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Keine Fortschritte bei der Jobsuche nach Monaten

@ ms.cooper

"Laissez-Faire" ist meiner Ansicht nach etwas, das man sich aussucht, eine Lust- und Wollens-Frage sozusagen. Und diesen Eindruck habe ich beim Threadersteller nicht, dass es eine Willensfrage ist. Manchmal kann man nicht, egal, wie sehr der Kopf weiß, dass X, Y und Z besser für einen wäre. Er/sie sagt ja selbst, dass er/sie weiß, was gut und dran wäre in Sachen Bewerbung, es aber eben nicht kann, und mittlerweile sogar den Spaß am Spielen verloren hat… Das heißt ja, dass noch weniger neue Kraft reinkommt, weil selbst das Spielen als Freude wegfällt... - so habe ich es jedenfalls verstanden.

Ich kenne es selbst, dass ich so belastet bin, dass erst mal nichts mehr geht. Und wenn nichts mehr geht, dann geht eben auch nichts mehr. Da kann man noch so gut wissen, dass ein Besuch beim Arzt jetzt gut wäre, oder Bewerbung schreiben usw. Es geht nicht. Und man weiß auch ganz genau, dass es dadurch, dass nichts geht, nicht besser wird, kann es aber gleichzeitig – erst mal – nicht ändern. Was einem selbst zusätzlich Druck macht, wodurch dann erst recht nichts mehr geht...

Ich habe so etwas phasenweise, und dann geht auch bei mir (erst mal) nichts. Und das Problem ist nicht Zeitmanagement, Willenskraft oder Faulheit oder Ähnliches. Deshalb kommt man da mit gut gemeinten Ratschlägen dazu bei mir dann auch nicht weiter. Ich bin ja nicht blöd... Bei mir (ich schreibe ausdrücklich nur von mir) ist die Ursache solcher Phasen oft ein Gefühl von schlimmer Hilflosigkeit. Und das Gefühl kommt daher, dass man die Erfahrung gemacht hat, dass man es ja auch ist. Auf das Beispiel "Job finden" übertragen, ist es doch so, dass man kann noch so teure Mappen kaufen, zum Bewerbungstraining gehen, Bücher kaufen, jeden Rat befolgen kann und trotzdem (erst mal) keinen Job findet. Weil es eben nicht nur von einem selbst abhängt, sondern von Umständen, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Auch ist es ja nicht so, als hätte man es nicht schon mehrfach probiert… Bei mir sind es andere Situationen, bei denen so eine Reaktion aufbricht, und sie hält meistens nur ein paar Tage an, aber kennen tue ich sie durchaus.

Und jeder hat doch einen ganz eigenen Punkt, an dem er (erst mal) nicht mehr kann. Es gibt Menschen, die machen ihr ganzes Leben lang einen 60-Stunden Job ohne jegliche negative Auswirkung. Andere brechen nach zwei Jahren in derselben Situation mit Burnout zusammen. Und weder das eine, noch das andere, und alles dazwischen, ist richtig oder falsch. Wir sind alle nur Menschen und niemand hat sich ausgesucht, wie gut er mit etwas klar kommt, oder eben nicht. Ich bin jedenfalls noch keinem Menschen begegnet, der gern leidet, und der das Leid nicht beenden würde, wenn er könnte…

Mit diesem Post ziehe ich mich dann auch hier zurück. Ich möchte den Strang nicht "übernehmen" und in eine Richtung lenken, in die der Threadersteller vielleicht nicht will... Auch möchte ich noch mal betonen, dass ich hier über mich geschrieben habe und nicht unterstelle, dass es zer.o genau so geht - meiner Erfahrung nach gibt es immer mehr Ursachen, als nur eine, auch, wenn es manchmal nach der gleichen aussieht, weil sie sich ähnlich äußern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss halt auch bedenken, dass zu viel Zeit bei der Jobsuche auch Lücken vergrößert, die dann schwieriger zu erklären sind.
Meine längere Suche nach einem Job konnte ich damals noch mit Corona und "Berufseinstieg nach dem Studium war schwer" argumentieren, aber diese Karte kann man nicht mehr ausspielen. Ein Personaler weiß auch, dass man keine 2 Jahre braucht, um einen Job zu finden.
Und Personaler fragen, wie man seine Bewerbungszeit genutzt hat.
 
