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Babysitterjob kündigen? Ich krieg € 10,-/ Stunde...und andere Schwierigkeiten in dem Zshg.

SinaLynn

Mitglied
Hallo liebes Forum,
in andere Angelegenheit war ich letztes Jahr recht aktiv hier und nun wende ich mich mal wieder an Euch.
Man muss nicht die ganze Vorgeschicht kennen. Ich habe Ende Januar einen Babysitterjob angenommen und dummerweise habe ich denen angeboten, dass ich es für € 10,-/ Stunde mache. Ich brauchte DRINGEND Geld, da ich kaum Welches habe.

Das 11-Monate alte Baby ist niedlich. Ich bin ja eigentlich von Beruf was ganz anderes ( Sprachwissenschafterin), finde da aber nichts und kann auch aus anderen Gründen beruflich nicht durchstarten.
Nun, ich dachte: greif zu, da wird gesucht. Und damit die mich auch nehmen, hab ich mich für € 10,- angeboten. Das ist natürlich weitweit unterm Schnitt. Das Baby kann sich nur ca. 10 Sekunden auf eine Sache konzentrieren, ergo muß ich alle 10 Sekunden umschalten und was Anderes machen.. Ich mache das 3x / Woche für 2 Stunden.

Nach den 2 Stunden bin ich sowas von im Ar..., einfach, weil ich die komplette Alleinunterhalterin bin. Die Familie, beide im Homeoffice tätig, möchte auf KEINEN Fall, dass ich mit dem Kind rausgehe. Also hocken wir zwei Stunden lang in den vier Wänden. Die Vereinbarung war auch, wenn das Kind mal schlafen sollte, dass ich dann kleine Arbeiten im Haushalt mit übernehme. Ich hab ja gesagt. Brauchte ja dringend Kohle. Neulich habe ich eine recht anstrengende Arbeit machen müssen. Hinterher lachte der Vater und sagte: Mal gucken, ob wir Dich als Profischaberin empfehlen können. (Farbe von einer Wand, die blätterte, abkratzen). Der Vater ist mir zunehmend unsympathisch, die wissen auch beide, das ich eigentlich Sprachwissenschaftlerin bin, beide sind selbst Akademiker und verdienen entsprechend gut. Vielleicht denken sie auch: Jackpot, kluge Frau, studiert, musikalisch, reißt sich den Ar... auf UND das alles für nur €10,- / Stunde. Keine Ahnung. Ich erlebe zunehmend, dass er sich lustig macht. Sowohl über mich, als auch über seine Frau in meiner Anwesenheit. So rechtfertigte sie sich neulich vor uns beiden, ggü. ihrem Mann: Schatz, ich kann mir nicht mehr alles merken. Das sind die Still-Hormone. Und in der Schwangerschaft waren das die SS-Hormone. Er dann: "Nee klar, erst Still/dann Schwangerschaft: Was willst Du Dir noch einfallen lassen? Bald haste keine Ausreden mehr".

Innerlich fiel mir die Kinnlade runter, weil ich dachte: What? Merkt die überhaupt, dass er sie vor MIR lächerlich macht? Merkt DIE das überhaupt?

Ich fühle mich zunehmend unwohl, fand auch das ganz selbstverständliche Abkratzen der Wandfarbe echt too much. Die haben auch nicht noch mal vorher gefragt, ob das okay wäre, sondern das als selbstverständlich offenbar vorausgesetzt, was ich ja auch gemacht habe. ( zur Erinnnerung: Ich brauche das Geld)

Ich möchte zumindest mehr Geld haben, nämlich angemessene €15,-. Dann kann ich über den anderen Quatsch vielleicht hinwegsehen. Ich trau mich nur nicht, das anzusprechen. Bzw, weiß nicht, wie. Weil, wenn die jetzt sagen: Hör mal, Du hast Dich uns angeboten für €10,-, dann kann ich nur sagen: Stimmt.
Aber, der Aufwand ist einfach mega. Manchmal pennt das Baby noch und ich soll dann so flexibel sein und später kommen.

Ich könnt genauso gut Klavierunterricht geben, ich spiel seit 46 Jahren Klavier und hab auch schon ne Zeitlang Unterricht gegeben. Da kann ich € 30,- die Stunde nehmen. Da muss ich dann aber aktiv inserieren, bzw. Aushang machen.

Ich bin hin- und her gerissen. Wie geh ich das an? Gehe ich s an? Lasse ich es laufen? Und dann noch mit diesem Witzel-Papa, der sich offenbar richtig geil findet und so richtig ne Wertschätzung erlebe ich nicht. Für den armen Stundenlohn. Kann man denen ja eigentlich nicht vorwerfen, hab ich ja mitgebracht, die Gehaltsvorstellung.

Könnt Ihr mir bitte helfen? Habt Ihr einen Rat? Wenn Ihr meint, man sollte es ansprechen (mehr Gehalt), wie?

Ich wäre superdankbar! Ich hab schon alles so durchdacht und komme auf keinen grünen Zweig...

Ganz lieben Dank Euch allen und herzliche Grüße,
SinaLynn
 
Hallo liebe Mond-Wind, liebe Bücherpuppe,

danke für Eure Rückmeldung.
Genaus, EIGENTLICH ganz einfach: Klavierunterricht geben. Ich weiß nicht, wie ichs angehe: Erst den Babysitterjob kündigen und dann den Aushang machen oder erst Aushang, warten, bis sich hoffentlich jemand findet und dann kündigen? Vom Gefühl her würde ich lieber erst kündigen, habe dann aber sofort wieder noch weniger Geld, als ich eh schon habe.

Denn, was Bücherpuppe sagt, ist wesentlich: Ich fühle mich ja nicht recht wohl und ob es sich lohnt zu bleiben? selbst für € 15,-, ? das ist die Frage...
Ansich ist Klavierunterricht bei 45 min. echt stressfreier. Kann man sich so vorstellen: Beim Baby muss ich die ganze Zeit irgendwas von mir geben, wie ein Beknackte "unterhalten", zumal ja die Eltern auch noch in der Wohnung und absolut jedes Wort oder Schweigen von mir mitbekommen und ich mich voll beobachtet fühle. Und wir ja leider nicht mal rausgehen können, was dem Kind meiner Meinung nach mal sehr gut täte.

Beim Klavierunterricht quatsch ich nicht die ganze Zeit sondern konzentriere mich, ob der/die alles richtig spielt. Und mit der richtigen Intonation etc. pp. . Da muss ich aber auch erstmal zumindest eine/n SchülerIn finden...

Einfach nach Gehaltserhöhung fragen? Wie macht man das? So z.B.: "ich merke das der Aufwand recht hoch ist und würde gerne angemessene 15,- bekommen. Ist das für Euch in Ordnung?
Wenn nicht, kann ich leider nicht mehr kommen".

Was meint Ihr, wäre das gut kommuniziert? Das ganze per Whatsapp, damit sie Zeit zum Nachdenken haben oder direkt live vor Ort? Dann bekäme ich aber eher sicher nicht gleich im Anschluss an die zwei Stunden das Geld. Die müssen ja mal in Ruhe drüber nachdenken können, fairerweise.

Was sagt Ihr zu den Gedanken, Plänen?

Ganz liebe Dank für Eure Unterstützung!
Herzlichst, SinaLynn
 
Hallo Ihr,

ja, das mit der Ü 50-Nummer hab ich auch schon gedacht.
Ich kann zu den Rahmenbedingungen jetzt nichts weiter sagen.

Herzlichst,
SinaLynn
 
Wenn du eh fein damit wärst zu kündigen, würde ich nicht nach einer Gehaltserhöhung fragen, sondern sie festsetzen.

"Sehr geehrtes Ehepaar X,

da meine Aufgaben mittlerweile deutlich über die ursprüngliche Vereinbarung hinausgehen, erlaube ich mir meinen Stundenlohn ab dem XX.XX.XXXX auf 25€ pro Stunde festzusetzen. Sollten Sie hiermit nicht einverstanden sein, endet meine Tätigkeit bei Ihnen zum XX.XX.XXXX.

Mit freundlichen Grüßen

X"
 

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