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Kollegin hat mir den Job weggeschnappt

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Wir arbeiten trotz Corona ganz normal wie immer. Dummerweise kann ich es mir nicht erlauben, wenig zu tun. Momentan sind nur Carola, Christine und ich in unserer Abteilung anwesend. Die Festangestellten sind alle krankgeschrieben. Als ich Anfang Februar mal 2 Tage krank war (und ich war wirklich krank), bekam ich von meinem Chef eine sehr skurrile E-Mail. Er hat diverse Leute wie seinen Stellvertreter, den Niederlassungsleiter, den Personaler usw. in cc gesetzt. In dieser Mail stand, dass die Firma auf uns Leiharbeiter angewiesen ist und ernsthafte Probleme bekommt, wenn wir krank sind oder Urlaub haben. Schließlich wurden wir bestellt, um die Engpässe abzudecken.

Nach dem Lesen dieser Nachricht hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass mein Chef mich loswerden möchte. Tatsache ist, dass er noch niemals Stress gemacht hat, wenn von den Leiharbeitern jemand krank war. Ich bin sicher keine Mitarbeiterin, die öfters wegen Krankheit fehlt. Und Christine hat in den 3 Monaten, die sie bei uns ist, auch schon 2x wegen Krankheit gefehlt.

Ein anderer Job ist mit Sicherheit eine gute Lösung. Trotzdem ist es schmerzhaft, dass ich von meinem aktuellen Arbeitgeber nicht wertgeschätzt werde, nachdem ich so viel für die Firma getan habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Entweder hat diese "Christine" intrigiert, Lügen in die Welt gesetzt, die Dir als Betroffener nicht zu Ohren kommen durften ... oder Du bist zu gut geworden im Job, und Dein Chef hat insgeheim irrationale Angst vor Dir. Gibt es leider auch, daß zu gute Mitarbeiter "weggelobt" oder sonstwie geschaßt werden, wenn die Leistungsdifferenz zum Rest der Arbeiter zu groß wird. Auch wenn keine reale Gefahr besteht, daß Du Dir seinen Sessel krallen könntest ... gegen irrationale Ängste ist kaum ankämpfen.
Egal wie, wer Dich so behandelt, der soll Dir nicht leidtun, wenn Du gehst. Achte nur darauf, ein möglichst gutes Arbeitszeugnis zu bekommen, das dürfte Dir bei so langer und guter Tätigkeit zustehen.
 
Wir arbeiten trotz Corona ganz normal wie immer. Dummerweise kann ich es mir nicht erlauben, wenig zu tun. Momentan sind nur Carola, Christine und ich in unserer Abteilung anwesend. Die Festangestellten sind alle krankgeschrieben. Als ich Anfang Februar mal 2 Tage krank war (und ich war wirklich krank), bekam ich von meinem Chef eine sehr skurrile E-Mail. Er hat diverse Leute wie seinen Stellvertreter, den Niederlassungsleiter, den Personaler usw. in cc gesetzt. In dieser Mail stand, dass die Firma auf uns Leiharbeiter angewiesen ist und ernsthafte Probleme bekommt, wenn wir krank sind oder Urlaub haben. Schließlich wurden wir bestellt, um die Engpässe abzudecken.

Nach dem Lesen dieser Nachricht hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass mein Chef mich loswerden möchte. Tatsache ist, dass er noch niemals Stress gemacht hat, wenn von den Leiharbeitern jemand krank war. Ich bin sicher keine Mitarbeiterin, die öfters wegen Krankheit fehlt. Und Christine hat in den 3 Monaten, die sie bei uns ist, auch schon 2x wegen Krankheit gefehlt.

Ein anderer Job ist mit Sicherheit eine gute Lösung. Trotzdem ist es schmerzhaft, dass ich von meinem aktuellen Arbeitgeber nicht wertgeschätzt werde, nachdem ich so viel für die Firma getan habe.

Du wirst sicherlich keinen Anspruch auf diese Stelle haben, da dein Arbeitsvertrag mit deiner Leiharbeitsfirma ist.
Und die Kunden behalten es sich vor, die Person auszuwählen die sie haben wollen.

Es kann diverse Gründe geben, warum er deine Kollegin behält und dich nicht. Vielleicht waren es Kollegen die das nette junge Mädel interessanter fanden als die erfahrene Person. Vielleicht hat aber der Chef schon länger nicht mehr mit dir zusammenarbeiten wollen und hat dich nur quasi geduldet weil es nicht anders ging. Und das meine ich jetzt nicht persönlich gegen dich.

Ich bin selber festangestellt und habe schon Chefs erlebt, da läuft es mir heute noch kalt den Rücken runter. Bei einem Chef war ich eine angesehene Mitarbeiterin die befördert wurde und bei seinem Nachfolger war ich auf einmal die Underperformerin und der Problemfall der Abteilung
 
@emilia

das habe ich auch erlebt;
war vor allem spannend, als es an das Arbeitszeugnis ging...

@zauber...
Es tut mir auch wahnsinnig weh, dass es meinem Chef völlig egal ist, wie es mir damit geht. Ich habe ihm von dem Autokredit erzählt und ihm auch gesagt, dass ich verletzt bin. Es juckt ihn überhaupt nicht.

ja,
kenne ich.
Mein Chef schuldet mir immer noch Geld, was ich für die Firma vorgelegt habe.
das kann ich nun aber in der alten Firma nicht beantragen, denn wenn ich es bekomme, wird es sofort vom ALG1 abgezogen,
mein Chef weiß, dass ich arbeitslos bin (also in meinem Hauptjob, in dem ich zuletzt für ihn gearbeitet hatte, habe aber noch seit Jahren einen Nebenjob) - wir haben immer noch etwas Kontakt, weil ich in der gleichen Firma nun als "Externer" an einem Projekt in einer anderen Abteilung arbeite (long story...).

Er hat auch Stellen frei und meine (Ex-) Kollegen erzählen, wie sie unter der Arbeit stöhnen...
ich bin vor Ort, ich bin fähig, er weiß, ich bin arbeitslos gemeldet - aber keine Chance...
ich glaube auch nicht, dass ich das so schnell verarbeiten werde.

Bei Dir muss irgendwas gewesen sein;
ich würde da wirklich das Gespräch suchen mit Chef und Stellvertreter,
einfach um zu wissen, was in Zukunft anders zu machen ist.
 
Bei Dir muss irgendwas gewesen sein;
ich würde da wirklich das Gespräch suchen mit Chef und Stellvertreter,
einfach um zu wissen, was in Zukunft anders zu machen ist.

Der Stellvertreter hat keine Ahnung. Unser Chef ist ein Typ Mensch, der nach außen immer einen auf gut gelaunter Strahlemann macht. Wenn ihn etwas stört, zeigt er das nicht und macht es mit sich selbst aus. Als er mir gesagt hat, dass der Grund für seine Entscheidung mich nichts angeht, hat er auch sein typisches Strahlemann-Grinsen aufgesetzt.

Ich glaube nicht, dass mein Chef mir gegenüber schon immer negativ eingestellt war. Vor 2 Jahren war ich nämlich schon mal in der Firma, damals war ich nur für kurze Zeit eingeplant. Weil der Chef von mir überzeugt war, hat er mich letztes Jahr zurückgeholt und für einen längeren Zeitraum verpflichtet. Ein Chef, der mit einer Leiharbeiterin unzufrieden ist, holt sie kein zweites Mal zu sich in die Firma und gibt ihr keinen längeren Vertrag. Der will sie so schnell wie möglich loswerden. Das war bei mir überhaupt nicht der Fall.

Der Stellvertreter glaubt auch, dass etwas passiert ist. Als der Chef im Februar zu ihm sagte, dass Christine in einige bestimmte Vorgänge eingelernt werden müsse, kam ihm das komisch vor. Er sah keine Notwendigkeit darin, weil die Festangestellten, Carola und ich diese Vorgänge beherrschen und eine weitere Person eigentlich nicht mehr gebraucht wurde. Mein Chef hat dann auch gestichelt, so nach dem Motto, meine Leistung hätte etwas nachgelassen (was definitiv nicht der Fall ist). Er verhält sich wie so viele Menschen, wenn sie sich über jemanden ärgern. Er lässt es passiv-aggressiv an mir aus, sagt mir aber nicht worum es wirklich geht 🙁.
 
@emilia

das habe ich auch erlebt;
war vor allem spannend, als es an das Arbeitszeugnis ging...


Bei mir war das Arbeitszeugnis auf eine Art und Weise dargestellt, dass man nichts machen konnte. Also musste ich es akzeptieren.
Aber ich hatte mich schon weg beworben und einen Job bekommen, bevor das Arbeitszeugnis fertig war. Und deswegen ist es mir auch schnuppe. Zwischenzeitlich habe ich auch von meinem neuen Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis bekommen, das wieder normal und gut aussieht
 
Ihr seid Leiharbeiter, wie es scheint, in der Firma zumindest Arbeiter zweiter Klasse. Ihr werdet nicht in Entscheidungen, die euch betreffen, mit eingezogen. Darauf habt ihr auch keinen Anspruch. Und wen sie dann behalten, das hängt halt vom Chef ab.

Es ist eigentlich gut, dass der Chef euch hat, weil ja die Personaldecke ausgedünnt war. Aber ihr seid eben auch die ersten, die dann gehen müssen.

Es bringt dir nichts, auf deine Kolleginnen neidisch zu sein. Du hattest nie einen Anspruch auf diese Stelle.
 
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