld... Das sind meine Gedanken, tagein, tagaus.
Hey komm, das stimmt doch überhaupt nicht. Du bist in Ordnung.
Ich kann Dir aus dem Stand drei Leute aus meinem Jahrgang sagen, die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn einen derart tiefen Griff ins Klo gemacht haben, daß sie sich ein weites Standbein als Klempner aufbauen hätten können. So etwas kommt vor. Shit happens. Ok?
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Zum Rest müsste man mehr wissen, um Dir behilflich sein zu können. In welchem Land bist Du? Welches Aufgabengebiet? Ist der Abschlußtest der Schulung wirklich notwendig oder ist der betriebsintern? Kommst Du mit der Sprache zurecht? Mit der Kultur? Tbc...
 
Einfach so Kündigen ist selten die Lösung. Das kannst du dir, blöd gesagt, fast nur Leisten wenn du genügend Rücklagen für mindestens 3 Monate hast und dir sicher bist schnell was neues zu haben. Zumindest wenn du zurück nach D willst.

Eigenkündigung ist schon in D nen Grund für 3 Monate sperre, in Kombination mit dem EU Ausland können da noch andere Probleme aufkommen.

Sinnvollerweise solltest du erstmal ausloen was genau dich an dieser Stelle stört und was du stattdessen machen willst.
Damit hast du zumindest schonmal eine Richtung in die du dich bewegen kannst/willst.

Und dann Bewerben, bewerben, bewerben.

Es ist einfacher sich aus einem Job zu bewerben als aus Arbeitslosigkeit und so blöd der Job auch ist so können Finanzielle probleme genauso wenn nicht noch schlimmer sein.

Ggf kannst du nach deinem Test ja mal ein paar Tage Urlaub nehmen.
 
Der Leiter der Schulung bat mich gestern um ein Gespräch. Er meinte unter anderem, dass ich nicht genug mitwirken würde, kaum Initiative zeige und man sich bei mir fragt, ob ich glücklich mit der Berufswahl bin. Daraufhin habe ich angefangen zu weinen. Er reagierte sehr verständnisvoll und bat mir an mir 2 Stunden am Montag freizugeben, um auf den Test zu lernen.

In anderen Ländern zählt das mitwirken in der Tat mehr als hierzulande. Streng dich an. Für den Test rate ich dir gut zu lernen. Wenn du ihn bestehst baut dich das erst einmal wieder auf.
Wirf nicht gleich das Handtuch, nur weil du unsicher bist. Vielleicht entgehen dir dadurch wertvolle Erfahrungen, die dich -wenn schon nicht beruflich- menschlich weiterbringen.

Das Studium habe ich im September abgeschlossen. Nun habe ich eine Lücke und möglicherweise auch eine Stelle abgebrochen nach einem Monat. Ich glaube ich habe mir alles ruiniert, ich bin Schuld... Das sind meine Gedanken, tagein, tagaus.

Dein Leben besteht aus mehr als nur der Performance auf dem Arbeitsmarkt. Vielleicht machst du den Job ja nur 3 Monate - dann weisst du mehr, ob alles so schlimm ist, wie du dir das jetzt grade ausmalst. Vielleicht merkst du aber nach 2 Monaten, dass dir der Job eigentlich doch gefällt.

Und wegen der Lücke - jeder ostdeutsche Facharbeiter hat nach der Wende eine Lücke von teilweise mehreren Jahren gehabt. Die meisten haben den Einstieg ins Berufsleben trotzdem wieder geschafft. Und du machst dich verrückt wegen ein paar Monaten?
 

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