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Klassentreffen - Hilfe ich habe nicht studiert

Es haben seit meinem Abschluss zwei Abitreffen stattgefunden, und ich bin zu keinem von beiden hingegangen.
Was soll ich unter Leuten, die mich ständig als doof hingestellt und gemobbt haben?
Ich frage mich, was man mir da damals einreden wollte. Denn dumm kann ich ja nicht sein, sonst hätte ich das Abi wohl nicht geschafft. 🙄
Nur klar, dann hätten sie wahrscheinlich gelästert, dass ich nicht studiert habe und nicht verheiratet bin.
Bei solchen Treffen geht es doch zu 99,99% nur um Themen wie "mein Job", "mein Haus" und "mein toller Ehemann".
Da kann ich bestens drauf verzichten!
 
Bei solchen Treffen geht es doch zu 99,99% nur um Themen wie "mein Job", "mein Haus" und "mein toller Ehemann". Da kann ich bestens drauf verzichten!
Nicht anders ist es bei Verwandtentreffen, z.B. unter Cousinen. Davon kann ich nicht nur ein Lied, sondern ganze Opern singen! 🙄 So was brauche ich auch nicht mehr.
 
Natürlich heben die Leute da auf diesen "mein Haus - mein Auto - meine Lila Zahnspange - mein Jodeldiplom" - Unsinn ab.

Jeder braucht im Leben ein bisschen Lila und natürlich entwickelt es sich bei Klassentreffen so, dass man über seine Errungenschaften spricht. Obgleich doch eigentlich nur eines wichtig und von Interesse sein sollte: "Bist Du glücklich geworden?" Aber Glück lässt sich schlecht messen, beweisen oder anderen unter die Nase reiben.

Wortlaut Originalgespräch:
Ich: habe eine kaufm. Ausbildung und arbeite bei XXX ...
Er: Wie? warum hast du nur eine Ausbildung ?
Ich: Warum was machst du denn?
Er: ich habe Technologiemanagement studiert, war einige Zeit im Ausland, betreue Projekte XXX, das gibt richtig Kohle, usw...

Antwort: "Und jetzt stehst Du hier und schneidest auf. Wenn das die Alternative ist nehm ich doch lieber die Ausbildung." 😉
 
Obgleich doch eigentlich nur eines wichtig und von Interesse sein sollte: "Bist Du glücklich geworden?" Aber Glück lässt sich schlecht messen, beweisen oder anderen unter die Nase reiben.
Glück bedeutet für jeden etwas anderes. Und was ist, wenn man nicht glücklich geworden ist, sondern jede Menge Enttäuschungen oder gar leidvolle Schicksalsschläge erlebt hat, Sorgen und gravierende Probleme hat? Ist man dann selbst schuld? Ist es nicht das Wichtigste, dass man sich nach Kräften bemüht hat, aus den Begabungen und Fähigkeiten, die man mitbekommen bzw. mit der Zeit erworben hat, das Beste zu machen? Auch zum Wohle anderer Menschen? Egal, welche "Erfolge" und subjektiven Glücksgefühle dabei herausgekommen sind oder auch nicht?

Auch deshalb finde ich, dass es nicht darauf ankommt, welchen privaten oder beruflichen Status man "erreicht" hat. Darauf hat man nämlich nicht ausschließlich alleine Einfluss, da haben auch andere Personen (z.B. Lehrer, Ausbilder, Mitglieder einer Prüfungskommission, Vorgesetzte, Eltern und andere Verwandte, potentielle Partner, die die eigenen Gefühle nicht erwidern müssen etc.), ja sogar das Schicksal oder der liebe Gott ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Wer legt denn überhaupt die Werteskala in diesen Bereichen fest? Auch wieder nur Menschen, die ihr eigenes oberflächliches Wertesystem absolut setzen.

Wenn man sich subjektiv glücklich fühlt, ist das zwar sicherlich angenehm. Wenn nicht, ist man deshalb aber nicht weniger wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Primavera,

diese Werteskale wird meiner Meinung nach schon falsch definiert, und es fängt schon in der Grundschule an. Der kleine Sohn eines Bekannten wird dort schon gehänselt wenn er keine bestimmten Klamotten an hat = falsche Wertevermittlung. Ein einfacher Hausmeister nennt sich heute Facilitymanager. Und dann die ganzen Medien mit dem Tenor, du musst schlank sein, gut aussehen, großes Auto fahren und bitte mit 30 dann im Eigenheim wohnen, davor aber noch 2 perfekte Kinder gezeugt haben.

Danach orientieren sich dann Menschen die es eben nicht "geschafft" haben (aus welchem Grund auch immer) und messen sich dann am Idealbild, was dann zum Fall ins tiefe Loch führt. Das bestätigen die mittlerweile unzähligen Threads dazu. Die Aussage ist immer die gleiche: fühle mich minderwertig weil ich nicht studiert habe oder einem bestimmten Gesellschaftsbild nicht entspreche.
 
Glück bedeutet für jeden etwas anderes. Und was ist, wenn man nicht glücklich geworden ist, sondern jede Menge Entäuschungen oder gar leidvolle Schicksalsschläge erlebt hat, Sorgen und gravierende Probleme hat? Ist man dann selbst schuld? Ist es nicht das Wichtigste, dass man sich nach Kräften bemüht hat, aus den Begabungen und Fähigkeiten, die man mitbekommen bzw. mit der Zeit erworben hat, das Beste zu machen? Auch zum Wohle anderer Menschen? Egal, welche "Erfolge" und subjektiven Glücksgefühle dabei herausgekommen sind oder auch nicht?

Nein da hast Du mich falsch verstanden. Es geht nicht drum, beweisen zu müssen, dass man den Zustand des Glücklichseins erreicht hat. Und wenn nicht, dass man dann selbst schuld wäre oder schlecht gelebt hätte...

Es soll eben nicht um dieses konkurrieren gehen. Sondern um ehrliche Anteilnahme. Wenn die Antwort auf die Frage nach dem Glück also nein lautet (ganz egal, wie derjenige Glück definiert), wertet sich derjenige doch nicht ab. Nur kann man sich dann nicht für denjenigen freuen sondern vielleicht ein Schulterklopfen anbieten oder kraftgebenden, aufrichtigen Zuspruch.
 
Studierte gehen genau so auf die Toilette wie nicht Studierte. Sie essen wie wir und sie trinken wie wir. Bei Adeligen und bekannten Schauspielern ist es übrigens das Gleiche.

Nur weil manche etwas studiert haben macht es sie nicht automatisch zu besseren Menschen. Und nur weil einige Menschen mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden, sind sie auch nix Besonderes.

Können sich von mir aus Kaiser, König oder Bettler nennen.

Wir sind alle Menschen. Studiert oder nicht, reich oder arm, erfolgreich oder nicht. Das tangiert mich alles peripher!!!!
 
Es soll eben nicht um dieses konkurrieren gehen. Sondern um ehrliche Anteilnahme. Wenn die Antwort auf die Frage nach dem Glück also nein lautet (ganz egal, wie derjenige Glück definiert), wertet sich derjenige doch nicht ab. Nur kann man sich dann nicht für denjenigen freuen sondern vielleicht ein Schulterklopfen anbieten oder kraftgebenden, aufrichtigen Zuspruch.
Leider kommen gerade diese ehrliche Anteilnahme und der stärkende Zuspruch oft nicht. Eher spitze Bemerkungen, dümmliche Kommentare oder offensichtliche Schadenfreude. Oder kompletter Rückzug, weil es anstrengend wird. Oder es wird versucht, den anderen zu übertrumpfen, wenn er ab und zu auch mal ein bisschen Glück hat.
 

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