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Keine Aufgabe im Leben - Depressionen

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da bleib ich mit meinem fetten A**** lieber auf der Couch sitzen und kassiere Geld vom Staat und bin ganz schrecklich depressiv, weil mich keiner haben will.
Nicht alle Arbeitslosen kassieren Geld vom Staat... Und ja, immer wieder zu merken, dass man für die Gesellschaft/Arbeitswelt überflüssig ist, ist in der Tat recht schrecklich. Häme von Leuten, die in einer angenehmeren Lage sind, ist da nicht gerade nett...

Da ist mir einer, der klar sagt, er hat zwar keine Erfahrung aber jede Menge verrückte Ideen tausend Mal lieber. Den kann ich bremsen. Aber wenigstens kriegt er überhaupt erst mal seinen A**** hoch!
Wenn man oft genug aussortiert wurde, dann hat man nunmal nicht mehr unbedingt das stärkste Sendungsbewusstsein...

Ehrlich gesagt finde ich die Aussagen über Ihre Mitarbeiter auch recht bedenklich. Wenn Sie ihre Mitarbeiter hochmotiviert holen, um sie dann auszubremsen, ist es ja eigentlich kein Wunder wenn Sie am Ende nur mehr Dienst nach Vorrschrift bekommen...
 
Wie stabilsiert man sich wieder? Wie schaffe ich mir eine neue Aufgabe im Leben? Mittlerweile bin ich so schlecht drauf, dass ich am Liebsten mit dem Auto gegen die Wand fahren möchte. Freunde habe ich auch keine. Die sind so mit sich beschäftigt und haben nie Zeit. Ich fühl mich so alleine. So ohne Zukunft.

Schau nicht nur bei der Stadt nach ehrenamtlicher Arbeit. Caritas und Tafeln suchen eigentlich auch ständig Helfer. Google mal nach ehrenamtlicher Arbeit + dein Wohnort.

Wäre es ansonsten eine Option, sich selbstständig zu machen? Das wurde hier ja schon einige Male vorgeschlagen. Du hast doch anscheinend ne ganze Menge drauf. Es gibt Förderprogramme zur Existenzgründung, die extra für Promovierte ausgelegt sind und auch von der Agentur für Arbeit gibt es Mittel wenn man sich selbstständig machen will. Du kannst natürlich auch für einen begrenzen Zeitraum die Jobs machen, die nicht so gut bezahlt werden, damit du die Berufserfahrung bekommst. Wenn du dich über 60 Stunden Wochen als BWLer beschwerst - nunja, so eine Überarbeitungskultur ist in dem Feld halt nicht unüblich. Das ist immer noch besser als ungelernte Arbeit in ner Montagefabrik oder im Presswerk, wo die Leute wirklich oft wie Sklaven behandelt werden.

Wenn du für ein Startup noch ein paar Leute rekrutieren kannst, die ebenfalls arbeitssuchend und "überqualifiziert" sind, dann könntest vermutlich ein schlagkräftiges und kompetentes Team aufstellen. Ideen, die man umsetzen könnte, finden sich dann sicher auch 🙂

Achja und: Gegenfalls natürlich umziehen und andernorts nach einer Stelle suchen wär auch noch ne Möglichkeit.
 
Lieber Tuesday,

wenn man Budis Aussagen ernst nimmt (was ich jetzt einfach mal tue), dann sollte dir doch die Aussage

Budi meinte:
800 Bewerbungen. 5 Interviews. 5 Absagen
zeigen, dass es für ihn vielleicht noch andere Wege gibt, um zu Beschäftigung zu gelangen, aber deine Vorwürfe zumindest für den Bereich "Ausreden finden, um Praxis zu vermeiden" so pauschal formuliert falsch sind.

Der Satz
Tuesday meinte:
Und wenn dann mal einer dazwischen ist, den man mit ein paar Ideen ansprechen kann, schreiben 99 % zurück, ja danke, aber nee, danke, das ist zu kompliziert und da sind so viele Hürden und da müsste ja dieses oder jenes haben und ach nee, da bleib ich mit meinem fetten A**** lieber auf der Couch sitzen und kassiere Geld vom Staat und bin ganz schrecklich depressiv, weil mich keiner haben will.
zeugt leider auch von mangelndem Verständnis der Krankheit Depression...

