Es gibt Neuigkeiten.
Ich habe mich sowohl mit meinem Partner, als auch mit der anderen Frau ausgesprochen. Die Frau war total perplex, dass ich ihr Verhalten als Anmache interpretiert hatte. Sie ist ein anderer Typ Mensch als ich und nimmt Freunde gerne mal einfach so ein den Arm oder kuschelt sich an sie. Dafür bin ich nicht der Typ. Bei mir gibt es kurze Umarmungen zur Begrüßung und Verabschiedung, mehr nicht. Es war ein sehr gutes Gespräch und was sie mir gesagt hat, klang wirklich ehrlich. Sie hatte niemals die Absicht, sich an meinen Freund ranzumachen und wird ihn nicht mehr anfassen, wenn ich das nicht möchte.
Im Umgang mit meinem Partner war ich einerseits sehr verletzt, habe ihm das andererseits aber nicht so gezeigt, weil ich nicht um Aufmerksamkeit betteln wollte und gab mich stattdessen sehr distanziert. Das hat ihn sehr irritiert, weil er diese Seite von mir nicht kannte. Irgendwann bekam er Angst und suchte dann das Gespräch mit mir.
Dass er die letzten Wochen manchmal so gereizt war, lag an der Art der Kommunikation zwischen uns. Manche Aussagen meinerseits hat er ganz anders aufgefasst, als ich es gemeint habe. Mit einigen seiner Freunde hat er das Problem auch. Er ist generell kein wirklich selbstsicherer Mensch. Ich habe ihm gesagt, dass er uns einfach fragen soll, wie wir es gemeint haben, wenn er sich unsicher ist und uns nicht richtig versteht. Wenn er uns anpampt, muss er sich nicht wundern, dass wir das nicht so toll finden.
Ich habe ihm auch klar zu verstehen gegeben, dass ich so einen Ausraster wie am Sonntag nicht akzeptieren werde. Er meinte, dass er mich niemals beleidigen wollte. Seine Absicht war es nur, etwas Ruhe ins Auto reinzubringen. Mit seinem Verhalten hat er aber genau das Gegenteil erreicht. Mein Freund hat vor mir kaum Erfahrung mit Frauen gehabt und kann meine Grenzen schwer einschätzen. Also ist es meine Aufgabe, sie ihm aufzuzeigen und ihn die Konsequenzen spüren zu lassen, wenn er sie überschreitet.
Dass ich mich jetzt wieder mehr um meine eigenen Interessen kümmern werde, damit muss er umgehen. Das heißt nicht, dass ich ihn deshalb weniger liebe. Er pflegt schließlich auch seine Interessen und schränkt sich nicht meinetwegen ein. Also darf ich auch Dinge tun, die mir Freude bereiten.