Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Komme nicht über Kindheit hinweg!

Hallo Feiglingling,

ich habe neulich ein Buch gelesen, es heißt "Du hast mich krank gemacht - Meine Mutter ließ mich leiden". Dinge, die darin vorkamen, haben mich sehr an deine Kindheit erinnert. Dort hat die Betroffene auch eine Mutter, die alle Menschen um sie herum manipuliert, sodass diese nicht merken, welches Leid sie ihrer Tochter zufügt.
Vielleicht hilft es dir ja zu lesen, wie jemand anderes eine ähnliche Situation erlebt hat und damit fertig geworden ist.

Deine Geschichte zu lesen hat mich sehr betroffen gemacht. Mich wundert es wirklich kein bisschen, dass du nun so bist, wie du beschrieben hast. Das, was deine Eltern, vor allem deine Mutter, dir angetan haben... wenn sie wüssten, wie es dir geht, denk ich mir da nur!

Ich denke, das wichtigste für dich ist, Schritt für Schritt Selbstvertrauen aufzubauen - ich, dass du sehr gut reflektierst. Das ist gut! Du schreibst, z.B., du untermauerst vieles von dem, was du sagst und schreibst. Versuche das nächste Mal bewusst, das Gesagte nicht zu untermauern. Versuche, auch wenn es ungewohnt ist, das was du denkst, als selbstverständlich hinzunehmen.

Ich hoffe, dass deine Panikattacken verschwinden und sich auch sonst alles zum Guten für dich wendet!

Lg, Vera
 
Gast hat dir zwar eine gute Bewältungsstrategie "verraten", aber ich denke, du solltest zuerst all deine Erinnerungen so aufschreiben, wie sie dir kommen.
erst im zweiten Schritt - wenn du es zum zweiten Mal aufschreibst, dann helfen dir vielleicht solche Sachen. Aber es könnte sonst wieder nur ein Verdrängen sein, was wiederrum hochkommen kann, wenn du gar nicht mehr damit rechnest.
Gestern habe ich im TV einen Bericht gesehen, da wurden Patienten behandelt betreffs ihren Erinnerungen, die man beeinflussen kann, durch einen Psychologen durch gezielte Augenbewegungen. Lache bitte nicht. Das erschein mir völlig logisch, was dazu erkläutert wurde. Die Sendung hieß: Quaks und co vom WDR. Leider hat mein Kuli versagt, bei der Notiz der Therapiebezeichnung, was ich erst nach der Sendung bemerkte. Diese Therapie ist noch nicht so doll verbreitet in Deutschland, soll aber sehr gut helfen.

FG Gelinda
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo meine lieben Mitleser.

Ich freue mich, dass noch einige Leute meine (unkomplette) Geschichte gefunden haben und ich danke Euch wirklich zutiefst für Eure Mühe. Ich danke Gelinda, für Ihre Tips, und dass sie Forelle76 auf meine Geschichte aufmerksam gemacht hat. Und Dir Forelle76 danke ich ganz besonders, dass Du meine Geschichte mit Deiner so eingehend bantwortet hast. Und ich fühle mich Dir sehr verbunden und ich empfinde sehr mit Dir mit. Zum Beispiel denke ich, dass eine Kindheit in der ab und an mal ein bisschen (ich meine jetzt keine ausartende und massive) 'Haue' vorkam, aber ansonsten mit Liebe und dem Wissen, ich werde von meinen Eltern angenommen, respektiert und geliebt leichter zu ertragen ist, als eine Kindheit, wo man wirklich alleine war, bzw. so alleine, dass die Nähe die man zu anderen Personen hatte, so selten war, dass diese nicht ausgereicht hat, um ein gesundes 'Ich' aufzubauen. Das soll jetzt bitte keiner falsch verstehen, der schreckliches Leid durch Schläge erfahren hat.

Ich erklär es mal anhand eines Beispiels: Eine Freundin, hatte Eltern, die sie liebevoll behandelten, ihr zeigten dass sie respektiert wird, sie ernst genommen haben, nur ab und an rutschte der Mama die Hand aus (Ohrfeige und wohl auch mal auf den Po), wenn meine Freundin über die Stränge geschlagen hat, da sie sich wohl anders nicht mehr zu helfen wusste. Diese Freundin wurde nie psychisch fertig gemacht, und wenn ihre Mama sie geschlagen hat, tat es dieser sofort leid und entschuldigte sich dafür und sagte, dass das nicht hätte passieren dürfen.

Ich fragte diese Freundin auch mal, wieso sie keine Wut auf ihre Mutter hat und ob sie sich manchmal an diese Schläge erinnert. Und dann lachte sie und sagte: 'Ich bitte Dich! Meine Mutter war danach jedesmal fertiger als ich und ich kann verstehen, dass ich sie manchmal zur Verzweiflung gebracht hab. Wenn ich mich an meine Kindheit und speziell an meine Mutter erinner, habe ich eine immer lachende, liebevolle Person vor mir, die immer zu mir gehalten hat und mit der ich Pferde stehlen konnte.' (Auch ich habe dieses Verhältnis immer als sehr liebevoll empfunden.)

Meine Freundin wusste dass ihre Eltern sie aufrichtig liebten und dass sie das für ihre Eltern war, was ein Kind sein sollte. Und solange dies so ist, glaube ich könmnen auch die eine oder andere Ohrfeige daran nichts kaputt machen und in der Person nichts kaputt machen. Natürlich sollte man immer verhindern seine Kinder zu schlagen und für mich persönlich würde es niemals in Frage kommen meine Kinder zu hauen, nichts würde das rechtfertigen. Nur glaube ich, dass der eine oder andere (leichte) Schlag leichter zu verkraften sind, wenn man ansonten eine vollkommen intakte Eltern-Kind-Beziehung hatte.

