Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Keine Fortschritte bei der Jobsuche nach Monaten

Hier eine alternative Bewerbung (nur ein Vorschlag):

Bewerbung um die Stelle als ...

Sehr geehrte Frau ...,

über ... bin ich auf die ausgeschriebene Stelle als ... aufmerksam geworden – und war sofort interessiert. Mit über 15 Jahren Berufserfahrung in der kaufmännischen und technischen Sachbearbeitung sehe ich in der Position als Vertriebsassistent eine ideale Möglichkeit, meine Kenntnisse gezielt einzubringen und weiterzuentwickeln.
(Hier evtl. einen Bezug zum Unternehmen aufbauen)

(Hier noch eine Überleitung zu deiner alten Arbeitsstelle...)

Meine Schwerpunkte lagen in der Angebotserstellung, Auftragsbearbeitung sowie der Koordination logistischer Abläufe. Dabei war es mir stets ein Anliegen, spezifische Kundenanforderungen präzise zu erfassen, wirtschaftlich tragfähige Angebote zu erstellen und Abläufe effizient zu gestalten. Mein Arbeitsstil ist dabei von Zuverlässigkeit, Sorgfalt und einem hohen Maß an Eigenverantwortung geprägt.

Durch meine langjährige Erfahrung bin ich es gewohnt, mich schnell und strukturiert in neue Themengebiete einzuarbeiten – sei es bei sich ändernden Marktanforderungen, neuer Software oder speziellen Kundenwünschen. Auch unter Zeitdruck behalte ich den Überblick und arbeite stets gewissenhaft und lösungsorientiert.

Neben meiner Berufspraxis habe ich mich zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) weiterqualifiziert und die Ausbildereignungsprüfung erfolgreich abgeschlossen. Auch die enge Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten prägte meine Arbeit – ebenso wie meine Funktion als Ansprechpartner bei Softwarefragen oder technischen Herausforderungen im Tagesgeschäft.

Da ich mich derzeit in keinem festen Arbeitsverhältnis befinde, stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung.
Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Name
 
Zuletzt bearbeitet:
@Bingenervt
Nein, nicht übers Amt. Registriere dich mal auf diversen Jobbörsen, wie z.B. StepStone. Auch Xing kann helfen. Lebenslauf hochladen und angeben, was du suchst. Dann bekommst du regelmässig Mails mit potentiell interessanten Jobangeboten. Und die KI filtert dann schon raus, auf welche Jobs du gut passen würdest.
Sorry daß ich mich einmische, aber bei mir waren diese JobApps eine totale Nullnummer.
Dabei habe ich nur einen Nebenjob im Bereich Pflege-oder Haushaltsdienst gesucht.
Denn leider steht in den letzten Monaten kaum noch was an Stellenangeboten in den regionalen Zeitungen...
Und ich habe da natürlich auch meinen Radius, d.h. alles zwischen Hannover- Mitte und Celle eingegeben, und auch, daß ich keine Autobesitzerin bin.

Trotzdem kam alles Mögliche und Unmögliche an Vorschlägen, vom Kanalbau-Ingenieur in der Gegend Peine-Braunschweig, bis zur Verwaltungsangestellten bei der Stadt Goslar.
Und natürlich jede Menge Hotels, die Arbeitskräfte zur Zimmer- und Treppenhausreinigung gesucht haben, und das überwiegend an der Nord-und Ostsee.
Ein Wunder, daß die sich überhaupt auf Norddeutschland beschränkt haben, und mir keine Stelle in einem Skitouristen- Hotel in den Alpen angeboten haben...

Dann habe ich mal bei Testpilot zwei von den JobApps eingegeben, und meine Ahnung hat sich anscheinend bestätigt: nämlich daß es den Betreibern vor allem darum geht, Daten abzugreifen.
Diese Vermutung hatten jedenfalls auch mehrere Arbeitgeber, die durch die Apps auch keine auch nur annähernd geeigneten Arbeitskräfte gefunden haben, sondern denen auch Leute aus allen möglichen Branchen angeboten wurden.
Ist jedenfalls seltsam, daß ich sonst fast nie Spam-Mails oder Anrufe bekomme, aber seit ich meine Daten bei Stepify, (oder wie der Saftladen heißt) eingegeben habe, schon fünf Anrufe und zwei Mails.

