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Keine Besserung?

alicia_black

Mitglied
Hallo zusammen!
Ich habe keine konkrete Frage, eher suche ich nach Leuten, die auch wegen Sozialphobie (evtl. auch anderem) in Therapie sind.
Es ist nämlich so, dass ich grundsätzlich gut mit meienr Therapeutin klar komme. Sie ist nett und ihre Art ist mir sympatisch. Außerdem sitzt ihr Hund immer mit dabei, was mir sehr gefällt. Ich bin jetzt seit gut einem Jahr bei ihr, wöchentlich. Angefangen habe ich mit Therapie wegen Panikattacken und einer depressiven Phase.

Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, es geht nicht so recht vorran. Ich fühle mich grundsätzlich besser, nehme Laif 900 und fühle mich die meiste Zeit nicht mehr depressiv. Aber ich weine immer noch viel, und es gibt noch viele Dinge, die mich so aus der Bahn werfen, dass ich nicht weiter weiß. Ich habe wochen nach der Therapie eine Ausbildung angefangen, die mir gefällt. Aber ich merke wie ich jetzt, nach acht Monaten, sehr überanstrengt bin, Kundenkontakt meide, sehr gestresst auf Kritik reagiere und am meisten macht mir die Berufsschule zu schaffen. Schon Tage vorher muss ich mehrmals weinen, ich fühle mich unruhig aber gleichzeitig kraftlos, mir fällt es schwer aufzustehen und ich habe den Drang Alkohol zu trinken oder ähnliches zu mir zu nehmen, hautpsache es hört auf. Kurzum, als ob die Depression immer noch da wäre und als würde es niemals je besser werden.
Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, dass ich zwar konkret wegen Sozialphobie und depr. Verstimmung behandelt werde, es aber trotzdem noch so viele Dinge gibt, über die ich reden möchte, da ich mich insgesamt mit allem sehr unwohl fühle, aber da vermisse ich dass meine Therapeutin mehr nachhakt oder ergründen möchte. Wir haben angefangen, meine Kindheit schrittweise anhand eines von mir erstellten Zeitstrahls durchzugehen, haben aber mittendrin aufgehört.

Ich weiß schon, man kann keine wunderheilung von Therapeuten erwarten! Deswegen weiß ich nicht ob ich ungeduldig bin, mehr tun muss oder ob das so einfach nciht funktioniert!
Deswegen meine Frage nach anderen Erfahrungen, wie schnell habt ihr Ergebnisse gesehen? Fühlt ihr euch auch manchmal so als würden sich Probleme nie lösen? Als würde sich nie etwas ändern? Als würdet ihr über unwichtige Dinge reden oder wärt noch gar nicht bei allen Problemen gewesen? Falls ja, habt ihr das angesprochen?

LG
 

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Sil the evil Bitch

Aktives Mitglied
Srry, aber so sollte eine Therapie nicht verlaufen: Vielleicht bin ich da idealistisch, aber statt deine Kindheit Monatelang zu belabern, solltest du eigentlich in Falle von Sozialer Phobie lernen wie du Selbstbewusstsein aufbaust, Konflikte aushältst usw.

Ist die Dame eine Verhaltentherapeutin oder eher eine tiefenpsychologische Therapeutin?

Beim ersteren solltest du ehrlich die Dinge ansprechen.
Beim zweiten würde ich zu VT wechseln.
 
S

Steffen113389

Gast
Hallo Alicia,


Ich kann Sil meiner Vorrenderin (oder Schreiberin) nur zustimmen und dich dazu ermutigen, deine Bedenken anzusprechen. Leider bleibt dir auf dauer nichts anderes übrig als deine Ängste dahingehend zu überwinden.
Am besten ist es wahrscheinlich erst mal Möglichkeiten zur echter Erholung aus deinem Dauerstess zu schaffen.
Und dann die kraftraubendsten alltäglichen Probleme(oder zumindest die lösbaren...) gezielt nacheinander anzugehen.

Schön wäre natürlich auch wenn du neben deiner Therapeutin noch andere Menschen hättest die dich unterstützen.
Mir hat es auch sehr geholfen bestimmte Leute die mir geschadet haben los zu werden.

Wünsche dir auf jedenfall gute Besserung, du bist nicht alleine damit...
 
Zuletzt bearbeitet:

alicia_black

Mitglied
Erst einmal danke für die Antworten und tut mir leid für meine späte Reaktion ich hatte eine stressige Zeit hinter mir :) schade dass die erste Antwort schon wieder weg ist..