Ich lade übrigens gerade die , hier empfohlene, Sendung herunter und bin schon ganz gespannt. Ich sehe sehr gerne Quarks und Co. Ich suche da auch noch eine Sendung, bin mal gespannt ob ich sie finde, nur leider weiss ich den Titel nicht und es ist auch schon länger her als diese gesendet wurde. Und zwar geht es da um Geschwister und das Verhältnis zueinander wenn die Geschwister einen Abstand von mindestens 3 Jahren haben und deren Verhältnis wenn der Abstand unter 3 Jahren ist. (Falld jemand den Titel dieser Folge kennt, bitte antworten.)

Was ich denen, die sich für meine Geschichte interessieren noch sagen muss: Ich habe hier nur meine Kindheit beschrieben. Meine Erlebnisse, besonders prägende und auch weitere Erlebnisse durch meine Eltern, sind mit dem was ich geschrieben habe, lange nicht alle erwähnt. Ich habe ein sehr bewegtes Leben geführt bis vor 6 Jahren (ja...eigentliuch kann man sagen, dass mein Leben erst seit 6 Jahren etwas an Stabilität gewonnen hat) und die wirklichen Auswirkungen des Handelns meiner Eltern habe ich noch gar nicht erwähnt.

Ich hatte bis jetzt nur aufgeschrieben, was ich für mich sozusagen als 'die Einleitung in mein instabiles, haltloses und desorientiertes Leben, betrachte. Diese ist nur so elementar für mich (wie für jeden), da ich eben in dieser die Lösung meiner ganzen Probleme sehe. Nur habe ich mich bis jetzt nie getraut, diese Lösung anzugehen, da ich immer denke, das was Du alles erlebt hast, welche Therapie soll das alles bearbeiten??? Es sind weitere traumatisierende Erlebnisse in meinem Leben entstanden, und ich habe einfach Angst all das anzugehen, da ich denke, dass ich unter all dem zusammenbreche, da ich bis jetzt ein Meister der Verdrängung war.

Diese Verdrängung ist eben, das 1. Mal zusammengebrochen, als ich diese extremen Panikattacken von meinem 21.-25.Lebensjahr hatte (zum Glück, kamen diese aber dann auch nicht mehr vor). Ich meine damit, dass ich unter der ganzen Last der unverarbeiteten Erlebnisse zusammengebrochen bin. Und ich habe Angst, dass dies nochmal passieren könnte, wenn ich nichts dagegen mache.

Momentan bin ich sehr mit mir selbst beschäftigt und vor allem denke ich momentan, sehr viel über meine Mutter nach, da ich einen Punkt ausser Acht gelassen hatte, der sich mir bis jetzt entzogen hat und den ich nicht nachvollziehen konnte. Und zwar ihre Motivation, sich mir gegenüber so zu verhalten, wie sie es tat/tut. Was meint ihr? Denkt Ihr es ist wichtig den Menschen die einem solche Dinge antaten zu verzeihen? Meint ihr dass das absolut notwenig ist, um seine Kindheit verarbeiten zu können? Denn was habe ich davon?

Ich würde mir wünschen, dass meine Mutter irgendwann mal sieht was passiert ist und was ihr Verhalten mir gegenüber bewirkt hat. Vor allem würde ich mir wünschen, dass sie zuallererst einmal zugibt, dass sie sich überhaupt so verhalten hat. Was bringt es mir ihr zu verzeihen, obwohl ihr Verhalten mir gegenüber so bleibt wie es nunmal ist? Denn ich bin mir zu 99,9999% sicher, dass ich niemals die Situation erleben werde, dass meine Eltern auch nur 1% von dem einsehen, auch nur zu 1% dazu stehen, was passiert ist und welche Konsequenzen dies für mich bedeutete. Wenn ich verzeihen würde, dann geht das nur wenn ich komplett mit ihnen abschliesse und mich für immer von ihnen zurückziehe, denn mein Wunsch wird niemals eintreffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute!

Nach langer Abwesenheit bin ich nun wieder da und kann mich auch wieder zu den aktiven Forenmitgliedern zählen. Ich wollte mich nur nochmal für Eure Beiträge bedanken und freue mich über jeden weiteren beitrag. Ich bin sehr an der Meinung der leser interessiert, aber genauso würde es mich freuen, wenn mal jemand schreibt, der vielleiucht ähnliches erfahren hat. Oder vielleicht weiss jemand im Internet eine Seite auf der es um psychische Gewalt / psychischer Missbrauch von Mutter zu Kind / Eltern zu Kind geht.

Ich habe mittleweile das Gefühl dass dieses Thema entweder nicht weit verbreitet ist oder einach tabuisiert wird, denn ich habe insgesamt schon viiiele Stunden damit verbracht etwas wie meine Geschichte im Netz zu finden und bin bis heute nicht fündig geworden. Okay, so kleine Abschnitte mal, wo wirklich extremst kurz mal und mehr als oberflächlich auf das Thema eingegangen wird. Oder meine Mutter ist einfach nicht zu übertreffen in ihrem Grad an manipulativer Energie, Hinterlist, Kaltherzigkeit und Hass. (natürlich nicht ernst gemeint)

Mich würde einfach so interessieren, wie andere mit ihren Erfahrungen umgehen, wie sie es geschafft haben das zu verarbeiten. Ob sie überhaupt so darunter gelitten haben wie ich.

