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Kinder zur Bestattung mitnehmen?

Die Bestattung ist in einem Ruhewald und wird recht kurzweilig gehalten.
Das klingt doch danach, als sei das eben keine klassische Zeremonie, bei der alle steif herum stehen und alle weinen und man auch noch irgendeine verordnete Trauer zur Schau tragen soll.

Insgesamt sollte vorab abgesprochen werden, dass sich jemand um die Kinder kümmert. Am besten jemand, der voraussichtlich nicht allzu sehr von der Trauer gebeutelt wird. Ich habe mich beispielsweise während der Beerdigung meinr Oma nicht um meine Kinder kümmern können, ich war völlig aufgelöst.

Wenn die Eltern sonst nicht teilnehmen können, würde ich die Kinder mitnehmen. Die Älteren könnte man auch fragen, ob sie möchten.
Alternativ findet sich vielleicht jemand, der die Kinder vor Ort anderswo bespaßt während der Zeit.

Du schreibst von acht Kindern und weiter, dass das sowieso die Eltern entscheiden. Was ist denn der Hintergrund Deiner Frage? Es scheinen weder Deine Kinder noch Deine Entscheidung zu sein.
 
Mein Vater ist auch in einem Friedwald beerdigt, die Trauerrede fand draußen statt und meine Tochter , damals 5, war auch mit, allerdings hätten wir auch problemlos in den Wald o.ä gehen können.
Heute gehen wir ab u zu mit dem Hund dort zu seinem Baum spazieren
Ein wunderschöner Gedanke, dazu noch heute zum Sterbetag unserer Mutter. Das wäre ihr auch recht gewesen unter einem Baum im Wald..
 
Du schreibst von acht Kindern und weiter, dass das sowieso die Eltern entscheiden. Was ist denn der Hintergrund Deiner Frage? Es scheinen weder Deine Kinder noch Deine Entscheidung zu sein.
Aber die Eltern sind meine Kinder. Wir besprechen das zusammen und sie legen Wert auf meine Meinung, natürlich nicht verbindlich. Diese Situation, Bestattung einer nahestehenden Person, hatten wir noch nie.
 
Meine Tochter war 5 Jahre, als ihr Opa starb.
Ich habe sie nicht mit genommen.
Eine gute Freundin hat in der Zeit aufgepasst.
Ich erinnerte mich daran, wie ich Beerdigungen als Kind empfand, das
wollte ich ihr nicht zumuten.
Wir waren später an dem Grab....sie sagte nur: es ist gut. Er liegt ja nicht hier....
er ist im Himmel.
Und doch spürte ich ihren Schmerz....


Fee
 
Grundsätzlich spricht in meinen Augen nichts dagegen, Kinder mitzunehmen.

Für sehr junge Kinder (< Schulalter) sind Beerdigungen aber erfahrungsgemäß etwas so Abstraktes, das sie oft gar nicht mit dem Verlust des verstorbenen Menschen und den damit zusammenhängenden Gefühlen wie Traurigkeit verbunden werden. Als Ritual des Abschiednehmens ist es daher für kleine Kinder vielleicht gar nicht von so großer Bedeutung, dabei zu sein. Aber das ist sicher sehr individuell zu betrachten und hängt sicher auch vom persönlichen Bezug des Kindes zum verstorbenen Menschen ab.

Bei etwas älteren Kindern ist das nochmal eine andere Sache, da würde ich es gemeinsam mit dem Kind besprechen und entscheiden. Ich finde es nicht gut, ein Kind, das mitkommen möchte, auszuschließen, aber ebenso wenig ist es in Ordnung, ein Kind zu zwingen, das nicht dabei sein will.

Ein Faktor, den ich persönlich nicht unterschätzen würde: wie wird es den erwachsenen Bezugspersonen des Kindes voraussichtlich während der Beerdigung/Trauerfeier ergehen? Es wäre in meinen Augen für niemanden gut, wenn Eltern vielleicht das Gefühl haben, sich in so einem schwierigen und traurigen Moment zusammenreißen und Emotionen unterdrücken zu müssen, um sich um ihr Kind kümmern zu können oder um ihr Kind vielleicht nicht zu überfordern. Zugleich kann genau das passieren, weil es mitunter eine neue, fremde Situation ist, wenn viele Erwachsene sehr emotional reagieren und weinen.
Ich würde da also nicht nur auf die Bedürfnisse der Kinder schauen, sondern auch auf die der Eltern. Wenn die sehr stark trauern, ist es vielleicht auch in ihrem Sinne, wenn sie sich in dieser Extremsituation nur um sich selbst kümmern müssen und nicht auch noch auf ein Kleinkind achten müssen, das vielleicht quengelig ist oder rumlaufen möchte. Aber auch das ist ja, wie gesagt, sehr individuell. Manche würden es in der Situation vielleicht sogar schätzen und als hilfreich empfinden, wenn sie sich um ihr Kind kümmern können, andere würden das vielleicht gar nicht schaffen.
 
Liebe @Alegra67,

Ich denke auch, dass es sehr individuell auf das Kind ankommt.
Es gibt heutzutage übrigens super Bilderbücher schon für ganz Kleine, in denen das Thema Tod und Beerdigung kindgerecht erklärt wird. Das ist eine tolle Vorbereitung darauf, wie so ein Beerdigungstag ablaufen kann.

Mein Neffe war 3,5 Jahre, als er auf der Beerdigung meines Opas dabei war.
Mein Opa war quasi der Mittelpunkt der Familie, wir haben ihn alle sehr geliebt.
Und so war klar, dass keiner auf der Beerdigung fehlen wollte.

Meine Schwester hat sich mit meinem Neffen mit Hilfe besagter Bilderbücher auf den Tag vorbereitet.
Und ihm vorher gesagt, dass vielleicht ein paar Leute weinen werden und dass das total in Ordnung ist.
Jeder darf auf einer Beerdigung weinen.
Da sie sehr emotional ist und ich (in der Öffentlichkeit) sehr viel kontrollierter bin, was meine Emotionen angeht, waren sowohl ich, als auch die Patentante zusätzlich für die Kinderbetreuung abgestellt.

Der Lütte und ich waren schon immer ein Topf und ein Deckel, für ihn war sowieso klar, dass er in der Kapelle auf meinem Schoß sitzt.
Er fand die ganze Beerdigung unglaublich spannend, hat sich an den vielen Blumen und dem geschmückten Sarg erfreut, die Lieder mitgesungen und fasziniert verfolgt, wie der Sarg in die Erde gelassen wird.
Und völlig unbefangen seine Fragen dazu gestellt.
Da mein Opa ein sehr geselliger, lustiger und charmanter Mensch gewesen ist, war das anschließende Beisammensein erfüllt von alten Geschichten, Anekdoten und viel Gelächter.

Mein Neffe war an diesem Tag ganz selbstverständlich dabei.
Ich denke nicht, dass er sich an die Beerdigung erinnert.
Weder im Positiven, noch im Negativen.
Es war einfach ein aufregender Tag im Leben eines Kleinkindes. Und so darf und soll es auch gerne sein.
 
Aber die Eltern sind meine Kinder. Wir besprechen das zusammen und sie legen Wert auf meine Meinung, natürlich nicht verbindlich. Diese Situation, Bestattung einer nahestehenden Person, hatten wir noch nie.
Hier gabs den besten Vorschlag- man nimmt sie mit und jemand aus dem weiteren Kreis kümmert sich, falls es zu eventuellen "Störungen" kommt um die Kleinsten, oder stellt sich weiter hinten an mit ihnen. Das ist eine Familienfeier und ein heiliger Moment, der dazugehört, wie jemand zur Taufe zu bringen. Das haben wir übrigens bald, die Taufe unserer Jüngsten. Da sind auch alle da. Alle zusammen an einem Tisch nachher.
 

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