Zur Zeit fällt es mir schwer eine Entscheidung bzgl. meiner Arbeitsstelle zu treffen. Mein Freundes- u. Bekanntenkreis, sowie Kollegen meinen immer "Keine Frage, bloß raus da!", aber hier treffen so viele Dinge aufeinander, dass es doch schwer an meinem Gewissen nagen würde jetzt das Handtuch zu werfen.
Zur Situation:
Für meinen AG arbeite ich nun schon ein wenig mehr als 4 Jahre und bin damals von einem großen Industrieunternehmen mehr quer in die Branche eingestiegen. Mein Wissen aus der Ausbildungen und meinen bisherigen Beschäftigungen halfen mir schnell Fuß zu fassen. Ich fühlte mich im Klima eines Kleinbetriebs deutlich wohler, als bei den größeren Unternehmen, bei denen ich bisher gearbeitet habe. Gut, ein paar Abstriche beim Gehalt und ein wenig Chaos im Alltag musste ich in Kauf nehmen, aber meine Lebensqualität war dadurch wesentlich besser.
Für ca. 2 1/2 Jahre fühlte ich mich durchaus wohl und konnte in Zusammenarbeit mit meiner Chefin, die den Betrieb erst kürzlich vom Vater übernommen hatte, Abläufe im Betrieb erheblich verbessern. Man könnte sagen ich wurde zum Mädchen für alles, aber das ist auch etwas, wobei ich mich durchaus wohl fühle. Das ab und an mal in der Freizeit das Telefon klingelt oder man im Notfall auch mal ausrücken muss, war okay und war schlichtweg Teil vom Job.
Vor ca. 1 1/2 Jahren fing meine Chefin ein Verhältniss mit unserem Verkaufleiter ein, was auch bis heute fort besteht. Sein Einfluss im Unternehmen nahm stark zu und zu seinem Führungsstil gehörte auch das obligatorische "Wenn ich das sag, machst du das!" Das Hauptproblem dabei ist, dass er über keinerlei technische Kenntnisse verfügt und dabei oft Sachen verlangte, die mit jeglichen Regeln der Sicherheit (und oft auch des gesunden Menschenverstandes) vereinbar waren. Habe ich meiner Chefin dann den Sachverhalt in aller Ruhe erklärt, ließ sich das meistens beilegen, aber das Verhältniss u. Klima war schon von da an nachhaltig gestört. Drei Kollegen kündigten dann auf Grund solcher gehäuften Vorkommnisse innerhalb eines Jahres.
Vor 1 Jahr dann erkrankte meine Chefin sehr schwer, ist zwar nun schon wieder auf dem Weg der Besserung, wird aber evt. erst in einem Jahr wieder arbeiten können. Unser Verkaufsleiter übernahm dann vertretungsweise die Geschäftsführung und von hier an ging es eigentlich nur noch steil bergab.
Für die drei voll ausgebildeten Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung wurden zwei neue Kollegen eingestellt. Ein Flüchtling, der zwar sehr motiviert ist, aber über keinerlei technisches Grundverständniss sowie Schulbildung verfügt - man also unmöglich alleine arbeiten lassen kann. Der andere Kollege war zwar in einer anderen Branche tätig, spricht aber legendlich nur eher schlechtes Englisch bzw. 2 Wochen-Crash-Kurs Deutsch. Ich habe versucht ihm im Vorraus klar gemacht, dass das absolut unverantwortlich gegenüber Kunden und Kollegen ist, hat dies aber in den Wind geschlagen.
Zur Zeit betreue ich allein den größten unserer Kunden, der ca. 60% eher mehr von unserem Firmenumsatz ausmacht. Diese Arbeit haben sich vor 3 Jahren noch 2 Kollegen geteilt. Die Arbeit ist für mich gerade noch schaffbar, da recht effektiv arbeiten kann wenn es drauf ankommt. Zusätzlich beaufsichtige und bilde unsere Handlanger aus, ihre Arbeitsaufträge und Stundennachweise zu übersetzen gehört auch dazu. Da oben drauf kommt noch, dass ständig das Telefon klingelt, wenn ein Kollege nicht weiter weiß oder ggf. auch mal selbst Kunden anfahre, die eigentlich nicht in mein Aufgabenbereich gehören.
Wenn ich wüsste es wäre nur mal eine schwere Phase, würde ich mich da durchbeißen, aber inzwischen sehe ich einfach kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Sehr belastet mich hierbei, dass ich mit meiner Chefin immer ein sehr gutes, auch persönliches Verhältniss hatte und es mir im Herzen wehtut, wie unser Verkaufsleiter durch schiere Inkompetenz und Unverantwortlichkeit das Unternehmen zu Grunde richtet indem er z.B. absolute Laien für Arbeiten zum Kunden schickt. Abgesehen, dass der Ruf beim Kunden dadurch leidet, ist das sicherheitstechnisch einfach fahrlässig. Mir fällt es deswegen inzwischen sehr schwer einzuschlafen.
Einer meiner noch zwei verbliebenen kompetenten Kollegen hat mir nun mitgeteilt, dass auch er in zwei Monaten die Kündigung einreichen wird. Wenn ich nun kündigen würde, wäre die Firma definitiv handlungsunfähig, was mir die Entscheidung nicht leichter macht, da wir ja schließlich auch noch Angestellte in der Verwaltung haben.
....