Also Leute..scheut Euch nicht, weil ihr vielleicht denkt, ach der Thread ist ja schon was älter. Er wird immernoch regelmässig gelesen.


Auch was meine Therapieangst betrifft: Ich denke auch, dass das bei mir ein bisschen damit zu tun hat, dass ich der Ansicht bin: Wenn ein Mensch schon total haltlos aufgewachsen ist und die Liebe der Eltern nicht erfahren hat und nie sowas wie Urvertrauen erwerben konnte, und die bedingungslose Liebe der Eltern braucht man ja um als vollkommen intakter Mensch aufwachsen zu können, um Urvertrauen aufbauen zu können, dass dem auch keine Therapie mehr hilft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich find es soo schade ... immer mal wieder schaue ich hier rein und mein Thread besteht jetzt schon seit wirklich langer Zeit...ich hatte mir so gewünscht, daß ich mal jemanden hier 'treffe' der eine sehr ähnliche Geschichte hat wie ich.

Aber ich suche schon soo lange danach...nach jemanden mit dem ich mich vllt etwas verbunden fühlen kann, weil er weiß daß mein Problem existiert, weil er/sie es auch erlebt hat.

Ich find es so traurig...über die Jahre zu sehen, daß igdwie keiner sowas erlebt hat...ich find auch im Internet einfach nix in dem Zusammenhang. Es muss ja nicht komplett identisch sein, aber einige Dinge...die grundlegendsten...bei denen wäre es schon schön, wenn da Ähnlichkeiten bestehen würden.

Vor allem die Tatsache, daß sie mir mit der Zeit jeden genommen hat und jeder IHR glaubte und ich als Kind schon an allem Schuld hatte. Dieses extreme: 'DU bist Schuld Kind. Schuld Schuld Schuld....es ging um nichts anderes in meiner Kindheit...an allem war ich Schuld...selbst daran daß sie mich behandelten wie sie mich behandelten.

Ich werde trotzdem immer wieder hier reinschauen, in der Hoffnung daß igdwann mal jemand hier schreibt...und wenn es nur jemand ist, der einen kennt, der sehr sehr ähnliches erlebt hat.
Oder wenn es jemand ist, der weiß wie ich damit umgehen kann, mit dem Erlebten.

Ich schaffe es ja leider nicht mich aufzuraffen und zum Therapeuten zu gehen, weil ich Angst habe, daß dann alles wieder hoch kommt und sich meine Panikattacken zurück melden. Das wäre eine absolute Katastrophe. Denn jetzt geht es mir in jedem Fall so gut, daß ich mit allem klar komme und einfach Leben kann und wahrhaftig für meine Lieben da sein kann, ohne daß ich mich grossartig mit mir selbst beschäftigen muss...mit Panikattacken wäre ich wieder angewiesen und ich bin so froh, daß ich ein normales Leben führen kann..auch wenn es ganz bestimmt viiiel schöner, besser sein könnte.

Aber ich will einfach nicht mehr auf Tabletten zur Beruhigung der Angstzustände angewiesen sein und nicht mehr diese Angst vor der Angst haben müssen. Und ich befürchte, das könnte durch eine Therapie passieren.

Wie gesagt, ich schaue hier immer wieder rein....wenn das jemand lesen sollte und gerne etwas schreiben würde, es aber nicht tut, weil er meint, das wär schon veraltet hier... kann ich nur sagen: Nein...es ist immernoch aktuell. Zumindest für mich.
 
Hallo

ich habe deinen Eingangstext gelesen und das liest sich schrecklich und ich kenne das auch ein bißchen...

ich weiß gerad nicht was ich sagen/schreiben soll...

aber ich möchte noch den gesamten Thread lesen, evtl.
Aber gerad nich...wollt dir erstmal gern antworten, weil du fragst...
und ich es auch sehr gut finde, das du Menschen suchst die ähnliches erlebt haben, das kann vlt echt helfen (vlt auch mir)- bin gerad bißchen durcheinander.
(Uhrzeit)
🙄

Ganz lieben Dank für Deine Antwort. Ich bin für jede einzelne Antwort dankbar. Sei es von jemanden, der ähnliches erlebt hat, von jemand der Trost spenden will, einen Rat geben will, einfach Interesse oder Neugier zeigt oder jemand der fragen an mich hat. Über jede Antwort freue ich mich. Ganz lieben Dank. 🙂

Ich schaue hier immer mal wieder rein.

Liebe Grüsse
 
Ich habe diese Schulderfahrung auch gemacht, evnetuell aber etwas indirekter, also nicht so direkt auf meinen Kopf zugesprochen, sondern in Handlungen (Strafen).

Ich weiß nicht, aber indirekt find ich igdwie noch VIEL mieser. Denn das ist ja vollends verwirrend. Vor allem als KInd...und Du hast so ja nix konkretes, also keine konkrete Aussage die Du auch konkret hinterfragen kannst.