Hallo an alle und vielen Dank für eure Antworten. Ich weiß ich habe mich die letzen Tage nicht zurück gemeldet, aber ich habe einfach versucht den Kopf frei zu bekommen, da sich meiner bei all den Problemem so voll Anfühlt.
Warum führst du den anderen Strang nicht weiter?
Lass dich wegen der Depression behandeln.
Ich bin mir nie sicher, ob es erwünscht ist, ältere Beiträge wie den vom März fortzusetzen. Deshalb habe fange ich oft von vorne an. Kannte mal ein Forum dort hat mich mal ein Admin ermahnt, weil ich einen alten Strang von mir nach Monaten fortgesetzt habe.

Ich würde nicht sagen dass ich Depressionen habe. Es ist einfach der Frust in mir der Überhand nimmt. Ich arbeite an einem Anschreiben mehrere Nachmittage und stecke dort mein Herzblut rein und mache mir gedanken über formulierung und die Anforderungen und dann kommt eine Standard absage nach wenigen Tagen.
Bist du spielsüchtig?
Manchmal glaube ich es, aber es liegt vermutlich eher daran dass ich dadurch wenigstens etwas sinn in meinem Leben sehe. Wenn ich im Städtebauspiel mit Ressourcenplanen muss und strategien entwickeln, fühlt sich das wenigstens etwas Produktiv und fordernd an.
Es ist nun mal erwiesen, dass nach ein Paar Monate die Moral auf Grundeis runterfährt wenn mehrheitlich nunr Absagen kommen, irgend wann kommt resignation und lustlosigkeit, hat oft mit der Psyche zu tun. Dann Hoffnungslosigkeit später Gleichgültigkeit. Menschen benötigen Erfolgserlebnisse, wenn die ausfallen dann ist das gesundheits gefährdend.
Du scheinst die Situation gut zu verstehehn. Ich habe schon oft gedacht, "wozu mache ich mir überhaupt die Mühe, es sagen ja eh alle ab" Selbt ein Unternehmen mit dem ich bereits beruflich zu tun hatte wollte mich nicht, obwohl ich dachte das wird bestimmt was. Schließlich hatte ich mit einem Vetriebsmitarbeiter mehrmals pro Jahr Kontakt.
Aber am ende hieß es nur ich solle es "nicht als Absage an meiner Person oder Qualifikation sehen"
Aktuell verhält sich die gesamte Wirtschaft extrem defensiv. Investitionen werden kaum mehr getätigt. Ich denke, dass es somit auch schwerer geworden sein dürfte, einen Job zu finden.

Die Frustration ist also entsprechend nachvollziehbar. Da hilft nur weitermachen und dran bleiben, selbst wenn Du Bewerbungen schreibst und dabei denkst: "Da wird doch ohnehin wieder nichts draus."

Das Treffen mit den Ex-Kollegen könntest Du aber auch als Möglichkeit sehen. Auch hier könnte sich im Hinblick auf einen neuen Job etwas ergeben.

Ich drücke die Daumen und bin sicher, wenn Du dran bleibst, wird auch früher oder später etwas daraus.
Bei mir in der Region gibt es drei große Unternehmen die International tätig sind. Diese stellen seit Monaten niemanden mehr ein und überlegen wie sie Stellenabbauen können, da Umsatz Auftragslage rückläufig sind. Beim größten wurde 2024 sogar zum erstenmal überhaupt keine Dividende an die Mitarbeiter ausgezahlt. - Die bekamen wohl im Schnitt jährlich nochmals etwa 5000€ Bonus.

Aber auch die kleineren Unternehmen suchen nicht viele Kfm. Mitarbeiter. Manche Jobs kommen auch nicht Infrage da mir dafür die Qualifikation fehlt, wie z.B. Export.
Selbst das Arbeitsamt sagte mir das es immer weniger neue Stellen gibt. Ich vermute, viele wollen in der aktuellen Situation erstmal abwarten und die vorhanden Mitarbeiter machen solange eben ein paar Aufgaben zusätzlich.