@Steffen113389

okay dann werde ich mir doch überlegen, das anzusprechen, klingt tatsächlich vernünftiger, auch wenn es mir schwer fällt da ich sehr konfliktscheu bin und das für mich auch darunter fällt. Tips sind also gerne gesehen in die Richtung
:)

@ Sil
Ehrlich gesagt finde ich das an sich nicht schlecht, da es mir hilft zu verstehen, wo das herkommt und das brauche ich irgendwie. Aber e stimmt, mir fehlen konkrete Anweisungen.
Laut Homepage ist sie Psychotherapeutin und ihre Arbeit basiert auf kognitiver Verhaltenstherapie. Sie führt auch klinische Hypnose durch von der sie aber mir gegenüber noch nie was erwähnt hat.

 

alicia_black

Mitglied
Ich möchte noch erwähnen, dass ich einen anderen Verdacht haben und zwar dass die Diagnose nicht stimmt. Sie hat mir eh keine mündliche Diagnose gegeben, sondern fand ich eine Zahlefolge auf einem Blatt dass ich meinen Hausarzt geben sollte, und das dank google als Sozialphobie und depressive Verstimmung entziffert habe. Ich bin neulich im Internet auf den Term selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung gestoßen und finde die Beschreibung dessen passt viel besser zu meinem Verhalten und würde auch erklären, warum sich in Bezug auf Spotlight Effekt und das ständige Gefühl ausgelacht zu werden nichts ändert! Es passt einfach in vielen Dingen und ich bin relativ sicher, dass ich das habe, mehr als bei Sozialphobie (die ja recht ähnlich ist).
Nun möchte ich aber nicht "diese eine Person" sein, die sich selbst diagnostiziert und habe Hemmungen, ob ich das beim nächsten mal ansprechen soll? Vermutlich ja, aber wie? Hat irgendjemand Tips zu bieten oder eine Rat? :rolleyes: oder bin ich am Ende bei der falschen und sollte auf eine andere Therapieform zurückgreifen oder jemand anderes aufsuchen..??
 

tomtom1972

Mitglied
Und was sagt dein Hausarzt generell zu der Diagnose, oder hast du ihm den Zettel gar nicht gegeben?
Sprich doch mit ihm mal darüber daß du meinst die Therapie bringt die nichts. Wenn er nachfragt würde ich ihm reinen Wein einschenken und ihm alles Erzählen. Vielleicht findet ihr ja gemeinsam eine Lösung.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Hallo Alicia.

In meinen Augen sind Therapeuten dazu da, Wege aufzuzeichnen, denen die Patienten folgen sollen

Nun wird es je nach Charakter Menschen geben, die sagen: ja stimmt, aber... und die lassen sich auf unendliche Diskussionen ein und kommen nicht weiter. Der Zustand, Hilfe zu erfahren, tut natürlich auch ein bisschen gut, den mag man nicht gerne vermissen.
Zu irgendeinem Zeitpunkt gehen den Therapeuten dann aber die Luft und die Ideen aus. Es kann dann heissen, mir konnte nicht geholfen werden, ich suche neue Hilfe.

Da es sein kann, dass die Zeit MIT Hilfe sich gut anfühlt, wird man daran vielleicht nicht unbedingt etwas ändern wollen, denn anschließend ist man wieder alleine.
Die Sache trifft aber nicht den Punkt.
Die Hilfe ist nicht dazu da, durchs Leben geschoben zu werden, sondern sie soll animieren, Muskeln aufzubauen, damit man selber läuft. Dazu muss man der Manager des eigenen Lebens sein oder werden und sich darüber im klaren sein, dass es nicht der Kraft anderer bedarf, sein Ding zu überwinden, sondern der eigenen Kraft.

Ich selbst bin jemand, der an sich glaubt und Sachen durchzieht.
Allerdings hat es mich auch schon mal erwischt. Aber eben nicht dermassen lange.
Ich konnte zum Schluss nicht aml mehr an einer Tankstelle Zigaretten kaufen ohne zu würgen und zu zittern, es war der nahe Tod.
Also habe ich beschlossen, das Ding zu Ende zu bringen, hab mich nett angezogen und bin in eine Skihalle zur afterski Party gefahren. Mir war klar, dass ich da in der Menge sterben werde. So - und was ist passiert? Nichts. Kein Mensch hat mitgekriegt, wie elend es mir ging. Ich hab noch ne Cola ausgegeben bekommen. Dass das so nicht die Voraussetzungen sein können, meine Sozialphobie zu kultivieren, war klar.
die Sache zog sich also über einige Wochen, Freitags und Samstags abends.
Dann war das Ding gegessen. Es ist vorbei und es ist gut, dass es vorbei ist.
So - in der Richtung - kann man also auch vorgehen.
 

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