Ich mach's nur knapp, damit ich's direkt auf den Punkt bringe; hier ein paar Beispiele:
- Mein Bruder und ich spielen, er nimmt mir was weg, dreht mir den Arm um oder dergleichen. Ich brülle oder/und weine vor Ärger oder Schmerz. Meine Mutter fährt mich an, weil ich eben laut war oder weine. Ich muss dann bspw. ins Zimmer oder kriege eine gescheuert, meist beides.
- Mein Bruder ärgert mich im Beisein unserer Oma. Dann will mein Bruder einen Gefallen von mir, obwohl ich sauer bin. Meine Oma meint, dass ich das machen muss, weil es doch mein Bruder ist.
- Meine Mutter wird übergriffig. Danach fragt sie mich, wieso ich Nasenbluten habe. Ich binmir nicht sicher, ob sie mich mit der Frage testen will, ob ich mir traue, ihr die Schuld zuzuschieben, oder ob sie es tatsächlich (bereits) vergessen hat.
- Mein Bruder will mir wehtun, ich sperre mich in meinem Zimmer ein. Es ist niemand sonst zu Hause. Mein Bruder tritt wütend mehrmals gegen die Tür und haut dagegen, bis ein Loch drin ist. Ich klebe die Tür mit einem Poster zu, um es zu vertuschen, dabei sind Poster nicht erlaubt. Ich bekomme Ärger, weil ich 1. es zugeklebt hatte und 2. das Loch in meiner Tür ist. Ich muss den Schlüssel abtreten. (Meines Wissenes hatte mein Bruder keinen Ärger bekommen, aber daran erinnere ich mich nicht mehr.)

Ok, das geht hier nicht immer so direkt um Schuld, aber sehr indirekt wurde mir immer klar gemacht, dass ich eigentlich für das Handeln anderer verantwortlich bin. Und so fühle ich mich heutzutage; verantwortlich für andere, was sehr stressig sein kann. Mein Thera hat mir das vor Augen geführt.

Ich hab mal versucht Deine Geschichte zu finden, also etwas wirklich konkretes, wo man alles lesen kann auf einen Schlag sozusagen wie bei mir. Hab sie allerdings nicht gefunden igdwie. Hast Du denn mal in dem Forum hier 'Deine' Gesichte geschrieben. Bzw. die Erlebnisse Deines Lebens, mit denen Du am meisten zu kämpfen hast?

Und ich finde das hat schon was mit Schuld zu tun, was Du (s.o.) geschrieben hast. Du wurdest für das Handeln anderer (Deines Bruders) verantwortlich gemacht. Und da sehe ich eine extreme Ähnlichkeit zu meiner Gesichte.Denn auch ich wurde ja immer für das Handeln meiner Eltern verantwortlich gemacht. Egal was meine Eltern mir antaten...es wurde früher oder später IMMER damit kommentiert, daß sie so handeln weil ich so bin wie ich bin, daß ich selbst an allem Schuld bin. Egal was.
Und es gab auch Kommentare wie:

'Wenn Deine Geschwister sich später mal nicht gut entwickeln, dann ist das Deine Schuld.'
'Wenn Dein Bruder mal auf die schiefe Bahn kommt, ist das Deine Schuld.'

Ich war einfach an allem Schuld, bzw. man prophezeite mir sogar schon woran ich mal Schuld sein werde. Das ist schon fast zum Lachen igdwie. Denn ein Mensch, der ein klein bissl über Intelligenz verfüpgt, der kann doch sowas gar ned glauben. Ich frag mich immer wie meine Eltern sich selbst das alles immer abnehmen.

Mir schwirrte igdwann der Kopf vor lauter Schuld und ich hatte nur noch Panik an igdetwas Schuld zu sein. Deswegen log ich nur noch meinen Eltern gegenüber und schob anderen Schuld in die Schuhe, weil ich einfach panische Angst hatte an etwas Schuld zu sein. Und weil sie das widerum auch ned durchschauten - und ich weiß auch wenn sie es durchschaut hätten - war ich dann natürlich auch noch das verlogene Miststück. Ach jaaa...so tragisch alles igdwie. Wie alles immer miteinander zusammen hängt. Aber leider sieht man höchstens selbst diese Tatsache.

Und zu deiner Angst:
Ja, es wird erst einmal schlimmer mit dem Beginn einer Therapie. Keine Frage! 🙁
ABER du hast nun jemanden an deiner Seite, und musst nicht mehr alleine durch diese Panikattacken. Du wirst aufgefangen und du bestimmst das Tempo. Und dann lernst du, damit zu leben, nicht zu vergessen, sondern es in deinen Lebenslauf zu integrieren, als Teil davon. Nicht schön, aber eben ein Teil, und wiederum nicht das, das dich etikettiert/abstempelt. Therapie ist dafür da, dich stabiler zu machen, dass du dann mit diesem Lebenslauf leben kannst.

Wie lange bist Du schon in Therapie und was für eine Therapie machst Du? Ich habe mich gefragt welche Art Therapie für mich eigentlich am besten wäre und wie bekommt man eigentlich raus bei den vielen, verschiedenen Therapieformen, welche die beste Form für einen selbst wäre?
Ich habe schon viel über: Arbeit mit dem Inneren Kind gehört. Und was ich da bisher gelesen hab, kann ich mir für mich sehr gut vorstellen. Auch habe ich mich schon des öfteren gefragt, ob ich nicht erstmal sowas wie eine Psycho-Analyse machen soll. Denn die ist doch dazu da um erstmal das eigene Erlebte zu beleuchten. Erstmal zu schauen: Was habe ich eigentlich alles erlebt. Oder?

