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Keine Chance zu studieren.

Und was sind immer wieder die Grundpfeiler für eine erfolgreiche Behandlung von Depressionen? Zukunftsperspektiven, Selbstwertgefühl, Arbeit, seinen Platz in der Welt zu finden. Alles Dinge, die ein Studium bieten kann.

Darum muss man sich aber selbst kümmern. Viele denken, wenn sie umziehen, dann ändert sich ihr Leben. Nein, von alleine ändert sich da nichts.
Allerdings, wenn du Pech hast, können sich Depressionen durch ein Studium noch verschlimmern.

Warum sollte ich? Willst du mir jetzt eine Depression diagnostizieren? Auch das bitte per PN und nicht in Fäden von anderen Nutzern, danke.

Nein, ich wollte dir nichts unterstellen. Du redest aber immer davon, dass dies und das dies und jenes bewirken kann, aber selbst hast du davon nichts durchgezogen.
Wenn studieren das Selbstwertgefühl steigert und einen zu einem "glücklicheren Leben" verhilft, was machst du dann hier noch?


Es ist größtenteils unbegründet. Es ist verständlich, wenn jemand bei Klausuren etc. fehlt und somit nicht benotet werden kann. Aber im Unterricht? Müsste eigentlich keine Rolle spielen fürs Abitur.

Abitur ist Schule. Und in der Schule hat man eine permanente Anwesenheitspflicht.
Im Studium ist das nicht so.
 
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Re: Keine Chance zu studieren.
Gut aber was ist sonst meine Alternative? Selbstmord, Invalidenrente? Das will ich nicht.
Na es gibt ne ganze Menge was du tun kannst:
Also als erstes wäre es wirklich Zeit, dass Du Deine Depression in den Griff kriegst: Du willst studieren- das ist doch Motivation genug, um sich schleunigst in Behandlung zu begeben. Vielleicht wäre es erstmal nicht schlecht, in eine Klinik zu gehen und danach ambulant weiter zu machen.
Und wenn Du dann einigermaßen stabil bist, gibt es eine Menge Möglichkeiten, ein Abi zu machen und dann zu studieren: Fachabi? Abendschule?
Also daran sollte es echt nicht scheitern. Wichtig ist halt, dass Du an deinem jetzigen Zustand etwas änderst, denn wenn Du nicht in der lage bist, dein Abi zu machen, wärst du jetzt eh nicht in der Lage zu studieren: Das ist schon deutlich stressiger als Schule.
Also: Eins nach dem anderen!
 
Ich möchte noch mal zum besseren Verständnis klar stellen:
Ich bin seit 2010 fast ununterbrochen in Therapie, nehme seit 2013 jeden Tag Antidepressiva, und war in der Psychiatrie 2011, 14, und 17, also seht es mir bitte nach, dass ich nicht mehr an eine erfolgreich Behandlung glaube.

Und es ist nun mal Fakt, dass Menschen vollkommen ohne Beschäftigung oft an psychische Krankheiten leiden. Das Studium sollte mir nur Zeit geben um wenigstens wieder ein bisschen Sinn zu sehen. Natürlich absolut keine Wunderheilung das ist mir klar, aber die fehlende Zukunftsperspektive ist ein großes Problem für mich, da ist sich meine Therapeutin absolut sicher. Es scheint mir einfach Interessanter als die Schule und da ist meine Hoffnung natürlich das die Fehlzeiten weniger werden. Mit Sicherheit kann ich das nicht sagen, ich bin auch kein Hellseher, aber es ist das was ich mir am meisten vorstellen kann. Die Berufe die man mit einem Studium ausüben kann, sprechen mich auch viel eher an als jetzige Optionen
 
Die sagen knallhart "entweder Sie arbeiten an ihren Problemen oder sie können gehen". Extrawürste gibt es nur bei Behinderungen und Krankheiten, die nicht behandelbar sind. Das trifft auf dich aber nicht zu, da offiziell all deine Krankheiten behandelbar wären.

Aber ich arbeite doch seit 8 Jahren an meinen Problemen, was soll ich denn noch machen? Und schon mal was von Behandlungsresistenter Depression gehört?

Hinzu kam, dass in nahezu allen Fächern Aufgaben in AbgabeGRUPPEN (3-4 Leute) zu lösen waren. Die Aufgaben musste man anschließend vorne an der Tafel präsentieren können. Eine Gruppe musste man natürlich ebenso selber finden.

Was natürlich in der Schule nie vorkommt, da hab ich immer die Gruppe auf einem Silbertablett geliefert bekommen.


Bei mir an der Uni sind die meisten Sozialphobiker übrigens genauso einsam geblieben wie zuvor. Es ist den gesunden Studis schlicht zu mühsam, denen ständig mit Kontakt hinterherzurennen.

Ja die bösen Sozialphobiker. Und die Rollstuhlfahrer werden irgendwann stehen gelassen, weil sie keiner mehr schieben will. Als hätte ich mir ausgesucht Soziale Phobie zu haben. Also lieber nicht den benachteiligten unter die Arme greifen. Ich sage alle psychisch Kranken direkt erschießen oder ins Gulag.
Ich habe dir nichts getan also würde ich mich freuen wenn du diesen kindischen provokanten Unterton einfach weglässt das nächste mal.
 
Wenn du studieren möchtest brauchst du eine Zulassung zum Studium, i.a. Abitur. Also solltest du erstmal "Abi bauen" als realistisches Ziel setzen.
 