In Sachen Kollegen bin ich hin und her gerissen, es ist einfach frustrierend wenn man immer noch nichts hat.
Kommt halt darauf an in welchem Berufsfeld gesucht wird, wenn es nicht so viele offene Stellen hat wird es schwierig,
Ich suche Kaufmännische Jobs, vorzugsweise im Vertrieb, Einkauf oder sonstige Bürotätigkeiten
Zum Glück werde ich vom Arbeitsamt noch nicht gezwungen mich auf bestimmte Stellen zu bewerben sondern bekomme noch unverbindliche Vorschläge, aber die werden auch weniger. werden.

Ich kenne dieses Problem zu gut.

Meiner Meinung nach schreibst du zu wenig Bewerbungen. Schau dir bitte deine Bewerungsunterlagen auch genauer an. Gibt es Verbesserungspotential?


Wenn ich öfters Absagen bekam, hab ich meine Bewerbung immer wieder angepasst, z. B. meinen Lebenslauf stilistisch aufgepeppt (es gibt viele Beispiele im Internet) oder ich habe mein Anschreiben anders formuliert. Du kannst KI ganz gut nutzen, um dich schriftlich besser auszudrücken. Aber tu etwas.

Bereite dich nebenher mal auf ein Vorstellungsgespräch vor (die laufen idR immer gleich ab), damit du - falls du überraschend eine Einladung bekommst - nicht komplett bei 0 anfangen musst.

Ganz wichtig: fang an. Lass dich nicht beeindrucken von Absagen.
Also für die letzen drei Bewerbungen habe ich eine neue Designvorlage benutzt und habe nun statt schwarz-weiß, dunkelblaue und hellgraue Akzente. Zudem überarbeitete ich etwas den Lebenslauf, wechselte die Schriftart zurück zu Arial und ließ noch neue Bewerbungsfotos machen.

Als ich mit der Jobsuche anfing war ich motiviert und habe alle zwei Tage auf sämtlichen Portalen nach Jobs gesucht, speicherte mir diese als Lesezeichen ab um mir diese nochmals in Ruhe durchzulesen und dann eine Bewerbung zu schreiben. Doch mit der Zeit kamen die Absagen und daraufhin ließ die Motivation nach und ich speicherte mir immer mehr Jobs ab, aber bearbeitete immer weniger.

Das mit dem Anfangen sagt sich immer so leicht. Mich entmutigen die vielen Absagen und ich frage mich woran es liegt, dass ich nichtmal zum Bewerbungsgespräch eingeladen werde und gleich eine Absage bekomme. Ich dachte schon darüber nach ob ich ein Google-Umfrage Formular machen sollte um es den Personalern zu schicken um Feedback einzuholen.

Vielleicht liegt es auch einfach an der Aufmachung Deiner Bewerbungen. Has Du die schonmal jemandem zur Ansicht gegeben?
Nein habe ich nicht. Es ist mir irgendwie peinlich, die jemandem aus meiner Famile zu zeigen.
Ein bekannter hatte es mir zwar mal Angeboten, aber der hat gerade keine Zeit.

Beim schreiben meiner Bewerbungen arbeite ich mittlerweile viel mit KI. Ich schreibe zunächst selbst etwas und nutze dann die KI wenn ich nicht weiterweiß oder vorschläge für eine alternative Formulierung möchte.

Nur bei der letzen habe ich Inhaltlich einen neuen Stil ausprobiert. Bislang schrieb ich immer wer ich bin, was ich gemacht habe und was ich sonst noch so an Qualifikation habe.
Nun probierte ich mal einen neue Variante. Auf anraten der KI habe ich dann versucht mehr meine Qualifikation mit den Anforderungen und Aufgaben der Stelle zu verknüpfen.

Und immerhin habe ich für diese nun endlich mal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch morgen (05.06.2025) bekommen. Allerdings nicht für den Job auf den ich mich Ursprünglich beworben hatte, deshalb bin ich jetzt etwas ratlos und nervös.

@ ms.cooper

Er/sie sagt ja selbst, dass er/sie weiß, was gut und dran wäre in Sachen Bewerbung, es aber eben nicht kann, und mittlerweile sogar den Spaß am Spielen verloren hat… Das heißt ja, dass noch weniger neue Kraft reinkommt, weil selbst das Spielen als Freude wegfällt... - so habe ich es jedenfalls verstanden.