Grundsätzlich positiv finde ich dein Angebot (?), hier Arbeitsplätze in deiner Firma zu vermitteln, wenn ich richtig zwischen den Zeilen gelesen habe. Denn "fitte" und motivierte Menschen wirst du hier sicherlich finden, da sich hier ja diejenigen melden, die mit ihrer Situation unzufrieden sind und sich gerade nicht in der Arbeitslosigkeit "ausruhen" möchten (wobei ich bei dieser Formulierung auch vorsichtig bin, da es diese Fälle zwar gibt, aber diese Einstellung aus diversen Gründen entsteht).

Gruß
RainerW
 
Vitamin B ist leider überall ein „Zaubermittel“. Es gibt Leute die hätten mit ihrer Qualifikation null Chance auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz. Aber mit Vitamin B ist vieles was „Normalsterblichen“ verwehrt bleibt möglich. Ich habe schon von Leuten gehört die Geisteswissenschaft (Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie) studiert haben und bei einer Bank arbeiten. Das Studium hatte überhaupt gar nichts mit Job bei der Bank zu tun, aber sie haben ihn bekommen. Das Schlimmste war, dass sie kein mathematisches Verständnis haben und sich selbst das Abitur ohne Mathe mit der simpelsten Fächerkombinationen „ermogelt“ haben.

Aber so ist es eben. Hat man in der Verwandtschaft Leute die hohe Tiere kennen fliegt einem so einiges zu, was normalerweise undenkbar wäre. Ungerecht aber leider Realität. Die die wirklich qualifiziert sind bleiben dabei auf der Strecke.
 
Hallo,

was das Problem "Überqualifizierung" betrifft .... mittlerweile gibt es dafür einen Begriff "Downsizing", was das Gestalten des Lebenslaufs betriffst. Vielleicht erwähnst die Promotion nicht ... Kann es sogar sein, dass man sich weniger fürchtet vor einem ehemaligen Arbeitslosem als einem Promovierten?

Am Downsizing bin ich mittlerweile auch angekommen. Wenn man im Vorstellungsgespräch ist, kann man die Situation ja erklären .. oder etwas Anderes sagen ... wenn es nicht anders geht...

Illegal wäre es eher, wenn du eine Ausbildung erfinden würdest.

Bin selbst auch gerade am Thema Versagensangst und Misserfolgs-Angst dran 😉 Und was dann noch ansteht: Aufbau von Selbstbewusstsein! Wie ich mit Misserfolgs-angst konstruktiv umgehe usw.

LG, Geld_vieiel_Geld
 
ne exitenzgründung wäre ja ne super idee bei der ich auch sofort einspringen würde. doch es hat auch viele schattenseiten, haftung mit eigenem kapital extrem viele steuerabgaben und auflagen´. an sich wäre exitenzgründung ideal doch ich finde es teils viel zu beklemend weil man es eben nicht 100 % nach seinen wünschen ausbauen kann.

ideen hätte ich selber genug nur eben hab ich kein kapital

job mäßig steh ich auch gerade selber voll auf dem schlauch ich hab mein leben aufgrund der probleme, welche ich aufarbeiten musste vertrödelt und wollte mir immer möglichst viel raum zum erholen lassen auf der anderen seit hab ich dabei viele chancen vertan. falls du nix finden solltest als bwler mach einfach ne neue ausbildung zumindest ist dann ersma ne beschäftigung da ob sie erfolg bringt ist ne andere geschichte.

ich hab mir auch vorgenommen ein praktikum als förster zu machen werde mich in der zeit gut informieren und fragen wie es mit gesuchten stellen aussieht und dann darauf lernen oder studieren oder eben nicht. versuch ersmal die zukunft so gut wie möglich auszublenden denn in der regel kommt es meist anders als man denkt.

diese vitamin b fehlt mir auch genauso wie der dazugehörige oberflächliche freundeskreis ich unterhalte mich zwar gerne doch irgendwie hab ich keine lust jeden zu fragen was er gerade macht und es interessiert mich auch teils gar nicht da ich sehr ich bezogen bin was aber nicht unbedingt negativ zu werten ist.
 
Hallo meine Lieben!

