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kindheit aufarbeiten. wie funktioniert das?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 12066
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ich wurde durchweg davon geprägt, durch die pubertät bis zum übergang ins erwachsenenalter. wie soll ich dann meine einstellung, mein verhältnis zu mir, meiner familie und zu anderen menschen einfach so ändern können? wie diese ängste, die sich von klein auf aufgebaut haben, beseitigen?

Worin genau äußert sich denn das (wie ich mal annehme) schlechte Verhältnis zu Dir?
Oder das zu Deinen Eltern?
Zu Deinen anderen Mitmenschen?
 
Und woher kommt die Annahme, Du seist dumm, feige und unfähig?

Wenn Deine Eltern Dir ablehnend gegenüberstehen, ist es auch schwer Gefühle zu zeigen.
Dasselbe gilt für Brüder - wenn sie sich nicht so benehmen wie sie sollten, dann kann man sie auf Dauer nicht immer gerne haben.

Wieso hasst Du andere, und lehnst sie ab? Gibt es Ausnahmen von "den anderen"? Sind das Leute, die Du bereits kennst, oder auch welche, die Du noch nicht kennengelernt hast?

Unsere Gesellschaft hat viele Problemzonen, da will ich nichts kleinreden. Zerstörung, Unterdrückung, Doppelmoral... steht alles an der Tagesordnung.
Aber: Wieso musst Du Dich deswegen schlecht fühlen?

Sicher gibt es auch viele Leute, die über nichts nachdenken.... Hast Du schonmal probiert, solche Leute zum Nachdenken zu bringen?
 
entscheidet der therapeut welche art therapie für mich in frage kommt? einfach so erzählen hilft mir nicht, denn ich mache das schon seit einger zeit. ich habe das schon durchgekaut und verstanden, warum ich jetzt so gestört bin.

ach ja, vielen dank für eure antworten.

Wenn du sagst, "einfach so erzählen hilft mir nicht, denn ich mache das schon seit einger zeit" dann kannst du das ja bei dem Therapeuten ansprechen bzw fragen, welche Methoden er anwendet. Du hast, ich weiß nicht wie viele, aber Probestunden zur Verfügung, um zu schauen, ob zwischen dir und dem Therapeuten die Chemie stimmt.
Mir hat man damals gesagt, dass ich zu verschiedenen Therapeuten gehen kann, also die Anzahl der Probestunden auf verschiedene Therapeuten aufteilen. Wenn du sagst, dass Reden dir nichts bringt, es gibt Gestalttherapie.
Mir hilft zum Beispiel eher, wenn ich eine Situation durch mein Zutun be-greife. Wenn ich das zu bearbeitende Thema "spiele".
 
Du fühltest Dich immer wieder minderwertig..... ja, das war in der Vergangenheit so.
Wieso ist es heute nicht so?
Denkst Du denn, dass Du minderwertig bist? (Wenn ja, worin äußert sich das?)

Deine Eltern haben Dir nicht den Schutz gegeben, den Du als kleines Kind gebraucht hättest. Vielleicht hast Du dadurch gelernt, dass Deine Eltern in Deinen Augen nicht vertrauens-würdig sind?
Was ist so schlimm daran, seinen Eltern nicht zu vertrauen?
Gibt es denn eine Pflicht, seinen Eltern zu vertrrauen?

Du zählst sehr viele negative menschliche Eigenschaften auf. Sowas gibt es natürlich.
Allerdings fragt sich für mich, was Du damit erreichen willst? Die meisten Menschen sind halt nicht so, dass du groß was mit ihnen anfangen könntest... Aber wer hindert Dich daran, Deine eigenen Überzeugungen zu haben? Oder daran, Deine Überzeugungen mitzuteilen?
Denkst Du denn etwa, dass nur die Leute in ihrer erbärmlich kleinen Welt glücklich sein können?

(Deinen letzten Beitrag konnte ich nicht lesen, weil Du ihn gelöscht hattest. Mich würde allerdings interessieren, was da drinstand - ich wäre froh, wenn Du mir das schreiben könntest. Wenn Du magst auch gerne über PN)
 
ich wende mich an die leute, die in therapie sind/waren und erfahrung damit haben.
ich denke viel über meine kindheit nach und kann größtenteils die verknüpfungen zu meinen jetztigen problemen finden. aber was soll ich nun damit? ich habe das gefühl, dass es nicht reicht. wie komme ich denn damit voran?


Verhaltenstherapie. Oder ggf Traumatherapie und einiges lesen und vor allem: LEBEN...damit läßt sich das meiste recht gut überwinden.

Alleine vor sich hingrübeln bringt wenig, Austausch ist wichtig, mit Vertrauten, einem Therapeuten.
Therapie ist manchmal ein recht praktischer Entwicklungsbeschleuniger.

Viel Erfolg!