Ich kenne es selbst, dass ich so belastet bin, dass erst mal nichts mehr geht. Und wenn nichts mehr geht, dann geht eben auch nichts mehr. Da kann man noch so gut wissen, dass ein Besuch beim Arzt jetzt gut wäre, oder Bewerbung schreiben usw. Es geht nicht. Und man weiß auch ganz genau, dass es dadurch, dass nichts geht, nicht besser wird, kann es aber gleichzeitig – erst mal – nicht ändern. Was einem selbst zusätzlich Druck macht, wodurch dann erst recht nichts mehr geht...

Ich habe so etwas phasenweise, und dann geht auch bei mir (erst mal) nichts. Und das Problem ist nicht Zeitmanagement, Willenskraft oder Faulheit oder Ähnliches. Deshalb kommt man da mit gut gemeinten Ratschlägen dazu bei mir dann auch nicht weiter. Ich bin ja nicht blöd... Bei mir (ich schreibe ausdrücklich nur von mir) ist die Ursache solcher Phasen oft ein Gefühl von schlimmer Hilflosigkeit. Und das Gefühl kommt daher, dass man die Erfahrung gemacht hat, dass man es ja auch ist. Auf das Beispiel "Job finden" übertragen, ist es doch so, dass man kann noch so teure Mappen kaufen, zum Bewerbungstraining gehen, Bücher kaufen, jeden Rat befolgen kann und trotzdem (erst mal) keinen Job findet. Weil es eben nicht nur von einem selbst abhängt, sondern von Umständen, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Auch ist es ja nicht so, als hätte man es nicht schon mehrfach probiert… Bei mir sind es andere Situationen, bei denen so eine Reaktion aufbricht, und sie hält meistens nur ein paar Tage an, aber kennen tue ich sie durchaus.
Du bringst es gut auf den Punkt. Natürlich weiß ich das es eigentlich nichts wichtigeres gibt als die Jobsuche und Videospiele eher zweitrangig sind. Aber es ist wie du gesagt hast, es gibt Phasen da fühlt man sich einfach hilflos und die ganze Welt scheint sich gegen einen Verschworen zu haben.

Es frustriert mich einfach zunehmends, dass es nicht klappt einen neuen Job zu bekommen. Ich gebe mir größte Mühe bei den Bewerbungen und versuche diese möglichst perfekt hinzubekommen, aber am Ende kommt dann die E-Mail mit der Absage.

Man muss halt auch bedenken, dass zu viel Zeit bei der Jobsuche auch Lücken vergrößert, die dann schwieriger zu erklären sind.
Ich weiß, allmählich wirds peinlich. Falls mich jemand fragen würde, würde ich sagen das liegt an der schwierigen Wirtschaftlichenlage und das es kaum Jobs gab.
 
Und immerhin habe ich für diese nun endlich mal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch morgen (05.06.2025) bekommen. Allerdings nicht für den Job auf den ich mich Ursprünglich beworben hatte, deshalb bin ich jetzt etwas ratlos und nervös.
Nervös ist normal. Wahrscheinlich wurde Deine Bewerbung intern weitergereicht, ohne Dich zu fragen. Frag doch morgen einfach freundlich nach, falls sie das nicht von selbst ansprechen.
 
Also für die letzen drei Bewerbungen habe ich eine neue Designvorlage benutzt und habe nun statt schwarz-weiß, dunkelblaue und hellgraue Akzente. Zudem überarbeitete ich etwas den Lebenslauf, wechselte die Schriftart zurück zu Arial und ließ noch neue Bewerbungsfotos machen.
Verzichte in deiner Bewerbung bewusst auf überflüssige Gestaltungselemente wie Farben oder verspielte Layouts – konzentriere dich stattdessen auf einen klaren, professionellen Aufbau. Schwarz-Weiß wirkt seriös, als Schriftart empfehle ich Calibri in Größe 12 – sie ist modern und gut lesbar (Arial wirkt oft etwas altbacken). Verwende Blocksatz mit Silbentrennung und achte auf übersichtliche Absätze, damit der Text gut strukturiert ist.

Je nachdem, wie umfangreich dein Anschreiben ist, kannst du deine Personalien im Kopfbereich unterbringen – das spart Platz und wirkt aufgeräumt. Achte bei der Adresszeile unbedingt darauf, die Angaben vollständig aufzuführen: Firma, Abteilung, Name des Ansprechpartners. Der Betreff sollte klar und direkt formuliert sein, damit sofort erkennbar ist, worum es geht.