@Tuesday ich habe leider noch nicht so viel Erfahrung mit dem Bewerben gesammelt wie viele andere hier, aber das ändere ich gerade. Mich stimmt das, was Sie hier sagen schon nachdenklich in zwei Richtungen. Ich finde, es ist wichtig, wie der Chef rüberkommt. Sie können durchaus Mitarbeiter haben, von denen Sie nicht so viel halten, aber manchmal lässt sich mit etwas Motivation und einer positiveren Einstellung zu Ihren Angestellten auch etwas mehr bei diesen Menschen erzielen. Wenn Sie ausstrahlen sollten, dass Sie die meisten Ihrer Leute eh für vollkommen unterdurchschnittlich halten, dann ist das nicht gerade leistungsfördernd, da Ihre Mitarbeiter das sehr wohl merken, zumindest so einige von denen. Wenn Sie selbst sagen, dass Sie anscheinend keine besseren Beschäftigten finden, dann sehen Sie doch der Realität ins Auge. Sie haben keine Roboter bei sich sondern Menschen. Der Rest, der bei Ihnen nicht arbeitet, scheint ja auch so zu sein. Da können Sie dann wohl, für Sie leider, nichts anderes erwarten.

Was mich persönlich etwas stört, sind diese Praktika für 400 Euro mit 40 Stunden und denselben Aufgaben wie beim restlichen Personal mit über 1000 Euro. Da muss man ja zahlende Eltern haben, damit man leben kann oder vom Amt noch dazu leben. Was machen denn die, die keine Finanzspritze von den Eltern kriegen und noch nicht vom Amt leben und das auch nicht vorhaben? Ich habe nichts gegen einen Minijob nebenher oder Erschöpfung, wenn dann aber aus den 40 Stunden mehr werden, weil alle möglichen Kollegen noch etwas zu tun finden für den Praktikanten, ist es relativ schwer sich mit anderem noch zusätzlich zu unterhalten...Ich sage nicht, dass es unmöglich ist.

Da ich in einer bestimmten Stadt bleiben möchte, muss ich viele Jobs für mich in Betracht ziehen. Ich habe da verschiedene Modelle für mich entworfen...momentan habe ich einen 400-Euro-Job...Falls ich nichts anderes mir so leicht an Land ziehen kann in dieser Stadt werde ich noch einen 400er Job machen und noch etwas freiberuflich für 100 oder 200 Euro. Anders geht es ja nicht, wenn man heimatverbunden ist. Ich arbeite jetzt dran, das Wort Wochenende auch anders zu interpretieren...Ich arbeite zur Zeit samstags und das ist auch o.k., doch ich hoffe, dass ich den Sonntag behalten kann oder einen anderen Tag frei habe. Vielleicht fällt Ihnen darauf ja was ein. Ich denke, Online können wir Budi nicht einschätzen. Dass Budi gern etwas aus seinem Studium machen möchte, finde ich in Ordnung...er muss ja nicht gleich als Reinigungskraft arbeiten, oder? Im Callcenter war er doch auch schon...geringfügige Tätigkeiten hat er doch nun durch, 800 Bewerbungen und zig Praktika finde ich krass..dafür doch auch mal den Hut ziehen, bitte.