Andererseits hat es bei dir ja ganz gut funktioniert, vielleicht ist das Ganze auch Glücksache, oder jobabhängig?
Würde mich jedenfalls interessieren, ob die TE oder andere User hier gute oder schlechte Erfahrungen mit JobApps gemacht haben.
 
Über StepStone bekomme ich tatsächlich nur Jobangebote, die zu meinem Lebenslauf passen. Das der Ort manchmal nicht passt, o.k., da liegt es aber wohl eher daran, dass der Hauptsitz der Unternehmen in meinem Suchradius liegt.
Mit Nebenjob-Suche waren die Suchergebnisse aber auch eher schlecht bis sehr schlecht. Das war dann aber auch nicht StepStone.
 
@MisterEko @Großstadtlegende ,danke für eure Rückmeldung.

Um ehrlich zu sein, bin ich schwer enttäuscht, das meine Bewerbung so schlecht war. Normalerweise lasse ich alle meine Anschreiben nochmals vom Duden Mentor überprüfen und übernehme dann den korrigierten Text. Irgendwie ist da was schief gelaufen.

Ich habe mal das Muster von Großstadtlegende als Vorlage benutzt und meine neues Anschreiben nochmals komplett überarbeitet. DIe KI sagt die Bewerbung sei sehr gut, siehe Zitat.
Würde mich aber trotzdem freuen, wenn Ihr auch noch mal Zeit hättet und mir eure Meinung sagt.
Claude 3.5 Haiku
Die Bewerbung ist sehr gut strukturiert, professionell und überzeugend. Sie zeigt:
  • Klare Motivation
  • Umfangreiche Berufserfahrung
  • Weiterbildungsbereitschaft
  • Verständnis für Unternehmensentwicklung
  • Proaktive Arbeitsweise
Wichtige Pluspunkte:
  • Persönliche Empfehlung durch Frau ....
  • Detaillierte Beschreibung Ihrer Beschaffungserfahrung
  • Hervorhebung von Soft Skills wie Zuverlässigkeit und Eigeninitiative
Mein Rat:
  • Dokument nochmal Korrektur lesen
  • Formatierung überprüfen
  • Anschreiben ausdrucken und nochmal prüfen
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewerbung!
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Sehr geehrte Frau ....,

meine ehemalige Kollegin Frau ..., die seit kurzem in Ihrem Unternehmen tätig ist, hat mir die Stelle als Einkäufer empfohlen. Daraufhin habe ich mir die Stellenanzeige angesehen und war sofort interessiert. Mit über 15 Jahren Berufserfahrung in der kaufmännischen und technischen Sachbearbeitung sehe ich eine ideale Möglichkeit, meine Kenntnisse gezielt einzubringen und weiterzuentwickeln.

Die lange Geschichte Ihres Unternehmens, das als kleine Werkstatt anfing und sich zu einem Industrieunternehmen entwickelt hat, das seit mehr als 170 Jahren besteht, hat mich sehr beeindruckt. Diese bemerkenswerte Entwicklung zeigt nicht nur unternehmerisches Geschick, sondern auch die Fähigkeit, sich kontinuierlich an Marktanforderungen anzupassen und Innovationen voranzutreiben.

Meine bisherigen Aufgaben umfassten u. a. die operative Beschaffung von der Angebotseinholung über die Auswertung bis zur finalen Bestellung und Überwachung von Lieferterminen. Mein Ziel war es dabei stets wirtschaftlich optimale Angebote zu identifizieren und Synergieeffekte zu nutzen. Dabei zeichne ich mich durch hohe Zuverlässigkeit, Detailorientierung und Eigeninitiative aus.

Durch meine langjährige Erfahrung bin ich es gewohnt, mich schnell und strukturiert in neue Themengebiete einzuarbeiten und eine Lösung finden. Auch unter Zeitdruck behalte ich den Überblick und arbeite stets gewissenhaft.

Meine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) und der Erwerb der Ausbildereignungsprüfung unterstreichen meinen Fokus auf kontinuierliche Entwicklung. In meiner bisherigen Tätigkeit war ich nicht nur durch Fachkompetenz, sondern auch durch Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz als zentraler Ansprechpartner für Software- und technische Fragen geschätzt.