Beim Lebenslauf habe ich persönlich gute Erfahrungen mit der sogenannten amerikanischen Variante gemacht: Auf der linken Seite eine Sidebar mit den persönlichen Informationen, rechts daneben großflächig die beruflichen Stationen – beginnend mit der aktuellsten. Das Bewerbungsfoto kann großzügig integriert werden, darunter dein Name in großer Schrift. Achte darauf, eventuelle Lücken sinnvoll zu füllen und deine Fähigkeiten gezielt hervorzuheben, je nachdem, was du zu bieten hast – das verleiht dem Lebenslauf mehr Substanz und Attraktivität.

Besonders wichtig finde ich das Bewerbungsfoto. Es ist oft das Erste, worauf der Blick fällt – und es kann den gesamten Eindruck der Bewerbung entweder positiv unterstreichen oder leider auch entwerten. Ich habe viele Fotos bei professionellen Fotografen machen lassen, war aber selten zufrieden: zu künstlich, zu stark bearbeitet, oft nicht wirklich authentisch. Am Ende habe ich einfach selbst ein Foto gemacht – im Anzug, vor einer weißen Wand, mit guter Beleuchtung. Ich habe es mit einer App leicht bearbeitet, um es etwas aufzuwerten, und genau dieses Bild wurde bei Gesprächen mehrfach gelobt. Ich war damals zwei Jahre nach dem Studium arbeitssuchend – und ich bin überzeugt, dass das Bild dabei geholfen hat, glaubwürdiger und selbstbewusster zu wirken.

Natürlich kenne ich deine Bewerbung im Detail nicht, daher ist es schwer, ganz konkrete Empfehlungen zu geben. Aber vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für dich dabei.

Als ich mit der Jobsuche anfing war ich motiviert und habe alle zwei Tage auf sämtlichen Portalen nach Jobs gesucht, speicherte mir diese als Lesezeichen ab um mir diese nochmals in Ruhe durchzulesen und dann eine Bewerbung zu schreiben. Doch mit der Zeit kamen die Absagen und daraufhin ließ die Motivation nach und ich speicherte mir immer mehr Jobs ab, aber bearbeitete immer weniger.
Es kann gut sein, dass dein Anschreiben noch nicht ganz den gewünschten Eindruck hinterlässt – oft merkt man das selbst gar nicht. Achte unbedingt darauf, Begriffe und Formulierungen aus der Stellenausschreibung gezielt aufzugreifen. Wenn dort zum Beispiel steht, dass ein „zuverlässiger, engagierter Mitarbeiter“ gesucht wird, solltest du diese Eigenschaften (Zuverlässigkeit, Engagement) auch in deinem Anschreiben unterbringen – idealerweise so, dass du sie mit konkreten Beispielen belegst. Solche Formulierungen sind nie zufällig gewählt; sie geben ziemlich genau wieder, worauf die Firma Wert legt.

Überlege dir zusätzlich, was das Unternehmen eventuell zwischen den Zeilen erwartet – das lässt sich oft aus dem Tonfall oder der Wortwahl der Ausschreibung herauslesen. Wenn zum Beispiel viel von Eigeninitiative die Rede ist, solltest du diesen Aspekt besonders betonen.

Es gibt einige Eigenschaften, die grundsätzlich immer gut ankommen, zum Beispiel:
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Entscheidungsfreude
  • Bereitschaft zur Weiterbildung
Diese kannst du passend zu deinem Profil und zur Stelle in dein Anschreiben integrieren.

Hast du deine Bewerbung schon einmal von einer KI gegenlesen oder optimieren lassen? Natürlich musst du selbst wissen, wofür du stehst, was du kannst und was du willst – das kann dir niemand abnehmen. Aber du kannst zum Beispiel der KI die Stellenausschreibung zeigen und dir auf dieser Grundlage Vorschläge für ein passendes Anschreiben machen lassen. Oft ergeben sich daraus ganz neue Formulierungsansätze oder Sichtweisen.

Und falls du wirklich niemanden hast, der mal einen Blick auf deine Bewerbung werfen kann – du darfst dich gerne bei mir melden. Ich helfe dir gern weiter!
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön, dass es mit einem Vorstellungsgespräch geklappt hat. Wie ist es gelaufen?
Nur bei der letzen habe ich Inhaltlich einen neuen Stil ausprobiert. Bislang schrieb ich immer wer ich bin, was ich gemacht habe und was ich sonst noch so an Qualifikation habe.
Meinst du damit das Anschreiben? Das gehört nicht in ein Anschreiben. Das stand schon in meinem Bewerbungsbüchern vor 30 Jahren.
Nun probierte ich mal einen neue Variante. Auf anraten der KI habe ich dann versucht mehr meine Qualifikation mit den Anforderungen und Aufgaben der Stelle zu verknüpfen.
KI hat Recht.

Im Übrigen finde ich es schade, dass es im Gegensatz zu anderen Ländern immer noch üblich ist, Fotos der Bewerbung beizulegen.
 
@CabMan, @Bitterschokolade siehe hier

@Großstadtlegende Ich habe dir mal einen Screenshot der alten und neuen Vorlage verlinkt, da es aufwendig ist das in Worte zu fassen. Was die Farbe angeht, so fand ich ein blau wirkt etwas auffälliger als reines s/w und fällt so mehr auf. Gleiches galt anfangs bei der Schriftart. Die alte Vorlage war standardmäßig mit Verdana formatiert, aber leider fällt diese Schrift größer aus als andere und deshalb wechselte ich nach den ersten paar Bewerbungen zurück auf Arial 11, da ich 12 zu groß fand.
Vielleicht versuche ich auch mal Calibri, wobei es früher immer hieß Arial oder Times New Roman solle man für Bewerbungen nutzen.

Das Lebenslauf Design mit der Sidebar habe ich zwar auch schon gesehen, aber fand ich jetzt nicht ansprechend. Insbesondere die, die noch im unteren Bereich auf Balkendiagramme setzen, um z.B. Fremdsprachenkenntnisse darzustellen. Das entbehrt sich mir jeglicher Grundlage.
So habe ich zwar gute Englischkenntnisse, aber ob das nun eine 3/5 oder 4/5 ist kann da wohl jeder selbst entscheiden.

Blocksatz verbinde ich immer damit, dass der Text stellenweise gequetscht oder langgezogen aussieht. Deshalb nutze ich bislang klassisch linksbündig. Meine Daten habe ich schon in die Kopfzeile verfrachtet, so dass ich immer genug Platz habe für Text und es sieht aufgeräumt aus.

In Sachen Foto bin ich eh nie zufrieden, da ich mich einfach nicht als fotogen betrachte. Daher ist es schwierig eine Aussage meinerseits zu treffen.

Die Sache mit Konkreten Beispielen finde ich auch immer so eine Sache. Hier weiß ich nie so recht, was ich schreiben soll. Ich kann z.B. keine Zahlen nennen, da es keine gibt. Und wie ich eine Sache beisen kann weiß ich auch nicht.

In der letzten Stellenanzeige wurden z.B. folgende Punkte genannt
Sie haben:
- Idealerweise Erfahrung im Kundenkontakt
- ein Professionelles Auftreten und gute Umgangsformen
- ein Kunden- und teamorientiertes Verhalten
- Freude am Umgang mit Menschen

Im Berufsleben gibt es bei mir im Lebenslauf nicht viele Punkte, war nun insgesamt 16 Jahre beim gleichen Arbeitgeber und habe davon 3 Jahre eine Ausbildung gemacht und davor machte ich die Mittlere Reife.
Seit 01/2025Arbeitssuchend
07/2011 – 12/2024
Betriebsbedingte Kündigung
Kfm. Sachbearbeiter
bei Fa. Mustermann GmbH, Ort
  • Tätigkeit1
  • Tätigkeit2
  • Tätigkeit3
  • Tätigkeit4
  • Tätigkeit5

Was ich mir überlegt hatte, wäre beim Fachwirt an der IHK zusätzlich noch die Fächer nennen, die für die Abschlussprüfung relevant waren. Nur habe ich nicht mehr so viel Platz auf der Seite übrig.

Bzgl. KI, mit der arbeite ich mittlerweile sehr viel. Zunächst als Partner beim Brainstormen, wenn ich mal nicht weiterweiß, später auch zum Prüfen von Absätzen und dem ganzen Anschreiben. Das klapp meist ganz gut, nur als ich mal mit drei KIs parallel arbeitete, war es zu viel des guten. Aber ich war nun mal mit keinem Vorschlag zufrieden.
Aber alles in allem findet die KI meine Bewerbungen sehr gut und Aussagekräftig.
 
@Großstadtlegende Ich habe dir mal einen Screenshot der alten und neuen Vorlage verlinkt, da es aufwendig ist das in Worte zu fassen. Was die Farbe angeht, so fand ich ein blau wirkt etwas auffälliger als reines s/w und fällt so mehr auf. Gleiches galt anfangs bei der Schriftart. Die alte Vorlage war standardmäßig mit Verdana formatiert, aber leider fällt diese Schrift größer aus als andere und deshalb wechselte ich nach den ersten paar Bewerbungen zurück auf Arial 11, da ich 12 zu groß fand.
Vielleicht versuche ich auch mal Calibri, wobei es früher immer hieß Arial oder Times New Roman solle man für Bewerbungen nutzen.
Danke 🙂

Ich finde beide Vorlagen gut und ausreichend.
Die blaue Farbe bei der neuen finde ich auch gut, muss halt dann in etwa mit dem Bewerbungsfoto im Einklang sein. Dunkles Blau wirkt maskulin, intelligent und glaubwürdig. Ist eine gute Wahl, obwohl ich nicht so der Fan von Farben bin, weil die Unternehmen das sowieso schwarz-weiß ausdrucken und beim Ausdrucken dann einstellen müssen "ohne Farbe".

Verdana ist eine typische Systemschriftart und wird häufig in Internetforen benutzt, auch die Hilferuf-Systemschrift ist Verdana. Ich finde die Schrift manchmal etwas zu eng und bei viel Text etwas schwerer zu lesen.
Ja, in der Schule hieß es oft "Arial oder Times New Roman", die finde ich aber beide grauenhaft. Viel zu altmodisch. Arial sieht immer etwas ungelenk aus und Times New Roman eher wie ein Zeitungsbericht, zumal bei Silbentrennung alles noch blöder aussieht.
Ich habe Calibri bisher genommen, aber du kannst die Schrift nehmen, die du möchtest.
Man sollte halt keine ausgefallenen oder untypische Schriftarten nehmen.

Es gibt nur 2 Dinge, die mich stören:
1. Das Bewerbungsbild wirkt etwas verloren, ist oben unschön am Rand ohne im Einklang mit der restlichen Formatierung zu sein.
Tipp: setz den Namen ("Max Mustermann") etwas runter, schreib oben drüber in Großbuchstaben und großen Wortabstand "Lebenslauf" und setze das Bewerbungsbild so rein, dass der obere Bildrant mit dem Wort "Lebenslauf" auf einer Linie ist. So wirkt alles einheitlich und angenehmer.

2. Bei der Aufzählung der Jahre bei Berufserfahrung sind die Jahreszahlen mit dem Text nicht auf einer Linie.

Das Lebenslauf Design mit der Sidebar habe ich zwar auch schon gesehen, aber fand ich jetzt nicht ansprechend. Insbesondere die, die noch im unteren Bereich auf Balkendiagramme setzen, um z.B. Fremdsprachenkenntnisse darzustellen. Das entbehrt sich mir jeglicher Grundlage.
So habe ich zwar gute Englischkenntnisse, aber ob das nun eine 3/5 oder 4/5 ist kann da wohl jeder selbst entscheiden.
Balkendiagramme finde ich auch irgendwie wichtigtuerisch und zu ungenau. Als Personaler will ich wissen, was du konkret für eine Qualifikation oder Level hast und nicht "irgendwas zwischen gut und mittel".
Bei Sprachkenntnissen orientierst du dich am GER (Gemeinsamen Europäischen Referenzenrahmen)
A1 (Anfänger) bis C2 (fast Muttersprache), wobei ich alles, was sich im A-Bereich befindet, erst gar nicht erwähnen würde. Erst ab B1 kann man von Sprachkenntnissen sprechen.

Blocksatz verbinde ich immer damit, dass der Text stellenweise gequetscht oder langgezogen aussieht. Deshalb nutze ich bislang klassisch linksbündig. Meine Daten habe ich schon in die Kopfzeile verfrachtet, so dass ich immer genug Platz habe für Text und es sieht aufgeräumt aus.
Ich mag Blocksatz ganz gerne, aber manchmal sieht's doof aus und WORD hat nicht so viele Einstellungsmöglichkeiten, um große Lücken zu minimieren. Du kannst über manuelle Silbentrennung noch viel wettmachen, aber so ganz perfekt wie in einem Roman wird es eher nicht.

Linksbündig also mit Flattersatz ist auch total in Ordnung. So wirkt dein Schreiben lebendiger und nicht starr.

Top!
In Sachen Foto bin ich eh nie zufrieden, da ich mich einfach nicht als fotogen betrachte. Daher ist es schwierig eine Aussage meinerseits zu treffen.
Das Foto ist nur für die Bewerbung wichtig, danach interessiert das keinen mehr.

Die Sache mit Konkreten Beispielen finde ich auch immer so eine Sache. Hier weiß ich nie so recht, was ich schreiben soll. Ich kann z.B. keine Zahlen nennen, da es keine gibt. Und wie ich eine Sache beisen kann weiß ich auch nicht.
Ich hatte auch immer Schwierigkeiten mit den Beispielen, obwohl ich ja auf ein paar Stationen zurückblicken konnte.
In der letzten Stellenanzeige wurden z.B. folgende Punkte genannt
Sie haben:
- Idealerweise Erfahrung im Kundenkontakt
Idealerweise ... also, die erwarten das konkret und wollen auch, dass du das kannst. Die werden dich danach ausfragen.
- ein Professionelles Auftreten und gute Umgangsformen
Professionell ... also, du solltest dich mündlich gut ausdrücken können und einen Sinn für geeignete Arbeitskleidung haben.

- ein Kunden- und teamorientiertes Verhalten
Teamfähigkeit ist etwas, was alle erwarten. Da wurde ich bisher bei VG immer dazu ausgefragt.
Überlege dir, inwieweit du teamfähig bist und woran du das ausmachst.

Kunden- bzw. serviceorientiertes Verhalten heißt, du solltest in der Lage sein, dich in den Kunden hineinzuversetzen.

- Freude am Umgang mit Menschen
Aha, du wirst also auch viele Kotzbrocken, schlimme Kunden und Konfliktlösungssituationen haben. Stichwort: deine Kunden werden nicht alle lieb und freundlich sein.
Hier kann dich dein AG beim Gespräch fragen.

Freude ... = eher extrovertiert und aufgeschlossen.

Im Berufsleben gibt es bei mir im Lebenslauf nicht viele Punkte, war nun insgesamt 16 Jahre beim gleichen Arbeitgeber und habe davon 3 Jahre eine Ausbildung gemacht und davor machte ich die Mittlere Reife.
Das ist doch toll. Du hast also viel Berufserfahrung und hast eine ordentliche Ausbildung durchlaufen.
Seit 01/2025Arbeitssuchend
07/2011 – 12/2024
Betriebsbedingte Kündigung
Kfm. Sachbearbeiter
bei Fa. Mustermann GmbH, Ort
  • Tätigkeit1
  • Tätigkeit2
  • Tätigkeit3
  • Tätigkeit4
  • Tätigkeit5

Was ich mir überlegt hatte, wäre beim Fachwirt an der IHK zusätzlich noch die Fächer nennen, die für die Abschlussprüfung relevant waren. Nur habe ich nicht mehr so viel Platz auf der Seite übrig.
Meinst du denn, dass das von Belang wäre oder deinen Lebenslauf aufwerten würde? Ich würde nur Dinge nennen, die du auch konkret mit Referenz belegen kannst.
Bzgl. KI, mit der arbeite ich mittlerweile sehr viel. Zunächst als Partner beim Brainstormen, wenn ich mal nicht weiterweiß, später auch zum Prüfen von Absätzen und dem ganzen Anschreiben. Das klapp meist ganz gut, nur als ich mal mit drei KIs parallel arbeitete, war es zu viel des guten. Aber ich war nun mal mit keinem Vorschlag zufrieden.
Aber alles in allem findet die KI meine Bewerbungen sehr gut und Aussagekräftig.
Arbeitest du mit ChatGPT?

Es ist nicht so, dass die KI sofort die perfekte Bewerbung raushaut. Man muss da ein bisschen herumwerkeln, selbst auch Ideen einbringen etc.

Ich habe kein Anschreiben von dir gesehen, deswegen kann ich es nicht bewerten.
 
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