Und dann noch die Suche nach dem richtigen Therapeuten. Ich denke das wird so mit das schwierigste.
Wie hast Du Deine/n Therapeut/in gefunden?
Und war der/die erste direkt der/die richtige?
Hast Du lange dazu gebraucht, Dich für eine Therapie durchzuringen?
Hast Du Dich an einem Tiefpunkt Deines Lebens dazu entschlossen oder ging es Dir da eigentlich verhältnismässig gut?


Also, ich habe mich für Therapie entschlossen, weil ich heftige Flashbacks hatte, die ich nicht kontrollieren konnte. Inzwischen habe ich nicht mal Alpträume, die ich vor wenigen Jahren jede Nacht hatte. Und auch mein "Rückengefühl" (wohl eine Psychosomatik) ist sher stark abgeklungen. Es hatte bereits einen Punkt erreicht, wo ich dachte, dass es mich gar nicht mehr "loslässt".

Wie muss ich mir diese Flashbacks vorstellen?
Ich weiß igdwie gar nichts darüber. Ich weiß zwar, daß einen erlebtes dann einholt aber wie das vonstatten geht/was genau ich mir darunter vorstellen muss, also da weiß ich nichts konkretes drüber.

Wenn Du meine Fragen nicht so öffentlich beantworten möchtest, dann ist das natürlich kein Problem. Zur Not kannst ja per PN schreiben. 🙂

Ganz liebe Grüsse und gaaaanz lieben Dank, daß Du Dir so viel Zeit genommen hast und daß Du hier wirklich des öfteren postest.
Liebe Grüsse
 
Hallo Du
Wau was für ein Text, ich dachte ich wäre einer der wenigen der hier soviel schreibt, und dann noch richtiges Deutsch, einfach toll.

Aber erstmal weiter im Text, ich bin letzte Nacht über deinen Eintrag gestolpert, hab ihn aber nicht vollständig bei ersten mal gelesen. Ich war aber so davon beeindruckt, dass ich dir auf jeden Fall etwas schreiben wollte. Was mir nicht auf Anhieb so einfach fiel wie bei anderen, also musste ich mir hier zum ersten Mal Stichwörter machen.

Aber ich fange am besten Mal an und hoffentlich komm ich halbwegs geordnet unten am Schluss an.

Ich werde dich unter keinen Umständen Feigling nennen, dass steht schon mal von Anfang an fest.
Feiglinge sind Menschen ohne Mut, sind Menschen, die sich weder ihren Ängsten noch ihrer Umwelt stellen. Feiglinge sind immer Menschen, die den einfachen Weg wählen, weil sie schwach sind, im Geiste als auch in der Seele, die nichts haben um dem Leben trotzen zu können.
Feiglinge sind kleine alkoholische Getränke.

Du bist nichts von beiden.

Im Grunde müsste jedem dein Name förmlich in die Augen springen, der deine Geschichte liest, denn es ist so offensichtlich.

Du bist Schneewitchen.

Warum? Wegen der bösen Stiefmutter? Ok keine Stiefmutter? Und die böse Mutter gehört doch eigentlich zu Hänsel und Gretel?
Egal ich finde es passt, und erklärt meiner Ansicht nach doch so einiges. Sofern ein blutiger Anfänger wie ich irgendeine zutreffende Ansicht über das Innenleben eines anderen Menschen zu stellen in der Lage ist.
Außerdem hab ich glaube ich noch eine Märchen Referenz irgendwo bemerkt, aber dazu später.

Ich denke, dass deine Mutter dich stets als Konkurrenz gesehen hat. Sie hat immer gekämpft, musste die Erwachsene sein für ihre Geschwister. Vielleicht hatte sie insgeheim Angst, dass sich alles wiederholt, dass du ihr ihren Erfolg und ihre Position streitig machen wirst.

Ich denke auch, dass sie einiges auch auf dich projeziert hat, was sie eigentlich ihrer Mutter hätte vorwerfen wollen, dass sie vielleicht von sich dachte, ein böser Mensch zu sein, weil sie sich gegen ihre Mutter stellen musste, für ihre Geschwister. Deine Mutter wollte auch zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben nur geliebt werden, aber dazu kam es nicht.
Aber da bleibt niemand übrig, außer dir, nicht die eigene Mutter die Fehler gemacht hat, noch sie selbst, den sie musste ja alles richtig gemacht haben.

Wie ein Jongleur, der viele Teller gleichzeitig in der Luft am Laufen hält.

Beim Grossreinemachen hat deine Mutter für ihren Seelenmüll einen Ascheeimer gebraucht, und der warst du.

Und wie ein Jongleur hat deine Mutter auch die Tricks gelernt, diese Teller alle irgendwie in ihrem Sinn in Bewegung zu halten. Leider sind ihre Teller andere Menschen, und man sieht leider nicht in welche Richtung sie sie dreht, nur das alle immer schön brav in Bewegung sind. Wenn alle in Bewegung sind ist alles in Ordnung, der Anschein von Normalität bleibt gewahrt, solange keiner der Teller herunterfällt, ist alles in Ordnung und die Show kann weitergehen.

Leider bist du so ein verunglückter Teller.