Da ich mich derzeit in keinem festen Arbeitsverhältnis befinde, stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung.
Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen
 
Das neue Schreiben ist auf jeden Fall schon mal Welten besser als das vorherige, soviel schon mal dazu🙂

Ein paar Feinheiten, würde ich persönlich anders machen (aber das ist meine Meinung und andere werden das sicher anders sehen)

Meine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) und der Erwerb der Ausbildereignungsprüfung unterstreichen meinen Fokus auf kontinuierliche Entwicklung. In meiner bisherigen Tätigkeit war ich nicht nur durch Fachkompetenz, sondern auch durch Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz als zentraler Ansprechpartner für Software- und technische Fragen geschätzt.

Lass dir das per KI vielleicht bisschen demütiger formulieren, z.B. so:

Meine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) sowie die Prüfung zum Ausbilder habe ich genutzt, um mich kontinuierlich weiterzuentwickeln. In meiner bisherigen Tätigkeit konnte ich durch Fachkenntnisse, Teamfähigkeit und Problemlösungsfähigkeiten dazu beitragen, bei Software- und technischen Fragen eine zuverlässige Unterstützung zu sein.

In der aktuellen Form kommt mir persönlich, dass sonst ein bisschen "zu" selbstbewusst rüber.

Die lange Geschichte Ihres Unternehmens, das als kleine Werkstatt anfing und sich zu einem Industrieunternehmen entwickelt hat, das seit mehr als 170 Jahren besteht, hat mich sehr beeindruckt. Diese bemerkenswerte Entwicklung zeigt nicht nur unternehmerisches Geschick, sondern auch die Fähigkeit, sich kontinuierlich an Marktanforderungen anzupassen und Innovationen voranzutreiben.

Dieser Part gefällt mir persönlich nicht.
Schon klar, du willst zeigen, dass du dich mit dem Unternehmen und seiner Geschichte auseinandergesetzt hast, was durchaus positiv ist, aber irgendwie kommt das komisch rüber. Viele Unternehmen haben eine ähnliche Geschichte durchlaufen. Vielleicht ist es besser du nennst 1-2 konkrete wirklich herausragende Leistungen (keine Ahnung, eine überregional guter Ruf des Unternehmens oder die Unterstützung des hiesigen Fussballclubs oder noch raffinierter, falls die ausbilden und vielleicht sogar relativ viele Azubis haben, könntest du erwähnen wie sehr es dich beeindruckt, welche Chancen das Unternehmen jungen Leuten gibt und bla bla bla) das mit den 170 Jahren Geschichte und das unternehmerische Geschick, ist mir bisschen zu sehr auf die Kacke gehaut (aber halt nur meine persönliche Meinung)

Was ich in Bewerbungen gerne mache (auch wenn das vielleicht Karriereprofis als fatalen Fehler ansehen) ist, dass ich auch immer noch 2-3 Sätze zu mir und meiner Person sage.
Das Anschreiben ist so, wie es ist im Grunde nicht schlecht.
Aber hebst du dich damit aus der Maße heraus?
Auch nicht so wirklich.

Wenn du interessante Hobbys hast, dann erwähne das.
"In meiner Freizeit powere ich mich gerne beim Snowboarden oder joggen aus und spiele leidenschaftliche gerne Schlagzeug"
Keine Ahnung irgendwas.
Am besten 2-3 Dinge nennen.
Oft hat man genau das Glück, dass jemand die Bewerbung liest und ähnliche Interessen hat und schon hat man was gemeinsam usw. und du bist dann vielleicht nicht nur Bewerber Nummer 134, sondern wirst als Mensch wahrgenommen.
Ich habe damit bisher immer gute Erfahrungen gemacht.
Zahlen, Daten, Fakten sind wichtig.
Aber mindestens genauso wichtig ist es, dass es menschlich "funkt" in einem Bewerbungsprozess.
Vergiss diese Ebene nicht.
 
