Lunidiezweite
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Ist halt auch oft so, dass gedacht wird, wenn man als Frau keine Kinder will, dann würde man Kinder per se gar nicht mögen oder sogar hassen. Das verstehe ich auch absolut nicht. Ich habe nichts gegen Kinder... ich mag Kinder und komm gut mit ihnen zurecht. Eigene will ich eben trotzdem nicht. Das sind doch 2 Paar Schuhe, ob man z.B. mit Kindern arbeitet und hinterher Feierabend macht, oder man eigene Kinder hat... die ein 24/7 Fulltime-Job sind.
Na, ja dass ich Kinder abgöttisch liebe würde ich jetzt nicht von mir behaupten und ich habe durch Gespräche mit der Leitung immer erst die Gruppen ab 3 Jahre bekommen, weil ich mit Babys und kleineren Kindern einfach ungern gearbeitet habe und das der Chefin auch artikuliert habe. Mit den ab 3 jährigen hab ich aber gern gearbeitet, weil sie eben so direkt und ehrlich waren und auch schon selbstständiger. Trotzdem hätte ich keines von ihnen dauerhaft zu Hause haben wollen.
Ich bin ein Mensch, der seine Freizeit gern allein verbringt und gern seine Ruhe haben möchte und seine Hobbys braucht, um nicht noch kränker zu werden bzw. überhaupt arbeiten zu können. Mal ungeachtet dessen, dass ein Kind aufgrund meiner schweren Erkrankung ein k.o Punkt wäre und ich mir nach meiner nächsten O.P studienbegleitend sicher auch etwas ruhigeres suchen muss. Mit einem Kind könnte ich mich in der Freizeit überhaupt nicht mehr regenerieren.
Ich glaube auch, dass ein nicht geringer Anteil von Erziehern oder Lehrern deshalb ausbrennt, weil sie den Freizeitausgleich nicht haben und noch eine nervige Familie an den Hacken oder eben andere Zusatzaufgaben (Pflege der Eltern etc)
Gerade wenn man jeden Tag mit Kindern arbeitet oder mit Menschen generell und dann in der Freizeit noch damit zugekleistert wird, kann es eben schnell zu viel werden.
Und ich bin so ein Mensch, der eben aus seiner Freizeit viel Ruhe und Kraft schöpft und da nicht auch noch das haben will, was er auf Arbeit hatte.
Mal abgesehen von den anderen nervenden Aspekten, die ein Kind mit sich bringt.
Jedes Mal wenn ich jetzt so ein 2 Jähriges brüllen höre, denke ich immer: Alles richtig gemacht.
Wie eine Freundin mal sagte: Wir als Sozialpädagogen müssen das Recht haben dürfen, nicht auch noch in der Freizeit mit Kindern zusammen zu sein.
So verwunderlich finde ich das auch nicht. Ein Physiotherapeut oder ein Maler freut sich doch auch nicht nach Feierabend noch 10 Verwandte zu massieren oder bei ihnen die Zimmer zu malern.
Warum dürfen dann Erzieher, Lehrer, Heilpädagogen nicht auch keinen Kinderwunsch haben dürfen?
Ich glaube sogar, dass die meisten Partnerschaften ohne Kinder besser funktionieren. Ein Kind ist an vielen Stellen eine Bewährungsprobe.
Als Baby (weil der Mann dann nicht die 1. Geige spielt und Sex werden schwieriger wird) und später wenn es auszieht (Eltern müssen sich neu in ihrer Partnerschaft definieren)
Das haben reine Paare so nicht. Die sind wohl laut Statistiken ausgeglichener.
Und im übrigen finde ich es besser, das vorher zu wissen, als planlos Kinder in die Welt zu setzen und dann völlig damit überfordert sein (so wie viele Eltern deren Kinder wir am Ende betreut haben)
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