Ihre Hochschulabsolventin und bald Prekärlöhnerin
 
Oh je. Das tut mir echt Leid! 🙁 Habe schon gehört, dass BWLer (selbst ohne Promotion) mittlerweile kaum noch Jobs finden. Wenn man kein Vitamin B hat, kann man sozusagen einpacken auf diesem Markt.
Könntest Du Dir eventuell vorstellen nochmal eine Ausbildung zu machen? Beim Zoll nehmen sie meines Wissens Leute bis 40, im Justizvollzugsdienst liegt die Altersgrenze von 30 bis 39 (abhängig vom Bundesland), bei der Polizei haben sie das Höchstalter in NRW auf 37 hinaufgesetzt.
Was auch oft funktioniert: Krankenpflege oder Altenpflege. Vielleicht könntest Du später ins Pflegemanagement gehen, wo Dir Deine BWL-Vorkenntnisse bestimmt helfen würden. Klar..da ist immer dieser Doktor.
"Dr-Pfleger-SoundSo" oder "Dr-Justizvollzugsbeamter..." Am besten vielleicht erst einmal ein Praktikum machen und von vorneherein fragen, ob dort, wo Du Dich für ein Praktikum bewirbst, der Dr-Titel hinderlich wäre. Wenn Du sagst "ich möchte vollständig in meiner neuen Identität aufgehen und einer vom Team sein und nicht Herr Dr", dann könnte es klappen.
Ich war dort, wo Du warst. Habe auch promoviert und die Promotion allerdings abgebrochen. Abgesehen davon, dass der Dr-Titel fehlt, sieht mein Lebenslauf also auch nicht besser aus.
Hast Du schon mal an Bundesfreiwilligendienst gedacht? Der Lohn ist zwar karg (man kann es, glaube ich, aufstockend zu Hartz IV machen), aber zumindest wäre dann wieder eine Aufgabe da und vielleicht auch eine Inspiration, wohin Dein Weg in Zukunft gehen könnte... Natürlich sind Stellen -wie im Ehrenamt- oft rar. Generell gilt die Devise dran bleiben, gegen die Depression angehen und ein Praktikum machen in dem Bereich, in dem man sich als Bundesfreiwilliger oder Auszubildender bewerben will. Als Hartz IVler ist es leider nur ein Praktikum, das man machen darf. Hast Du das schon "aufgebraucht" oder steht es Dir noch offen?

Das BWL-Fachwissen mit einer Ausbildung in einem anderen Bereich könnte Dir eines Tages vielleicht sogar eine richtig coole Geschäftsidee eröffnen. 🙂
Als promovierter BWLer ist es sicher unangenehm an eine Ausbildung oder Freiwilligendienst zu denken. Doch aus kleinen Brötchen, die man backt, können eines Tages auch wieder große werden!
Never give up hope. Auch wenn es nicht leicht ist.
Und für das Soziale: ja...Freunde sind oft leider nur dann da, solange man ihren Lebensstil teilt. Wenn nicht, sind sie nicht selten weg. Traurig aber wahr. 🙁 Gibt es an Deinem Wohnort Selbsthilfegruppen? Bei Dir gebe es ja einige Punkte wie Depression, vielleicht auch Probleme mit dem Selbstwert-und Selbstvertrauen (welcher gut ausgebildete HartzIVler hat die nicht?), und vielleicht noch Einiges mehr?

Die denken, ich verlange horrente Summen, dann habe ich keine Berufserfahrung und Mitte 30 und auch noch eine Frau. Die Todeskombination.
Sorry, hast Du eine Frau oder bist Du eine Frau? Ich habe nicht alle Beiträge gelesen...also, bitte entschuldige falls ich Dich falsch angeredet habe.
Du bist offensichtlich ganz schön depressiv, Du Arme/r! 🙁 Was ich nun auf keinen Fall tun würde, wären Geldinvestitionen in irgendwelche (Schein)Selbständigkeiten. Vielleicht hast Du eines Tages mal eine geniale Geschäftsidee. Doch geniale Ideen werden nicht aus der Depression heraus geboren.
Und: falls Du eine Frau bist: ich weiß auch von Männern, denen es so geht wie Dir.

Wünsche Dir ganz viel Glück!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo liebe Leute,

gibt es etwas Neues von euch?

Bei mir sieht's leider (psychisch und was die Qualität meiner momentanen Arbeit und dementsprechend auch die Zukunftsaussichten angeht) nicht gut aus... Vielleicht habt ihr ja bessere Neuigkeiten?

Gruß
RainerW
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

möchte sich keiner mehr äußern? Wäre ja schön, wenn alle Probleme sich gelöst hätten... 🙂

Ich suche allerdings immer noch nach dem Lichtblick, der mich aus meiner momentanen Situation "erlöst"... Naja, "gelöst" wird das Problem wohl dadurch, dass ich für meine nächste Prüfung zurzeit nichts tue... Und da sie nächsten Mittwoch ist und ich dann richtig auf die Schnauze fliegen werde, kann das das Ende dieser Tätigkeit bedeuten. Leider fehlen mir die Alternativen...

Naja, vielleicht meldet sich ja noch der ein oder andere.

Viele Grüße
RainerW
 

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