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Keine Lust

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Gast

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Bin m, 23.
Werde in 6 Monaten schon 24 und bin dann seit 3 Jahren arbeitslos.
Ich bekomme kein Hartz IV, wohne noch bei meinen Eltern.
Ich habe seitdem ich Januar 2013 das Abitur abgebrochen habe (12. Klasse) bestimmt 350 Bewerbungen geschrieben.
Einstellungstests hatte ich ca. 8
Vorstellungstermine hatte ich ca. 15
Der Rest waren alles Absagen.
Ich habe mich für Bürokaufmann, Fachinformatiker, Elektroniker (versch.), IT-Systemelektroniker, Bäcker, Fleischer und noch ein paar andere die mir nicht mehr einfallen.
Selbst als Bäcker habe ich nur einen Vorstellungstermin bekommen.

Meine MSA Prüfung war 2009:
Deutsch 3
Englisch 2
Mathe 3

Die Noten vom eigentlichen Zeugnis sind schlechter, hauptsächlich 4en, ein paar 3en und 5en.

Die Noten vom letzten Zeugnis Jan. 2013:
Nur 5en und 4en, sehr viele ent- und unendschuldigte Tage und Einzelstunden sowie ein Bemerk ich störe den Unterricht durch meine zahlreichen Verspätungen.

Diese Zeugnisse sende ich erst gar nicht mit sondern meist nur die alten MSA Zeugnisse von 2009.
Allerdings kommt es doch des öfteren vor das Unternehmen nach diesen Zeugnissen fragen.
Die Arbeitsagentur meinte auch ich solle diese Zeugnisse nicht mitsenden.

Ich habe keinerlei Kenntnisse, absolut gar nichts.
Ich kann sehr gut Englisch, aber das scheint niemanden zu interessieren.
Ich habe keine Interessen und keine Hobbies...und zwar seitdem ich 13 bin.
Mir macht nicht's Spaß und ich stehe allem extrem gleichgültig gegenüber.
Ich kann keine Emotionen zeigen oder Enthusiasmus vortäuschen, meine Motivationslosigkeit und social awkwardness wird im Gespräch schnell erkannt.
Ich kann nicht einen auf freundlich tun und ständig lächeln, vor allem nicht 10 std am tag und 50 Jahre im Leben.
Ich will einfach nur ich selbst sein und micht nicht verstellen müssen.
Ich habe keine Lust den Rest meines Lebens einen Job auszuüben der mir keinen Spaß macht, beziehungsweise mich nicht vollends ankotzt und abnervt.
Jeden Tag die selbe Leier, 7 Uhr aufstehen, zur Arbeit, um 17 Uhr wieder zuhause, um 21-22 Uhr pennen gehen... rinse and repeat.
Ich bin extremer Langschläfer und kann locker 12 std pennen bevor ich aufwache, bin also immer müde wenn ich so früh aufstehen muss.

Das ist also das Leben?
Arbeiten nur damit ich mir das neuste Drecks Iphone kaufen kann wie die anderen Schafe?
Trendige Kleidung, einen fetten TV und ein tolles Auto damit der Nachbar neidisch wird?
Denn darum gehts schlussendlich doch, oder? Um bisschen Status zu erhalten und gelobt werden, Neid zu erzeugen weil man sonst selbst nur neidisch ist.
Ein Auto das ich eh nur dazu benutze um zur Arbeit zu kommen, vermutlich 50km entfernt.
"Man muss ja mit der Zeit gehen, so ist das halt, man muss ja die Rechnungen bezahlen, das Leben ist kein Zuckerschlecken!"
Ach nein? Wenn das Leben so scheiße ist spring ich lieber gleich vom Dach, absolut lächerlich.
Ich verwette meinen A**** darauf das 95% aller Leute hier nicht wirklich glücklich sind im Leben.
50 Jahre lange einen Drecksjob auszuüben, total repetitiv, nur um dann keine Rente zu erhalten, in Altersarmut zu verfallen und jämmerlich und alleine zu verrecken.
Jetzt redet ihr euch wahrscheinlich ein das euer Leben toll ist und ihr glücklich seid.
Euer Highlight ist wahrscheinlich das Abendessen beim TV glotzen oder am WE ins Fitness Studio zu gehen.
Wohoooo!
"Ich geh 10 std schuften damit ich abends ne lasagne futtern kann, aber bloß nicht soviel sonst wirst du fett und unattraktiv und wirst gefeuert.
Außerdem sterben ungesunde Menschen früher, wir wollen ja alle 100 Jahre alt werden und unsere langweiligen, belanglosen Leben möglichst lange hinauszögern."
Ich nicht, ich werde mir sofort die Kugel geben wenn das Arbeitsamt mich zu dümmlichen Maßnahmen zwingt.