War dein Leben mit deiner Familie immer nur das Training vor dem großen Auftritt, der Show vor Publikum. Da wo die Sachen und Mitspieler patzten, damit sie es nicht vor Publikum taten. Wurdest du, ohne dein Wissen und Wollen einfach der dumme August, über den alle lachten, damit die anderen einfach besser dastehen, vor allem der Weißclown, deine Mutter?
Oder war dein Leben keine Zirkusshow sondern ein Rodeo, da müssen die Clowns immer raus, wenn etwas schief lief, um den Bullen abzulenken, damit sich der Reiter in Sicherheit bringen konnte.
Für wen musstest du deine Haut hinhalten, damit ein anderer mit heiler Haut davon kommt. Ich weiß es nicht, aber du hast auf jeden Fall geblutet, sprichwörtlich und auch tatsächlich, aber irgendwo waren es eigentlich die Schmerzen eines anderen.
Was für welche keine Ahnung, was hatte sie ausgelöst. Ich habe keine Ahnung, aber betrachte ich die blauen Flecken auf deiner Seele, so sehe ich zumindest wie stark sie waren um mit diesem Tausch hat dir da jemand einen Bärendienst erwiesen,

Tut mir leid. Denn eigentlich gibt das die ganze Geschichte nicht auf den ersten Blick her. Außer man nimmt das, was ich oben geschrieben habe dazu.

Pankattacken?

So komme wir jetzt zum eigentlichen Thema zurück. Was war es noch gleich Panikattacken ?
Dachte ich, und habe mir auch schon meine Gedanken gemacht. Ich selbst kann da überhaupt nicht mitreden, meine innere Verdrahtung ist da grundsätzlich zu langsam, als das ich plötzlich einen Angstschub bekommen könnte, einer meiner Ärzte meinte meine Serotoninwerte währen nicht optimal deswegen wären meine Emotionen wohl nicht so stark.

Man dass hört sich ja jetzt an als wäre ich der totale Psycho, nein aber wenn ich ein chemisches Element wäre, wäre mein Reaktionsverhalten sehr sehr seht träge. Uff ja tolle wissenschaftliche Metapher.

Ich kenne nur jemanden, dem es so geht wie dir. Plötzlich ist er da, dann geht erstmal nichts mehr, erstmal abregen, was anderes machen runter kommen. Sie meinte auch der Grund liegt irgendwo in der Vergangenheit, aber es wäre zu lange her um das noch irgendwie angehen zu können. Dann tut sie mir sehr leid, dass sie leiden muss und es keine Besserung für sie gibt, nur es auszuhalten.

Aber ich denke mal nicht, dass das auch für dich gelten mag, aber wie immer ich bin hier kein Fachmann und mag mich irren.

Wenn du aber den Übergriff deines Vaters beschreibst, seinen Übergriff, die schwere körperliche Misshandlung, dann glaube ich, dass das auch zu einem schweren seelischen Trauma bei dir geführt hat.

Ich würde hier von einem sinnbildlichen Albtraum sprechen. Einem Nachtmahr, der immer wieder auf dich aufspringt und deine Seele voller Tortur reitet.
Im englischen kann man ja Nachtmahr mit Nightmare übersetzen, wobei wir wieder beim Begriff Albtraum wären. Ich kannte einen Schriftsteller in dessen Geschichten Nachtmahre schwarze Mähren waren, also weibliche Pferde die für den Sandmann die schlechten Träume auslieferten, und damit hätte ich dann auch noch die andere Märchenreferenz abgehakt.

Dieser Albtraum kommt immer wieder, er fällt dich an immer wieder, versetzt dich immer wieder durch Raum und Zeit zurück, zu diesem einen Erlebnis.

Warum?

Weil es so schwer war das es weder dein Verstand noch deine Seele aushalten konnte?

Weil immer, wenn die Umstände sich ähneln deine Seele zurückspringt, um diesen Seelenknoten zu lösen?

Therapie - nein danke ? oder wie ?
Du schreibst, dass du Angst vor einer Therapie hast, vor dem was da ans Tageslicht kommen könnte.

Ich werde jetzt nicht den Fehler machen und dir einfach sagen, mach eine Therapie dann wird alles auf jeden Fall besser. Das kann ich nicht beurteilen, vor allem nicht bei so einem Fall wie deinem.

Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir damals war, am Anfang meiner Reise, ich hatte gerade die Realschule abgeschlossen und auf meinem Weg Richtung Oberstufe und Abitur. Ich wusste das da irgendwas war das mit mir nicht ganz rund lief, aber ich entschied mich das das sichere Unwissen um meine Seelenlage mir zu diesem Zeitpunkt lieber wäre, als alles Wissen stattdessen. Nun zwanzig Jahre später bin ich einen Weg gegangen, vielleicht wäre damals ein andere möglich gewesen ich weiß es nicht.

Ich wurde zeit meines Lebens nie groß beachtet, war nie im Mittelpunkt, hatte nie Freunde, wurde auch gemobt.
Ich hatte auch Angst vor meinem Vater, weil er mich zu Grundschulzeiten ein zwei Mal sehr verhauen hatte, nicht verprügelt, dann sieht man anders aus, aber auch mehr als eine Ohrfeige. Dann kann Ostern in dem Jahr meiner Konfirmation, wie sich Geschichten manchmal gleichen, bei meinem Vater war es auch Weinbrand, er war wütend und wollte mich schlagen aber er konnte es nicht, dass hatte seine Macht über mich gebrochen.

Vielleicht ist der Zeitpunkt in deinem Leben gekommen den Bann zu brechen?

Deine Eltern haben immer noch Macht über dich, solange sie in deinen Gedanken sind, sei dir dies nun bewusst oder nicht. Du kannst noch so viele Kilometer auf der Landkarte zwischen euch bringen, noch aber hundert Gelegenheiten des Kontaktes verstreichen lassen. Sie werden stets da sein.

