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Kinder zur Bestattung mitnehmen?

Ich finde es in unserer Gesellschaft sehr schade, dass so viel separiert wird. Kinder hier, Alte da .... und dann wollen alle von einer Gemeinschaft sprechen. Ja wie soll die denn entstehen, wenn jeder "altersgemäß" irgendwo ist, jeder auf seine Bedürfnisse pocht und niemand Kompromisse machen mag.

Klar könnte man das dem Kind erklären, aber ob da stundenlange Beerdigungen der richtige Weg sind, halte ich mal für dahin gestellt. Da würde ich eher irgendwann danach mit dem Kind auf den Friedhof gehen.
Das Kind begreift den Tod in seiner Unendlichkeit in dem Alter noch nicht und für das Kind ist es zunächst eins: Nervtötende Rumsitzerei mit heulenden und trauernden Verwandten. Nicht unbedingt begeisternde Kinderatmosphäre.
Und ein 2 Jähriger kann damit noch gar nichts anfangen. Das ist dann nur zur Schau gestelle vom Kleinkind oder meinst du, der 2 Jährige kann sich von der Uroma verabschieden? Die Uroma kriegt es eh nicht mehr mit und der 2 Jährige schnallt es noch nicht.
Das ist wie die Traueranzeigen am Sonntag in der Zeitung, wo dann in der Kleinstadt die halbe Familie aufgezählt wird in der Annonce, um richtig anzugeben was man für eine tolle Familie hat.
 
Und die Atmosphäre wo alles heult und weint hinterlässt bei einer 6 Jährigen auch nicht positive sondern eher beklemmende Eindrücke. Ich gehe ja mit, dass man Kinder auch früh mit dem Tod konfrontieren sollte, aber in geeigneter Atmosphäre und nicht, indem sie 2 Stundenlang irgendwo sitzen und das Ava Maria mitsingen müssen oder still sein müssen und zusehen wie alle um sie herum heulen und in Tränen aufgelöst vorm Sarg stehen.

Tue dem Kind was gutes, geh danach mit ihm zum Friedhof und erkläre ihm, dass die Oma gestorben ist und an diesem Tag beerdigt wurde. Was auch immer deiner Weltanschauung entspricht (Himmel, irdisches Leben etc), aber tue dem Kind nicht an, dass es stundenlang irgendwo sitzt.
 
Wie schon festgestellt, ist das alles sehr individuell. Nicht alle Zweijährigen brüllen auf einer Veranstaltung und nicht alle verhalten sich ruhig.

Für mich war es immer so, dass auf einer Beerdigung eine Gemeinschaft da ist. Dh. natürlich wird den engsten Hinterbliebenen unter die Arme gegriffen und das quengelnde Kleinkind von jemanden beiseite genommen.

Ich finde es in unserer Gesellschaft sehr schade, dass so viel separiert wird. Kinder hier, Alte da .... und dann wollen alle von einer Gemeinschaft sprechen. Ja wie soll die denn entstehen, wenn jeder "altersgemäß" irgendwo ist, jeder auf seine Bedürfnisse pocht und niemand Kompromisse machen mag.
Man kann nicht mit Zwang eine Gemeinschaft zwischen Jung und Alt schaffen.

Und auch nicht gerade bei einer Beerdigung.

In der Regel sind bei einer Trauerfeier Freunde der uroma, die sie von der Kirche, frauenbund.... kennen und mit den Kleinkindern nichts zu tun haben und in Ruhe Abschied nehmen möchten.

Wer soll da bitte der Mutter eben mal die quengeligen Kinder beiseite nehmen.

Das klingt vielleicht ganz nett, aber die alten Menschen bemühen sich in die Kirche um die Verstorbene zu ehren und kindergeschrei von fremden Kindern mag wohl keiner in so einem Moment.
 
Stundenlange Trauerfeiern? Also ich war schon bei etlichen Beerdigungen/Trauerfeiern, die gingen aber selten länger als 45 Minuten. Ist vermutlich von der Religion abhängig und von der Auslastung der Kapellen.
Zum Thema: ich finde es gut, Kinder auf Trauerfeiern mitzunehmen, sie gehören zur Familie und auch wenn sie selbst nicht erfassen, was passiert ist, erkennen sie doch, dass sich etwas verändert hat. Ich würde sie allerdings nicht zum offenen Sarg mitnehmen, falls es einen geben sollte. Aber sie dürfen ruhig sehen, dass Menschen, auch Mama und Papa, traurig sein und weinen können.
 
Aber sie dürfen ruhig sehen, dass Menschen, auch Mama und Papa, traurig sein und weinen können.
Was hat die Beerdigung damit zu tun, dass die Kinder sehen dass Mama und Papa weinen? Das können sie auch zuhause. Man weint ja nicht nur eben mal in der Kirche.

Ich bin kinderlieb, aber mich hätte es genervt, wenn Kinder bei der Trauerfeier gelacht oder gequengelt "wann gehen wir endlich?" hätten.
 
Was hat die Beerdigung damit zu tun, dass die Kinder sehen dass Mama und Papa weinen? Das können sie auch zuhause. Man weint ja nicht nur eben mal in der Kirche.

Es geht nicht darum, dass mal einer heult. Hier ist die Grundstimmung ja generell so, dass da mehrere heulen werden. Kann für ein Kind eben auch sehr bedrückend sein.

sie gehören zur Familie und auch wenn sie selbst nicht erfassen, was passiert ist, erkennen sie doch, dass sich etwas verändert hat.

Aber nicht mit 2 Jahren, wo ein Kind seine Umwelt nicht mal richtig einordnen und wahrnehmen kann.
 

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