Binchy
Sehr aktives Mitglied
Aber eine gute Beziehung IST Diskussion, IST Kommunikation, IST das gegenseitige Abstimmen und Aushandeln von Bedürfnissen. Das Gegenüber ist ja kein vorprogrammiertes Tanagoji. Viele suchen heute aber nur noch ein brav angepasstes Schoßhündchen, weil es natürlich bequemer ist. Das hat doch mit Liebe genauso wenig zutun...
In Diskussionen zu sein bedeutet in Verbindung zu sein. Wenn man sich nichts mehr zu sagen hat, immer nur macht, was der andere will, dann gibt es auch keine echte Verbindung. Wer bei Diskussionen sofort die Liebe in Frage stellt ist es nicht wert geliebt zu werden. Das ist ein Tanz auf rohen Eiern.
Sprache, Kommunikation in Verbindung mit Empathie ist so essentiell. Sie ist das Ausdrucksmittel von Gefühlen und Bedürfnissen, sie kann verbinden aber auch trennen.
Ja, eine gute Beziehung ist Diskussion, Abstimmen und Kommunikation. Da gebe ich Dir recht. Aber:
nicht ständig und permanent, sondern soweit nötig und ohne Vorwürfe, Nörgeleien oder Unterstellungen. Und es kommt auch darauf an, wann man diskutiert.
Wenn der Partner von der Arbeit müde nachhause kommt, dann ist das kein guter Zeitpunkt irgendwelche Diskussionen zu starten. Man sollte dem Partner und sich selbst immer die Zeit geben, etwas auszuruhen, zu entspannen und auch die Partnerschaft genießen.
Und in Verbindung sein wird ja nicht nur durch Diskussionen gewährleistet. Man ist auch in friedlichem Schweigen, beim Kuscheln auf der Couch, bei einem ruhigen Spaziergang sowie bei vielen anderen Tätigkeiten in Verbindung.
Es geht nicht darum, immer zu machen, was der andere will oder nicht mehr zu reden. Es geht darum, dass ein Ausgleich da ist zwischen Diskussion und Abstimmungen und zwischen genußvollem Leben der Beziehung. Man muss Diskussion und Kommunikation nicht übertreiben und endlos ausdehnen. Nicht jeder oder jede möchte ständig mit Worten überschüttet werden. Mal ist auch Stille und Ruhe angesagt. Also wie schon erwähnt ist das eine Sache des gesunden Maßes.