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Kindheitserinnerungen

hallo,

ich in Jahrgang 1962 und neulich habe ich mit einer Freundin über dinge aus der Kindheit und Jugend,die uns begleitet haben gesprochen. von vielem ist uns der Name nicht mehr eingefallen. ich wusste nur noch, das wir multisanostol bekommen haben im winter, was das immunsystem stärken sollte. achja und dass ich für meinen vater immer Reval-Zigaretten geholt habe.

wollten nun mal anfragen, an was ihr euch erinnert.

lg Freudeamleben
 

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Dr. Rock

Gast
Vor allem dass es in allen Buden in denen ich hausen musste immer nach Zigaretten und Alkohol gestunken hat und ich auch regelmäßig zum nächsten Kiosk gehen musste um Nachschub zu holen. Teilweise durfte ich es auch selbst bezahlen.
 
stimmt , es roch überall nach qualm! bezahlen musste ich die Zigaretten nicht. hatte ja noch gar kein eigenes Geld. aber heute hätte man mir diese verweigert. auch habe ich regelmäßig weinnachschub holen "dürfen". ginge heute auch nicht mehr. was am schlimmsten war, dass die Eltern im Auto geraucht haben, wie auch sonst überall. aber das hat zu meiner zeit niemanden gestört:-(.
.
 
D

Dr. Rock

Gast
Ja, damals war der Gestank völlig normal, das war er für mich auch, man kannte es ja nicht anders. Dass es tatsächlich auch Menschen gab die nicht qualmen, hab ich erst später begriffen...

Na doch, von Oma´s "Taschengeld" und meinem Konfirmationsgeld durfte ich immer meinem Samenspender was abgeben bzw. es für Bier ausgeben, das war nett!

Was meinst du mit, heute geht das nicht mehr und was verweigert man dir? Stehe gerade mal wieder auf dem Logikschlauch... :eek:
 
na, ich meinte man würde mir heute , wenn ich als 10- 12 jährige alk oder Zigaretten kaufen wollen, diese nicht geben. ist ja alles verboten und das ist auch gut so! vielleicht hätten unsere Eltern weniger geraucht und gesoffen, wenn sie selbst hätten gehen müssen, weil sie dann zu faul gewesen wären?!

ich habe nie im Auto geraucht später, weil ich da noch immer traumatisiert bin- aber geraucht hab ich trotzdem - leider und das obwohl mein vater an Lungenkrebs gestorben ist und ich das daheim von 13 - 15 anschauen durfte! er hat allerdings als lackierer gearbeitet - natürlich ohne schutz! naja seine raucherei und Trinkerei hat die Gesundheit wohl auch nicht gefördert.

es gab aber auch genug gutes. ich mochte immer diese Kioske. die waren so heimelig. bei uns in der große Stadt gibt's die nimmer. alles nur modern und knallig. auch liebte ich dieses alten abgef... bahnhöfe und die kneipen, die noch in omas holzoptik erschienen sind. in Österreich findet man ab und an noch derlei kneipen und ich bin da gerne und fühle mich wieder etwas in meine Kindheit zurückversetzt.
 
S

Seefahrer77

Gast
Kindheitserinnerungen - Produkte

Ach, jetzt kapiere ich erst worauf die TE hinaus will: Um Produkte, die in der Kindheit bzw. Jugend konsumiert worden sind und die damit verbundene Geschichte.

Es gab Flaschenmilch, ohne Geschmack, mit Schoko- oder Erdbeergeschmack. In der Schule stürzten sich alle auf Schoko. Wer zu spät kam musste pure Milch trinken. Ein Etikett oder Erzeugername hatten sie nicht

Auf Ausflügen, ob mit der Schulklasse, dem Sportteam oder Familie, stand immer Cola auf dem Programm. Club-, Vita- oder Stern-Cola. Als Essen gabs nur die selbstgemachte Stulle mit Boulette oder einen halben Broiler von irgendeiner Imbissbude. Auf Wanderfahrten mit der Sportgruppe sind wir abends sogar und gern schon in Kneipen gegangen. Natürlich bestellte jeder von uns "Eene Cooola". Heute heißt statt dessen Bier oder Milchkaffee.

Wer vom Schulessen noch nicht satt war ging zur nächsten Imbissbude und holte sich ne Bockwurscht mit ner großen Brause für 2 Mark.

Damals gab es fast überall Bahnhofsgaststätten. Es roch immer nach leckerem Essen und Kaffee. Besonders interessierten mich die bunten Knöpfe an der Getränkemaschiene, die im separiertem und etwas abgedunkeltem Gang leuchteten. Meine Augen leuchteten auch immer, wenn ich ein halbes Hähnchen oder Broiler in einem Ofen sah. Ich konnte sie blitzblank abnagen aös hätte ich tagelang nichts gegessen.

Ich weiß, dass das Rauchen und Qualmen stark verbreitet war. Wirklich erinnern kann ich mich nicht mehr. Manchmal standen die blauen Schwaden im Raum, besonders deutlich, wenn das Sonnenlicht in den Raum fiel.

Wir warteten damals oft auf den 1. des nächsten Monats. Da gabs immer das neue Mosaik am Kiosk mit einer neuen Geschichte der Abrafaxe.