"Du musst Praktika machen, das kommt bei Unternehmen gut an!"
Ja klar, bind mir doch gleich das Sklavenhalsband um.
Ich geh gerne 3-12 Monate umsonst arbeiten. 8-10 Std. am Tag. Easy, kein Problem.

Gott wie mich Menschen ankotzen.
Definieren sich über ihren Job.
Arbeit, Arbeit, Arbeit!
Warum ist diese kapitalistische Leistungsgesellschaft so obsessed mit dem Arbeiten?
Gleich nach "Wie heißen Sie?" kommt doch "Was machen Sie denn beruflich?".
Was ist das denn für 'ne Kacke?

Sry, für den rant.
 

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Gast

Gast
Hört sich so an, wie wenn du arbeitende Menschen jetzt schlecht machst, weil du selber nicht an eine Arbeit kommst. Außerdem ist die Arbeit nicht nur das Geldverdienen. Hauptsächlich schon, aber man lernt auch Menschen kennen, man erlebt was, man kommt raus unter Menschen (nicht nur Party und künstlich). Nur zuhause sitzen fällt einem die Decke auf den Kopf.

Außerdem entwickelt man sich weiter. Ewig bei den Eltern wohnen? MIt 30 wirds peinlich. Ich würde keinen Partner wollen, der mit 30 bei den Eltern lebt. (Sorry, aber es hat so`n Loser-Effekt)

Du brauchst jetzt Arbeit an sich nicht schlecht machen, um dich besser zu fühlen. Dein Zeugnis ist einfach mies und Fehltage signalisieren eben nicht gerade Zuverlässigkeit. Ich denke, du willst einen Job. Gibt es keine Möglichkeit dich weiterzubilden? Dein letztes Zeugnis zu verbessern?
 

-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Warum gehst du nicht zur Bundeswehr?

Dort wird man so einem faulen Sack wie dir, schon die nötige Disziplin beibringen.

Wäre zumindest sinnvoller, als auf Kosten deiner Eltern zu leben und sich über die arbeitende Bevölkerung zu erheben.
 

Medivel

Mitglied
Ja, so ist das System größtenteils. Nicht der Mensch an sich zählt, sondern das was er kann und leistet.
Bis die Menschheit sich was Besseres ausgedacht hat, müssen wir alle irgendwie damit klarkommen und das Beste draus machen.
 
G

Gast

Gast
AW: Jede, noch so geringe Arbeit wäre besser ...


Deinen möglichen Arbeitgebern interessiert in erster Linie vor allem Dein Charakter und Deine Verhältnis zu den üblichen Arbeitstugenden, wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Strebsamkeit, Fleiß, Bescheidenheit, Anpassungsfähigkeit usw., die Du mit der Ableistung verschiedener Praktika unter Beweis stellen könntest!
Was sind denn das für bekloppte Charaktereigenschaften?!
Die helfen in erster Linie anderen Menschen und nicht mir selbst.
Schön fleißig sein damit das Unternehmen Gewinn scheffelt, schön sparsam und bescheiden damit das Unternehmen nicht zu viel Gehalt zahlen muss.
Aber so habe ich wenigstens eine Ausrede keine Arbeit zu finden, denn keine dieser "Tugenden" ist bei mir vorhanden.
 

_Fabian

Mitglied
Bitte... Kein Denglisch...

Alle sind neidisch auf den Nachbarn, über sein Auto, sein iPhone usw. Aber du nicht? Ich weiß nicht, wenn ich deinen Beitrag lese, klingt das nach unzufriedenem jungem Mann der eigentlich arbeiten möchte um nicht mehr neidisch sein zu müssen. Kann gut sein das ich mich irre, meine Menschenkenntnis ist sehr schlecht.

Leistungsgesellschaft hin oder her, Planwirtschaft hat sich nunmal nicht bewährt. Das du die in Deutschland nochmal einführst halte ich für höchst unwahrscheinlich, aber vielleicht findest du ein paar "Ostalgie" Anhänger.

Wenn du dir nichts vorschreiben lassen willst, also Arbeitsstunden usw. warum gründest du nicht selbst eine Firma? Mit was musst du dir selber ausdenken, ich bin nicht sonderlich kreativ.

Ich verwette meinen A**** darauf, daß nicht nur 95% der Forennutzer hier nicht Glücklich sind, sondern 95% der Weltbevölkerung - dich eingeschlossen. Wenn du glücklich wärst hättest du nicht das Bedürfnis über die Leistungsgesellschaft und die Neider zu schreiben.

Einerseits kritisierst du die Leistungsgesellschaft, andererseits möchtest du auch nicht 3-12 Monate für lau arbeiten.

Eins noch: was würdest du tun wenn du nicht bei hotel Mama wohnen würdest? Sozialwohnung + hartz? So oder so, du liegst Arbeitern auf der Tasche, entweder deinen Eltern oder dem Steuerzahler.

Und geh mal zum Arzt, Unlust auf alles kann von Depressionen kommen.
 

Anrori

Mitglied
Wow, bei dem Startbeitrag hier bin ich erstmal platt.

Darf ich fragen, was bei den 23 Terminen, zu denen Du von potenziellen Arbeitgebern eingeladen wurdest, passiert ist?
Da hat sich so gar nichts daraus entwickelt? Oder bist Du da etwa genau so aufgetreten, wie hier? Polemik zählt nicht zu berufsnotwendigen Tugenden.

Vielleicht bist du auch einfach noch recht "jung", um da den nötigen Ernst zu entwickeln.

Ich wäre froh, wenn ich mein Geld selbst verdienen könnte. Ich habe bisher auch nie Probleme gehabt einen Beruf zu finden (zur Not eben auch als Staplerfahrer im Lager). Ich habe bisher durch meine Erkrankung Probleme gehabt, die Stellen auch zu halten.
Wenn das nicht wäre, würde ich sehr gerne 10 Std. am Tag arbeiten gehen, nur um mich aus eigener Kraft selbst zu finanzieren. (Nebenbei: um 7 Uhr aufstehen und bereits um 17 Uhr zu Hause sein, ist, nun ja, sehr optimistisch)
Und das hat dann nichts mit Konsumzombie oder Neid schüren beim Nachbarn zu tun.
 
W

Windlicht

Gast
Ich hãtte ein paar Vorschlãge an dich:
- Du könntest in der Tonne leben wie einst Diogenes
- Du könntest im Wald von Beeren u.ä. leben
- Du könntest unter einer Brücke leben (Nähe Autobahn gibt es Abfallkörbe mit Resten)

An allen drei Standorten bräuchtest du kein Auto, hãttest keine Nachbarn und die evtl. Vorbeikommenden (Hasen, Käfer ...) wùrden sich nicht mal an deiner Fãkal-Sprache stören.

Du könntest aber auch realisieren, dass es für dich vielleicht einen "Mittelweg" gibt.
 

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    Irgendein kruder Text.ALLE sind SO gemein.
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