Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kinder in Deutschland müssen Hunger leiden????

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Was mache ich eigentlich als Arbeitnehmer, wenn der Arbeitgeber mir drei Monate keinen Lohn zahlt oder als Selbständiger, der in Vorleistung geht, und Kunde zahlt nicht?

Leistungsanspruch habe ich dem Sinne ja nicht und gerade als Selbständiger brauchst du erst gar nicht nachzufragen.

Bin ich dann als Eltern auch selbst schuld, wenn ich meinen Kindern keine ausreichende Ernährung bieten kann, oder doch auch Arbeitgeber bzw. zahlungsunwilliger Kunde?
 
Ich versteh nicht warum sich auch dieser Thread wieder zu einer Hartz 4 Debatte entwickelt.

Z.B. die 62 jährige kranke kinderlose Frau, die Matty anspricht hat mit dem Thema "hungernde Kinder" mal so garnichts zu tun.

Am Anfang des Threads wurden immerhin auch noch andere Aspekte beleuchtet, bevor 100 Seiten lang über Hartz 4 philosofiert wurde.

Wieviel kostet es denn ein Kind satt zu machen? Ist das nicht die erste Prioriät, die ich als Elternteil erfülle? Auch mit Hartz 4 Sanktionen.

Kinder gehen ohne Frühstück und Pausenbrot zur Schule, weil Eltern zu faul sind das Brot zu schmieren oder es uncool ist, Brot zu essen. Bereits zu meiner Zeit war der Snack von der Pizzaria beliebter als das aussterbende Pausenbrot. Die Minipizza bzw das Baguette für 3,50 € jeden Morgen sind aber für "ärmere" Kinder ein Problem.
Kein Pausenbrot und Italiener zu teuer = Suppenküche = die Kinder hungern?

Schiebt es nicht immer nur auf das Geld. Das Bewusstsein für Ernährung in Deutschland ist sehr schlecht. Gesunde Ernährung wird als unbezahlbar betittelt, aber für Fastfood geben wir freiwillig mehr Geld aus als für vergleichsweise günstiges selbst zubereitetes Essen. Ein Kind satt zu machen ist nicht nur eine Frage des Geldes.
 
Ja was denn nu?
Mangel an Geld ist nicht schuld, wenn Kinder lieber hungern als ne nicht mehr ganz frische stulle zu essen, während die klassenkameraden sich ne pizza reinschieben?
Und mit lebensmittelgutschein...keine ahnung wie oft da einkaufen drin ist...jedenfalls muss man ja den Gutschein auf einmal einlösen (also genau planen) und wie oft man einen bekommt...keine Ahnung...
Jedenfalls sind die lebensmittel irgendwann wohl schon ziemlich altbacken...
Und es geht ja nicht nur um ganz kleine Kinder, die vielleicht noch ziemlich alles essen, was die Eltern ihnen vorsetzen (obwohl gerade die kleinen auch ziemlich wählerisch sein können) sondern auch um teenies, die es vielleicht wirklich uncool finden ne stulle zu essen, und stattdessen lieber garnix essen.
 
Sorry, aber das beantwortet nicht meine Frage. Oder soll das heißen, dass der Staat primär die Verantwortung für die kinder zu tragen hat, nur weil die Eltern die Kohle vom Staat für sich kosumieren?
Primär sind die Eltern für die Ernährung und die Erziehung der Kinder verantwortlich. Gehen die Eltern einem Job nach, bekommen sie Gehalt, das dafür aufgewendet wird. Der AG hat eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber Eltern (z.B. Kündigungsschutz, Frei bei Krankheit des Kindes, Urlaubsplanung, soziale Auswahl bei Kündigungen, usw.) Sind die Eltern durch irgendwelche Umstände Hartz IV-Empfänger geworden, haben sie auch die Verantwortung für ihre Kinder, mit vermutlich weniger Geld. Werden sie dann im Nachhinein noch sanktioniert, verletzt m.E. der Staat seine Fürsorgepflicht gegenüber den Familien. Bei Alleinstehenden ohne Kinder und Alleinerziehenden ebenso.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und noch etwas zur Headline:
Es gehen Kinder hungernd in die Schule, weil…
… sie früh Morgens keinen Bissen runterbekommen.
… Vater und/oder Mutter bereits im Frühdienst in der Arbeit sind.
… Vater und/oder Mutter am Vortag im Spätdienst waren, obwohl das Frühstück auf dem Tisch steht und das Kind alleine nicht frühstücken will oder keinen Hunger verspürt.
… der Vater und/oder die Mutter weiterschlafen.
… weil sie Ihren Vater und/oder ihre Mutter weiterschlafen lassen wollen.
… in der Schule ab 07:30 Uhr ein Frühstück für alle Schüler angeboten wird und das Kind mit seinen Freunden frühstücken will.

...oder auch weil sie sanktioniert wurden.

Mann und Frau sollte bei Medien sehr gut hinsehen. Medien manipulieren gerne. Welcher Berichterstatter jeglicher Art will nicht gerne Ruhm durch seine provozierende Reportage erreichen? Meine persönliche Meinung dazu ist: Es gab immer schon Institutionen, die solche Dienste wie Tafel und Frühstück für Kinder anbieten, das in den Medien sehr gerne hochgebauscht wird und diese Institutionen davon profitieren, sozusagen ihre Daseinsberechtigung von Neuem durch die Medien zu demonstrieren. Viele staatliche Zuschüsse könnten ohne Propaganda verloren gehen. Und ja, natürlich gibt es Rabenväter und Rabenmütter, doch die sind verschwindend gering auf dieser Welt. Zu bedenken ist natürlich noch die vom Staat ins schlecht gerückte Licht der Hartz IV-Welt zwecks Ablenkung anderer politischer Probleme, so dass der Staat als Samariter dastehen will. Wo Hartz landete, weiß ja wohl jeder, und dieser Herr war kein Hartz IV-Empfänger.
 
Primär sind die Eltern für die Ernährung und die Erziehung der Kinder verantwortlich. Gehen die Eltern einem Job nach, bekommen sie Gehalt, das dafür aufgewendet wird. Der AG hat eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber Eltern (z.B. Kündigungsschutz, Frei bei Krankheit des Kindes, Urlaubsplanung, soziale Auswahl bei Kündigungen, usw.) Sind die Eltern durch irgendwelche Umstände Hartz IV-Empfänger geworden, haben sie auch die Verantwortung für ihre Kinder, mit vermutlich weniger Geld. Werden sie dann im Nachhinein noch sanktioniert, verletzt m.E. der Staat seine Fürsorgepflicht gegenüber den Familien. Bei Alleinstehenden ohne Kinder und Alleinerziehenden ebenso.

Darüber lässt sich jetzt wieder herrlich streiten. Schließlich ist Ursache der Sanktionierung nicht der pöse Staat, sondern das Verhalten der Hilfeempfänger. Ich finde aber wie gesagt, das ist nicht Thema hier.
 
Primär sind die Eltern für die Ernährung und die Erziehung der Kinder verantwortlich. Gehen die Eltern einem Job nach, bekommen sie Gehalt, das dafür aufgewendet wird. Der AG hat eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber Eltern (z.B. Kündigungsschutz, Frei bei Krankheit des Kindes, Urlaubsplanung, soziale Auswahl bei Kündigungen, usw.) Sind die Eltern durch irgendwelche Umstände Hartz IV-Empfänger geworden, haben sie auch die Verantwortung für ihre Kinder, mit vermutlich weniger Geld. Werden sie dann im Nachhinein noch sanktioniert, verletzt m.E. der Staat seine Fürsorgepflicht gegenüber den Familien. Bei Alleinstehenden ohne Kinder und Alleinerziehenden ebenso.

Stimme ich doch zu. Aber.... es wird nicht sofort auf 100% gekürzt. Da braucht es schon einiges um überhaupt auf 100 zu kommen. Wenn es trotzdem passiert, kann mir keiner erzählen, dass das einzigst nur Sachbearbeiter und dessen Ermessenspielraum oder sonstwas liegt. Die Eigenverantwortung haben wir nämlich auch noch.

Um erstmal Einspruch gegen eine Sanktion zu erheben, braucht es keinen Anwalt. Das kann man schon bei der ersten Kürzung formlos und Handschriflich fixieren, wenn man meint sie wäre nicht berechtigt. Ganz besonders sollte man das tun, wenn man ein Kind/er hat. Da sollte man doch vorrausschauend und zum Kindeswohl denken und handeln können und müssen.
 
Stimme ich doch zu. Aber.... es wird nicht sofort auf 100% gekürzt. Da braucht es schon einiges um überhaupt auf 100 zu kommen. Wenn es trotzdem passiert, kann mir keiner erzählen, dass das einzigst nur Sachbearbeiter und dessen Ermessenspielraum oder sonstwas liegt. Die Eigenverantwortung haben wir nämlich auch noch.

Um erstmal Einspruch gegen eine Sanktion zu erheben, braucht es keinen Anwalt. Das kann man schon bei der ersten Kürzung formlos und Handschriflich fixieren, wenn man meint sie wäre nicht berechtigt. Ganz besonders sollte man das tun, wenn man ein Kind/er hat. Da sollte man doch vorrausschauend und zum Kindeswohl denken und handeln können und müssen.
Über die Sanktionierung auf 100% habe ich keine Ahnung. Es reichen schon 30% weniger. Man lebt mit Kind und 30% weniger sehr am Limit, denke ich. Warum schafft man diese Ungerechtigkeit nicht ab? Ein Einspruch bei Sanktionen ist immer möglich; nur ob das wirkt?! Man könnte doch genauso andersrum ein Bonusprogramm einführen, aber da wäre ja ein Aufschrei durch das ganze Lnad vorprogrammiert. Jeder bekäme sein Hartz IV ungekürzt, wobei er es durch ein ausgeklügeltes Bonusprogramm steigern könne. Nur ein Beispiel: Dem Hartz IV-Bezieher wird eine Weiterbildung, ein Praktikum angeboten oder er bringt selbst ein annehmbares und sinnvolles Weiterbildungsangebot an, das er besuchen will. Für den Besuch und die erfolgreiche Teilnahme bekommt er während des Kurses ein wenig mehr Geld zu seinem Hartz IV-Geld. Oder er sammelt die Punkte und kann dafür Lebensmittelgutscheine von versch. Anbietern seiner Wahl beziehen. Warum immer ins Negative gehen, Menschen aller Einkommen (ob arm oder reich) bringt man durch Motivation weiter.
 
Und noch etwas zur Headline:
Es gehen Kinder hungernd in die Schule, weil…
… sie früh Morgens keinen Bissen runterbekommen.
… Vater und/oder Mutter bereits im Frühdienst in der Arbeit sind.
… Vater und/oder Mutter am Vortag im Spätdienst waren, obwohl das Frühstück auf dem Tisch steht und das Kind alleine nicht frühstücken will oder keinen Hunger verspürt.
… der Vater und/oder die Mutter weiterschlafen.
… weil sie Ihren Vater und/oder ihre Mutter weiterschlafen lassen wollen.
… in der Schule ab 07:30 Uhr ein Frühstück für alle Schüler angeboten wird und das Kind mit seinen Freunden frühstücken will.

...oder auch weil sie sanktioniert wurden.

Mann und Frau sollte bei Medien sehr gut hinsehen. Medien manipulieren gerne. Welcher Berichterstatter jeglicher Art will nicht gerne Ruhm durch seine provozierende Reportage erreichen? Meine persönliche Meinung dazu ist: Es gab immer schon Institutionen, die solche Dienste wie Tafel und Frühstück für Kinder anbieten, das in den Medien sehr gerne hochgebauscht wird und diese Institutionen davon profitieren, sozusagen ihre Daseinsberechtigung von Neuem durch die Medien zu demonstrieren. Viele staatliche Zuschüsse könnten ohne Propaganda verloren gehen. Und ja, natürlich gibt es Rabenväter und Rabenmütter, doch die sind verschwindend gering auf dieser Welt. Zu bedenken ist natürlich noch die vom Staat ins schlecht gerückte Licht der Hartz IV-Welt zwecks Ablenkung anderer politischer Probleme, so dass der Staat als Samariter dastehen will. Wo Hartz landete, weiß ja wohl jeder, und dieser Herr war kein Hartz IV-Empfänger.

Genau so ist es!

Und diese Manipulation trägt reiche Frucht, man liest es hier...
Es ist doch alles in Ordnung, es ist doch gesorgt... man muss nur genug kriechen und sich erniedrigen lassen, dann bekommt man auch Almosen.

Das behaupten vornehmlich die, die auch nichts tun gegen die doch von ihnen vielzitierte und damit missbrauchte "echte" Not und den "echten" Hunger, was sie aber gerne als Argument gegen ihre Mitmenschen anführen.

Hier lese ich von den Sanktionsbefürwortern kaum ein Argument, was nicht auf Mutmaßung beruht.

Völlig unbeachtet bleiben 200.000 Klagen vor dem Sozialgericht, von denen 2/3 Recht bekommen.

Dann schreibt noch jemand, man brauche ja keinen Rechtsanwalt weil man den Widerspruch ja erstinstanzlich selbst formulieren könnte...
Zynischer geht es nicht mehr.
Man vergisst offenbar, dass man juristisch formulieren sollte, damit das nicht noch gegen einen verwendet wird und die Tatsache, dass dieser Beschwerde fast nie stattgegeben wird und die Sanktion trotzdem in Kraft tritt, interessiert auch nicht!

Ich denke hier weiß kaum einer wie das in Wirklichkeit zugeht.
Ich empfehle mal die Texte des SGB zu lesen und dann sehen wir mal, was daraus verstanden wird.
Zumal wir hier zudem kaum vom Gesetz schreiben sondern der willkürlichen Auslegung der Ämter, die bewusst großen Handlungsspielraum bekamen das Gesetz auszulegen...
Das beklagen auch heftig die betroffenen Sozialrichter!
 
Über die Sanktionierung auf 100% habe ich keine Ahnung. Es reichen schon 30% weniger. Man lebt mit Kind und 30% weniger sehr am Limit, denke ich. Warum schafft man diese Ungerechtigkeit nicht ab? Ein Einspruch bei Sanktionen ist immer möglich; nur ob das wirkt?! Man könnte doch genauso andersrum ein Bonusprogramm einführen, aber da wäre ja ein Aufschrei durch das ganze Lnad vorprogrammiert. Jeder bekäme sein Hartz IV ungekürzt, wobei er es durch ein ausgeklügeltes Bonusprogramm steigern könne. Nur ein Beispiel: Dem Hartz IV-Bezieher wird eine Weiterbildung, ein Praktikum angeboten oder er bringt selbst ein annehmbares und sinnvolles Weiterbildungsangebot an, das er besuchen will. Für den Besuch und die erfolgreiche Teilnahme bekommt er während des Kurses ein wenig mehr Geld zu seinem Hartz IV-Geld. Oder er sammelt die Punkte und kann dafür Lebensmittelgutscheine von versch. Anbietern seiner Wahl beziehen. Warum immer ins Negative gehen, Menschen aller Einkommen (ob arm oder reich) bringt man durch Motivation weiter.
Nettes Beispiel. Dabei würde ich die 30% bei mir einsparen, aber sicher nicht die Kinder hungern lassen. Wenn es nicht anders ginge, dann eben zur Tafel.
Man kann natürlklich der Menschheit gebetsmühlenartig abspulen, dass gegen H4 Sanktionen nichts zu machen wäre, anstatt zu motivieren. Geholfen ist damit nun wirklich nicht.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben