Rein prinzipiell würde ich schon Kinder habe wollen- vorausgesetzt ich fände eine Partnerin mit der es gut harmoniert.
Aber es ist halt leider auch eine Seltenheit einen Menschen wie Sie kennenzulernen mit dem man sich so gut versteht und eben ,man selbst sein kann- ohne sich zu verstellen' sich aber nur eben in diesem ,anderen Lebensabschnitt' befindet.
Ich werde wohl nie verstehen, warum manche Menschen denken, es gäbe nur einen einzigen anderen Menschen auf der Welt, der zu einem passt und mit dem man glücklich werden kann. Ein anderer könnte sogar Eigenschaften haben, von denen du noch gar nicht weißt, wie toll die dir gefallen.
Viel gravierender finde ich den Unsicherheitsfaktor, wie du mit ihren Kindern klarkommst und der Situation, dass es da noch einen Vater gibt, der das Leben der Kinder lange mitbestimmt und - noch wesentlich schlimmer - dass du deinen leiblichen Kinderwunsch zurückstellen sollst.
Zu meiner Singlezeit hab ich Väter als potenzuelle Patner immer ausgeschlossen. Genau aus dem Grund, dass ich meine eigene Familie gründen wollte und keine alte mitschleppen. Zwei Ausnahmen hab ich gemacht; beide haben nicht funktioniert bzw. bei einem bin ich die Beziehung eingegangen im Wissen, dass sie befristet sein würde. Beim anderen hat es mir nicht gefallen, dass die Kinder soviel Raum einnehmen durften (aus heutiger Sicht einer Mutter völlig klar!), mein Hund, den ich damals hatte, hingegen immer argwöhnisch beäugt wurde. Mit diesem Wissen würde ich beides nicht mehr machen, denn es hat mich wertvolle Zeit gekostet und einmal auch Herzschmerz, den ich hätte vermeiden können. Als Frau mit tickender biologischer Uhr war der Faktor Zeit auch noch schwieriger - wobei ja auch die Qualität der Spermien mit zunehmenem Alter abnimmt.
Für mich schreit das nach Unzufriedenheit - selbst wenn gerade noch nicht so arg, dann aber später. Auch mir ist aufgefallen, dass du den Gedanken an das leibliche Kind gleich mehrfach thematisiert hast. So erwas lässt sich nicht einfach beiseite schieben.