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Kinder auf Demonstrationen

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Wenn alles geordnet verläuft, schadet es nicht. Ist grundsätzlich kein Fehler, wenn man Kinder so früh wie möglich an die Regeln einer Demokratie heranführt, und da gehört das Recht auf friedliche Versammlung bekanntlich dazu, außer etwas sehr schwerwiegendes, wie eine potentiell tödlich verlaufende Epidemie, funkt dazwischen, dann geht die Sicherheit der Allgemeinheit vor.

Und hier kommt jetzt die Preisfrage: Woher willst du vorher wissen, wie friedlich eine Demo abläuft oder auch nicht? Und hier liegt wohl der Haken an der Sache.
 
Zumal ein Kind von 4,5 oder 6 Jahren letztendlich ja gar nicht absehen kann warum es mit läuft und welche Meinung es vertritt. Ein kritisches Auseinandersetzen ist in dem Alter gar nicht möglich, daher liegt ja eine Instrumentalisierung durch die Eltern nahe.
 
Das ist ein Denken das ich nicht nachvollziehen kann.

Wo ist das denn fürchterlich für ein Kind, Reliunterricht zu haben oder in den Kindergottesdienst zu gehen, den Glauben kennenzulernen?

Wenn ein Kind nie von Gott und Glauben gehört hat wie soll es sich dann als junger Erwachsener für oder gegen den Glauben entscheiden?

Und hier für dich Carrot.

Na, ja ich sehe Religionen ähnlich wie Demos. Nur das ein Kind in der Kirche vermutlich weniger bösartige Konsequenzen erlebt oder Schaden nimmt, als bei einer Demo rechts gegen links. Vorausgesetzt es trifft nicht auf irgendeinen katholischen Priester, der andere Dinge im Schilde führt, wovon wir hier jetzt optimistisch mal nicht ausgehen.
Letztendlich sind die Werte, die in der Kirche vorgelebt werden ja human. Vorausgesetzt man übertreibt es nicht. Habe selbst Familie, die jeden Sonntag in die Kirche rennt und die Kinder müssen alle verpflichtend mit. Das finde ich dann irgendwie auch grenzartig und aufgezwungen.
Die kriegen dann zwar sicher eher kein Tränengas ins Gesicht, aber ob das so der super Weg ist, darüber lässt sich streiten.
 
Und hier kommt jetzt die Preisfrage: Woher willst du vorher wissen, wie friedlich eine Demo abläuft oder auch nicht? Und hier liegt wohl der Haken an der Sache.
Daran wie frühere Demos abgelaufen sind natürlich. Wo die Ladenbesitzer ihre Fenster im Voraus verrammeln, die Polizei in Hundertschaften in voller Schutzmontur aufläuft und die Autobesitzer ihre Karren in Sicherheit bringen (außer sie spekulieren auf das Versicherungsgeld), da nimmt man von vornherein kein Kind mit und überlegt sich auch selber, ob man da überhaupt mit muß. Auch als Erwachsener kann man schwer geschädigt werden, wenn eine Demo aus dem Ruder läuft.
 
Daran wie frühere Demos abgelaufen sind natürlich. Wo die Ladenbesitzer ihre Fenster im Voraus verrammeln, die Polizei in Hundertschaften in voller Schutzmontur aufläuft und die Autobesitzer ihre Karren in Sicherheit bringen (außer sie spekulieren auf das Versicherungsgeld), da nimmt man von vornherein kein Kind mit und überlegt sich auch selber, ob man da überhaupt mit muß. Auch als Erwachsener kann man schwer geschädigt werden, wenn eine Demo aus dem Ruder läuft.

Und du hast zu Hause eine Kristallkugel? Das kann 100 Mal gut gehen. Beim 101. Mal hast du in der Menge irgendeinen Pavian, der meint, er müsse die Sau raus lassen und von der Gegenfraktion reagiert dann jemand.
Du vermischt hier einiges. Erwachsene sind keine Kinder und treffen Entscheidungen selbstbestimmt. Kinder können das so bis zu einem gewissen Alter nicht.
Als Erziehungsberechtigter habe ich aber die Verantwortung für mein Kind und dazu gehört auch, es nicht in potenziell gefährliche Situationen zu bringen.
Ist ja schön, dass du die Idealvorstellung vor Augen hast, dass alle friedlich demonstrierend ihre Meinung vertreten. Es geht aber auch anders und eskaliert und das meist schneller als einem lieb ist.
 
In der aufgeheizten politischen Lage gerade würde ich sowieso kein Kind mit zur Demonstration schleppen.
Auf einer Demo ist ja irgendwo eh schon eine belastete Grundstimmung. Da gehst du ja nicht hin, wenn du mit der Welt im reinen bist, sondern wenn dir irgendwas nicht passt.
 
Der Unterschied zwischen Deiner und meiner Stadt scheint der zu sein, daß bei uns ein "Pavian" keine Chance bekommt zu schlägern, den würden die anderen Demo-Teilnehmer schon in die Mangel nehmen, noch bevor die Polizei da ist. Für Gewalttäter gibt es hier keine Toleranz.
Ich habe in letzter Zeit wegen Corona, Klima, Ukraine, 1. Mai (die traditionellen Demos am Tag der Arbeit), Radfahrer-Demos etc. etliche mitbekommen, nicht als Teilnehmer sondern als Verkehrsteilnehmer, und was soll man sagen, gab nie Probleme, auch hinterher laut Polizeimeldungen nicht. Außer daß halt mal wieder der Straßen- und Tramverkehr gestaut wurde, da haben wohl einige geflucht.
Die Einheimischen wissen also, daß diese Demos durchaus sicher sind, anders als in Berlin und anderen Städten, wo da jedesmal der Wilde Westen herrscht. Eine rigorose Nulltoleranz von Seiten der Polizei plus reichlich Toleranz auf Seiten der nicht mitmarschierenden Mitbürger macht also einiges aus.
 
Demos sind für Kinder - wie auch für Erwachsene - nicht sicher. Heutzutage auf jeden Fall nicht mehr und keiner kann vorhersagen, wann wo was passiert. Es kann blitzschnell eine Situation eskalieren, wo man ev. als Erwachsener noch schnell weglaufen kann, aber mit einem kleinen Kind ist man dann nicht mehr so schnell und gefährdet das Kind und sich selbst.

Man ist als Erwachsener für die Sicherheit der Kinder verantwortlich und in der heutigen Gesellschaft ist das Mitnehmen von Kindern - zumindest kleineren, die weder wissen, warum sie demonstrieren, noch sich selbst retten könnten - unverantwortlich.
 
Ich würde meine Tochter auch nicht in einen Swingerclub, in ein Bordell wenn ich sowas aufsuchen würde oder in ein Spielcasino mitnehmen, mit der Ansage, es geht ja meistens gut und da kann nichts passieren.
Auch wenn es gut ginge, bin ich sehr skeptisch, ob ein Kind in eine grölende Masser Papierschilderträger gehört.
 
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