Ich glaube es hat mir schon geholfen, dass alles einmal aufzuschreiben... wenn ich es mir einmal so anschaue, wie lang diese Liste ist, dann wird es nicht damit getan sein, sich auszusprechen. Rational wäre eine Kündingung dann wohl das vernünftigste, auch wenn es sich falsch anfühlt.
Was würdet ihr tun?
Zur Situation:
Für meinen AG arbeite ich nun schon ein wenig mehr als 4 Jahre und bin damals von einem großen Industrieunternehmen mehr quer in die Branche eingestiegen. Mein Wissen aus der Ausbildungen und meinen bisherigen Beschäftigungen halfen mir schnell Fuß zu fassen. Ich fühlte mich im Klima eines Kleinbetriebs deutlich wohler, als bei den größeren Unternehmen, bei denen ich bisher gearbeitet habe. Gut, ein paar Abstriche beim Gehalt und ein wenig Chaos im Alltag musste ich in Kauf nehmen, aber meine Lebensqualität war dadurch wesentlich besser.
Für ca. 2 1/2 Jahre fühlte ich mich durchaus wohl und konnte in Zusammenarbeit mit meiner Chefin, die den Betrieb erst kürzlich vom Vater übernommen hatte, Abläufe im Betrieb erheblich verbessern. Man könnte sagen ich wurde zum Mädchen für alles, aber das ist auch etwas, wobei ich mich durchaus wohl fühle. Das ab und an mal in der Freizeit das Telefon klingelt oder man im Notfall auch mal ausrücken muss, war okay und war schlichtweg Teil vom Job.
Vor ca. 1 1/2 Jahren fing meine Chefin ein Verhältniss mit unserem Verkaufleiter ein, was auch bis heute fort besteht. Sein Einfluss im Unternehmen nahm stark zu und zu seinem Führungsstil gehörte auch das obligatorische "Wenn ich das sag, machst du das!" Das Hauptproblem dabei ist, dass er über keinerlei technische Kenntnisse verfügt und dabei oft Sachen verlangte, die mit jeglichen Regeln der Sicherheit (und oft auch des gesunden Menschenverstandes) vereinbar waren. Habe ich meiner Chefin dann den Sachverhalt in aller Ruhe erklärt, ließ sich das meistens beilegen, aber das Verhältniss u. Klima war schon von da an nachhaltig gestört. Drei Kollegen kündigten dann auf Grund solcher gehäuften Vorkommnisse innerhalb eines Jahres.
Vor 1 Jahr dann erkrankte meine Chefin sehr schwer, ist zwar nun schon wieder auf dem Weg der Besserung, wird aber evt. erst in einem Jahr wieder arbeiten können. Unser Verkaufsleiter übernahm dann vertretungsweise die Geschäftsführung und von hier an ging es eigentlich nur noch steil bergab.
Für die drei voll ausgebildeten Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung wurden zwei neue Kollegen eingestellt. Ein Flüchtling, der zwar sehr motiviert ist, aber über keinerlei technisches Grundverständniss sowie Schulbildung verfügt - man also unmöglich alleine arbeiten lassen kann. Der andere Kollege war zwar in einer anderen Branche tätig, spricht aber legendlich nur eher schlechtes Englisch bzw. 2 Wochen-Crash-Kurs Deutsch. Ich habe versucht ihm im Vorraus klar gemacht, dass das absolut unverantwortlich gegenüber Kunden und Kollegen ist, hat dies aber in den Wind geschlagen.
Zur Zeit betreue ich allein den größten unserer Kunden, der ca. 60% eher mehr von unserem Firmenumsatz ausmacht. Diese Arbeit haben sich vor 3 Jahren noch 2 Kollegen geteilt. Die Arbeit ist für mich gerade noch schaffbar, da recht effektiv arbeiten kann wenn es drauf ankommt. Zusätzlich beaufsichtige und bilde unsere Handlanger aus, ihre Arbeitsaufträge und Stundennachweise zu übersetzen gehört auch dazu. Da oben drauf kommt noch, dass ständig das Telefon klingelt, wenn ein Kollege nicht weiter weiß oder ggf. auch mal selbst Kunden anfahre, die eigentlich nicht in mein Aufgabenbereich gehören.
Wenn ich wüsste es wäre nur mal eine schwere Phase, würde ich mich da durchbeißen, aber inzwischen sehe ich einfach kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Sehr belastet mich hierbei, dass ich mit meiner Chefin immer ein sehr gutes, auch persönliches Verhältniss hatte und es mir im Herzen wehtut, wie unser Verkaufsleiter durch schiere Inkompetenz und Unverantwortlichkeit das Unternehmen zu Grunde richtet indem er z.B. absolute Laien für Arbeiten zum Kunden schickt. Abgesehen, dass der Ruf beim Kunden dadurch leidet, ist das sicherheitstechnisch einfach fahrlässig. Mir fällt es deswegen inzwischen sehr schwer einzuschlafen.
Einer meiner noch zwei verbliebenen kompetenten Kollegen hat mir nun mitgeteilt, dass auch er in zwei Monaten die Kündigung einreichen wird. Wenn ich nun kündigen würde, wäre die Firma definitiv handlungsunfähig, was mir die Entscheidung nicht leichter macht, da wir ja schließlich auch noch Angestellte in der Verwaltung haben.
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Ich glaube es hat mir schon geholfen, dass alles einmal aufzuschreiben... wenn ich es mir einmal so anschaue, wie lang diese Liste ist, dann wird es nicht damit getan sein, sich auszusprechen. Rational wäre eine Kündingung dann wohl das vernünftigste, auch wenn es sich falsch anfühlt.
Was würdet ihr tun?