Deshalb würde ich dir raten doch eine Therapie zu machen. Es wird weder leicht sein, noch eins fix schnell gehen, nein es wird langwidrig, schmerzhaft und bestimmt auch demütigend für dich sein.

Aber vielleicht, ja ich schreibe nur vielleicht, nicht bestimmt, oder auf jeden Fall, wirst du es schaffen dir deine Eltern aus dem Kopf zu schlagen, damit du nicht nur die Herrin in deinem Kopf, sondern auch die Meisterin deines Lebens und die Schmiedin deiner Zukunft bist.

Sei versichert, du verdienst es glücklich zu sein, jeder Mensch verdient es im Grunde genommen, mit Ausnahme derer, die sich das Glück einfach auf Kosten und zum Nachteil Anderer nehmen, die verdienen ganz was anderes.

So ich komme nun mal zum Ende, puh doch noch geschafft einen halbwegs sinnigen Text in der Größe fertig zu bekommen. Anders als sonst, werde ich diesmal nichts bunt machen, hervor heben oder mit smileys auffrischen. Das würde mein Gesamtkunstwerk und seine Aussage doch komplett verhunzen.

Ich wünsche Dir alles Gute, viel Kraft, Gelassenheit und einen großen Besen zum Aufräumen

Kopf hoch Schnweewitchen
 
Hallo liebe Autorin dieser grauenhaften Erinnerungen.

Auch mich widerstrebt es dich Feigling zu nennen 😉

Also erstmal möchte ich dir ebenfalls sagen, DU BIST NICHT ALLEIN!!!
Aber meine Geschichte schreib ich die Tage noch auf. Heute ist es ...tja spät kann man nun nciht mehr sagen, denn eigendlich ist es schon früh am Tage 🙂
Und mein Kind weckt mich in knapp 5 Stunden wieder .....

Aber eins möchte ich dir heute schon schreiben: und zwar wie ich hier her gefunden habe.
Eigendlich war ich im Internet auf der Suche, wie und welche Hilfe ich beim Jugendamt finden kann, denn ich brauche Hilfe, damit ich mit meinem 4jährigen Sohn endlich ruhig und zufrieden zusammen leben und genießen kann. Bei mir spielt dabei, wie bei dir auch, meine eigene Vergangenheit eine sehr große Rolle.

Aber dazu morgen oder so mehr, denn jetzt versuche ich auch ein wenig zu schlafen.

Bis dahin liebe Grüße und Gute Nacht
2inOne
 
Soooo da bin ich wieder.

Ich versuche dann mal meine "Kindheit" in Worte zu fassen...
Also meine Mutter alleinerziehend mit 2 Kindern und Vollzeitarbeit. Da ich die ältere bin war klar das ich mcih um Haushalt, meine Schwester,
unserer Tiere und natürlich um meine schulischen Leistungen kümmern musste. Es wurden nur 1 und 2 geduldet. Ab 3 gab es dann wieder seelischen Terror in Form von "hast du mal wieder nicht gelernt" oder das schlimmste dass meine Mutter mich ignorierte. Meine Schwester wurde immer bevorzugt da sie einen angeborenen Herzfehler hatte. An sie wurden keine hohen Ansprüche gestellt. Meine Mutter war der Meinung wenn irgendwas nicht lief wie sie es wollte, dann bin ich schuld.Und wenn sie nicht mehr weiter wusste hat sie sich in ihr Auto gesetzt und ist weg gefahren. wir Kinder waren zu Hause alleine, wussten nicht wo unsere Mutter war oder wie lange sie weg blieb...
Von meiner ganzen Familie wurde ich nur immer nieder gemacht. "Na schon wieder dicker geworden" Oh ja mir wurde immer eingeredet das ich dick sei. Obwohl meine Freund und auch meinen Freunde mir immer wieder sagen dass ich eine tolle Figur habe, Fraulich, nicht so mager, schön.....ich glaub es einfach nciht. Ich bekomm es einfach nciht aus meinem Kopf was mir jahrelang eingeredet wurde...
Mit ungefähr 9 Jahren wurde ich se.... misshandelt von einem Bekannten meiner Mutter. Sie haben alle zusammen gefeiert und sie selber hat ihn neben mich gelegt in der Nacht.....
Von meinem 11 bis 13 Lebensjahr hatte meine Mutter einen Lebensgefährten der erst mich schlug und später meine Schwester....Aber sie bekam kaum was ab, denn ich hab mich immer und immer wieder dazwischen gestellt. Sie war doch meine kleine Schwester. Wenn unsere Mutter sie nciht beschützte, muss es doch jemand tun ...
Auf Geburtstagen oder anderen Familienfeiern würde ich nie beachtet. Ich war für jeden wie Luft. Deswegen habe ich mich immer hinter irgend einer Couch gesetzt und gelesen oder geschlafen......Ich wurde erst vermisst wenn alle nach Hause wollten und es war jedes Mal so als wenn man seine Sachen zusammen sucht und man findet die Autoschlüssel nicht..nur dass ich cniht der Autoschlüssel sondern das Kind war.
Ich habe dann ca mit 12 Jahren angefangem ich zu ritzen....in meiner Lehre (hatte eigene Wohnung) bin ich dann schlafgewandelt und bin am Morgen mit Schnittverletzungen an Armen und Bauch erwacht. Das war eine Zeit wo ich panische Angst vor mir hatte. Und ich hatte Angst zu schlafen.
Mein erster Freund mit 17 hat mich nach 2 Monaten besoffen an einen seiner Kumpels weiter gereicht, der mich ins Bad zerrte und nciht mal Halt machte als ich weinend wie eine Puppe zusammen sackte....
Mit knapp 23 bekam ich dann meinen wunderbaren Sohn. Ich liebe ihn über alles. Aber schon am 2 Tag mit ihmbrach ich zusammen. Ich lag heulend mit Fieber im Bett und rief meine Mutter an sie solle kommen und sich um mein Kind kümmern. Das passiert wenn man immer gesagt bekommt dass man zu nichts tauge.
Ich habe so einige Abschlüsse, 2 abgeschlossene Lehren....und immer noch keinen vernünftigen Job. Und meine Schwester? Immer perfekt gestylt, wird in einem Beruf den sie nciht erlernt hat schon wieder befördert. Hat einen Freund mit Haus und Geld....tja mene Mutter hällt mir immer wieder vor die Nase dass meine Schwester es zu etwas gebracht hat..und ich?
Leider habe ich mich vom Kindvater nach 5 Jahren Beziehung getrennt. Es ging einfach nicht mehr. Wir stritten nur noch und er hatte kein Interesse an seinem Kind.
Mit 25 wurde ich unverhofft schwanger...mit dem Erzeuger war ich grade 2 Monate zusammen.Ich verlor es an meinem Geburtstag.
Ich unterdrückte meine Trauer weil ich wieder für alle anderen stark sein musste. So wie beim tod meines Opas im Jahr davor. Ich war für alle da nur nicht für mcih..bzw niemand war für mcih da. Ich hatte ein Kind ich musste stark sein. Am Todestag meines Opas nach der Fehlgeburt habe ich das erste mal um mein kind geweint. Und ich stellte zwei kerzen auf den Balkon: eine für meinen opa und eine für mein kind. Mein Damaliger Freund schaute nur komisch und fragte mich wer denn jetzt schon wieder gestorben ist. Er verstand mcih nicht. Anfang letztes Jahr flüchtet ich mit meinem Sohn zu seiner Oma väterlicher seits. Seinen Vater hatte ich kurz vorher aus der Obdachlosigkeit 4 Autostunden entfernt geholt. Wir flüchteten weil mein damaliger Freund unsere Wohnung zu seinem persönlichen Lusttempel machte während wir noch da wohnten. Dann wurde er Handgreiflich...
Nun habe ich wieder ein halbwegs normales Leben...dachte ich.....
Ich habe keinen Job weil ich keine Berufserfahrung habe, keinen FS und alleinerziehend. Ich bin immer mehr frustriert. Mein Kind (4 Jahre) dreht ständig durch und ich weis nciht mehr weiter. Er zerlegt in einem Wutanfall sein Zimmer, tritt mich, schlägt mich....hasst mich...für den Augenblick. Danach kommt er immer "Mama ich liebe dich, es tut mir leid" Ich liebe ihn auch. Und als meine Mutter gestern das erste malso einen Wutanfall mitbekommen hat und auch nichts tun konnte, kam wieder ihr üblicher Spruch: "Weist du eigendlich was du deinem Kind antust?" Es war der Tropfen der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Ich habe mich heute morgen dazu durch gerungen zum Arzt zu gehen. Mein Hausarzt nimmt sich für jeden viel Zeit und hört zu. Beim Warten hat sich mein Magen vor Aufregung ein paar mal umgedreht. Ich war immer zwischen übergeben oder wieder nach hause gehen. Zum Glück habe ich ncihts von beidem getan. Bei meinem Arzt habe ich beim Um-Hilfe-Bitten losgeheult. Ich konnte es nciht zurückhalten. Er hörte zu und war sichtlich geschockt aber auch mitfühlend. Er Überwies mich zu einem Therapeuten damit ich die Vergangenheit aufarbeiten kann. In der hoffnung so wieder einen besseren Draht zu meinem Sohn zu bekommen. Und ich soll eine Mutter-Kind-Kur machen.
Morgen habe ich noch mal einen schweren Gang vor mir: Ich gehe zum Jugendamt um mir auch da Hilfe zu holen.

Ok das hört sich irgendwie nciht sooooooo schlimm an, aber wenn man sich alleine fühlt und immer wieder von der eigenen Familie seelisch vertig gemacht wird....ist das schlimm.
Vor allem wenn sich das auf das eigene Kind auswirkt. Ich liebe mein Kind über alles und ich möchte das er sowas nie durch machen muss.

Wenn ich meinen Sohn ansehe bin ich froh damals nciht ernst gemacht zu haben. (Ich hockte vor der Schlafzimmertür meiner Mutter mit einem Großen Küchenmesser an meinem Handgelenk. Ich hasste sie so sehr dass ich wollte dass sie mcih als erste findet. Aber wegen meiner Schwester tat ich es nciht. denn sie wäre die zweite gewesen die mcih so gesehen hätte) Ich bin froh zu leben und das möchte ich mit meinem Sohn genießen...Dafür habe ich mich entschieden und somit die Angst vor einer Therapie und auch die Angst vor dem Jugendamt überwunden.

Ups ist doch etwas länger geworden.Naja ich hoffe du kannst dir jetzt ein Bild von meiner vergangenheit machen und merkst dass es noch mehr gibt wie dich.

LG 2inOne
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
D Warum komme ich mit anderen Menschen nicht klar? Ich 12
M Wie komme ich aus diesem Dilemma heraus? Ich 6
I Lebenskrise? Wie komme ich da raus? Ich 10

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben