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Kind verschwiegen

Wenn du ohnehin der Meinung bist, dass er an und für sich ein ganz Vernünftiger ist, würde ich ihm die Wahrheit sagen. Aber auch, dass es nicht gewünscht ist, dass er in irgendeiner Form eine Vaterrolle übernimmt.
Damit macht sie sich es aber dann schon sehr einfach. Und sie entscheidet über das Kind hinweg. Und ein Kind hat ein Recht auf Umgang mit seinem leiblichen Vater.
Dass die TE und ihr Mann das über den Kopf des Kindes und des Ex anders entschieden und rechtliche "Fakten" geschaffen haben, war nicht für das Kind, sondern am bequemsten für sie selber. Denn so wie die Situation zu sein scheint, wird es herauskommen, aus welchem Grund auch immer. Und dann wird es richtig übel. Kind und Kindsvater müssen die Wahrheit erfahren, ohne Bedingungen, wenn man sich danach noch in die Augen sehen will. Wie sich die Konstellation dann zusammenfindet wird man sehen. Aber aus eigener Bequemlichkeit eine Lüge zu leben, denn das ist es, geht definitiv nach hinten los.
 
Aber auch, dass es nicht gewünscht ist, dass er in irgendeiner Form eine Vaterrolle übernimmt.

So einen Spruch würde ich mir verkneifen. Es gibt Menschen die reagieren zu Recht allergisch dagegen und würden bei solcher Vorgabe dann zum trotz die Vaterrolle übernehmen wollen und mal kurz zeigen, welche Rechte der leibliche Vater besitzt und Blut dann doch dicker als Wasser ist.

Du deiner Tochter aber die Wahrheit sagen würdest, sofern sie je danach fragt.

Ich habe meinen Vater nie gefragt ob er mein Vater ist. Wie käme ich denn dazu?
Weiss nicht ob das zum Standard Fragenrepertoire in euren Familien gehört...

Aber das ist ein cleverer Schachzug. Fragt sie nie, wovon man ausgehen kann - muss sie auch nie belogen werden. 🙄
 
Aber auch, dass es nicht gewünscht ist, dass er in irgendeiner Form eine Vaterrolle übernimmt.

Aber es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn der Ex Bescheid wird, falls die Kleine ernsthaft krank wird und sowas wie eine Stammzellenspende o.ä. braucht. Dann wäre er zumindest nicht überrascht, wenn du ihn bittest, sich und möglichst viele seiner Verwandten testen zu lassen.

In diesem(hoffendlich nie eintretenden Fall) wäre der biologische Vater plötzlich ganz wichtig,ansonsten sollte er in der Versenkung bleiben...

finde ich moralisch sehr fragwürdig...
 
Moralisch richtig wäre es gewesen, von Anfang an die Wahrheit zu sagen. Aber ich denke, dass es für das Kind trotz allem blöd wäre, wenn es plötzlich nochmals einen weiteren Papa dazugesetzt bekommt.

Eine gute Lösung gibt es jetzt ohnehin nicht mehr. Zumal ich bisher den Eindruck hatte, dass die TE an der aktuellen Situation nichts ändern will. Wenn es blöd läuft, gibt es ständig Ärger mit der 2-Papas-Situation. Was, wenn durch die ständige Einmischung des Ex die Ehe leidet und die Kleine am Schluss nicht nur mit 2 Vätern, sondern auch noch mit zerrütteten Eltern dasteht? Die sich ständig wegen der Sache streiten? Wenn sie ständig zwischen den 2 Vätern hin- und hergezerrt wird, von denen beide stets zeigen wollen, dass sie ja "der bessere Papa" wären? Oder wenn ihrem Mann, also dem jetzigen Papa der Kleinen, durch die 2. Vaterfigur das Gefühl abhanden kommt, der Vater zu sein?

Bei einem Bekannten war das so. Da ließ sich die Mutter scheiden, wollte erst mal nichts von ihrem Kind wissen. Der Junge wurde von der neuen Frau seines Vaters großgezogen. Die hatten eine sehr enge Beziehung. Bis mit etwa 9 Jahren wieder die echte Mutter herkam und Kontakt wollte. Ergebnis: die neue Frau fühlte sich zurückgesetzt und ständig daran erinnert, dass er ja doch nicht "ihr Kind" ist. Reagierte entsprechend oft auch gereizt auf die Situation. Das zerrüttete die Beziehung zwischen ihr und dem Jungen. Die leibliche Mutter konnte er ebenso nie als Mutter sehen, sondern mehr als "irgendeine Frau, die was von mir will". Mittlerweile ist er volljährig und sagt "ich habe keine Mama", will von keiner der beiden Frauen mehr was wissen.
In seinem Fall wäre es echt besser gewesen, wenn seine echte Mutter ihn entweder von vorneherein gesehen hätte, oder alternativ für immer weggeblieben wäre.

Sie soll es ja auch nicht als Verbot sagen ("du darst sie nicht als Vater besuchen"), sondern mehr im Sinne von "uns wäre es lieber, wenn du nicht plötzlich einen auf Papa machst"..
 
So einen Spruch würde ich mir verkneifen. Es gibt Menschen die reagieren zu Recht allergisch dagegen und würden bei solcher Vorgabe dann zum trotz die Vaterrolle übernehmen wollen und mal kurz zeigen, welche Rechte der leibliche Vater besitzt und Blut dann doch dicker als Wasser ist.
Nochmal: Er hat keine Rechte. Gar keine. Noch nichtmal das auf einen Vaterschaftstest.
 
Natürlich hat er Rechte - zumindest im moralischen Sinn. Das Kind hat auch ein Recht auf Wahrheit. Ich denke nicht, dass der Gesetzgeber hier die richtige Leitfaden ist. Es geht um Menschen, Gefühle und das Recht auf Ehrlichkeit.

Das kann aber auch richtig schief gehen, also so dass sie alles verliert. Wenigstens kann sie dann sagen dass sie ein herzensguter Mensch war nachdem sie vor den Scherben ihrer Existenz steht. Es kann natürlich auch alles ganz toll ablaufen, dass der Biol. Vater ihr alle Entscheidungsmöglichkeiten einräumt und keinen Ärger macht, nur würde ich nicht darauf wetten wollen dass es so kommen wird.
 

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