Ein grundsätzliches Problem, welches überall auftritt wo man Menschen, die nun einmal unterschiedlich sind, gleich behandelt. Also Ergebnisgleichheit herstellt. Eine nicht leistungsgerechte Verteilung von Gütern, in diesem Fall Gehalt, fühlt sich nicht nur schlecht an, es ist die wohl ungerechteste Verteilungsart von allen. Schlimmer noch als reiner Zufall.
Ich stimme den verherigen Beiträgen zu, dass es sich hier um ein Führungsproblem handelt, denn so wird natürlich jeglicher Leistungsanreiz abgetötet. Klingt so, als wärst du in einem eigenverantwortlichen Arbeitensumfeld besser aufgehoben.
In der Regel kann sich ein Unternehmen, welches im marktwirtschaftlichen Wettbewerb steht, so etwas nicht lange leisten. Ein derartiger (auch moralischer) Verfall, ist nur in staatlich geschaffenen Schutzräumen, z.B. durch Zölle, Nutzungszwang für die Abnehmer, durch Regulierung zum Kleinhalten der Konkurrenz (z.B. Bauvorschriften), GEZ, oder sonstigen staatlichen Einrichtungen wie in Behörden möglich.
Die Hoffnung dass besagte Kollegen sich ändern würde ich an deiner Stelle begraben, solange sie damit durchkommen wird das nicht passieren. Das einzige was helfen würde wäre wirtschaftlicher Druck auf den AG. An deiner Stelle würde ich versuchen dass sich deine gute Arbeitsleistung auch in einem entsprechend besseren Gehalt niederschlägt, bzw. habe ich selbst genau das getan.
Wenn der AG nicht bereit ist bessere Leistung auch besser zu bezahlen macht es für dich keinen Sinn sich mehr anzustrengen als unbedingt nötig. In dem Fall wäre meine Empfehlung zu schauen, wie du möglichst viel persönliche Qualifikation erlangen kannst, z.B. in dem du dir Fortbildungen vom AG bezahlen lässt und dich auch sonst während der Arbeitszeit zum eigenen Nutzen weiter bildest.
Dann hast du dadurch auch einen persönlichen Gewinn und, falls du in der Zukunft einmal wieder in einem marktwirtschaftlichen Umfeld arbeiten solltest, eine gute Qualifikation und damit Vorteil bei Einstellungen bzw. Gehaltsverhandlungen. Jedenfalls bedeutend besser als andere, die ihre Arbeitszeit lieber am Kaffeeautomaten verbringen.
Gutes Führungspersonal von erfolgreichen Unternehmen weiß nämlich sehr wohl zwischen Schwätzern und Leistungsträgern zu unterscheiden.