Was mir darüber hinaus im Anschreiben noch fehlt, ist eine klare Gehaltsvorstellung deinerseits.
Ist Gott sei Dank schon wieder paar Jahre her, dass ich Bewerbungen für mich selbst schreiben musste, aber da hat sich vor allem eins gezeigt.
Wenn schon im Anschreiben eine klare Gehaltsvorstellung benannt wird schafft das für alle Seiten Klarheit und man erspart sich so manches unnötige Vorstellungsgespräch.
Dein Gehalt musst du ja hier im Forum nicht posten. Da reicht einfach ein Platzhalter Summe XX.XXX€

Alles schon erlebt.
Man wird zu nem Bewerbungsgespräch eingeladen und eigentlich läuft es gut, die Chemie passt. Man war vorher beim Frisör, hat sich extra ein besonders schickes Hemd gekauft, weil es einem wichtig ist einen super ersten Eindruck zu hinterlassen, hat sich stundenlang zu Hause auf den Termin vorbereitet, teilweise eine weite Anreise in Kauf genommen, vor dem Gespräch, obwohl man pünktlich da war, erstmal noch fast ne Stunde gebeten im Foyer Platz zu nehmen und auf den Chef zu warten und dann kommt nach 90 Minuten Gerede, endlich das Thema Geld zur Sprache und dann liegt man so weit auseinander, dass man vor Wut innerlich fast platzt.
Erspare dir das.

Für mich sind 3 Kernelemente in einem Anschreiben wichtig.
-was willst du und warum? (Job XY)
-wer bist du?
-was ist dein Preis? (welches Gehalt brauchst/willst du)
 
@MisterEko @Großstadtlegende ,danke für eure Rückmeldung.

Um ehrlich zu sein, bin ich schwer enttäuscht, das meine Bewerbung so schlecht war. Normalerweise lasse ich alle meine Anschreiben nochmals vom Duden Mentor überprüfen und übernehme dann den korrigierten Text. Irgendwie ist da was schief gelaufen.

Ich habe mal das Muster von Großstadtlegende als Vorlage benutzt und meine neues Anschreiben nochmals komplett überarbeitet. DIe KI sagt die Bewerbung sei sehr gut, siehe Zitat.
Würde mich aber trotzdem freuen, wenn Ihr auch noch mal Zeit hättet und mir eure Meinung sagt.

Sehr geehrte Frau ....,

meine ehemalige Kollegin Frau ..., die seit kurzem in Ihrem Unternehmen tätig ist, hat mir die Stelle als Einkäufer empfohlen. Daraufhin habe ich mir die Stellenanzeige angesehen und war sofort interessiert. Mit über 15 Jahren Berufserfahrung in der kaufmännischen und technischen Sachbearbeitung sehe ich eine ideale Möglichkeit, meine Kenntnisse gezielt einzubringen und weiterzuentwickeln.

Die lange Geschichte Ihres Unternehmens, das als kleine Werkstatt anfing und sich zu einem Industrieunternehmen entwickelt hat, das seit mehr als 170 Jahren besteht, hat mich sehr beeindruckt. Diese bemerkenswerte Entwicklung zeigt nicht nur unternehmerisches Geschick, sondern auch die Fähigkeit, sich kontinuierlich an Marktanforderungen anzupassen und Innovationen voranzutreiben.

Meine bisherigen Aufgaben umfassten u. a. die operative Beschaffung von der Angebotseinholung über die Auswertung bis zur finalen Bestellung und Überwachung von Lieferterminen. Mein Ziel war es dabei stets wirtschaftlich optimale Angebote zu identifizieren und Synergieeffekte zu nutzen. Dabei zeichne ich mich durch hohe Zuverlässigkeit, Detailorientierung und Eigeninitiative aus.


Meine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) und der Erwerb der Ausbildereignungsprüfung unterstreichen meinen Fokus auf kontinuierliche Entwicklung. In meiner bisherigen Tätigkeit war ich nicht nur durch Fachkompetenz, sondern auch durch Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz als zentraler Ansprechpartner für Software- und technische Fragen geschätzt.


Die beiden Abschnitte finde ich nicht gut. Das obere ist so ein künstlich und wenig authentischer Versuch, hier sich anzuschleimen. Das braucht kein Mensch, die wissen selber, was sie für ein Unternehmen haben.

Der zweite Abschnitt ist aus meiner Sicht sehr holprig formuliert. Ob du geschätzt wurdest, steht in deinem Arbeitszeugnis. Ich würde das definitiv umformulieren.

Stand in der Anzeige was zum Gehalt?

