G
Gelöscht 132918
Gast
@ ms.cooper
"Laissez-Faire" ist meiner Ansicht nach etwas, das man sich aussucht, eine Lust- und Wollens-Frage sozusagen. Und diesen Eindruck habe ich beim Threadersteller nicht, dass es eine Willensfrage ist. Manchmal kann man nicht, egal, wie sehr der Kopf weiß, dass X, Y und Z besser für einen wäre. Er/sie sagt ja selbst, dass er/sie weiß, was gut und dran wäre in Sachen Bewerbung, es aber eben nicht kann, und mittlerweile sogar den Spaß am Spielen verloren hat… Das heißt ja, dass noch weniger neue Kraft reinkommt, weil selbst das Spielen als Freude wegfällt... - so habe ich es jedenfalls verstanden.
Ich kenne es selbst, dass ich so belastet bin, dass erst mal nichts mehr geht. Und wenn nichts mehr geht, dann geht eben auch nichts mehr. Da kann man noch so gut wissen, dass ein Besuch beim Arzt jetzt gut wäre, oder Bewerbung schreiben usw. Es geht nicht. Und man weiß auch ganz genau, dass es dadurch, dass nichts geht, nicht besser wird, kann es aber gleichzeitig – erst mal – nicht ändern. Was einem selbst zusätzlich Druck macht, wodurch dann erst recht nichts mehr geht...
Ich habe so etwas phasenweise, und dann geht auch bei mir (erst mal) nichts. Und das Problem ist nicht Zeitmanagement, Willenskraft oder Faulheit oder Ähnliches. Deshalb kommt man da mit gut gemeinten Ratschlägen dazu bei mir dann auch nicht weiter. Ich bin ja nicht blöd... Bei mir (ich schreibe ausdrücklich nur von mir) ist die Ursache solcher Phasen oft ein Gefühl von schlimmer Hilflosigkeit. Und das Gefühl kommt daher, dass man die Erfahrung gemacht hat, dass man es ja auch ist. Auf das Beispiel "Job finden" übertragen, ist es doch so, dass man kann noch so teure Mappen kaufen, zum Bewerbungstraining gehen, Bücher kaufen, jeden Rat befolgen kann und trotzdem (erst mal) keinen Job findet. Weil es eben nicht nur von einem selbst abhängt, sondern von Umständen, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Auch ist es ja nicht so, als hätte man es nicht schon mehrfach probiert… Bei mir sind es andere Situationen, bei denen so eine Reaktion aufbricht, und sie hält meistens nur ein paar Tage an, aber kennen tue ich sie durchaus.
Und jeder hat doch einen ganz eigenen Punkt, an dem er (erst mal) nicht mehr kann. Es gibt Menschen, die machen ihr ganzes Leben lang einen 60-Stunden Job ohne jegliche negative Auswirkung. Andere brechen nach zwei Jahren in derselben Situation mit Burnout zusammen. Und weder das eine, noch das andere, und alles dazwischen, ist richtig oder falsch. Wir sind alle nur Menschen und niemand hat sich ausgesucht, wie gut er mit etwas klar kommt, oder eben nicht. Ich bin jedenfalls noch keinem Menschen begegnet, der gern leidet, und der das Leid nicht beenden würde, wenn er könnte…
Mit diesem Post ziehe ich mich dann auch hier zurück. Ich möchte den Strang nicht "übernehmen" und in eine Richtung lenken, in die der Threadersteller vielleicht nicht will... Auch möchte ich noch mal betonen, dass ich hier über mich geschrieben habe und nicht unterstelle, dass es zer.o genau so geht - meiner Erfahrung nach gibt es immer mehr Ursachen, als nur eine, auch, wenn es manchmal nach der gleichen aussieht, weil sie sich ähnlich äußern.
"Laissez-Faire" ist meiner Ansicht nach etwas, das man sich aussucht, eine Lust- und Wollens-Frage sozusagen. Und diesen Eindruck habe ich beim Threadersteller nicht, dass es eine Willensfrage ist. Manchmal kann man nicht, egal, wie sehr der Kopf weiß, dass X, Y und Z besser für einen wäre. Er/sie sagt ja selbst, dass er/sie weiß, was gut und dran wäre in Sachen Bewerbung, es aber eben nicht kann, und mittlerweile sogar den Spaß am Spielen verloren hat… Das heißt ja, dass noch weniger neue Kraft reinkommt, weil selbst das Spielen als Freude wegfällt... - so habe ich es jedenfalls verstanden.
Ich kenne es selbst, dass ich so belastet bin, dass erst mal nichts mehr geht. Und wenn nichts mehr geht, dann geht eben auch nichts mehr. Da kann man noch so gut wissen, dass ein Besuch beim Arzt jetzt gut wäre, oder Bewerbung schreiben usw. Es geht nicht. Und man weiß auch ganz genau, dass es dadurch, dass nichts geht, nicht besser wird, kann es aber gleichzeitig – erst mal – nicht ändern. Was einem selbst zusätzlich Druck macht, wodurch dann erst recht nichts mehr geht...
Ich habe so etwas phasenweise, und dann geht auch bei mir (erst mal) nichts. Und das Problem ist nicht Zeitmanagement, Willenskraft oder Faulheit oder Ähnliches. Deshalb kommt man da mit gut gemeinten Ratschlägen dazu bei mir dann auch nicht weiter. Ich bin ja nicht blöd... Bei mir (ich schreibe ausdrücklich nur von mir) ist die Ursache solcher Phasen oft ein Gefühl von schlimmer Hilflosigkeit. Und das Gefühl kommt daher, dass man die Erfahrung gemacht hat, dass man es ja auch ist. Auf das Beispiel "Job finden" übertragen, ist es doch so, dass man kann noch so teure Mappen kaufen, zum Bewerbungstraining gehen, Bücher kaufen, jeden Rat befolgen kann und trotzdem (erst mal) keinen Job findet. Weil es eben nicht nur von einem selbst abhängt, sondern von Umständen, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Auch ist es ja nicht so, als hätte man es nicht schon mehrfach probiert… Bei mir sind es andere Situationen, bei denen so eine Reaktion aufbricht, und sie hält meistens nur ein paar Tage an, aber kennen tue ich sie durchaus.
Und jeder hat doch einen ganz eigenen Punkt, an dem er (erst mal) nicht mehr kann. Es gibt Menschen, die machen ihr ganzes Leben lang einen 60-Stunden Job ohne jegliche negative Auswirkung. Andere brechen nach zwei Jahren in derselben Situation mit Burnout zusammen. Und weder das eine, noch das andere, und alles dazwischen, ist richtig oder falsch. Wir sind alle nur Menschen und niemand hat sich ausgesucht, wie gut er mit etwas klar kommt, oder eben nicht. Ich bin jedenfalls noch keinem Menschen begegnet, der gern leidet, und der das Leid nicht beenden würde, wenn er könnte…
Mit diesem Post ziehe ich mich dann auch hier zurück. Ich möchte den Strang nicht "übernehmen" und in eine Richtung lenken, in die der Threadersteller vielleicht nicht will... Auch möchte ich noch mal betonen, dass ich hier über mich geschrieben habe und nicht unterstelle, dass es zer.o genau so geht - meiner Erfahrung nach gibt es immer mehr Ursachen, als nur eine, auch, wenn es manchmal nach der gleichen aussieht, weil sie sich ähnlich äußern.
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