Oh je. Das tut mir echt Leid!
🙁 Habe schon gehört, dass BWLer (selbst ohne Promotion) mittlerweile kaum noch Jobs finden. Wenn man kein Vitamin B hat, kann man sozusagen einpacken auf diesem Markt.
Könntest Du Dir eventuell vorstellen nochmal eine Ausbildung zu machen? Beim Zoll nehmen sie meines Wissens Leute bis 40, im Justizvollzugsdienst liegt die Altersgrenze von 30 bis 39 (abhängig vom Bundesland), bei der Polizei haben sie das Höchstalter in NRW auf 37 hinaufgesetzt.
Was auch oft funktioniert: Krankenpflege oder Altenpflege. Vielleicht könntest Du später ins Pflegemanagement gehen, wo Dir Deine BWL-Vorkenntnisse bestimmt helfen würden. Klar..da ist immer dieser Doktor.
"Dr-Pfleger-SoundSo" oder "Dr-Justizvollzugsbeamter..." Am besten vielleicht erst einmal ein Praktikum machen und von vorneherein fragen, ob dort, wo Du Dich für ein Praktikum bewirbst, der Dr-Titel hinderlich wäre. Wenn Du sagst "ich möchte vollständig in meiner neuen Identität aufgehen und einer vom Team sein und nicht Herr Dr", dann könnte es klappen.
Ich war dort, wo Du warst. Habe auch promoviert und die Promotion allerdings abgebrochen. Abgesehen davon, dass der Dr-Titel fehlt, sieht mein Lebenslauf also auch nicht besser aus.
Hast Du schon mal an Bundesfreiwilligendienst gedacht? Der Lohn ist zwar karg (man kann es, glaube ich, aufstockend zu Hartz IV machen), aber zumindest wäre dann wieder eine Aufgabe da und vielleicht auch eine Inspiration, wohin Dein Weg in Zukunft gehen könnte... Natürlich sind Stellen -wie im Ehrenamt- oft rar. Generell gilt die Devise dran bleiben, gegen die Depression angehen und ein Praktikum machen in dem Bereich, in dem man sich als Bundesfreiwilliger oder Auszubildender bewerben will. Als Hartz IVler ist es leider nur
ein Praktikum, das man machen darf. Hast Du das schon "aufgebraucht" oder steht es Dir noch offen?
Das BWL-Fachwissen mit einer Ausbildung in einem anderen Bereich könnte Dir eines Tages vielleicht sogar eine richtig coole Geschäftsidee eröffnen.
🙂
Als promovierter BWLer ist es sicher unangenehm an eine Ausbildung oder Freiwilligendienst zu denken. Doch aus kleinen Brötchen, die man backt, können eines Tages auch wieder große werden!
Never give up hope. Auch wenn es nicht leicht ist.
Und für das Soziale: ja...Freunde sind oft leider nur
dann da, solange man ihren Lebensstil teilt. Wenn nicht, sind sie nicht selten weg. Traurig aber wahr.
🙁 Gibt es an Deinem Wohnort Selbsthilfegruppen? Bei Dir gebe es ja einige Punkte wie Depression, vielleicht auch Probleme mit dem Selbstwert-und Selbstvertrauen (welcher gut ausgebildete HartzIVler hat die nicht?), und vielleicht noch Einiges mehr?
Die denken, ich verlange horrente Summen, dann habe ich keine Berufserfahrung und Mitte 30 und auch noch eine Frau. Die Todeskombination.
Sorry,
hast Du eine Frau oder
bist Du eine Frau? Ich habe nicht alle Beiträge gelesen...also, bitte entschuldige falls ich Dich falsch angeredet habe.
Du bist offensichtlich ganz schön depressiv, Du Arme/r!
🙁 Was ich nun auf keinen Fall tun würde, wären Geldinvestitionen in irgendwelche (Schein)Selbständigkeiten. Vielleicht
hast Du eines Tages mal eine geniale Geschäftsidee. Doch geniale Ideen werden nicht aus der Depression heraus geboren.
Und: falls Du eine Frau bist: ich weiß auch von Männern, denen es so geht wie Dir.
Wünsche Dir ganz viel Glück!