Und sorry, es gibt kein Patentrezept für die perfekte Bewerbung. Wenn du nicht authentisch rüber kommst, dann wird das auch keinen Erfolg haben.
 
Gerne.
Um ehrlich zu sein, bin ich schwer enttäuscht, das meine Bewerbung so schlecht war. Normalerweise lasse ich alle meine Anschreiben nochmals vom Duden Mentor überprüfen und übernehme dann den korrigierten Text. Irgendwie ist da was schief gelaufen.
Dann war diese KI leider nicht so gut, denn du hattest auch Grammatikfehler und hast dich oft wiederholt. Das sollte eine KI zumindest aufzeigen können.
Ich habe mal das Muster von Großstadtlegende als Vorlage benutzt und meine neues Anschreiben nochmals komplett überarbeitet. DIe KI sagt die Bewerbung sei sehr gut, siehe Zitat.
Würde mich aber trotzdem freuen, wenn Ihr auch noch mal Zeit hättet und mir eure Meinung sagt.
Gerne.
Ich habe auch länger an der Bewerbung mit KI gearbeitet. Die KI spuckt nicht sofort die richtige Bewerbung aus, man muss selbst wissen, was man eigentlich schreiben will und die KI hilft dir nur beim Formulieren und Ideen finden. Ich habe dann jeden einzelnen Abschnitt nochmal intensiv bearbeitet .
Es hilft auch, viele Bewerbungen durchzulesen.

Und letztendlich ist eine Bewerbung eben auch wie ein Maßanzug. Es passt nicht jedem und es sieht auch nicht bei jedem gut aus.

Sehr geehrte Frau ....,

meine ehemalige Kollegin Frau ..., die seit kurzem in Ihrem Unternehmen tätig ist, hat mir die Stelle als Einkäufer empfohlen.
Oh, das ist ein super Einstieg, das schafft Gesprächsstoff und wirkt viel persönlicher als das "Ich habe Sie halt zufällig auf einer Internetseite entdeckt".
Daraufhin habe ich mir die Stellenanzeige angesehen und war sofort interessiert.
Ja, gut - aber hier kannst du ganz kurz anteasern weshalb. Zb, weil dir die in der Stellenbeschreibung aufgeführten Aufgaben gefallen oder sowas.

Alternativ:
Durch meine ehemalige Kollegin Frau [Name], die seit Kurzem in Ihrem Unternehmen tätig ist, wurde ich auf die ausgeschriebene Stelle aufmerksam. Die Beschreibung hat sofort mein Interesse geweckt, da sie sehr gut zu meinem beruflichen Profil passt.

Mit über 15 Jahren Berufserfahrung in der kaufmännischen und technischen Sachbearbeitung sehe ich eine ideale Möglichkeit, meine Kenntnisse gezielt einzubringen und weiterzuentwickeln.
Gut.

Oder etwas konkreter
"... sehe ich hier die Möglichkeit, ..."


Die lange Geschichte Ihres Unternehmens, das als kleine Werkstatt anfing und sich zu einem Industrieunternehmen entwickelt hat, das seit mehr als 170 Jahren besteht, hat mich sehr beeindruckt. Diese bemerkenswerte Entwicklung zeigt nicht nur unternehmerisches Geschick, sondern auch die Fähigkeit, sich kontinuierlich an Marktanforderungen anzupassen und Innovationen voranzutreiben.
Nein, das geht so nicht. Du schreibst hier fast schon eine Unternehmensbewertung.
Und, dass das Unternehmen seit 170 Jahren besteht, ist auch nicht der Grund, wieso du dort arbeiten willst.

Überlege dir für dich selbst: wieso willst du dort arbeiten?

Meine bisherigen Aufgaben umfassten u. a. die operative Beschaffung von der Angebotseinholung über die Auswertung bis zur finalen Bestellung und Überwachung von Lieferterminen.
Schau hier dein letztes Arbeitszeugnis an, was da für Aufgaben zusammengefasst wurden und pick dir das Wesentliche heraus.

Mein Ziel war es dabei stets wirtschaftlich optimale Angebote zu identifizieren und Synergieeffekte zu nutzen.
Angebote identifizieren und Synergieeffekte nutzen versteht kein Mensch und das hört sich auch sehr hochtrabend an. Du hast nicht als Wissenschaftler gearbeitet, du warst Sachbearbeiter im Einkauf.