Tyra


Buchtipps:
Watzlawick....unter anderem: Anleitung zum Unglücklichsein

Lass die Kindheit hinter dir - Autor: Ursula Nuber - Besser Leben

hier steht auch was von Opferhaltung aufgeben...du haftest ggf zu stark an Komplexen die dir in der Kindheit vermittelt wurden aber wie Nemo schrieb hindert dich ja niemand da dran (außer ggf du selbst wenn du in Opferhaltung verharrst und kleines schwaches Mäuschen spielst anstatt erwachsene Frau) eine eigene und bessere Meinung über dich zu entwickeln und zu LEBEN.
Übernimm mehr Verantwortung für dich und dein Leben und gestalte ein neues Ich und zwar so, dass gut zurecht kommst in der Welt. Verhaltenstherapie kann dir dabei sehr gut helfen.
Ich hatte vor einigen Jahren wegen einer Phobie eine Verhaltenstherapie gemacht und das hat gut geholfen.

Wichtig finde ich immer nicht zu viel und vor allem nicht zu viel alleine in alter Suppe (also der Vergangenheit) rum zu rühren sondern den Mehrteil der Zeit im Hier und Jetzt verbringen und konkrete Lebensziele ausformulieren und umsetzen. Auch das gehört zur Ablösung von der Vergangenheit dazu. Verhaltenstherapie kann hierbei konkrete Hilfe bieten.
Und du selbst indem du sinnvollen Beschäftigungen nachgehst etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke, ich bin von natur aus weniger belastbar und ich sehe das jetzt auch an meinen eltern, es liegt in der familie.
zusätzlich gab es unschöne erlebnisse/umstände/ereignisse in meiner kindheit bzw. vor allem vernachlässigung. ich habe zu essen und zu anziehen und ein dach über dem kopf gehabt. aber sonst lebte ich wie ein tierchen vor mich hin und hab hier und dort irgendwas gemacht, mich beschäftigt. ich kann mich auch nur schlecht an meine kindheit erinnern. da gab es einfach kaum etwas, nur die negativen dinge vergisst man nicht so schnell.

ich wurde durchweg davon geprägt, durch die pubertät bis zum übergang ins erwachsenenalter. wie soll ich dann meine einstellung, mein verhältnis zu mir, meiner familie und zu anderen menschen einfach so ändern können? wie diese ängste, die sich von klein auf aufgebaut haben, beseitigen?

entscheidet der therapeut welche art therapie für mich in frage kommt? einfach so erzählen hilft mir nicht, denn ich mache das schon seit einger zeit. ich habe das schon durchgekaut und verstanden, warum ich jetzt so gestört bin.

ach ja, vielen dank für eure antworten.

Prägung ist eine Sache...du kannst Prägungen nicht löschen aber überschreiben mit neuen Prägungen und diese passieren indem du dich auf andere Menschen einläßt und anfängst dich selbst zu prägen.

Du kannst dir von einem Therapeuten oder einer Beratungsstelle erklären lassen was es an Therapiemöglichkeiten für dich gibt und dann selbst entscheiden was die am besten gefällt und liegt und es dann einfach ausprobieren...Es gibt anfangs immer Probesitzungen in denen du gucken kannst ob dir der Therapeut liegt und die Therapieform und dann kannst du dich immer noch umentscheiden.
Wichtig ist nur dass du generell bereit bist und entschlossen genug bist es durch zu ziehen und mit zu machen.

Negative Dinge vergisst man an sich nicht, viele verdrängen sie oft, was aber oft nicht so gut ist. Ich kann mich sehr gut an negative Dinge aus meiner Kindheit erinnern...und es macht mir heute auch wenig aus, da ich recht gut verarbeitet habe und diese Dinge mir nicht mehr so nahe gehen..sie sind Vergangenheit und bleiben dort auch.

Ich habe einige intime Freunde mit denen ich drüber reden konnte und damals auch noch eine Therapeutin und heute meinen Partner was einem dabei hilft gut zu verarbeiten.

Was ich gelernt habe ist: auch schmerzhafte Erinnerungen beißen nicht und es gibt ja auch gute Erinnerungen und man kann sie sich täglich erschaffen indem man lebt und Freude erlebt und damit neue gute Erinnerungen erschafft.

Alter Schmerz läßt sich mit neuer Freude heilen....allerdings muss man sich diese Freude auch gönnen und ihr Einlaß bieten in sein Herz....wer sein Herz schmerzvergrämt verschließt tut sich natürlich schwer damit. Es ist so eine Art Schutzmechanismus sich nach einer Verletzung weniger öffnen zu wollen den man ein stückweit ein wenig bekämpfen muss damit man wieder mehr Vertrauen in sich selbst und auch ins Leben fassen kann.
Eigene Stärke erleben hilft..durch Sport...hier den Körper spüren..durch Arbeit die einem zeigt was man leisten kann.

Es gibt viel was du für dich tun könntest. Mein Rat wäre nicht zu lange damit zu warten, denn Opferhaltung aus langer Gewohnheit macht es nicht leichter sie zu überwinden.
 

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