Beginne da, wo das Problem liegt: Bei deiner Krankheit. Mit einer so schweren Depression wirst du nichts bewältigen können.
Schon mal über einen klinische Thera nachgedacht? Und eine entsprechende Medikamenteneinstellung?

Erst dann, wenn du das einigermaßen unter den Füßen hast, kannst du beruflich/schulisch weiterdenken und dann wirds auch gehen.
 
Aber ich arbeite doch seit 8 Jahren an meinen Problemen, was soll ich denn noch machen? Und schon mal was von Behandlungsresistenter Depression gehört?

Ich habe nie behauptet, dass es behandlungsresistente Depressionen nicht gibt. Aber das ist den Unis piepegal. Entweder du schaffst die Leistungen in der vorgegebenen Zeit, oder sie exmatrikulieren dich knallhart. Dinge wie ein oder zwei Extrasemester kann man im Zuge eines Härtefallantrages zwar bekommen, aber nur, wenn "Aussicht auf Besserung" besteht, bzw. davon ausgegangen werden kann, dass der Student bei Bewilligung des Antrags am Ende der verlängerten Frist tatsächlich einen Abschluss in der Tasche hat. Ein Freund von mir hatte Probleme wie du, glaube mir, den haben sie ohne mit der Wimper zu zucken exmatrikuliert. Wenn du da also überhaupt eine Chance haben willst, musst du allein fürs Papier in Behandlung bleiben, ob es was bringt oder nicht. Dass es zumindest den Anschein erweckt, du würdest etwas gegen den Problem machen.



Was natürlich in der Schule nie vorkommt, da hab ich immer die Gruppe auf einem Silbertablett geliefert bekommen.
In der Schule sorgt normalerweise aber notfalls der Lehrer dafür, dass du eine Gruppe hast. Und wenn er nur einer anderen Gruppe sagt "mit dem arbeitet ihr zusammen, ob es euch passt oder nicht". Klar ist das dann eine unschöne Situation, aber immerhin kann man die Gruppenleistung abliefern.
Im Studium macht das keiner. Zitat eines Dozenten, als ich ihn darum bat, mich in eine Gruppe einzuteilen, als ich mal keine fand: "das ist nicht mein Problem". Gerade mit einer Sozialphobie kann das echt kritisch werden, wenn man sich gepaart mit Depressionen irgendwann auch gar nicht mehr traut, die 20. Gruppe um Aufnahme anzubetteln. Irgendwann verschiebt man diese Leistung dann aufs Folgesemester (in der Hoffnung, da eine Gruppe zu finden), bis sich die geschobenen Leistungen stapeln.




Ja die bösen Sozialphobiker. Und die Rollstuhlfahrer werden irgendwann stehen gelassen, weil sie keiner mehr schieben will. Als hätte ich mir ausgesucht Soziale Phobie zu haben. Also lieber nicht den benachteiligten unter die Arme greifen. Ich sage alle psychisch Kranken direkt erschießen oder ins Gulag.
Ich habe dir nichts getan also würde ich mich freuen wenn du diesen kindischen provokanten Unterton einfach weglässt das nächste mal.
Wenn du Mitleid willst, brauchst du eine Krankheit, die man sieht. Ist leider so. Der Rollstuhlfahrer hat da noch Glück, weil man ihm seine Behinderung ansieht. Auch wer eine Beeinträchtigung z.B. an den Händen hat, bekommt recht einfach Sonderregelungen. Als psychisch Kranker hast du es aber schwer. Ich spreche da aus Erfahrung. Minderleistung aufgrund von depressiven Phasen werden gerne mal als Faulheit abgetan. Es ist leider auch so, dass die Wirtschaft Sozialphobiker nicht brauchen kann. Und um die Wirtschaft dreht sich alles. Finde ich auch nicht toll, ist aber leider so. Entweder du zeigst mindestens 100% Leistung oder du kannst gehen. Jeder ist nur noch Einzelkämpfer. Das ist die Realität, ob sie uns gefällt oder nicht.



Ich möchte doch nur nicht, dass du dich falschen Hoffnungen hingibst. Ich zweifele gar nicht daran, dass die Aufnahme eines Studiums dir zumindest anfangs etwas Kraft geben würde. Aber ich denke auch, dass du bereits Mitte des ersten Semesters, spätestens zu den ersten Prüfungen erste schwere Dämpfer bekommen wirst. Weil die erste Motivation nicht lange anhalten wird, du aufgrund deiner Sozialphobie Probleme haben wirst, neue Freunde oder Lerngruppen zu finden, die Prüfungen entsprechend laufen usw. Und ab da wird es dann nur noch bergab gehen.
Das habe ich einfach viel zu oft gesehen. Es würde nur dann was bringen, wenn du nebenher eine Therapie machst, um deine Probleme nebenher abzuarbeiten. Denn sonst holen sie dich ein, schneller als du denkst.

Das Abitur könntest du ja im Fernstudium nachholen:
https://abiturfernstudium.net/

Unabhängig davon, ob du danach tatsächlich studierst, würde dir das vermutlich gut tun. Dass du das Gefühl hättest, auch mal was erreicht zu haben.
Ein freiwilliges soziales Jahr wäre vielleicht auch was für dich. Gerade wegen der sozialen Phobie. Da habe ich es auch noch nie gesehen, dass die nur mit Gesprächstherapie o.ä. weggegangen wäre. Da hilft es nur, sich selbst ins Haifischbecken zu setzen, dass der Kontakt zu anderen Menschen normaler wird. Würde ich aber auch nur im Rahmen einer normalen Therapie machen.
 

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