Dabei zeichne ich mich durch hohe Zuverlässigkeit, Detailorientierung und Eigeninitiative aus.
Passen diese Werte mit denen aus der Stellenanzeige zusammen?

Durch meine langjährige Erfahrung bin ich es gewohnt, mich schnell und strukturiert in neue Themengebiete einzuarbeiten und eine Lösung finden.
Das klingt etwas umgangssprachlich und lass mal dieses Schwammige weg ("Lösungen finden").

"In meiner beruflichen Laufbahn habe ich gezeigt, dass ich mich schnell und effizient in neue Arbeitsabläufe einarbeiten kann. Dabei runden Zuverlässigkeit, Eigenständigkeit und ein gewissenhaftes sowie strukturiertes Arbeiten mein Profil ab".

Auch unter Zeitdruck behalte ich den Überblick und arbeite stets gewissenhaft.
Gut. Das kannst du mit dem oberen verwursteln.

Meine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) und der Erwerb der Ausbildereignungsprüfung unterstreichen meinen Fokus auf kontinuierliche Entwicklung. In meiner bisherigen Tätigkeit war ich nicht nur durch Fachkompetenz, sondern auch durch Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz als zentraler Ansprechpartner für Software- und technische Fragen geschätzt.
Nein. Das ist too much, klingt zu sehr nach KI. Es lässt dich abgehoben und unsympathisch wirken.

"Neben meiner Berufspraxis habe ich mich zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) weiterqualifiziert und die Ausbildereignungsprüfung erfolgreich abgeschlossen. Auch die enge Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten prägte meine Arbeit – ebenso wie meine Funktion als Ansprechpartner bei Softwarefragen oder technischen Herausforderungen im Tagesgeschäft."

Da ich mich derzeit in keinem festen Arbeitsverhältnis befinde, stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung.
Um das doppelte "Ich" zu vermeiden und damit es nicht so ganz wie eine Rechtfertigung klingt, kannst du auch schreiben:

Zurzeit befinde ich mich in keinem festen Arbeitsverhältnis und stehe Ihnen ab sofort zur Verfügung.

Falls du das nicht so unter die Nase reiben willst, dass du arbeitslos bist oder sonst was tust, kannst du auch schreiben:

Durch meine aktuelle berufliche Flexibilität ist ein schneller Einstieg ab sofort möglich.

Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.
Sehr schön. Aktiv und geradeaus.


Jetzt schau, dass du die Verbesserungen ergänzt und das ganze nochmal justierst.
Achte darauf, dass deine Abschnitte sinnvoll gegliedert sind.
 
Was mir darüber hinaus im Anschreiben noch fehlt, ist eine klare Gehaltsvorstellung deinerseits.
Würde ich nur explizit erwähnen, wenn ich dazu aufgefordert wäre.
Entweder steht in der Bewerbungsmaske, dass man einen Gehaltswunsch angeben soll oder in der Stellenausschreibung ist ein Hinweis.

Alles schon erlebt.
Man wird zu nem Bewerbungsgespräch eingeladen und eigentlich läuft es gut, die Chemie passt. Man war vorher beim Frisör, hat sich extra ein besonders schickes Hemd gekauft, weil es einem wichtig ist einen super ersten Eindruck zu hinterlassen, hat sich stundenlang zu Hause auf den Termin vorbereitet, teilweise eine weite Anreise in Kauf genommen, vor dem Gespräch, obwohl man pünktlich da war, erstmal noch fast ne Stunde gebeten im Foyer Platz zu nehmen und auf den Chef zu warten und dann kommt nach 90 Minuten Gerede, endlich das Thema Geld zur Sprache und dann liegt man so weit auseinander, dass man vor Wut innerlich fast platzt.
Erspare dir das.
Normalerweise fragt der AG vorher auch, was man sich denn so vorstellt, denn dem AG bringt es ja auch nichts, wenn der Bewerber mit astronomischen Gehaltsvorstellungen kommt.
Außerdem sollte man sich im Vorfeld informieren, was man in so einer Branche bzw. in so einer Position durchschnittlich verdient.

