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Kind verschwiegen

Mein erster Sohn hat blonde Haare, als Baby hatte er weißblond, sein Vater hatte schwarzbraune Haare und ich braune.
Aber ich weiß definitiv das er sein Sohn ist. Trotzdem hätte man vermuten können das er wegen seinem blond der Sohn eines Kumpels von mir sei, obwohl da nie was war. Optisch, vom Gesicht her, sieht er seinem Vater auch nicht so ähnlich.

Eigentlich kannst du das nur sicher wissen wenn du einen Gentest machst.

Aber ich dachte, vom Gesetz her ist derjenige der Vater, der die Vaterschaft anerkannt hat?
Gilt das nicht mehr?

Wir wissen dass es sein Kind ist, genau das ist ja die Dramatik in dieser Geschichte.
 
Dein Mann hat aber schon komische Gedanken. Die Kleine zieht ja wohl nicht zum leiblichen Vater, nur weil feststeht das er der Erzeuger ist. Im Prinzip ändert sich doch gar nix.

Ich denke die Angst, sind normale Gefühle. Weil in diesem Moment ein anderer Mann dazwischen kommt. Ich habe ihm aber klarmachen können, dass wir Schwierigkeiten bekommen wenn wir nicht jetzt handeln. Und dass wir so das Vertrauen unserer Tochter irgendwann verlieren.
Und das sich nichts ändert...naja so einfach ist es eben nicht. Denn der biologische Vater spielt ja schon eine Rolle und wenn wir für das Kind entscheiden wird sie die Wahrheit erfahren müssen. Nicht heute oder morgen aber irgendwann wenn sie alt genug ist. Genau diese Punkte möchten wir nicht ohne professionelle Hilfe angehen
 
Hallo Pipilangstrumpf,

ich denke, ihr solltet nicht mehr so lange warten, das Geheimnis gegenüber deiner Tochter zu lüften. Sie ist bereits 6, das ist ja nicht mehr so klein. Die Fälle, die ich kenne, wo das Kind adoptiert ist oder einen anderen Vater hat... da wurde schon sehr frühzeitig mit den Kindern gesprochen. Je eher, desto besser. Wenn ich mir jetzt vorstelle mein Großer (11 Jahre) müsste so eine Wahrheit kennenlernen... für den würde eine Welt zusammenbrechen. Weil der Zeitpunkt schon viel zu spät wäre.

Da dein Ex-Partner sehr in deiner Nähe zu wohnen scheint, ist eben das Risiko, dass es eines Tages herauskommt, hoch. Wäre es eine Urlaubsbekanntschaft auf einem anderen Kontinent gewesen, dann wärt ihr sicher mit der Geschichte durchgekommen. Aber so... wie hier Andere schon geschrieben hatten, gibt es immer kuriose Zufälle, die man einfach nicht vorhersehen und planen kann.

Dass ihr euch beraten lasst, finde ich gut. Bin gespannt, wie die Empfehlung aussieht.

LG + alles Gute für euch, Anne
 
du solltest auf jeden Fall mit der Wahrheit rauskommen, sie wird dich früher oder später sowieso einholen.

in meinem Freundeskreis gab es einen ähnlichen Fall. ich kenne zwei Frauen die Schwester sind, die jüngere ist anderweitig entstanden. sie hat es im Alter von 18 Jahren erfahren. für sie ist damals die Welt zusammen gebrochen. ihr Leben empfand sie als eine durchgehende Lüge. wünschts du deinem Kind diesen Schmerz?
 
... sie hat es im Alter von 18 Jahren erfahren. für sie ist damals die Welt zusammen gebrochen. ihr Leben empfand sie als eine durchgehende Lüge. wünschts du deinem Kind diesen Schmerz?

Das ist das Schwert, das über all dem hängt. Und den Schmerz wird man ihr so oder so nicht nehmen können. Es spielen viele Faktoren rein, wie und wann man es der Kleinen sagt.

Im Alter von sechs Jahren ist das Kind halt noch nicht so weit, dass sie mit dem Begriff "biologischer Papa" etwas anfangen kann. Da ist die Gefahr schon auch sehr hoch, dass alles sehr verstörend wirkt, wenn man ihr plötzlich sagt, dass ihr Papa gar nicht ihr Papa ist, sondern ein ihr völlig fremder Mann.
Ich würde ihr es nach Möglichkeit jetzt noch nicht sagen.

Wenn sie es, wie Deine Bekannte, mit 18 erfährt, kann es natürlich sein, dass sie sich "ihr Leben lang belogen" vorkommt. Aber mit 18 ist sie dann auch ziemlich ausgereift und kann die Hintergründe auf intellektueller Ebene kapieren. Sie kann entscheiden wie sie damit umgeht. Wenn sie mit ihrer Familie bricht, ist sie alt genug um es für sich verantworten zu können.

Letztlich ist das jetzt aber Sache der Beteiligten. Ich bin sicher die TE ist auf einem guten Weg eine ordentliche Lösung zu finden.
 
... dass sie mit dem Begriff "biologischer Papa" etwas anfangen kann. Da ist die Gefahr schon auch sehr hoch, dass alles sehr verstörend wirkt, wenn man ihr plötzlich sagt, dass ihr Papa gar nicht ihr Papa ist, sondern ein ihr völlig fremder Mann.
...

sehe ich anders. ihr Papa ist und sollte ihr Papa bleiben. das Kind wächst mit ihm auf und er liebt sie, das ist verdammt viel wert, genau das was Kinder brauchen und ich jedem Kind wünsche.
ich finde es ist besser, wenn das Kind mit der Wahrheit groß wird und nicht mit einer Lüge. und wenn alles gut funktioniert (der biologische Vater ist vernünftig) hat die Kleine am Ende zwei Papa
 
Wie ein Kind damit umgeht, kann man auch nicht stur an einem Alter festmachen, da sind Kinder einfach zu verschieden und was die geistige Reife angeht unterschiedlich weit.
Für mich war und ist immer der Lebensgefährte meiner Mutter mehr Vaterfigur, auch wenn er nicht zugleich mein Erzeuger ist.
Und ein Mann wird nun mal nicht automatisch zum Vater, wie ein Kind ihm braucht, bloß weil er eine Frau geschwängert hat, denn da gehört schon deutlich mehr dazu. Vor allem Liebe zum Kind, Fürsorge und Verantwortung übernehmen. Da mein Erzeuger das alles nie gegeben hat ist es gar nicht schwer ihn nicht als meinen Vater anzuerkennen, sondern meinen Stiefvater, der immer für mich da war.
 
Denkst du denn, dass der Ex dann auch wirklich die Vaterrolle übernehmen will? Vielleicht fragt er sich schon die ganze Zeit, ob er der Vater sein könnte und will einfach nur Gewissheit haben. Wenn du ohnehin der Meinung bist, dass er an und für sich ein ganz Vernünftiger ist, würde ich ihm die Wahrheit sagen. Aber auch, dass es nicht gewünscht ist, dass er in irgendeiner Form eine Vaterrolle übernimmt. Du deiner Tochter aber die Wahrheit sagen würdest, sofern sie je danach fragt. Es könnte ja durchaus sein, dass er das eher zur Gewissensberuhigung braucht. Also dass ihr ihm klar macht, dass er kein schlechter Vater ist, wenn er sich nicht um die Kleine kümmert, da sie bereits einen Vater hat. Aber es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn der Ex Bescheid wird, falls die Kleine ernsthaft krank wird und sowas wie eine Stammzellenspende o.ä. braucht. Dann wäre er zumindest nicht überrascht, wenn du ihn bittest, sich und möglichst viele seiner Verwandten testen zu lassen.
 

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