Damals gab es auch noch viele Fleischer und man bekam immer eine frische Bockwurst oder Hackfleisch. In Bäckereien zogen natürlich zuerst Pfannkuchen im Schaufenster die Aufmerksamkeit auf sich. Drinnen schaute ich, was denn noch so leckeres gibt. Die kleinen Läden und der verschlafene, oft ruhige Charakter von Orten vermisse ich heute sehr angesichts der Discounter-Krankheit. An BSE dachte keiner wie auch Verfütterung von Tiermehl.

Die Regionalzüge: Ich habe noch die letzten Dampfloks vor Regionalzügen erlebt. Die schnaupten immer so stark. Und sie wirkten auf mich riesig und unheimlich. Einmal stand ich auf einer Brücke und bekam ein schwarzes Gesicht, da ich meinen Kopf nicht schnell genug zurückzog. In den Doppelstock-Wagen, die wir Stoppeldock nannten, flitzten wir immer nach oben, am liebsten zum Ende des Oberdecks und dort natürlich ans Fenster. Mit Kurbel drehten wir sie herunter und streckten den Kopf raus. Das machten wir auch bei den Fenstern, die wir runterschieben musste. Mit wenig Kraft und und Gewicht ausgestattet musste ich mich manchmal an den Griff hängen und warten bis das Fenster nachgab und langsam nach unten ging. Selbes Problem auch beim Öffnen der Türen. Da brauchte man manchmal schon viel Kraft um die Griffe runterzudrücken.
 
S

Seefahrer77

Gast
Gern geschehen. Mir ist auch vor einer Weile aufgefallen, dass ich mich an viele Sachen nicht mehr so genau erinnern kann. Daher schaue ich ab und zu mal genauer zurück, und dann fälltr mir so manches wieder ein.

Da fällt mir ja noch eine Sache ein. Beim Schulrudern machten wir zum Jahresabschluss ein großes Lagerfeuer am See. Damals dachte keiner großartig an Genehmigung oder Erlaubnis. Und die Nachbarvereine hats auch nicht interessiert. Der Leiter des Schulruderns brachte Bockwürschte, Kartoffeln und natürlich viel Cola mit. Meist war es schon kalt und wir haben ein bisschen gezittert. Aber auf die von der Luft gekühlte Cola verzichten? Niemals. Und so tranken wir leicht zitternd auch noch kühle Cola. Derweil suchten wir uns kleine Stöcker und spitzten sie mit den herumliegenden Messern an. Darauf steckten wir die Würste und hielten sie ins Feuer bis sie aufplatzten und vor sich hin kokelten. Das gleiche Spiel mit den Kartoffeln. Natürlich wurden diese Köstlichkeiten mit Brandholzgeschmack verzehrt. Krebserregend? Wußten wir damals nichts davon. Und heute ignoriere ich dieses Wissen auch mal bereitwillig, denn so lebt es sich etwas entspannter.
 
D

Dr. Rock

Gast
na, ich meinte man würde mir heute , wenn ich als 10- 12 jährige alk oder Zigaretten kaufen wollen, diese nicht geben. ist ja alles verboten und das ist auch gut so!
Ok, jetzt habe ich dich verstanden, danke!

vielleicht hätten unsere Eltern weniger geraucht und gesoffen, wenn sie selbst hätten gehen müssen, weil sie dann zu faul gewesen wären?!
Ach was, das würde ja bedeuten das wir so etwas wie eine "Mitschuld" an ihrem Verhalten hätten...ne, sicher nicht...also meine Eltern damals - "er" zumindest wäre zu Fuß bis nach Moskau gelaufen für ´ne Pulle Bier und / oder ´ne Schachtel Kippen...

ich habe nie im Auto geraucht später, weil ich da noch immer traumatisiert bin- aber geraucht hab ich trotzdem - leider und das obwohl mein vater an Lungenkrebs gestorben ist und ich das daheim von 13 - 15 anschauen durfte! er hat allerdings als lackierer gearbeitet - natürlich ohne schutz! naja seine raucherei und Trinkerei hat die Gesundheit wohl auch nicht gefördert.
Nein, ganz sicher nicht, da kam einiges zusammen, scheint es...zum Glück bist du diesem Beispiel nicht gefolgt sondern hast den Absprung irgendwann geschafft, meist ist es doch tendenziell so dass man lebt, was einem vorgelebt wurde. Nicht jeder Mensch kann die Szenen die sich vor einem abspielen als abschreckende Beispiele erkennen und einen anderen Weg einschlagen.

es gab aber auch genug gutes. ich mochte immer diese Kioske. die waren so heimelig. bei uns in der große Stadt gibt's die nimmer. alles nur modern und knallig. auch liebte ich dieses alten abgef... bahnhöfe und die kneipen, die noch in omas holzoptik erschienen sind. in Österreich findet man ab und an noch derlei kneipen und ich bin da gerne und fühle mich wieder etwas in meine Kindheit zurückversetzt.
Das erinnert mich tatsächlich an eine glückliche Begebenheit während meiner Kindheit, ich bin größtenteils bei meiner Oma aufgewachsen und gegenüber unserem Haus war tatsächlich so ein uriger Kiosk wie du ihn beschreibst, den gibt es heute schon längst nicht mehr.

Aber damals konnte ich mir immer für 10 Pfennig Wassereis kaufen, wenn ich denn von irgendwo etwas Geld bekam und dann saß ich entweder mit einigen Schulfreunden (ich war in der dritten Klasse) im Sommer auf den Stufen und hab das Wassereis geschleckt. Damals war die Welt irgendwie für mich noch in Ordnung.
 

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