Für mich sind 3 Kernelemente in einem Anschreiben wichtig.
-was willst du und warum? (Job XY)
-wer bist du?
-was ist dein Preis? (welches Gehalt brauchst/willst du)
 
Hallo allerseits, ich bin‘s Mal wieder. Nach mehr als einem halben Jahr Funkstille, wollte ich doch endlich mal ein Lebenszeichen geben.- Falls es überhaupt irgendjemanden noch interessiert.

Die gute Nachricht ist, dass ich seit Mitte Oktober endlich einen Job habe.
Die schlechte ist, dass ich dort erstmal nur als Leiharbeiter angestellt bin.

Eine Festanstellung wäre mir zwar lieber gewesen, aber egal wo ich mich beworben hatte, gab es nur absagen. Das die Stelle so besetzt wurde, liegt wohl daran, das dass einstellen wohl in dem Unternehmen ein sehr langwieriger Prozess ist und man die Stelle möglichst schnell besetzen wollte.

Dabei bin ich eher durch Zufall an die Stelle geraten. Anfang September erhielt ich überraschend einen Anruf von einer Zeitarbeitsfirma, die mir eine Stelle in der Logistik vorschlug. Trotz anfänglicher Skepsis schickte ich meinen Lebenslauf und meine Zeugnisse.

Anfang Oktober wurde ich dann überraschenderweise kurzfristig zu einer Probearbeit eingeladen. Bei der ich in etwa 4 Stunden einen groben Einblick in die Aufgaben bekam und ich beindruckt war. Ein paar Tage später kam der Anruf. Ich hatte den Job. Aber ich war mir etwas unsicher, da ich hohe Chancen bei einer zweiten Stelle hatte. Aber nach ein paar Tagen Bedenkzeit setzte man mir die Pistole auf die Brust. Ja oder nein. Ich sagte ja, auch wenn ich skeptisch war.

Am übernächsten Tag fuhr ich zur Leiharbeitsfirma und unterzeichnete den Vertrag. Ich war bis zuletzt unsicher. Auch weil es eine Stressige Phase war und mir das alles etwas zu schnell ging. Denn bereits am Montag fing ich an.

Seit Oktober bin ich nun als Logistiksachbearbeiter angestellt, soll aber auch die Kollegen aus dem Export bei Routineaufgaben entlasten, die ihnen a) über den Kopf wachsen und b) eigentlich nicht deren Aufgaben sind, aber eben bei denen gelandet sind, da man niemand sonst dafür hatte.

Ich muss gestehen, ich dachte die ersten vier Monate immer, ich gehöre eigentlich zur zweiteren Abteilung und nur weil ich Leiharbeiter bin, organisatorisch der Logistik zugeordnet. Denn anfangs wurde ich primär von den Kollegen eingarbeitet.

Als mir klar wurde, das dem nicht so ist, war ich einen ganzen Monat nur am Grübeln und fragte mich, ob ich naiv, dumm oder sonst was war. Ich steigerte mich so sehr hinein, dass ich in jeder freien Minute darüber nachdachte und nachts um drei Uhr aufwachte und wieder darüber nachdachte. Nein ich konnte nicht mehr einschlafen und lag im Bett und dachte stundenlang darüber nach. Auch weil der Vorgesetzte erklärte, das seitens der Logistiksachbearbeitung im Zuge einer Umstrukturierung von Prozessen, mehr Aufgaben übernehmen wird und gleichzeitig die Kollegin aus dem Export anfing zwischen uns (Logistiksachb.) und ihnen (Exportsachb.) zu differenzieren.

Ich kenne nun Mal keine Abteilungsgliederung, für mich ist das Büro ein Team. Aber in Wirklichkeit sind wir zwei Abteilungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und ein paar Schnittpunkten. Leider hat sich mein Logistikkollege nun beim gemeinsamen Vorgesetzten beschwert, weil ich mich zu sehr von der anderen Abteilung einspannen ließe und die eigentliche Abteilung zu kurz kommt. – Ich finde das eben auch interessant, kann das aber eher nicht zugeben.

Aber generell sind mir viele der Abläufe und Prozesse fremd oder nur in sehr vereinfachter Form im alten Job vorkamen. Dadurch fühlte ich mich in den ersten Monaten überfordert. Allerdings sorgte es bei einer Kollegin zu Beginn für Verwunderung das, obwohl mein alter Arbeitgeber auch im Export tätig war, ich aber keine Ahnung von den Abläufen und so hatte. – Das war eben eine der wenigen Aufgaben, die ich nicht hatte.

Ansonsten komme ich mit meinen Kollegen gut klar. Die Aufgaben sind auch besser als die alten. Ich gehe gerne zur Arbeit, auch wenn ich bis Tag1 skeptisch war und es zum ersten mal Tage gibt, an denen ich total im Stress stehe. Ich halte den Laden vom Schreibtisch aus am laufen. Ich muss zwar ab und zu ins Lager rüber, aber nicht um dort mitzurarbeiten, sondern weil ich was abklären, prüfen oder erfragen muss.

Insgesamt ist der Wechsel von einem sehr kleinen Unternehmen zu einem sehr großen noch immer ein Kulturschock für mich. Es ist aus meiner Sicht alles sehr komplex und Aufgabengebiete klar abgegrenzt. Da ich 16 jahrelang für (fast) alles zuständig war, fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass es Aufgaben, die ich nicht mache und nie machen werde. Wobei die Abgrenzung zu den Aufgaben der Lageristen wiederum positiv ist. 😉

Das Büro und der Schreibtsich sind zwar kleiner, aber dafür bietet das Unternehmen auch sehr gute Rahmenbedingungen, die im vergleich zu 16 Jahren Ausbeutung ein extremer Fortschritt sind. So gilt der Tarifvertrag der IG-Metall und es gibt eine 35-Stunden Woche. Die Gehälter sind somit auch klar geregelt und man kann mich nicht mehr für einen Appell und ein Ei schuften lassen. (Ein Lagerist verdient ungefähr so viel wie ich früher, bei geringer Qualifikation.)
Des Weiteren gibt es eine Kantine, in der täglich frisch drei Gerichte gekocht werden. Die Qualität ist sehr hochwertig und man bekommt für etwas mehr als 5€ sehr viel für sein Geld. Wenn man Festangestellt ist, bekommt man noch weitere Vergünstigungen.

Mit den Flexiblen Arbeitszeiten tue ich mir allerdings schwer. Mir persönlich gefällt es gar nicht, dass jeder zu einer anderen Zeit geht. Mir wäre es lieber es würden einfach alle wieder wie gewohnt gleichzeitig gehen und auf dem Weg zum Parkplatz noch etwas plaudern. Aber das sind nun Mal die flexiblen Arbeitszeiten. Außerdem fangen alle anderen bereits um 7 Uhr an, während ich erst um 7:30 Uhr anfange. Deshalb passiert das selten.

Das liegt daran, das ich nicht gerne früh aufstehe und von 2008-2024 immer erst um 7 Uhr aufgestanden bin und nun bereits um 6 Uhr raus muss. Damit ich um 7 Uhr anfangen kann, müsste ich aber bereits um 5:30 Uhr aufstehen. Aber das ist ein "Problem" das euch jetzt nicht betrifft.

Was das Gehalt angeht, bin ich nur mäßig zufrieden. Zwar waren 3000€ zum Einstieg schonmal 400€ mehr als im alten Job und das bei weniger Arbeitszeiten, aber lt. Bewerbungscoaching könne ich bei meiner Qualifikation gut 3600€ verlangen. Allerdings gibt es seitens der Leiharbeitsfirma regelmäßige Gehaltserhöhungen und so steigt mein Gehalt bis zum 15. Monat langsam an und am Ende sind es ca. 3900€ im Monat. – Sollte ich bei einer Festanstellung ebenfalls so verdienen wären die Finanziellen Sorgen erstmal erledigt.

Jedenfalls war’s das jetzt erstmal von meiner Seite und evtl. ist mein Lebenszeichen etwas zu lang und zu ausführlich geraten, aber ich wollte das auch alles Mal loswerden.

Danke nochmals an alle die mir hier mit ihren Ratschlägen zur Seite standen und mir geholfen haben. Vielleicht habe ich jetzt endlich einen Arbeitsplatz der mehr zu mir und meiner Qualifikation zu passen scheint.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
A 24 und keine Perspektive? Beruf 7
N Keine Ahnung wie es weitergehen soll Beruf 9
D Keine Kraft und Motivation mehr meine Ziele zu erreichen Beruf 15

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben